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Maren Mischke

…lebt und arbeitet im schönen Düsseldorf am Rhein.

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Auf meinem Heimweg liegt ein REWE-Markt, an dem ich Abend für Abend vorbeikomme. Mal davon abgesehen, dass ich dort recht häufig einkaufe, ist er für mich immer eine Art Maßeinheit, an der ich den Umfang meiner Arbeitszeiten ablesen kann.

Als ich vor ziemlich genau drei Jahren hierher zog, hatte der REWE-Markt abends bis 20:00 Uhr geöffnet. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich nach der Arbeit noch in Ruhe dort einkaufen konnte, war ziemlich gering. Wenn überhaupt, konnte ich noch schnell durch die Gänge flitzen und musste vorher aber schon genau im Kopf haben, was ich kaufen wollte.

Nach ein paar Monaten verlängerten sie die Öffnungszeiten und fortan konnte man dort montags bis samstags bis 22:00 Uhr einkaufen. Das war schön. Einkaufen war selten ein Problem und wenn ich auf dem Weg nach Hause an dem geschlossenen REWE-Markt vorbei ging, wusste ich, dass es viel zu spät war, um gerade erst Feierabend zu haben. Zum Glück kam das nicht allzu häufig vor.

„Kam“? Warum diese Vergangenheitsform? Tja, REWE hat seit ein paar Tagen bis 24:00 Uhr geöffnet. Bis Mitternacht. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Anstatt mich über dieses neue Einkaufserlebnis freuen zu können, mache ich mir aber so meine Gedanken. Nicht über die Arbeitszeiten der Mitarbeiter, ob diese nach der Arbeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause kommen oder wie sich die Einkaufszeiten in den letzten Jahren verändert haben. Oder dass die umliegenden Läden in der Fußgängerzone, die zum Großteil nur bis 18:30 Uhr geöffnet haben, an einem Tag gerade mal halb so lange geöffnet haben*.

Ich musste über den Zusammenhang mit meinen Arbeitszeiten nachdenken. Bedeutet das, dass ich demnächst regelmäßig noch länger arbeiten werde als jetzt? Das würde ja bedeuten, dass ich oft meine letzte Bahn nehmen müsste.

Und was passiert, wenn REWE bald regelmäßig sonntags geöffnet hat, so wie es jetzt schon zu speziellen Anlässen ab und zu der Fall ist? Oder was wäre, wenn ich in New York neben einem „24 hours a day, 7 days a week“-Laden wohnen würde, der tatsächlich rund um die Uhr für seine Kunden da ist?

Puh. Daran darf ich gar nicht denken…

*(Sorry, da muss ich in einer Randbemekrung doch noch kurz drauf eingehen: Der Supermarkt hat tatsächlich doppelt so lange geöffnet wie zum Beispiel die Reinigung gegenüber! Wahnsinn.)

7 Kommentare zu “ Öffnungszeiten im Wandel der Zeit ”

  1. Jana

    Dieser Rewe ist nicht zufällig im schönen Benrath? Wenn ja, dann kennen wir genau den gleichen! Und mich hat diese Neuerung ähnlich philosophieren lassen…

  2. Maren Woker

    Ja, genau der! :o) Das beruhigt mich aber, dass es mir nicht alleine so geht.

  3. robin

    Du kannst auch nur hoffen, dass er nicht 24/7/365 offen hat :-D

    Aber mal ehrlich – hier bei uns (Mfr. in Bayern) ist kein Laden länger als 21Uhr offen :-o
    24Uhr ist schon heftig!

  4. Max

    Ich hoffe das Läden weiterhin Sonntags geschlossen bleiben.. sonst kommen die Menschen ja gar nicht mehr zur Ruhe und Besinnung (siehe US).

  5. Kitty

    Also ich finde die Öffnungszeiten á la USA schon sehr angenehm (habe dort auch ein Jahr lang gelebt), allerdings stimme ich Dir da voll und ganz zu…. Lässt einen schon ins Philosophieren abdriften. Bleibt nur zu hoffen, dass sich Deine (und unsere) Arbeitszeiten dem nicht ‚anpassen‘…..

  6. Mario

    Ich finde auch REWE „krass“. Mich freut das alles, lange offen, alle Produkte im Angebot, Bäcker inklusive…

    Aber wie die auf Einkaufstourgehen (alte Märkte kaufen), eigene Produkte plazieren, suksezive die Preise anheben und mir den 24h Öffnungszeiten es den Konkurrenten schwer machen. Hart. Da wäre ich nicht gerne Tante Emma Laden.

    Ich versuche immer auf dem Markt einkaufen zu gehen, aber oft genug stehe ich selber im Kölner Filialbetrieb.

  7. Maren Woker

    Hier übrigens noch ein Artikel zum Thema, der nachdenklich macht: http://www.zeit.de/karriere/beruf/2009-12/arbeitszeiten-verkaufsoffene r-sonntag?page=1

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