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	<title>Mediengestalter-Blog.de &#187; Florian Knörl</title>
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	<description>Gestalten mit Herzblut</description>
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		<title>Artikel-Reihe PDF: In der Praxis fehlt der Informationsaustausch</title>
		<link>http://www.mediengestalter-blog.de/2006/09/10/artikel-reihe-pdf-in-der-praxis-fehlt-der-informationsaustausch/</link>
		<comments>http://www.mediengestalter-blog.de/2006/09/10/artikel-reihe-pdf-in-der-praxis-fehlt-der-informationsaustausch/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 Sep 2006 07:54:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Knörl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Das PDF (die PDF, der PDF... da kann man wunderbar streiten, welcher Artikel da nun der Richtige ist) ist ein wunderbares, extrem flexibles Format, dass uns jeden Tag begegnet. Sein Einsatzzweck ist beinahe unbeschr&#228;nkt, die Erstellung ist kinderleicht und alles wird bunter, einfacher und sch&#246;ner mit einem PDF als Weggef&#228;hrten...

Keine Sorge, das meine ich nicht ernst. Gut, ein paar Dinge m&#246;gen vielleicht richtig sein, z. B. begegnet mir diese Dateiform auch jeden Tag ? Montag bis Freitag in der Arbeit, zu 90% dann als Druckvorlage (oder als eine Quasi-Vorlage, die beinahe druckf&#228;hig ist), Samstags als Schulungsmaterial-Sammlung meiner Fortbildung und Sonntag dann beim Lernen, beim Informationen-Graben im Internet oder einfach aber gemein als BAf&#246;G-Formular, dass trotz der volldigital vorliegenden Form erst mal quer durch die Welt geschickt werden will (um dann wieder zur&#252;ckzukommen, und nochmals quer... ihr wisst es ja selbst).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das PDF (die PDF, der PDF&#8230; da kann man wunderbar streiten, welcher Artikel da nun der Richtige ist) ist ein wunderbares, extrem flexibles Format, dass uns jeden Tag begegnet. Sein Einsatzzweck ist beinahe unbeschr&#228;nkt, die Erstellung ist kinderleicht und alles wird bunter, einfacher und sch&#246;ner mit einem PDF als Weggef&#228;hrten&#8230;</p>
<p>Keine Sorge, das meine ich nicht ernst. Gut, ein paar Dinge m&#246;gen vielleicht richtig sein, z. B. begegnet mir diese Dateiform auch jeden Tag ? Montag bis Freitag in der Arbeit, zu 90% dann als Druckvorlage (oder als eine Quasi-Vorlage, die beinahe druckf&#228;hig ist), Samstags als Schulungsmaterial-Sammlung meiner Fortbildung und Sonntag dann beim Lernen, beim Informationen-Graben im Internet oder einfach aber gemein als BAf&#246;G-Formular, dass trotz der volldigital vorliegenden Form erst mal quer durch die Welt geschickt werden will (um dann wieder zur&#252;ckzukommen, und nochmals quer&#8230; ihr wisst es ja selbst).</p>
<p>Also es gibt schon viele PDF-Dateien &#8211; das ist durchaus wahr, und sie sind auch sehr flexibel &#8211; das ist auch wahr. Nur das Problem, welches ich beim t&#228;glichen Verwenden von PDFs sehe, ist (zumindest bei mir im Vorstufenbereich) die Unwissenheit der Erstellenden, was denn so ein PDF &#252;berhaupt sein soll. Je nach Ausbildung, Position und eigenem Lerntrieb ist der Wissensstand &#252;ber die PDF-Erzeugung, Verwendung und Weitergabe meistens eher mau. Obwohl eigentlich alles ganz einfach w&#228;re: Ich bekomme eine gut erzeugte PDF-Datei, f&#252;ttere meinen Workflow damit, kann allerlei interessante Dinge aus der PDF-Datei herauslesen, mein Workflow tut dasselbige und schon habe ich perfekt aufbereitete Daten, die mehr oder minder selbst&#228;ndig den Weg in mein Vorstufensystem gefunden haben. So ist die Theorie, und manchmal klappt das auch so.</p>
<p>Die meiste Zeit allerdings sind irgendwelche kleinen oder gro&#223;en Fehlerteufel am Werk, die einem das Leben schwer machen. So ist z. B. schon die einfache Einstellung ?Sicherheit? (ja, man k&#246;nnte ein PDF theoretisch vor Ver&#228;nderung und Ausdruck sch&#252;tzen) ein Gr&#228;uel f&#252;r die meisten Vorstufensysteme. Und so geht das weiter, von Farbeinstellungen &#252;ber sehr interessante Versuche der Schrifteneinbettung bis zu total unbrauchbaren Halb-PDFs, die einem (hier nicht weiter genannten) Programm entspringen. Der Zeitaufwand, eben diese Daten dann zu retten (oder im Worst-Case einfach neu anzufordern, und dem Ersteller mal schnell einen Crashkurs in der Erzeugung von PDF-Dateien zu geben) ist teilweise wirklich immens.</p>
<p>In diesem Fall kommen dann leider die ewig Gestrigen auf den Plan. Diese wunderbaren, teilweise wirklich versierten Vorstufenmenschen, die einen ?Ich sage Ja! zu offenen Daten?-Aufkleber auf dem Monitor haben und immer wieder mehrstimmig ihren Sprechgesang anstimmen: Offene Daten seien komfortabler, man k&#246;nnte weitaus besser steuernd eingreifen, mit offenen Daten sind Korrekturen gar kein Problem, die Reinzeichnung und Druckdatenerstellung bindet doch die Kunden an die Druckerei, alles w&#228;re besser als im Moment (weil?s wie fr&#252;her w&#228;re, und fr&#252;her&#8230; ja, ich wei&#223;, ihr wisst es selbst). Leider war die Geschichte des PDF-Formates auch nicht immer ohne Fehler ? und so kann es einem passieren, dass man haarstr&#228;ubende Geschichten von abst&#252;rzenden Belichtern, stundenlangen Rechenvorg&#228;ngen und fehlenden Farbausz&#252;gen zu Geh&#246;r bekommt, wenn man das Wort ?PDF? auch nur in den Mund nimmt (dass der Belichter Baujahr 1991 war, muss man ja nicht immer erw&#228;hnen).</p>
<p>Nat&#252;rlich sind offene Daten besser ver&#228;nderbar ? aber gerade das wollen wir doch nicht! Ich f&#252;r meinen Teil m&#246;chte vom Ersteller Daten bekommen, diese dann pr&#252;fen, bei Bedarf Feedback geben und damit in mein Workflow-System reingehen. Sobald ich selbst Ersteller bin (und das wechselt jeden Tag mehrfach, also kenne ich wirklich beide Seiten) m&#246;chte ich meine investierte Arbeit genau so wie geplant auf Papier geliefert bekommen ? nicht das, was man durch Ausgabefehler, Farbmanagement-Unzul&#228;nglichkeiten oder andere Desaster aus meinen Daten machen k&#246;nnte. Und das PD(F)-Format sorgt einfach f&#252;r eine bessere Daten&#252;bergabe als andere Technologien (solange sie vern&#252;nftig erstellt wurden). F&#252;r die Druckvorstufe (wie auch f&#252;r andere Bereiche) ist die PDF-Technik zwar noch nicht in allen Facetten ausgereift, aber die andauernde Weiterentwicklung stellt einen wirklich gro&#223;en Schritt in eine einfache und fehlerreduzierte (nein, nicht fehlerfreie) Daten&#252;bergabe dar. Irgendwann werden sicherlich auch fast alle Standardanwendungen vern&#252;nftige, nach X-Normen angepasst PDFs erzeugen k&#246;nnen, und die Druckereien werden soweit sein, alle relevanten Daten auszulesen und auch einen medienneutralen Workflow beherrschen (auch wenn wie oben schon angeschnitten viele Druckereien Angst davor haben, ihre Kunden an Online-Druckereien zu verlieren, wenn sie keine offenen Daten mehr bekommen, die sie ?magisch? in druckf&#228;hige Daten verwandeln k&#246;nnen&#8230; Eine ?klassische? Druckerei kann, konnte und wird dem Kunden immer mehr bieten als eine ?Online-Druckerei?).</p>
<p>F&#252;r den Bereich der Vorstufe k&#246;nnte man sich momentan nichts Sch&#246;neres vorstellen als PDF-Daten. Und auch als Lieferant ist es doch angenehm zu wissen, dass sich mein Umbruch nicht &#228;ndert, die Bilder wirklich so aussehen werden wie ich sie angelegt und ausgegeben habe und mein Format auch so bleibt, wie ich es einmal wollte. Deshalb sollte man &#246;fter in die offene Diskussion zwischen Agentur, Druckerei und wem auch immer gehen. Ohne gro&#223; voreingenommen zu sein einfach mal alle an einen Tisch holen, und sich in Ruhe die Vor- und Nachteile dieses Formates ansehen, vielleicht intern ein paar Schulungen durchlaufen (die Druckerei f&#252;hrt die F&#228;higkeiten des PDFs vor und die Agentur zeigt ihre Datenaufbereitung f&#252;r den Druck) und dann eine sichere und reproduzierbare Daten&#252;bergabe praktizieren. Im Prinzip will ja jeder nur, dass das Endergebnis passt &#8211; also w&#228;re man in diesem Punkt ja schon mal einig. Das wird nicht f&#252;r jeden Kunden klappen, und auch nicht mit jeder Druckerei. Aber man kann ja mal anfangen&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die kleine Fotografentrickkiste: Graustufenbilder</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jun 2006 10:11:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Knörl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotografie]]></category>

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		<description><![CDATA[Fr&#252;her, als noch analoge Fotografie den Standard darstellte, kam jeder irgendwann mal auf die Idee sich einen s/w-Film zu kaufen. (Eigentlich isses ja ein Graustufenfilm, aber das klingt so seltsam...) Gut, das Filmchen gekauft, in die Kamera eingelegt und drauflosfotografiert. Die Besonderheit war: Egal was man machte, irgendwie sah alles viel k&#252;nstlerischer aus. Ganz toll und so, weil eben das Bild f&#252;r sich sprach und niemand durch die (knalligen, flauen, falsch aufgebauten, schlecht beleuchteten...) Farben gest&#246;rt wurde. Und wie macht man das nun im digitalen Leben?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fr&#252;her, als noch analoge Fotografie den Standard darstellte, kam jeder irgendwann mal auf die Idee sich einen s/w-Film zu kaufen. (Eigentlich isses ja ein Graustufenfilm, aber das klingt so seltsam&#8230;) Gut, das Filmchen gekauft, in die Kamera eingelegt und drauflosfotografiert. Die Besonderheit war: Egal was man machte, irgendwie sah alles viel k&#252;nstlerischer aus. Ganz toll und so, weil eben das Bild f&#252;r sich sprach und niemand durch die (knalligen, flauen, falsch aufgebauten, schlecht beleuchteten&#8230;) Farben gest&#246;rt wurde.</p>
