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Maren Mischke

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Quelle: www.eurovision.de

Der eine oder andere mag es heute mitbekommen haben: In einer Broschüre zum Eurovision Song Contest 2011 in Düsseldorf (hach, ich kann es gar nicht oft genug betonen, wo der dieses Jahr stattfindet…) gab es gleich zwei Fehler, die heute ein großes Medienecho hervorgerufen haben.

Fehler Nummer eins ist auf dem Deckblatt der englischen Version zu finden und lautet „Wielcome to Duesseldorf“. Der ist tatsächlich peinlich.

Fehler Nummer zwei hingegen hat zumindest in meinem Umfeld für herzhafte Lacher gesorgt. Wäre Missgeschick Nummer eins nicht passiert, wäre er zu schön, um wahr zu sein und würde von vielen sicherlich als „PR-Aktion“ bewertet werden. (Vielleicht ist es ja auch so und „Wielcome“ ist dann nur durch einen dummen Zufall hinzugekommen…?).

Laut deutschsprachiger Broschüre findet am 4. Mai auf der ESC-Festivalbühne am Marktplatz der „Aktionstag der Schwulen“ statt. Soweit, so gut – und wer sich mit dem Eurovision Song Contest ansatzweise beschäftigt, dem dürfte nicht entgangen sein, dass dieser viele offen homosexuell lebende Fans hat.

Der Aktionstag ist auch nur mit diesem Titel, Datum und Ort im Programmteil angekündigt und es gibt keine weitere Beschreibung. Hätte ICH das Heft gelayoutet oder Korrektur gelesen, ich hätte nicht mal ansatzweise mit der Wimper gezuckt. Wobei ich vielleicht noch kurz darüber nachgedacht hätte, ob die lesbischen ESC-Fans mit der Überschrift einverstanden wären.

In der offensichtlich später erfolgten englischen Übersetzung heißt der Tag dann auch konsequenter Weise „Gay’s Day of Action“. Auch dort hat sich niemand gewundert.

Dumm nur, dass besagter „Aktionstag der SCHWULEN“ eigentlich ein „Aktionstag der SCHULEN“ ist. Das könnte sowohl bei den veranstaltenden LehrerInnen und SchülerInnen sowie die eventuell zahlreich angesprochenen Zielgruppe am Aktionstag für einige Verwirrungen sorgen.

Die Reaktionen der Medien fielen unterschiedlich aus, die meisten waren aber eher belustigt. Auch die schwule „Szene“ reagierte amüsiert.

Hier ein paar Medienechos: „Schwule Schulen: Tippfehler in ESC-Broschüre“ auf einslive.de, „Peinliche Druckfehler in ESC-Broschüre“ auf wdr.de, „Druckfehler in Eurovision-Broschüre: Schwule und Schule trennt nur ein „W“ auf stern.de, „Überschwuler Druckfehler im Eurovision-Programmheft“ auf queer.de und eine wie erwartet eher steifer ausgefallene Reaktion auf bild.de: „Wegen „Schwulen“-Panne: Stadt stoppt 100 000 Grand Prix-Hefte“.

Zuerst hatte ich übrigens auf www.rp-online.de davon gelesen, aber der Artikel ist inzwischen offline und ich konnte auch keinen neuen dazu finden. Das hat mich sehr verwundert und hinterlässt bei mir auch einen faden Beigeschmack.

Nachtrag vom 28. April 2011: Aha, wusste ich es doch! Hier ein hochinteressanter Nachtrag vom Bildblog: „RP Online: Wenn das Schwule macht!“. RP Online hat den Artikel tatsächlich entfernt – und mich damit schwer enttäuscht.

Mein herzlichstes Beileid übrigens an die Ärmsten, die besagte Fehler per Hand mit Filzstift und Aufklebern korrigieren mussten!


Kategorie: Netzfundstücke, Persönliches, Print
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4 Kommentare zu “ „Aktionstag der Sch(w)ulen“ sorgt für Heiterkeit ”

  1. Philipp

    Zumindest die schwulen Schüler dürften sich gut aufgehoben fühlen ;)

  2. Vera

    Hiiihihi, dass das im englischen dann falsch übersetzt ist, hatte ich ja noch gar nicht mitbekommen, das macht das ganze ja noch viel besser! :D

  3. Maren Mischke

    Und hier noch der Kommentar aus dem offiziellen ESC-Blog, den ich euch nicht vorenthalten möchte: http://eurovision.blog.ndr.de/2011/04/28/tippfehler/

  4. trewq

    Ich komme aus Augsburg und bin angehender Bachelor der wiwi augsburg.
    Der Blog ist cool! Weiter so!

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