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Maren Mischke

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Unter dem eher trockenen Titel „Brandenburgs Generalstaatsanwalt pocht auf das Grundgesetz“ verbirgt sich ein ganz interessanter Gedankengang.

Die übliche Darstellung der deutschen Flagge

Die Farben der deutschen Nationalflagge sind eigentlich Schwarz-Rot-Gold. Wie wir aber alle gerade jetzt zur Fußball-Weltmeisterschaft sehen können, ist die Darstellung im Normalfall Schwarz-Rot-Gelb. Um genau zu sein, ein so genanntes „Rapsgelb“. Das ist zwar eine schöne Farbe, erinnert aber nun mal nicht an einen Goldton.

Grund dafür sind die hohen Kosten, eines „richtigen“ Goldtons. Technisch wäre es natürlich möglich, alle Flaggen farbecht zu drucken, aber das ließe die Kosten für alle Druckerzeugnisse, auf denen die deutschen Farben abgebildet sind, in astronomische Summen schnellen lassen.

Von den ganzen Fußball-Fanartikeln mal abgesehen, gibt es ja zig Broschüren, auf denen die Nationalfarben abgebildet werden. Doch laut dem Anwalt ist das kein Grund, diese nicht zu verwenden. Denn wenn es nur um die Kosten ginge, könne man ja gleich eine weiße Fahne abbilden.

Ich persönlich habe das immer einfach so hingenommen, dass der goldene Anteil immer Gelb dargestellt wird und kann mich nicht daran erinnern, schon einmal eine originalgetreue Fahne wehen gesehen zu haben.

Theoretisch hat er mit seiner Forderung recht – aber praktisch? Ist das umszusetzen? Und die wesentlichere Frage ist ja auch: ist es sinnvoll? Ich tendiere zu einem „Nein“.

Und müsste man die Nationalfarben dann aus der Konsequenz heraus anpassen?

Zum Abschluss noch ein kurzer historischer Exkurs; Warum sieht die Deutschlandfahne eigentlich aus, wie sie aussieht?

Diese Farbzusammenstellung wird auch durch einen (historisch verbürgten) Ausspruch aus den Befreiungskriegen bestätigt: „Aus der Schwärze (schwarz) der Knechtschaft durch blutige (rot) Schlachten ans goldene (gold) Licht der Freiheit.“

Quelle: Wikipedia

2 Kommentare zu “ Schwarz-Rot-Gold anstatt Schwarz-Rot-Gelb: Die Darstellung der deutschen Flagge ”

  1. julian

    Ich glaube der Staatsanwalt kann so viel pochen wie wer will. Zwar steht im Grundgesetzt die Farbe Gold, aber die Farbwerte sind nicht festgelegt (laut der Wiki-Seite). Aber die Bundesregierung hat das Coporate Design beschlossen und damit ist ja alles geklärt…

    Der Typ will nur Aufmerksamkeit und hat eindeutig zu viel Zeit und Geld, auch noch eine Flagge mit Gold zu produzieren.

  2. Christian

    Der Grund ist glaube ich eher simpler: Goldener Fahnenstoff sieht nicht nach Gold aus, eher einem matten schmutzig-grünen Irgendwas. Wer mal in den Pantone Metallics Fächer schaut sieht auch gleich, dass es DAS Gold nicht gibt…

    Kenne aber auch ausser der Deutschen Flagge kein Land, dass Gold in der Flagge in Gold darstellt/einsetzt. Denke, dass das einfach ein Kompromiss ist, der der leichteren technischen Umsetzung geschuldet ist…

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