<p>Mit der Zeit hat man dann ein wenig mehr Erfahrung mit der Belichtung sammeln k&#246;nnen, und die Furchtlosen unter uns haben sich sogar im Schlafzimmer ein kleines s/w-Labor aufgebaut, um ihre Bilder selbst zu entwickeln oder zu vergr&#246;&#223;ern (und um festzustellen, dass ein Schlafzimmer staubig ist. Sehr staubig. Und der Chemiegeruch gef&#228;llt nicht jedem). Wenn man sich etwas intensiver mit der Fotografie, insbesondere mit der s/w-Fotografie besch&#228;ftigt, sieht man schnell den hohen Anspruch und die vielen, verschiedenen Techniken um zu einem sch&#246;nen Bild zu kommen. Sei es auf der gestalterischen Seite (<em>Cartier-Bresson, Feininger</em>) oder auf der technischen Seite (<em>Land, Adams</em>), die s/w-Fotografie stellt hohe Anspr&#252;che an den Fotografen.</p>
<p>Warum ich das alles hier schreibe? Nun ja, ich sehe es leider sehr oft, wie im digitalen Zeitalter s/w-Bilder erstellt werden. Mithilfe von Bild -> Modus -> Graustufen. Dann vielleicht noch ein wenig die Gradationskurve ver&#228;ndert (aber nicht so wie man sollte), und fertig isses.<br />
Man bekommt dann ein Bild, das aus nur einem Kanal besteht, und dieser Kanal geht von der Farbe Wei&#223; zur Farbe Schwarz. Mehr aber auch nicht ? es wurde einfach nur ein Kanal aus dreien oder vieren zusammenberechnet und einem vorgesetzt (Wer es genau wissen will: Es wird relativ viel aus dem Rot-Kanal, noch mehr aus dem Gr&#252;n-Kanal und ein wenig aus dem Blau-Kanal verwendet). In den meisten F&#228;llen ist dieses Ergebnis allerdings eher suboptimal, auch weil man keinerlei Einstellm&#246;glichkeiten besitzt.<br />
Also, andere Wege f&#252;hren auch zum Ziel, und ein ganz sch&#246;ner (weil sehr flexibler) wird hier vorgestellt: <strong>Die Graustufenwandlung &#252;ber den Kanalmixer.</strong></p>
<p>Der Kanalmixer bietet die M&#246;glichkeit, wie fr&#252;her mit Farbfiltern zu arbeiten. Man kann die einzelnen Grundfarben in sein Graustufenbild einrechnen oder rausrechnen lassen. Der gro&#223;e Vorteil dabei: Bestimmte Bildbereiche sind in bestimmten Kan&#228;len zu finden, so kann man z. B. im Rot-Kanal die Helligkeit von Hautt&#246;nen und dramatische Himmel sch&#246;n herausarbeiten, im Gr&#252;n-Kanal wiederum findet sich die beste Bild-Durchzeichnung (wichtig bei Modeaufnahmen!). Aber jetzt mal ran ans Bild: Der Kanalmixer findet sich unter Bild -> Anpassen -> Kanalmixer. Empfehlenswert ist allerdings (wie eigentlich immer bei der non-destruktiven Bildbearbeitung) den Kanalmixer als Einstellebene zu verwenden. In der Ebenen-Palette auf das kleine Kontrast-Symbol klicken und dort den Kanalmixer ausw&#228;hlen. Nun findet man folgendes Fenster vor:</p>
<p><img id="image250" src="http://www.mediengestalter-blog.de/wp-content/uploads/2006/06/1106Kanalmixer.jpg" alt="Kanalmixer"/></p>
<p>In diesem Fenster kann man nun den Ausgabekanal ausw&#228;hlen , die einzelnen Kan&#228;le ein- oder ausmischen (f&#252;r den Anfang ist eine Gesamtmischung von 100% ein guter Richtwert), eine Farbkonstante angeben (eine Art Schwarz-Wei&#223;-Gesamtauftrags-Regler, einfach ein bisschen rumspielen) und, ganz wichtig, die Option ?Monochrom? anklicken. Mit dieser Technik l&#228;sst sich wirklich beinahe jedes Farbbild in ein ansprechendes und vor allem selbst gemachtes Graustufenbild umwandeln, bei dem die Anmutung genau den eigenen W&#252;nschen entspricht. Hier nun noch mal als Beispiel ein s/w-(Graustufen)-Bild, einmal mit Bild -> Modus -> Graustufen umgerechnet (b&#246;se, weil langweilig), und einmal mit dem Kanalmixer (gut, weil man das Bild so wiedergeben kann wie man m&#246;chte).</p>
<p><img id="image251" src="http://www.mediengestalter-blog.de/wp-content/uploads/2006/06/1106GraustufenModus.jpg" alt="GraustufenperModus" width="500"/></p>
<p><em>Das hier ist das Graustufen-Modus-Bild. Es ist einfach ein Graustufenbild, allerdings wird durch die recht flaue Wiedergabe und die Standardkonvertierung nicht auf das Bild eingegangen, es wirkt nicht besonders spannend.</em></p>
<p><img id="image252" src="http://www.mediengestalter-blog.de/wp-content/uploads/2006/06/1106GraustufenKanalmixer.jpg" alt="GraustufenperKanalmixer" width="500"/></p>
<p><em>Hier nun das Bild per Kanalmixer umgewandelt. Durch die h&#228;rtere Gradation und den knappen Helligkeitsverlauf wird eine andere Bildaussage erreicht, es passt einfach besser zum Motiv. Nat&#252;rlich w&#228;re das nun auch in einem sp&#228;teren Schritt in der Bildbearbeitung m&#246;glich gewesen, aber so lernt man auch ein wenig mit Farbfiltern umzugehen.</em></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Licht und Schatten</title>
		<link>http://www.mediengestalter-blog.de/2006/03/28/licht-und-schatten/</link>
		<comments>http://www.mediengestalter-blog.de/2006/03/28/licht-und-schatten/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 28 Mar 2006 11:15:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Knörl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Persönliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt einige Berufe, die immer schon beliebt waren. Seit der Einf&#252;hrung des ?Mediengestalters? (fr&#252;her waren das viele, langweilig klingende Einzelberufe) geh&#246;rt dieser zweifelsohne dazu. Nur was macht den Beruf eigentlich so beliebt?
Wenn jemand gefragt wir ?Warum nur m&#246;chtest du das machen?? kommt eigentlich immer die gleiche Antwort: ?Ich arbeite gerne kreativ, auch am Computer, besch&#228;ftige mich schon seit l&#228;ngerem mit dem Erstellen von Websiten und das ist schon lange mein Traumberuf?? Ahja. Dank einiger Printkampagnen und der unglaublich d&#228;mlichen Umsetzung der ?Werbeagentur? im Fernsehen sieht das auch immer ganz toll aus. Sogar in der Weight-Watchers-Werbung wird mit einer ?Bildredakteurin? geworben, die neben ihrem Job, Kindern, M&#228;nnchen etc. auch noch Zeit f&#252;r die anonymen Futtertreffen hat.
Wollen wir mal zusammenfassen: Ein Mediengestalter arbeitet kreativ, am Computer, hat Zeit und scheinbar auch ganz gut Geld. Sieht nat&#252;rlich auch schnieke aus und kommt super mit allen fremden Menschen klar, sobald er ihnen erst einmal seine eigene Website gezeigt hat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt einige Berufe, die immer schon beliebt waren. Seit der Einf&#252;hrung des ?Mediengestalters? (fr&#252;her waren das viele, langweilig klingende Einzelberufe) geh&#246;rt dieser zweifelsohne dazu. Nur was macht den Beruf eigentlich so beliebt?<br />
Wenn jemand gefragt wir ?Warum nur m&#246;chtest du das machen?? kommt eigentlich immer die gleiche Antwort: ?Ich arbeite gerne kreativ, auch am Computer, besch&#228;ftige mich schon seit l&#228;ngerem mit dem Erstellen von Websiten und das ist schon lange mein Traumberuf?? Ahja. Dank einiger Printkampagnen und der unglaublich d&#228;mlichen Umsetzung der ?Werbeagentur? im Fernsehen sieht das auch immer ganz toll aus. Sogar in der Weight-Watchers-Werbung wird mit einer ?Bildredakteurin? geworben, die neben ihrem Job, Kindern, M&#228;nnchen etc. auch noch Zeit f&#252;r die anonymen Futtertreffen hat.<br />
Wollen wir mal zusammenfassen: Ein Mediengestalter arbeitet kreativ, am Computer, hat Zeit und scheinbar auch ganz gut Geld. Sieht nat&#252;rlich auch schnieke aus und kommt super mit allen fremden Menschen klar, sobald er ihnen erst einmal seine eigene Website gezeigt hat.</p>
<p>Nun mal kurz zur Realit&#228;t: Mediengestalter ist eine Art Ausbeutung. Zwar eine selbstgeschaffene, aber das &#228;ndert nichts am Thema. Warum ich so denke? Ganz einfach: Lasst uns doch mal einen Standard-Tag eines Mediengestalers in einer Druckerei (oder Agentur, die Arbeiten differieren nicht gerade besonders) nachbauen:</p>
<p>gegen sechs Uhr fr&#252;h: Aufstehen (ja, die stehen so fr&#252;h auf &#8211; einige auch fr&#252;her. Nein, man kann nicht wie im Fernsehen so gegen elf in die Arbeit kommen)</p>
<p>07:15 Uhr: Arbeitsbeginn. Man sieht kurz nach dem Rechten, welche Drucker gerade wieder keinen Toner hat, welcher Rechner nicht hochf&#228;hrt, warum die e-mails nicht abgerufen werden k&#246;nnen, ob die Sicherung lief und wenn nicht was alles schlimmes passieren kann. Diese gesammelte Information kann man entweder seinem Vorgesetzen vortragen (Anf&#228;ngerfehler) oder sich selbst drum k&#252;mmern (ja, man ist ja auch Mediengestalter)</p>
