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Maren Mischke

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Ich habe bei Tchibo geguckt, was es so Neues gibt und dabei einen violetten Schlauchschal entdeckt, den ich mir genauer ansehen wollte.

Die Detailaufnahmen hielten eine Überraschung für mich bereit. Klickt bitte erst das linke und dann das rechte Bild an. (Einige werden den Unterschied bereits im Miniaturbild entdecken.)


Quelle: Screenshots von www.tchibo.de am 24.11.2011 um 09:41 Uhr

Na? Auch überrascht gewesen? Ich dachte zuerst, es würde sich um zwei verschiedene Personen handeln. Vielleicht war das Model schon weg und dann ist denen beim Shooting der Produktaufnahme aufgefallen „Ach, ein weiteres Foto im Kapuzen-Look wäre noch schön und glücklicherweise ist die Roxy noch da, knpisen wir doch einfach sie.“ oder sie hatten noch Bilder von einem ähnlichen Vorgängermodell.

Bei genauerem Hinsehen stellte ich fest, dass es sich tatsächlich um eine und dieselbe Dame handelt und die anderen Fotos sehr stark bearbeitet wurden.

Mich schockt das. Mir war schon klar, dass die Models bei Tchibo retuschiert werden, aber so extrem? Das hatte ich nicht erwartet.

Warum hat man nicht einfach eine Dame abgelichtet, die man nicht in dem Ausmaß hätte retuschieren müssen, damit sie deren „hohen“ Standards entspricht? Bei Tchibo wäre ja auch etwas Natürlichkeit passend. Hier geht es schließlich um Mode und Gebrauchsgegenstände für den Ottonormalverbraucher und nicht um High Fashion Designermode und da sollte man sich als Verbraucher noch wieder erkennen können, oder?

Aber weit gefehlt. Da wurde einiges geschraubt: Die Nase, die Augenbrauen, die Haut, der Hautton, der Haaransatz… Eigentlich hätte man auch eine Schaufensterpuppe als Ausgangsbasis nehmen können.

Hier noch einmal der direkte Vergleich als Fotomontage:


Quelle: Fotomontage Screenshots von www.tchibo.de am 24.11.2011 um 09:41 Uhr

Ich habe den Link zu dem Schal gestern bei facebook und twitter gepostet und dazu unterschiedliche Kommentare erhalten. Die meisten bezogen sich auf Details, die verändert wurden. Die Nase und die Augenbrauen zum Beispiel sind in den „Originalbildern“ (die sicherlich ebenfalls bearbeitet sind!) wesentlich markanter. So war die Dame noch ein Typ und nicht 08/15.

Hübsch fand ich diese süffisante Anmerkung: „Das ist ein Zeitreiseschal! Mit dem kann man in die Zukunft reisen und schauen, wie man als alter Greis aussieht! :)“ – Mal ehrlich, so alt ist das Model sicher nicht, aber durch den Vergleich wirkt sie wirklich wie ihre eigene Mutter.

Außerdem gefallen mir Aussagen wie diese: „Hihihihi…. Das freut uns doch auf eine Art: Durch solch einen Fehler erkennen wir den Beweis, dass wir kein Photoshop benötigen!(… auch wenn es ab und an gut wäre!) :-)“ – Das ist für mich die beste Einstellung!

Bezeichnend ist vor allem der Kommentar meines Blog-Kollegen Markus, der schrieb: „Anscheinend sind Pixelverwischer günstiger als hübsche Models…“. Das hat mich nachdenklich gestimmt. Ist es nicht traurig, dass man lieber Frauen bis zur Unkenntlichkeit retuschiert als direkt eine halbwegs hübsche Dame mit einem Schal posieren zu lassen? Und erwarten wir wirklich, dass ein Schal für läppische 9,95 Euro mit einem Supermodel beworben wird?

Die Screenshots habe ich am 24. November 2011 erstellt. Aktuell kann man sich die Originalbilder noch unter folgendem Link ansehen: www.tchibo.de/Schlauch-Strickschal-p400012026.html

2 Kommentare zu “ Photoshop-Disaster bei Tchibo ”

  1. me

    ich habe die bilder wirklich ein paar minuten lang vergliechen und glaube nicht, dass es die selbe person ist. die eine trägt einen grauen rollkragenpulli, die andere einen schwarzen pulli ohne kragen. die gesichtszüge sind unterschiedlich, trotz angeblicher retusche. auch der schal liegt ganz anders.

  2. Steffi

    Also das sind 2 verschiedene Frauen. Das angeblich unbearbeitete Bild ist dieses Model . Man erkennt das auch an der Augen Farbe. Die beiden sehen sich zwar ähnlich, sind aber dennoch unterschiedliche Personen ;)

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