<p>07:45 Uhr: Wirklicher Arbeitsbeginn. Irgendein doofes Plakat, aus einer sehr beliebten Vektoranwendung, die nur leider keinerlei ordentliche PS-Erstellung erm&#246;glicht. Also mal lustig zwei Stunden lang die Datei umbauen, bis druckf&#228;hige Daten rauskommen &#8211; nein, das zahlt niemand. Warum nicht? Weil der Kunde in der Druckerei b, die das noch nie berechnet hat, doch auch immer gut bedient wird. Also garnicht dran denken, das in Rechnung zu stellen. Man kann h&#246;flich fragen, ob der Kunde denn Lust hat, das n&#228;chste mal ordentliche Daten anzuliefern. Wird er nicht haben, jedenfalls nicht oft.</p>
<p>09:00 Uhr: Kaffee Nr. 2 und Zigarette Nr. 1. (Ja, das ist eine Recreationspause. Sie besteht aus rausrennen, schnell rauchen und zur&#252;ckrennen. W&#228;hrend der Zigarette klinget das schnurlose Telefon im Schnitt einmal)</p>
<p>09:45 Uhr: Drittes ?Schaust-du-mal-schnell-die-Daten-durch?-Intermezzo. Ist ja auch kein Problem, ohne irgendeine Art von Information seine Arbeit zu unterbrechen, eine wildfremde CD einzulegen und sofort sagen zu k&#246;nnen, ob der Himmel auch wirklich sch&#246;n blau wird, die Schrift mit der elektronischen Auszeichnung gut kommt und die verf***ten falschen Kapit&#228;lchen auch gut aussehen. Preflight und CMS m&#246;gen einige schreien, doch bitte haltet ein. Macht ein Praktikum bei mir, dann reden wir nochmal dr&#252;ber.</p>
<p>11:15 Uhr: Eigentlich sollte nun mal die Brosch&#252;re weitergemacht werden, was aber nicht geht, da der Plattenbelichter seltsamerweise einen falschen Druckbeginn benutzt. Wird wohl am getauschten Kopf liegen &#8211; also mal schnell per Telnet auf den Belichter und die Kopfgeometrieeinstellung ge&#228;ndert. Ist ja kein Problem f&#252;r einen Mediengestalter. (Insgeheim hofft man eigentlich nur, das man mit dem 20W-Laser da drin nix abfackelt bzw. der Kopf runterf&#228;llt oder so ein Mist. Aber es eilt?Bis der Techniker zur&#252;ckruft, der einem die falschen Wert &#252;bermittelt hat, hat mans auch selbst hinbekommen. Man f&#252;hlt sich zwar f&#252;nf Jahre &#228;lter, aber es geht.)</p>
<p>12:00 Uhr: Mittagsp? Naja, Mittag halt. Eine rauchen, vielleicht auch zwei, Kaffee nachsch&#252;tten (m&#252;sste der vierte sein) und emails beantworten. Viele emails. Eigentlich die emails der halben Abteilung. Da sitzen ja nur Mediengestalter (stimmt nicht, aber die Altberufe wurden ja assimiliert), die m&#252;ssen ja auch jeden Schwachsinn sofort verstehen und umsetzen k&#246;nnen. Und jeder Kunde hat nat&#252;rlich nur seinen Auftrag, der ganz alleine in der gro&#223;en Druckerei bearbeitet wird. Also weiss man auch sofort, welcher ?Mein Auftrag? ist und ?mein Druckbogen?. Leider werden die von jedem so genannt, also hat man an guten Tagen zwanzig mal ?Meinen Auftrag?.</p>
<p>14:00 Uhr: Konspirative Krisensitzung mit lieben Kollegen. Bei einer Zigarette, einem halben Telefonat, zwei B&#252;cher unterm Arm und Hilflosigkeit in den Augen. Wenigstens gehts vielen so. Hilft zwar keinem, aber man kann sich gegenseitig Mut zusprechen und vergleichen, welcher Vorgesetzte mehr Punkte kriegt.</p>
<p>15:00 Uhr: Azubinenausbildung. Also, man versucht soviel Wissen wie gerade m&#246;glich in die Azubine reinzutrimmen. Da man ja als Mediengestalter sowieso nur gute Noten schreibt, und eigentlich nix daf&#252;r lernen muss, geht das ja ohne Probleme. Und jeder Betrieb hat ja die M&#246;glichkeiten, der Azubine mal schnell ne Website zu erkl&#228;ren, nen Server zu zerlegen etc. pp. Der Lernplan eines Mediengestalters ist was sch&#246;nes.</p>
<p>16:00 Uhr: Nein, die Brosch&#252;re &#252;ber diese komische Burg ist nicht angetastet worden. Daf&#252;r hat man einen Auszug aus einem italienischen Buch erstellt. Mal so schnell, nebenbei. Und Angebote f&#252;r ein neues Proofsystem und modernere Farbspektrometertechnik eingeholt. Woher man weiss was zusammenpasst, was man nehmen kann, was nicht? Die Wochen zuvor hat man immer brav nach Dienstschluss gelesen, verglichen und so weiter. Nur leider haben die Info-Hotlines nicht um 23:00 Uhr einen Ansprechpartner auf Abruf bereit. Das w&#228;re Service.</p>
<p>16:30 Uhr: Es reicht. Abfahrt nach Hause. (Ja, so fr&#252;h. Garnichtmal so lange &#8211; wie gesagt, ein Standardtag. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit eines Mediengestalters sollte so zwischen 40 und 60 Stunden im Betrieb betragen. Im Betrieb)</p>
<p>18:00 Uhr: Man hat etwas gegessen, sich von irgendeiner CD anschreien lassen, noch kurz Online-Frustshopping betrieben (Plattenspieler und neue Schallplatten, man ist ja extravagant) und jetzt sitzt man wieder vor dem Rechner und lernt. &#220;bt. Hilft anderen Menschen. L&#228;sst sich helfen. Unterh&#228;lt sich ein wenig, aber immer mit dem Hintergedanken und der Absicht, etwas mehr zu wissen, zu lernen und zu k&#246;nnen. Einige machen auch Umschulungen, Samstags dann (ist gut, so kann man Samstag nicht mehr in die Arbeit fahren).</p>
<p>gegen Mitternacht: Der Tag ist vor&#252;ber. Wieder war er viel zu kurz, um wirklich alles zu erledigen, was man vorhatte. Wenn man eher der Erkl&#228;r-B&#228;r ist, muss man noch schnell ein, zwei Fragen beantworten. Wenn man eher der Fragefisch ist, fragt man noch schnell was vor dem Zubettgehen. Und morgen geht es weiter.</p>
<p>Grob umrissen ein normaler Tag. Es gibt viele Menschen, denen es so geht. Viele m&#252;ssen in einem weitaus anstrengenderen und aufreibenderen Beruf jahrzehnte lang f&#252;r weniger Geld arbeiten. Aber das soll eine kleine Warnung sein. Wenn man kreativ sein will, muss man studieren und Gl&#252;ck haben. Oder eine Ausbildung und verdammt viel Gl&#252;ck haben. Wenn man eigentlich garnicht kreativ sein will, aber auf soziale Kontakte wert legt, sollte man den Beruf auch sein lassen oder eine sehr gute Kondition haben. Wer meint, er k&#246;nne das ganze ohne die allabendlichen &#220;be-und-Lern-Eskapaden durchstehen, sollte es garnicht erst probieren. Man wird schnell nicht mehr angenommen, und der Arbeitsmarkt ist mehr als &#252;berf&#252;llt.</p>
<p>Nun stellt sich die Frage, warum es dennoch so viele gibt. Ganz einfach: Weil es Spass macht. Weil es Stolz macht, und weil es f&#252;r viele wirklich ein Traum ist. Nur sollte man dann auch bitte mit dem n&#246;tigen Respekt und Ernst an die ganze Sache gehen? andere w&#252;rden sehr viel f&#252;r eine Ausbildungsstelle oder einen Job in dem Bereich geben, aber bekommen nichts. Einige ?hochteamf&#228;hige? Mediengestalter schaffen es immernoch, sich trotz hervorragender Unterdurchschnittlichkeit irgendwie im Betrieb, in der Agentur etc. festzusaugen. Auch ohne Zusatzqualifikationen wie Master of Server oder Chief of blinkender Kasten. Ohne freiwillige Mehrarbeit. Ohne ?Ja, klar, mach ich schnell?.<br />
Und das macht mich manchmal traurig und manchmal w&#252;tend. Denn es ist ein wunderbarer Beruf &#8211; in dem sich auch viele wunderbare Menschen finden, die jeden Tag daf&#252;r sorgen, etwas Farbe irgendwo rein zu bringen. Egal ob Klingelschild, Fachbuch oder Internetseite.</p>
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		<title>Nur noch schnell ein Foto ? Teil 2</title>
		<link>http://www.mediengestalter-blog.de/2006/03/27/nur-noch-schnell-ein-foto-teil-2/</link>
		<comments>http://www.mediengestalter-blog.de/2006/03/27/nur-noch-schnell-ein-foto-teil-2/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 27 Mar 2006 16:42:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Knörl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotografie]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem im ersten Teil die kleine Kompakte dran war, sind nun die Bridge-Kamera und die DSLR (Digital Single Lens Reflex)-Kamera an der Reihe. Mit der Zeit braucht man eben etwas ?mehr? Kamera, und in diesem Segment wird sowohl der anspruchsvolle Amateur wie auch der Profi sicherlich f&#252;ndig. Allerdings muss die Leistung auch bezahlt werden, nicht nur prim&#228;r beim ersten Kauf, sondern nach und nach beim (notwendigen) Zubeh&#246;r.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem im ersten Teil die kleine Kompakte dran war, sind nun die Bridge-Kamera und die DSLR (Digital Single Lens Reflex)-Kamera an der Reihe. Mit der Zeit braucht man eben etwas ?mehr? Kamera, und in diesem Segment wird sowohl der anspruchsvolle Amateur wie auch der Profi sicherlich f&#252;ndig. Allerdings muss die Leistung auch bezahlt werden, nicht nur prim&#228;r beim ersten Kauf, sondern nach und nach beim (notwendigen) Zubeh&#246;r.</p>
<p>Die Bridge-Kamera (Br&#252;ckenkamera) ist, wie der Name schon sagt, eine Art Bindeglied zwischen der kleinen Kompakten und der gro&#223;en DSLR. Sie hat meistens die gleichen Einstellm&#246;glichkeiten wie eine DSLR, einen gro&#223;en Monitor, einen meist elektronischen Sucher und arbeitet schnell und relativ rauscharm. Der einzige Unterschied zur ?gro&#223;en Schwester? ist das fest montierte Objektiv, dass h&#228;ufig im ?Superzoom?-Bereich angesiedelt ist (28-200 mm Brennweite auf KB-Film umgerechnet).</p>
<p><img src="http://www.mediengestalter-blog.de/wp-content/uploads/2006/03/27_03_06_DSCR1.jpg" alt="Sony DSC-R1" /><br />
<em>Die Sony DSC-R1 ist ein aktueller Vertreter der Bridge-Klasse. Die Leistungsf&#228;higkeit ist in vielen Bereichen mit einer modernen DSLR-Kamera vergleichbar. (Foto: Sony GmbH Deutschland)</em></p>
<p>Die DSLR-Kamera dahingegen ist absolut flexibel. Objektive, Blitztechnik, Filter, Stromversorgung, teilweise auch Mattscheiben und Sucher k&#246;nnen nach Belieben und Einsatzzweck getauscht werden. So kann gut auf die zu erwartende Aufnahmesituation eingegangen werden, im Makro-Bereich z. B. mit einem Makro-Blitz vorne am Objektiv, einem Winkelsucher mit Lupe und der (meist vorhandenen) Spiegelvorausl&#246;sung, um Ersch&#252;tterungen zu vermeiden.</p>
<p><img src="http://www.mediengestalter-blog.de/wp-content/uploads/2006/03/27_03_06_PISTDS.jpg" alt="Pentax *istDS" /><br />
<em>Die Pentax *istDs ist eine recht aktuelle DSLR-Kamera der &#8222;Einsteigerklasse&#8220;. Teilweise der DSC-R1 unterlegen kann sie dennoch im Bereich der Flexibilit&#228;t und des Systemausbaus punkten. (Foto: Pentax Corporation)</em></p>
<p>Um die Unterschiede etwas besser darstellen zu k&#246;nnen, vergleiche ich einmal eine aktuelle DSLR (Pentax *istDs) mit einer aktuellen Bridge-Kamera (Sony DSC-R1). Der Vergleich soll eher die fotografischen M&#246;glichkeiten aufzeigen, nicht als ?Technik-Wettrennen? dienen. </p>
<p><strong>Geh&#228;useform/Ergonomie</strong><br />
<em>DSLR:</em> Typisches Spiegelreflex-Design, allerdings sch&#246;n klein ausgef&#252;hrt. Das Gewicht liegt um die 600 g (ohne Objektiv) und die Kamera l&#228;sst sich auch mit gr&#246;&#223;eren H&#228;nden lange Zeit gut halten. Der Blitzsockel (f&#252;r einen externen Blitz) liegt oben auf dem Prisma, so kann es vorkommen das die Kamera mit gr&#246;&#223;eren Aufsteckblitzen etwas unhandlich und debalanciert wirkt.<br />
Zum Erscheinungsbild ist zu sagen, dass im Bereich der Fotografie oft das ?Markenflanieren? auftritt. Sobald eine schwarze Kamera mit einem grauen Objektiv (am besten noch mit rotem Ring) irgendwo erscheint, kriechen viele interessierte Menschen aus ihren L&#246;chern und bestaunen doch den unglaublich professionellen Fotografen ob seiner perfekten Ausstattung. Dieser Mensch kann ja nur gute Fotos machen, und so wird er auf Schritt und Tritt begleitet, nicht das der interessierte Laie mit der zu gro&#223; gewordenen Handy-Kamera ein lehrreiches Bild des Meisters verpassen k&#246;nnte. Das passiert mit der Pentax eher weniger ? sie ist (meiner Meinung nach) aufgrund des Markennamens und der Gr&#246;&#223;e weitaus ?tauglicher? f&#252;r den Reportageeinsatz, ohne zu viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.<br />
<em>Bridge:</em> Auch die meisten Bridge-Kameras (vor allem diese) liegen aufgrund der Bauform gut in der Hand und lassen sich sicher und pr&#228;zise f&#252;hren. Auch hier ist ein Handgriff ausgef&#252;hrt, der ein sicheres Halten erm&#246;glicht. Das Gewicht liegt (mit Objektiv) etwa bei 1000 g. Der Blitzsockel liegt direkt &#252;ber der Hand am Handgriff, so wird die Kamera gut ausbalanciert, auch mit gro&#223;en Aufsteckblitzen.<br />
Der Vorteil an der Bridge ist, dass man sich nur einmal mit der Ergonomie auseinandersetzen muss ? das Objektiv bleibt ja immer dasselbe. Bei SLR-Kameras kann es durchaus vorkommen, dass Objektiv A noch gut zu f&#252;hren ist, bei Objektiv B allerdings dann die ersten Erm&#252;dungserscheinungen bei l&#228;ngerer Benutzung auftreten. </p>
<p><strong>Bedienung</strong><br />
Bei beiden Kameratypen hat man fast immer die M&#246;glichkeit, zwischen mehreren Abstufungen in der Automatik zu w&#228;hlen. Der absolute Anf&#228;nger kann Motivprogramme w&#228;hlen (diese Programme sollen dem Amateur die meisten Voreinstellungen was Blende, Belichtungszeit und Blitzeinsatz angeht abnehmen), weiter Fortgeschrittene w&#228;hlen die Zeit- oder Blendenmodi und der Kreative w&#228;hlt den manuellen Modus. Allerdings sollte man nicht zuviel Mystik um das ?manuelle? Fotografieren machen. Es geht immer nur um die Blende und die Zeit, und wenn man sich in der Theorie mit beiden Einstellgr&#246;&#223;en auskennt, reicht eine Zeitautomatik absolut aus.<br />
Umsteigern von manueller Technik auf Digitalkameras sollten daran denken, dass nun ein Men&#252; vonn&#246;ten ist. Je nach Hersteller sind die ?fotografischen? Funktionen mehr oder minder vern&#252;nftig auf eigene Kn&#246;pfe, Schnellwahlmen&#252;s oder &#228;hnlichem verteilt. Also immer zuerst selbst und in Ruhe austesten, ob man mit der Funktionsvielfalt und Verteilung auch zurecht kommt. Es gibt nichts nervigeres als ein Foto zu verpassen weil man zuerst das Men&#252; qu&#228;len muss, um eine einfache Einstellung vorzunehmen.</p>
<p><strong>Geschwindigkeit</strong><br />
In der vordigitalen Zeit gab es nur zwei Geschwindigkeitsangaben f&#252;r SLR-Kameras. Einmal die AF-Zeit (wie lange dauert es, bis die Kamera einen Punkt ordentlich scharf stellt) und die Serienbildgeschwindigkeit (wie viele Bilder kann ich pro Sekunde machen). Diese beiden Zeiten sind immer noch wichtig f&#252;r digitale Kameras, allerdings sind ein paar dazugekommen. Man erwartet allerdings, dass die Kamera sich ?schnell? anf&#252;hlt, also das es nie zu dem Punkt kommt, wo ich auf die Kamera warten muss, um weiterarbeiten zu k&#246;nnen.<br />
Im Bridge- wie auch im DSLR-Segment sollten alle Kameras schnell und reaktionsfreudig arbeiten. Die Serienbildgeschwindigkeit und ?anzahl ist allerdings meistens bei DSLR-Kameras besser (wenn auch lauter bzw. auff&#228;lliger). Die AF-Geschwindigkeit ist, wie schon einmal erw&#228;hnt, so eine Sache. Einerseits ist f&#252;r einen sportbegeisterten Amateur wichtig, dass der AF schnell den Akteur scharf stellt, andererseits ist f&#252;r ruhigere Familien- oder Reportagefotos eher ein scharfes Bild wichtiger als ein schnell unscharf gestelltes Bild. So ist wieder die Devise: Testen. Und vor allem nicht nur im (hellbeleuchteten) Laden testen, sondern auch mal bei D&#228;mmerung. So kann dann die AF-Geschwindigkeit und vor allem das AF-Hilfslicht getestet werden. Es gibt ein paar M&#246;glichkeiten f&#252;r die Kamera, sich noch genug Licht (weniger Licht sondern eher Kontrastfl&#228;che) zu schaffen:<br />
Per Blitzsalve -> unangenehm, f&#228;llt sofort negativ auf, spontane Fotos sind so nicht mehr M&#246;glich<br />
Per Punktlicht-> etwas angenehmer, wirkt wie eine kleine Taschenlampe, allerdings ist auch da die Beleuchtung recht auff&#228;llig<br />
Per projiziertem Gitterraster -> an sich die Beste Methode, wirkt am unauff&#228;lligsten, bei DSLR-Kameras meistens nur durch einen Zusatzblitz zu erreichen (oder durch spezielle Aufsteckmodule, z. B. von Metz)<br />
Bei guten Bride-Kameras wie auch bei DSLR-Kameras bleibt allerdings immer noch die M&#246;glichkeit, manuell zu fokussieren. Wie gut das geht h&#228;ngt einerseits von der Suchergr&#246;&#223;e und vom Kontrast im Sucher ab. Einige Hersteller haben zwar sehr helle Sucher, die aber nicht unbedingt die n&#246;tige ?springende Sch&#228;rfe? besitzen, um den Sch&#228;rfepunkt gut zu sehen. Da ist es wie allgemein notwendig, die gew&#252;nschte Kamera vorab ausgiebig zu testen.</p>
<p><strong>Und was w&#228;hle ich nun?</strong><br />
Das ist an sich die schwierigste Frage. Jeder f&#252;r sich sollte den passenden Kameratyp ausw&#228;hlen, nach M&#246;glichkeit ohne die guten Ratschl&#228;ge der Freunde (Du, so ne DSLR, das muss schon sein. Ohne bist du ja gar nicht mehr auf der H&#246;he der Zeit&#8230;). Solche Ratschl&#228;ge k&#246;nnen sogar eher kontraproduktiv sein, ein paar ehemalige DSLR-Benutzer sind zur&#252;ck auf Bridge oder sogar Kompaktkamera gewechselt, da sie f&#252;r ihre Anspr&#252;che einfach h&#252;bsche Bilder direkt aus der Kamera haben wollen. Keine untragbar schweren Kamerataschen, mit drei Objektiven, Blitz und Akkus f&#252;r zwei Ger&#228;te.<br />
Ich habe einige analoge Kameras, teilweise recht alt. Richtig begonnen habe ich mit einer alten Pentax-SLR und ein paar mehr oder weniger guten Objektiven. Ins digitale Zeitalter bin ich mit einer kleinen Panasonic gekommen, und habe sehr schnell feststellen m&#252;ssen das mir die SLR-Bildgestaltung fehlt. So habe ich fr&#252;h auf eine Pentax *ist DS gesetzt, mit der ich so gesehen ganz zufrieden bin. Sie ist klein, unauff&#228;llig, ich kann damit genau das machen, was ich will. Nicht mehr, und nicht weniger. Wenn ich jetzt allerdings ?aufsteigen? wollen w&#252;rde, um etwas mehr Aufl&#246;sung, Geschwindigkeit oder Zubeh&#246;r zu bekommen m&#252;sste ich das System wechseln, da Pentax derzeit keine gr&#246;&#223;eren Modelle anbietet (es sollen zwar welche kommen, allerdings ist Pentax ein recht ?ruhiger? Hersteller, der auch nicht die Kapazit&#228;ten von z. B. Canon besitzt). Deshalb ist die genaue Auseinandersetzung mit dem ?Was muss die Kamera k&#246;nnen? wirklich sehr wichtig, um nicht in einem Jahr vor einer kompletten Neuinvestition zu stehen.</p>
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		<title>Quark XPress 7 Beta-Wechsel</title>
		<link>http://www.mediengestalter-blog.de/2006/03/23/quark-xpress-7-beta-wechsel/</link>
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		<pubDate>Thu, 23 Mar 2006 18:51:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Knörl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Print]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 31. M&#228;rz 2006 l&#228;uft die Beta-Version von QuarkXPress 7 aus - an sich nichts schlimmes, da schon am 30. M&#228;rz die Beta 2 zur Verf&#252;gung steht. Allerdings, und das ist etwas gemein von Quark: Alle Dokumente m&#252;ssen aufgrund einer Umstellung des Dateiformates zwischen den beiden Versionen umgespeichert werden. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 31. M&#228;rz 2006 l&#228;uft die erste Beta-Version von QuarkXPress 7 aus &#8211; an sich nichts schlimmes, da schon am 30. M&#228;rz die Beta 2 zur Verf&#252;gung steht. Allerdings, und das ist etwas gemein von Quark: Alle Dokumente m&#252;ssen aufgrund einer Umstellung des Dateiformates zwischen den beiden Versionen umgespeichert werden. Quark r&#228;t, alles als Quark 6-Format zu exportieren, um weiterhin mit den Dokumenten arbeiten zu k&#246;nnen. Allerdings gehen so alle neuen Funktionen in der Datei verloren, wie Composition Zones, Transparenzen etc. Auch f&#252;r die finale Version werden die Daten der Beta 1-Version nicht brauchbar sein. </p>
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		<title>Weiterbildung f&#252;r Mediengestalter ? Wie ich meine Zeit noch effizienter minimiere</title>
		<link>http://www.mediengestalter-blog.de/2006/03/06/weiterbildung-fuer-mediengestalter-wie-ich-meine-zeit-noch-effizienter-minimiere/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Mar 2006 09:04:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Knörl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>

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		<description><![CDATA[Weiterbildung ist in dem Beruf des Mediengestalters wichtig. Und zwar nicht nur die private, im stillen K&#228;mmerchen, sondern auch die hochoffizielle. Abgesehen von den kleineren Kursen und Qualifikationseinheiten unterscheidet man zwischen Vollzeit-Weiterbildungen (z. B. Techniker) und Teilzeit-Weiterbildungen (z. B. Medienfachwirt). Da das Geld h&#228;ufig fehlt, sich mal schnell zwei oder mehr Jahre vom Berufsleben zu verabschieden, und die Teilselbst&#228;ndigkeit doch nicht immer so gut klappt, wird oft der Weg der Teilzeit gew&#228;hlt. So gibt es also ein paar Mutige, die auch noch ihren Samstag der Arbeit und dem Stuhl-Sitzen widmen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weiterbildung ist in dem Beruf des Mediengestalters wichtig. Und zwar nicht nur die private, im stillen K&#228;mmerchen, sondern auch die hochoffizielle. Abgesehen von den kleineren Kursen und Qualifikationseinheiten unterscheidet man zwischen Vollzeit-Weiterbildungen (z. B. Techniker) und Teilzeit-Weiterbildungen (z. B. Medienfachwirt). Da das Geld h&#228;ufig fehlt, sich mal schnell zwei oder mehr Jahre vom Berufsleben zu verabschieden, und die Teilselbst&#228;ndigkeit doch nicht immer so gut klappt, wird oft der Weg der Teilzeit gew&#228;hlt. So gibt es also ein paar Mutige, die auch noch ihren Samstag der Arbeit und dem Stuhl-Sitzen widmen. </p>
<p>Recht verbreitet ist der Weiterbildungsgang des Medienfachwirts, oder auch Industriemeister f&#252;r Digital- und Printmedien. Bevor man nun weiterliest und so vielleicht auf den Geschmack kommen k&#246;nnte, eine (durch Selbsterfahrung entstehende) eindringliche Warnung: Das ist euer Samstag. Einige von euch werden Samstags ab und zu arbeiten, meistens allerdings eher den privaten Angelegenheiten nachgehen. &#220;berlegt euch gut, wirklich gut, ob das f&#252;r euer Privatleben, eure Beziehung, Familie etc. wirklich das Richtige ist. Es sind nicht nur acht Stunden Samstag, es kommen noch die Zeiten f&#252;r die Nachbereitung, Blockkurse (Schulzeiten unter der Woche -> Urlaub) und Lernphasen vor den Pr&#252;fungen hinzu.</p>
<p><strong>Das Aufgabengebiet </strong><br />
Zum Aufgabengebiet des Medienfachwirtes geh&#246;rt das Planen, Steuern und Kontrollieren medientechnischer Produktionen. Dabei m&#252;ssen technische, betriebswirtschaftliche und rechtliche Zusammenh&#228;nge ber&#252;cksichtigt werden. Medienfachwirte beraten Kunden, erstellen Marketingkonzepte, kalkulieren Medienprodukte und arbeiten projektorientiert. Sie konzipieren und organisieren Projekte und Produkte. Zum Qualifikationsprofil geh&#246;rt die systematische und zielorientierte Anwendung von Kommunikationsgrundlagen und F&#252;hrungsgrunds&#228;tzen bei der Wahrnehmung von F&#252;hrungs- und Qualifizierungsaufgaben. Die Pr&#252;fungsordnungen basieren auf einer neuen Struktur, die sowohl Generalisten- als auch Spezialistenfortbildung erm&#246;glicht und erstmals die vielf&#228;ltigen T&#228;tigkeitsbereiche der Medienbranche [&#8230;] abdeckt. <em>(aus der Infobrosch&#252;re f&#252;r Medienfachwirte und Industriemeister Print- und Digitalmedien, leicht gek&#252;rzt)</em></p>
<p><strong>Mein gew&#252;nschtes Aufgabengebiet</strong><br />
Ein wenig der Zielbeschreibung entsprechend, allerdings versuche ich durch diese Fortbildung speziell etwas mehr in den Bereich Verlagswesen oder allgemein Herstellung zu wandern. Nat&#252;rlich gibt es bessere Angebote direkt f&#252;r den Verlagshersteller, ich will aber auf meinem Mediengestalter-Abschluss aufbauen, und finde mit dieser Fortbildung einfach die M&#246;glichkeit, neben meinem Beruf eine anerkannte Weiterbildung zu absolvieren.</p>
<p><strong>Zum Sinn der Weiterbildung</strong><br />
Viele Teilnehmer sind der Meinung das der Sinn der Ausbildung bzw. Weiterbildung in der Arbeitsplatzsicherung liegt. Einige erhoffen sich eine bessere Position bzw. mehr Gehalt und ein paar wenige machen die Weiterbildung um vor allem im Bereich Recht und Wirtschaft etwas zu lernen. Ganz wenige wollen direkt eine F&#252;hrungsposition erklimmen und sich disziplinarisch weisungsbefugt f&#252;hlen (Menschen in der Gegend herumschicken). Die &#220;berlegungen sind alle an sich ganz gut, allerdings sollte man die aktuelle und auch (gesch&#228;tzte) zuk&#252;nftige Stellenlage in seinem Wunschgebiet beachten. Nicht &#252;berall will man Fachwirte einstellen, vielleicht ist f&#252;r seine Zukunft dann doch der Techniker oder einfach mehr Schlaf vonn&#246;ten. </p>
<p><strong>Mein Grund f&#252;r die Weiterbildung</strong><br />
Ich selbst muss zugeben, nicht in der Lage zu sein mir BWL, mit einem Buch, ohne Zwang beibringen zu k&#246;nnen. Das geht einfach nicht, das ist nicht mein Métier, so was gef&#228;llt mir auch nicht unbedingt ? also zwinge ich mich durch allsamst&#228;gliche Besuche dieser kleinen Schule dazu. Und so sehe ich auch direkt, dass ich nicht der einzige bin, der f&#252;r T-Konten, Gewinn-Verlust-Rechnung, Handelsgesetze oder moderne Motivationsmethoden nicht gerade ein kompetenter Ansprechpartner ist (momentan noch, das sollte sich im Laufe der Zeit &#228;ndern). &#196;ndern eben gerade in den Bereichen BWL, Recht und Personalf&#252;hrung. Nat&#252;rlich kann so was auch durch Erfahrung kommen, allerdings will ich nicht allzu lange auf diese Erfahrung warten. Lieber in jungen Jahren soviel mitnehmen wie m&#246;glich und dann eine bessere Position auf dem Arbeitsmarkt einnehmen.</p>
<p><strong>Informationen zu den Weiterbildungen</strong><br />
Am besten vom <strong><a href="http://www.bvdm-online.de">bvdm</a></strong> oder von der jeweiligen IHK einholen. Die Pr&#252;fungen sind zwar meistens bundesweit einheitlich geregelt, allerdings werden die Kurse zu unterschiedlichen Zeiten (und auch Konditionen) abgehalten.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Nur noch schnell ein Foto ? Teil 1</title>
		<link>http://www.mediengestalter-blog.de/2006/01/29/nur-noch-schnell-ein-foto-teil-1/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2006 12:02:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Knörl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotografie]]></category>

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		<description><![CDATA[ In fast jeder Publikation, egal ob nun ein Dreizeiler in einem Blog oder einem Fachartikel &#252;ber ganz interessante Themen erscheinen Fotografien. Das t&#228;gliche Brot des Gestalters, mehr oder weniger. Nur wo bekommt man solche Bilder her? Klar, vom Kunden. Naja, je nach Kunden eher weniger. In diesem Fall gibt es ja genug Bilderdienste. F&#252;r [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="290106_Zeiss.jpg" class="links" id="image94" src="http://www.mediengestalter-blog.de/wp-content/uploads/2006/01/290106_Zeiss.jpg" /> In fast jeder Publikation, egal ob nun ein Dreizeiler in einem Blog oder einem Fachartikel &#252;ber ganz interessante Themen erscheinen Fotografien. Das t&#228;gliche Brot des Gestalters, mehr oder weniger. Nur wo bekommt man solche Bilder her? Klar, vom Kunden. Naja, je nach Kunden eher weniger. In diesem Fall gibt es ja genug Bilderdienste. F&#252;r jeden ist etwas dabei, teuer, g&#252;nstig oder sogar kostenlos, nur da steht man auch wieder vor dem Problem, das eigentlich genau das gesuchte Bild nie dabei ist. Warum also nicht selber fotografieren? Zuerst m&#252;sste man sich eine Kamera anschaffen ? und die n&#228;chsten drei Artikel sollen helfen, diese Kaufentscheidung zu treffen. Hier dreht sich alles erst einmal um die Kompaktkamera. <span id="more-93"></span></p>
<p><strong>Grundlegende Vor&#252;berlegungen</strong><br />
Die wichtigste Frage ist nicht, welcher Hersteller gerade der Beste sein soll, sondern was ich mit meiner Kamera machen will. Die Spanne reicht von kleine Fotos f&#252;rs eigene Blog schie&#223;en &#252;ber Fotos bis zum Format 13 x 18 cm in die Druckerei liefern bis zu ?alles, was gerade technisch m&#246;glich ist?. Und je nach gew&#228;hltem Kameramodell sind noch Updateoptionen da, egal ob es jetzt Blitzlicht, andere Brennweiten oder z. B. eine st&#228;rkere Stromversorgung sein darf.<br />
Nicht jeder Kameratyp ist f&#252;r jede Situation geeignet, aber auch nicht jeder Kameratyp kann immer und &#252;berall dabei sein. Genauso geht es mit den Kosten. Bei einer Kompakten habe ich gut &#252;berschaubare Kosten, bei einer Spiegelreflexausr&#252;stung brauche ich so gesehen f&#252;r jeden Mehrwert ein neues Zubeh&#246;rteil, was den Grundpreis schnell unberechenbar macht.</p>
<p><img alt="AgfaOptima" class="links" id="image95" src="http://www.mediengestalter-blog.de/wp-content/uploads/2006/01/290106_Agfa.jpg" /> <strong>Was gibt es denn eigentlich?</strong><br />
Die Kategorien ergeben sich schnell: Die Kompakte (Preisbereich von 5 bis etwa 400 Euro), die Bridge-Kamera bzw. semiprofessionelle Kompakte (Preisbereich von 350 bis etwa 700 Euro) und die digitale Spiegelreflexkamera (Preisbereich ab 600 Euro, keine Obergrenze). Nat&#252;rlich gibt es immer wieder Sonderf&#228;lle, die von obiger Beschreibung abweichen, wie z. B. digitale Messsucherkameras, die Preise sollen also den Bereich nur grob umrei&#223;en. Nun aber mal n&#228;her zu den jeweiligen Vor- und Nachteilen dieser Gruppen.</p>
<p><strong>Die Kompakte</strong><br />
Eine wunderbare Erfindung. Gab es zwar schon vor dem Digitalboom, aber so richtig ernstgenommen wurden nur wenige spezielle Modelle, z. B. Messsucherkameras (eine Abart der Kompaktkamera, mit Scharfstellung durch Entfernungsmesser und eingespiegeltem Bildteil, sehr aufw&#228;ndig und ein wenig gew&#246;hnungsbed&#252;rftig, allerdings wunderbare Werkzeuge f&#252;r die Reportagefotografie). Zu Analogzeiten war eine Kamera erst eine Kamera, wenn man mindestens zwei Objektive und eine gro&#223;e Tasche mit dem jeweiligen Markennamen hatte. Gut, das mit dem Markennamen wird heute noch schlimmer praktiziert, aber das ist eine andere Geschichte.<br />
- Die digitale Kompakte ist die geheime ?eierlegende Wollmilchsau? unter den Kameras. Sie kann gute Fotos machen und ist gleichzeitig so klein, dass sie in der Hemdtasche (oder in der kleinen Handtasche) verschwindet.<br />
- Eine Makrofunktion findet sich genauso wie Panorama-, Nacht- oder Actionprogramme. &#220;ber den Sinn oder die Qualit&#228;t dieser Programme l&#228;sst sich streiten, allerdings bieten sie dem absoluten Einsteiger die M&#246;glichkeit, wenigstens in etwa die passenden Einstellungen f&#252;r ihr gewolltes Motiv zu erledigen.<br />
- Im Gegensatz zu Spiegelreflexkameras k&#246;nnen Kompakte auch Videosequenzen aufnehmen. Je nach Kameramodell eine nette Spielerei oder sogar eine ganz praktikable Funktion.<br />
- Die Bedienung ist ebenfalls meistens gut gel&#246;st, so sollte jeder recht flott mit der Kamera zurechtkommen.<br />
- Durch die ?Wunschlos-Gl&#252;cklich?-Ausstattung ist der Preis sehr gut kalkulierbar. Man ben&#246;tigt h&#246;chstens noch einen zweiten Akkusatz und mehr Speichermedien. Vielleicht noch ein Stativ, dass aber auch aufgrund des geringen Gewichts der Kamera eher g&#252;nstig ausfallen kann.</p>
<p><img alt="50erPentax" class="links" id="image96" src="http://www.mediengestalter-blog.de/wp-content/uploads/2006/01/290106_50er.jpg" /> Portabilit&#228;t, Bedienung und der allgemeine Funktionsumfang sind gut bei Kompaktkameras. Nun aber mal zu den Nachteilen, die Haupts&#228;chlich im Bereich Geschwindigkeit, manuelle Einstellungsm&#246;glichkeiten, nachtr&#228;glicher Eingriff in Einstellungen, Systemausbau und Bildqualit&#228;t zu finden sind.</p>
<p>- Geschwindigkeiten gibt es viele. Die Einschaltgeschwindigkeit (wann kann ich nach dem Dr&#252;cken des ?On?-Knopfes ein Bild machen), die Fokussiergeschwindigkeit (wie schnell wird scharf gestellt), die Ausl&#246;severz&#246;gerung (wie lange dauert es nach dem Fokussieren, bis ein Bild aufgenommen wird) und die Speichergeschwindigkeit (wie schnell wird gespeichert). Ein Sonderfall dazu ist noch die Serienbildgeschwindigkeit, also wie viele Bilder hintereinander k&#246;nnen aufgenommen werden, bis der Pufferspeicher voll ist und die Kamera blockiert.<br />
Diese Geschwindigkeiten sind bei Kompaktkameras im Bereich erb&#228;rmlich bis gut, ausschlaggebend daf&#252;r ist der Preis. Und eben wieder der eigene Anspruch ? was will ich wie schnell erledigt haben? Sind mir schnelle Serienbilder und eine geringe Ausl&#246;severz&#246;gerung wirklich so wichtig? Genauso sind ein paar Gemeinheiten versteckt, wie z. B. schneller Fokus muss nicht passender Fokus bedeuten.<br />
Es gibt verschiedene Arten der automatischen Scharfstellung, und auch M&#246;glichkeiten, den gefundenen Fokuspunkt zu verifizieren. Nicht jeder Hersteller macht das (irgendwas mit C), und so kommt es schon mal zu gewissen Fokusproblemen. Andere wiederum sind etwas langsam aber daf&#252;r verifizieren sie den Punkt ausgiebig (irgendwas mit P), was dem Sportfotografen aber jetzt auch nicht viel bringt, wenn er genau auf die Stelle scharf gestellt hat, an der der Handballspieler mal gestanden hat.<br />
- Manuelle Einstellm&#246;glichkeiten sucht man oft nach einer gewissen Einarbeitungszeit. Je nach Kameratyp gibt es die bekannten Zeit- bzw. Blendenautomatiken, eine Vollautomatik und mit ein wenig Gl&#252;ck auch eine vollmanuelle Einstellung. Nur nicht jede Kamera bietet volle Blendensteuerung ? einige Kameras haben nur eine begrenzte Anzahl an Springblendenstufen. So wird es von vornherein schwer, mit Tiefensch&#228;rfe oder &#228;hnlichem zu arbeiten. Erst im semiprofessionellen Bereich werden die manuellen Einstellungen komplett.<br />
- Das nachtr&#228;gliche Eingreifen in die Kameraeinstellung (Shifting, Hyper-Manual etc.) ist auch eher selten im Kompaktbereich anzutreffen. Diese Shifting-Funktion ist daf&#252;r gedacht, die von der Kamera gew&#228;hlte Blenden/Zeitkombination nochmals manuell korrigieren, um je nach belieben mit Tiefensch&#228;rfe oder Verwischen zu arbeiten.<br />
- Der Systemausbau ist recht schwierig. Es gibt zwar Weitwinkel- und Telekonverter bzw. Vorsatzlinsen f&#252;r Kompaktkameras genauso wie Zusatzblitze, allerdings ist die Qualit&#228;t und Praktikabilit&#228;t nicht gerade sehr hoch. Das ist einfach die grundlegende Schw&#228;che der Kompakten ? klein, aber wenig Erweiterungsm&#246;glichkeiten.<br />
- Zu guter letzt der eigentlich wichtigste Grund zur Kaufentscheidung ? die Bildqualit&#228;t. Diese schwankt im Kompaktbereich am st&#228;rksten. Die Megapixelzahl sagt alleine wirklich nichts &#252;ber die Qualit&#228;t der Bilder im Nachhinein aus ? sie bestimmt nur die Pixelanzahl der Enddatei. Ein gutes Bild wird von einem guten Objektiv, einem rauscharmen Chip und einer vern&#252;nftigen Kameraelektronik erzeugt. Und nat&#252;rlich vom Fotografen. Hauptmerkmale f&#252;r eine gute Kompakte sind immer noch optischer Zoom (digital kann z. B. Photoshop besser), ein Chip der einigerma&#223;en rauscharm arbeitet (was in der Klasse aber wirklich schwierig wird) und eine gute Optik, die weder zu viele Abbildungsfehler besitzt noch eine zu geringe Lichtst&#228;rke (die Anfangslichtst&#228;rken werden oft f&#252;r beide Zoombereiche angegeben, so z. B. Blende 3,5 ? 5,6 -> im WW-Bereich 3,5 im Tele-Bereich 5,6).<br />
- Weitere Einschr&#228;nkungen sind zum Teil technisch bedingt. Durch den sehr kleinen Chip ist es mit einer kleinen Digitalkamera schwer, mit der Tiefensch&#228;rfe zu spielen. So ist zwar die Gefahr des unscharfen Teilgesichtes nicht gegeben, aber der Hintergrund, der beim Portrait eigentlich unscharf sein sollte wird scharf abgebildet.<br />
- Die letzten Probleme sind bei der internen Nachbearbeitung der Kamera zu finden. Die Kamerasoftware versucht in den Standardeinstellungen ein sehr ?h&#252;bsches? Bild zu saubern und sch&#228;rft deshalb stark nach. Auch Kontrast und Farbs&#228;ttigung werden angehoben, um die oft beworbene ?Direct Print?-Funktionalit&#228;t zu verbessern. Es stimmt zwar, dass die dann direkt gedruckten Fotos f&#252;r einen Schnappschuss ausreichen, zur Weiterbearbeitung in einer Bildbearbeitungssoftware sollte man allerdings die Kamera so neutral wie m&#246;glich stellen (falls es denn geht).</p>
<p><img alt="ChromatischeAberration" id="image97" src="http://www.mediengestalter-blog.de/wp-content/uploads/2006/01/290106_Chrom.jpg" /></p>
<p><em>Der Farbsaum im obigen Bild wird chromatische Aberration genannt. Ein h&#228;ufiger und sehr nervt&#246;tender Fehler im digitalen Bereich, da dieser Farbsaum nicht so einfach zu korrigieren ist. Der Fehler entsteht durch die Eigenschaft des Glases, unterschiedliche Farben (Frequenzen) unterschiedlich stark zu brechen. So r&#252;ckt der Fokuspunkt der Farbe Violett n&#228;her an die Linse und die Farbe wird &#8222;unscharf&#8220;.</em></p>
<p><img alt="DistorsionAbschattung" id="image98" src="http://www.mediengestalter-blog.de/wp-content/uploads/2006/01/290106_Distorsion.jpg" /></p>
<p><em>Ein klassisches Beispiel f&#252;r Distorsion (Verzeichnung), Sch&#228;rfeabfall am Rand und Randabschattung (Vignettierung). Gerade im WW-Bereich k&#246;nnen diese Bildfehler auftreten und sehr st&#246;rend wirken. </em></p>
<p>Soweit zu den Kompakten. Als Fazit kann man eigentlich sagen, jeder, der die Kamera immer und in jeder erdenklichen Situation dabeihaben will (es gibt von einigen Herstellern Kompakte mit Spritzwasserschutz bzw. geringer Tauchtiefe, f&#252;r andere Modelle einfach zum Unterwassergeh&#228;use greifen) sollte zur Kompakten greifen. Das Zubeh&#246;r ist g&#252;nstig und &#252;berschaubar, und f&#252;r einfachere Printproduktionen reicht die Qualit&#228;t mittlerweile aus. Wer dann mehr Freude an der Fotografie gefunden hat und langsam aufsteigen will, kann sich in Richtung Bridge oder DSLR umsehen ? mehr dazu im n&#228;chsten Artikel.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Buchempfehlung: Erste Hilfe in Typografie</title>
		<link>http://www.mediengestalter-blog.de/2006/01/18/buchempfehlung-erste-hilfe-in-typografie/</link>
		<comments>http://www.mediengestalter-blog.de/2006/01/18/buchempfehlung-erste-hilfe-in-typografie/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 18 Jan 2006 05:47:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Knörl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchtipps]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src='http://www.mediengestalter-blog.de/wp-content/upload/110106_ErsteHilfe.jpg' alt='ErsteHilfeinTypografie' class="links" /> Erste Hilfe in Typografie - Erste Hilfe ? klingt schonmal nicht schlecht. Aber bitte nicht missverstehen, es wird kein Forssman aus dem Buch h&#252;pfen und einem die Arbeit fertigstellen. Leider nicht. Aber man kommt in den Genuss einer Hilfestellung f&#252;r viele Bereiche der Satzarbeit und einen sch&#246;nen Einblick in die Welt des Buches.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.mediengestalter-blog.de/wp-content/upload/110106_ErsteHilfe.jpg' alt='ErsteHilfeinTypografie' class="links" /> Erste Hilfe &#8211; klingt schonmal nicht schlecht. Aber bitte nicht missverstehen, es wird kein Forssman aus dem Buch h&#252;pfen und einem die Arbeit fertigstellen. Leider nicht. Aber man kommt in den Genuss einer Hilfestellung f&#252;r viele Bereiche der Satzarbeit und einen sch&#246;nen Einblick in die Welt des Buches.</p>
<p>Bei diesem, wie bei anderen &#8222;Gestaltungsb&#252;chern&#8220; auch wird aber niemals ein Allheilmittel genannt werden. Typos&#252;nden sind das eine &#8211; die richtige Anwendung von typografischen Mitteln etwas anderes. Eher wird das Auge geschult. Man wird aufmerksamer und bekommt eine Vorstellung von der Buchtypografie, wie man sie sich eigentlich w&#252;nscht.<br />
Wichtig ist auch das Fehlen einer andauernden Einordnung in &#8222;gut&#8220; und &#8222;b&#246;se&#8220;. Teilweise werden einfach nur Beispiele aufgezeigt, auf die nicht weiter eingegangen wird. Um eben das Gef&#252;hl zu fordern, gute von schlechter Gestaltung zu unterscheiden.</p>
<p>Inhaltlich wird sowohl auf die grundlegenden Dinge der Typografie, wie Schriftwahl, Gr&#246;&#223;enwahl, Zeilenabstand und Satzbreite etc. eingegangen wie aber auch auf Papiersorten und die einzelnen typografischen Abteilungen (Buchsatz, Korrespondenz, Herstellung usw.).</p>
<p><iframe class="amazon" src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=mgblogde-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;asins=3874394743&#038;fc1=000000&#038;IS2=1&#038;lt1=_blank&#038;lc1=990000&#038;bc1=FFFFFF&#038;bg1=FFFFFF&#038;f=ifr"></iframe>Dieses Buch schneidet viele Dinge einfach nur an. Allerdings wird einem so die M&#246;glichkeit gegeben, f&#252;r einen doch recht geringen Preis in die Lehre des Schriftk&#252;nstlers einzutauchen. Wenn man weitermachen will, soll man sich die gut gemachte Buchliste am Ende des Buches ansehen, und viel einkaufen. Wenn einem die Typografie doch nichts gibt, dann hat man wenig verloren, aber ein sch&#246;nes &#8222;Beispielbuch&#8220; zur Inspiration gewonnen.</p>
<p>Man lernt die Grundfesten der Gestaltung kennen, wird in ein paar Themen eingef&#252;hrt, und kann sich so entscheiden, ob man weiteres Wissen erlangen will oder dieses Pensum erstmal ausreicht. Gerade deshalb finde ich das Buch existenziell f&#252;r jeden Mediengestalter &#8211; ob f&#252;r den Buchsatz im t&#228;glichen Gebrauch oder f&#252;r das Klingelschild der h&#252;bschen Nachbarin.</p>
<p><strong>Erste Hilfe in Typografie, </strong>von Hans Peter Willberg und Friedrich Forssman<br />
Broschiert &#8211; 104 Seiten &#8211; Schmidt (Hermann), Mainz<br />
Verlag Hermann Schmidt Mainz, ISBN 3874394743, Preis ca. 13 Euro</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Detailtypografie</title>
		<link>http://www.mediengestalter-blog.de/2006/01/12/detailtypografie/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2006 19:16:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Knörl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Typographie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Detailtypografie wird meistens als die Hohe Form der Typografie angesehen. Einige sehen darin eine reine ?&#196;sthetik?. Es geht aber prim&#228;r nicht um die &#196;sthetik, sondern um die Lesbarkeit und die Funktionalit&#228;t. Jeder kleine Satzfehler n&#246;tigt den Leser zu einem kleinen Moment des &#220;berlegens ? und lenkt ihn so vom Erfassen und Verstehen des Textes ab.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Artikel stellt nicht die Detailtypografie in seiner Gesamtheit dar, sondern soll einfach ein paar Tipps und Kniffe aufzeigen, wie ein Text im Makrobereich lesegerecht gestaltet werden kann. Es gibt f&#252;r diesen Bereich ein Standardwerk, ?Detailtypografie? von Forssman und de Jongs. F&#252;r jeden, der sich ernsthaft mit den Detaill&#246;sungen im Schriftsatz besch&#228;ftigen will, ein wirklich gutes, wenn aber auch recht trockenes Buch.</p>
<p><strong>Digitalisierte Schriften und deren Ausbau</strong><br />
Viele oft verwendete Schriften wurden nicht erst zu Zeiten des DTP, sondern schon Jahrzehnte oder Jahrhunderte davor geschnitten. Diese Schriften wurden dann digitalisiert ? mit mehr oder weniger viel Willen zur Detailtreue. Bevor also ein Text aus einer bestimmten Schrift gesetzt wird, sollte man die Schriftart genauer ansehen. Gef&#228;llt mir die Buchstabenform wirklich? Ist die Schrift gut zugerichtet (die kleinen Wei&#223;r&#228;ume vor und nach jedem Buchstaben), besitzt sie ein gutes Kerning (Zeichenpaar-Ausgleich)?<br />
Sobald diese Dinge gekl&#228;rt sind, muss man sich &#252;berlegen, wieviele Schnitte man brauchen wird. Wenn ich z. B. einen Roman setze, brauche ich keine gro&#223;artige Schnittansammlung. Der Grundschnitt, eine Kursive und ein halbfetter Schnitt, vielleicht noch Kapit&#228;lchen und das reicht aus. W&#252;nschenswert w&#228;ren Medi&#228;valziffern (Ziffern mit Ober- und Unterl&#228;nge, die in Lesetexten ruhiger zu lesen sind).<br />
Beim Erschaffen einer CI aber sollte auf viele Schnitte geachtet werden, gerade was verschiedene Fetten (Bedruckstoff und Medium) oder fremdsprachliche Zeichen (Internationalit&#228;t) angeht. Auch Display-Schnitte sind gerade f&#252;r die Gr&#246;&#223;en ab 20 pt gut anzusehen, da sie detailreicher wirken als die gro&#223; gesetzte Grundschrift.</p>
<p><img src='http://www.mediengestalter-blog.de/wp-content/upload/120106Schriften.gif' alt='Schriften' /></p>
<p><strong>Zurichtung</strong><br />
Zurichtung bedeutet die Festlegung der kleinen Wei&#223;r&#228;ume vor und nach jedem Buchstaben, und soll daf&#252;r sorgen das die Zeichen weder aneinanderstossen noch zu weit auseinander stehen. Diese Probleme k&#246;nnen vom Setzer eigentlich nicht mehr korrigiert werden (nur mit immensem Aufwand) also ist die Schrift so unbrauchbar. Ist zwar selten, kann aber bei ?g&#252;nstigen? Nachschnitten gro&#223;er Klassiker manchmal beobachtet werden.</p>
<p><img src='http://www.mediengestalter-blog.de/wp-content/upload/120106Zurichtung.gif' alt='Zurichtung' /></p>
<p><strong>Kerning</strong><br />
Es gibt leider bei jeder Schrift Zeichenkombinationen, die trotz guter Zurichtung nicht passend aussehen. Bei guten Schriften gibt es f&#252;r diesen Fall eine vollst&#228;ndige Kerning-Liste, die diese Kombinationen nacharbeitet, und so einen sch&#246;nen Schriftsatz erm&#246;glicht. Moderne Satzprogramme (InDesign z. B.) k&#246;nnen auch selbst nochmal in das Kerning eingreifen und so diese Paare nachtr&#228;glich anpassen.</p>
<p><img src='http://www.mediengestalter-blog.de/wp-content/upload/120106Kerning.gif' alt='Kerning' /></p>
<p><strong>Laufweite</strong><br />
Viele Schriften k&#246;nnen in ihrer Laufweite noch optimiert werden. Gerade bei kleinen Gr&#246;&#223;en sollte man etwas mehr, bei gro&#223;en Gr&#246;&#223;en etwas weniger Laufweite versuchen.<br />
Gerade klassische Satzschriften, wie die Garmond, Walbaum und die Bembo profitieren von einer Laufweitenanpassung. Die Myriad sieht allerdings durch ihre gute Zurichtung auch ohne nachtr&#228;gliche Anpassung gut aus, und kann durch Laufweiten&#228;nderung eher negativ beeinflusst werden.</p>
<p><img src='http://www.mediengestalter-blog.de/wp-content/upload/120106Laufweite.gif' alt='Laufweite' /></p>
<p><strong>Wortzwischenr&#228;ume</strong><br />
Je nach Schriftart und Schriftgr&#246;&#223;e kann eine Anpassung der Wortzwischenr&#228;ume notwendig werden. Gerade bei den Blocksatzeinstellungen wird oft vergessen, das die Standard-Einstellungen im Programm nicht f&#252;r jede Schrift gelten. Bei l&#228;ngeren Texten sollte man sich also die Zeit nehmen, und die Blocksatzeinstellung ordentlich vornehmen.<br />
Bei gro&#223;en Schriftgraden kann ein verringerter Wortzwischenraum nicht schaden.</p>
<p><img src='http://www.mediengestalter-blog.de/wp-content/upload/120106Wortzwischenraum.gif' alt='' /></p>
<p><strong>Feste Abst&#228;nde bei Abk&#252;rzungen und Datumsangaben</strong><br />
Oft wird auf diese Abst&#228;nde nicht gerade viel Wert gelegt ? obwohl man so sofort einen gut gesetzten Text von einem schnell hingebastelten unterscheiden kann. In jedem Satzprogramm kann man entweder einen der fest eingestellten Abst&#228;nde verwenden, oder sich selbst Abst&#228;nde einstellen und diese dann per Suchen und Ersetzen an die richtige Stelle im Text bringen. Gerade im Blocksatz ist die Verwendung von unver&#228;nderlichen Festabst&#228;nden sehr wichtig.</p>
<p><img src='http://www.mediengestalter-blog.de/wp-content/upload/120106Festabstaende.gif' alt='Festabstaende' /></p>
<p><strong>Exponent, Index und Bruchziffer</strong><br />
Hier k&#246;nnen vor allem Satzprogramme helfen. In den Voreinstellungen lassen sich zumeist schonmal ganz gut die gew&#252;nschten Gr&#246;&#223;en und Abst&#228;nde eingeben, im Notfall ist noch ein wenig Handarbeit oder Trickserei angebracht. Falls z. B. die Bruchziffern zu schmal wirken, kann man einen fetteren Schnitt verwenden.</p>
<p><img src='http://www.mediengestalter-blog.de/wp-content/upload/120106Exponent.gif' alt='' /></p>
<p><strong>Satzkanten</strong><br />
Bei stark unterschiedlichen Schriftgr&#246;&#223;en kann es aufgrund der Vor- und Nachbreite zu Satzkanten kommen. Diese sollten ausgeglichen werden, normalerweise durch leichtes Verschieben des gr&#246;&#223;eren Schriftgrades nach links.</p>
<p><img src='http://www.mediengestalter-blog.de/wp-content/upload/120106Satzkanten.gif' alt='Satzkanten' /></p>
<p><strong>Trennungen</strong><br />
Trotz der Trennregeln im Duden kann es im Schriftsatz notwendig sein, ein wenig von der Norm abzuweichen. Es gibt verschiedene Gr&#252;nde, warum ein Wort getrennt oder nicht getrennt werden sollte, allerdings ist die Lesbarkeit und die Sinnhaftigkeit eines Textes immer im Vordergrund.</p>
<p><img src='http://www.mediengestalter-blog.de/wp-content/upload/120106Trennungen.gif' alt='Trennungen' /></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der typografische S&#252;ndenpfuhl</title>
		<link>http://www.mediengestalter-blog.de/2006/01/06/der-typografische-suendenpfuhl/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2006 21:09:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Knörl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Typographie]]></category>

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		<description><![CDATA[Egal wo man sich aufh&#228;lt, &#252;berall um einen herum wird mit  Text gestaltet. Ob nun die Gestaltung gef&#228;llt oder nicht ist Geschmackssache. Ein paar typografische Grundregeln sollten aber beachtet werden, um nicht gleich ins Fettn&#228;pfchen zu treten. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Egal wo man sich aufh&#228;lt, &#252;berall um einen herum wird mit  Text gestaltet. Ob nun die Gestaltung gef&#228;llt oder nicht ist Geschmackssache. Ein paar typografische Grundregeln sollten aber beachtet werden, um nicht gleich ins Fettn&#228;pfchen zu treten. <span id="more-41"></span></p>
<p><strong>Das arme kleine &#223;</strong><br />
Das Eszett (&#223;, scharfes s, trotz Tschichold?s Beharren ist das Eszett wirklich das &#223;, vgl. Max Bollwage) darf niemals im Versalsatz verwendet werden, auch nicht bei Kapit&#228;lchen.</p>
<p><img src='http://www.mediengestalter-blog.de/wp-content/upload/06_01_06_kleines_s.gif' alt='' /></p>
<p><strong>Wir basteln uns einen Kursivschnitt</strong><br />
Schriftschnitte (Kursiv, Halbfett, Leicht etc.) wurden extra vom Schriftgestalter entwickelt und geschnitten. Das einfache Schr&#228;gstellen per Knopfdruck (k&#252;nstlicher Schriftschnitt) oder das Schr&#228;gstellen um ca. 13 ° (gebastelter Schriftschnitt) ist zu vermeiden. Einige echte Schriftschnitte sehen schr&#228;g gestellt aus, wurden aber mit Bedacht schr&#228;ggestellt und vor allem im Bereich der Mikrotypografie angepasst.</p>
<p><img src='http://www.mediengestalter-blog.de/wp-content/upload/06_01_06_Kursivschnitt.gif' alt='' /></p>
<p><strong>Echte und falsche Kapit&#228;lchen</strong><br />
Mittlerweile werden falsche Kapit&#228;lchen (auch durch die Unf&#228;higkeit der Kapit&#228;lchen-Darstellung im Internet) kaum mehr als Fehler angesehen. Man sollte dennoch darauf achten, das es einen bedeutenden Unterschied zwischen echten Kapit&#228;lchen (zu findem im SC oder Small Caps-Schnitt, bei OpenType-Schriften wird die Funktion meistens &#252;ber das Schriftmen&#252; der jeweiligen Anwendung angeboten) und den elektronisch erzeugten Behelfskapit&#228;lchen gibt. Die Strichst&#228;rke wird zu d&#252;nn, es schadet dem K&#246;rper der Schrift, die Lesbarkeit wird gerade bei l&#228;ngeren Texten durch die auff&#228;llige Grauwertst&#246;rung verschlechtert.<br />
Falls Kapit&#228;lchen in einer &#220;berschrift benutzt werden, f&#228;llt der Unterschied zwischen echten und falschen gerade bei Gro&#223;buchstaben auf.</p>
<p><img src='http://www.mediengestalter-blog.de/wp-content/upload/06_01_06_Kapitaelchen.gif' alt='' /></p>
<p><strong>Spaltenbreite um jeden Preis</strong><br />
Der erzwungene Blocksatz erweitert zum Ausgleichen der Zeile den Buchstabenabstand (Austreiben). Optisch schonmal nicht wirklich sch&#246;n, und gerade bei l&#228;ngeren Texten kann ein erzwungener Blocksatz mit der Auszeichnungsmethode des Sperrens verwechselt werden.</p>
<p><img src='http://www.mediengestalter-blog.de/wp-content/upload/06_01_06_Spaltenbreite.gif' alt='' /></p>
<p><strong>Ligaturen ? wenn Buchstaben sich ber&#252;hren</strong><br />
Einige Satzschriften besitzen sogenannte Ligaturen (zu finden im Expert oder im Alternate-Schnitt, bei OpenType-Schriften &#252;ber die jeweilige Programmfunktion). Diese Ligaturen sind extra angelegte ?Mehrfachbuchstaben?, die anstelle der einzelnen Buchstaben bei bestimmten Paaren wie z. B. ff, fi, fl, ffi, ffl verwendet werden, um das Schriftbild auszugleichen. Falls die eingesetzte Schrift solche Ligaturen nicht anbietet, ist die Ber&#252;hrung von Oberl&#228;ngen durch gezieltes Ausgleichen zu vermeiden. Die Ber&#252;hrung von Unterl&#228;ngen ist schwerer zu vermeiden, dort m&#252;sste dann (z. B. beim Kursivschnitt) die Schrift gewechselt werden.</p>
<p><img src='http://www.mediengestalter-blog.de/wp-content/upload/06_01_06_Ligaturen.gif' alt='' /></p>
<p><strong>Der Zeilenabstand</strong><br />
Beim Einstellen des Zeilenabstandes (ZAB) ist nicht nur auf den Grauwert (eine ruhige Wirkung der farbgedeckten Bereiche der Drucksache) sondern auch auf die Ber&#252;hrung von Ober- und Unterl&#228;nge zu achten. Gerade bei Kompress gesetzten Texten (wenn der ZAB genauso gro&#223; eingestellt wird wie die Schriftgr&#246;&#223;e) kann es zu einer solche Ber&#252;hrung kommen, die nicht unbedingt sch&#246;n anzusehen ist.</p>
<p><img src='http://www.mediengestalter-blog.de/wp-content/upload/06_01_06_ZAB.gif' alt='' /></p>
<p><strong>Anf&#252;hrungszeichen haben nichts zu verzollen</strong><br />
Zollzeichen, die auch als Zeichen f&#252;r die mathematische Sekunde verwendet werden, sind keine Anf&#252;hrungszeichen.<br />
Die ?deutschen? Anf&#252;hrungszeichen (gesetzt wie 99 und 66) sehen schon besser aus und sind auch korrekt, sollten bei l&#228;ngeren Lesetexten allerdings durch Guillemets (franz&#246;sische Anf&#252;hrungszeichen) ersetzt werden, um Kollisionen mit Kommas und Apostrophen zu vermeiden.<br />
Diese Anf&#252;hrungszeichen funktionieren f&#252;r Lesetexte am besten. Im deutschsprachigen Satz k&#246;nnen die Spitzen sowohl nach au&#223;en wie auch nach innen gesetzt werden. Zu vermeiden ist allerdings die Verwendung der mathematischen Zeichen f&#252;r gr&#246;&#223;er als und kleiner als (<>) anstelle von Guillemets.</p>
<p><img src='http://www.mediengestalter-blog.de/wp-content/upload/06_01_06_Verzollen.gif' alt='' /></p>
<p><strong>Das Apostroph gewinnt eine Minute</strong><br />
F&#228;lschlicherweise wird oft das mathematische Zeichen f&#252;r Minute, der Accent aigu (´ ) oder der Accent grave (`) als Apostroph verwendet. </p>
<p><img src='http://www.mediengestalter-blog.de/wp-content/upload/06_01_06_Apostroph.gif' alt='' /></p>
<p><strong>Gedanken und das Divis</strong><br />
Das Divis sollte nicht als Gedankenstrich verwendet werden. </p>
<p><img src='http://www.mediengestalter-blog.de/wp-content/upload/06_01_06_Divis.gif' alt='' /></p>
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