Redakteur

Maren Mischke

…lebt und arbeitet im schönen Düsseldorf am Rhein.

Infos & Kontakt

Alle Beiträge

E-Mail senden

Website besuchen

ICQ

Ist es nicht noch zu früh für’s Sommerloch? Ich schüttele immer noch empört den Kopf wegen des geplanten Paintball-Verbotes und jetzt muss ich folgendes lesen: „Studie alarmiert Politiker – Alkoholwerbung treibt Jugendliche in den Suff“.

Die Zusammenfassung lautet wie folgt:

Das sogenannte Komasaufen ist ein besorgniserregender Trend. Eine Studie belegt: Werbung für alkoholische Getränke verführt Jugendliche stärker zum exzessiven Trinken. Politiker fordern nun strengere Vorschriften für Alkohol-Reklame.

Im Artikel heißt es weiter:

Wer häufig mit solchen Reklamespots in Kontakt kommt, trinkt doppelt so oft exzessiv Alkohol wie Altersgenossen mit wenigen Werbekontakten. Dies belegt eine Studie der Krankenkasse DAK. (…)

Grundsätzlich trinken Jugendliche der Studie zufolge umso mehr Alkohol, je öfter sie Alkoholwerbung sehen. Dabei kommen sie an entsprechender Werbung kaum vorbei. Rum unter Palmen, Kräuterschnaps im Szene-Treff, Prosecco in der Frauenrunde – lediglich 1,5 Prozent der befragten Schüler gab an, noch nie eine der vorgegebenen Alkoholwerbungen gesehen zu haben.

Außerdem wünscht sich die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), dass Werbung für alkoholische Getränke vor Ausstrahlung durch den Deutschen Werberat auf die Befolgung der Regeln der freiwilligen Selbstkontrolle geprüft wird.

Ich kenne die Regeln zur freiwilligen Selbstkontrolle nicht und ehrlich gesagt sind sie mir auch ziemlich egal. Aber ich verstehe das Problem einfach nicht. Wenn ich Werbung für Alkohol sehe, animiert mich das vielleicht zum Konsumieren des Getränkes, aber – auch wenn das überraschen mag – dafür ist Werbung ja auch da?

Dass die Jugendlichen keine Grenzen kennen und nicht wissen, wann sie mit dem Trinken aufhören müssen, liegt doch nicht an der Werbung, sondern an den Jugendlichen selbst. Natürlich sind eine Party und feiernde Menschen oft Mittelpunkt eines Werbespots für ein alkoholisches Getränk. Aber sind die hackedicht? Nein.

Und seien wir doch mal ehrlich, wo soll so ein Spot denn sonst spielen? Wäre es besser, wenn man einen einsamen Typen zeigt, der sich vor dem Fernseher oder auf der Parkbank eine Flasche Doppelkorn genehmigt? Wohl kaum.

Die Jules Mumm-Werbung mit „alles andere kann warten“ ist in meinen Augen am gefährlichsten. Die Aussage ist, wenn man es genau betrachtet, etwas schwierig. Und die Tussi, die ihren Freund in der Wanne sitzen lässt und sich lieber nur mit einem Handtuch bekleidet, mit ihren Freundinnen Fotos ansieht und dabei ein Sektchen nach dem anderen trinkt, hat, da machen wir uns nicht vor, tatsächlich nicht mehr alle Latten am Zaun. Hier das Video:

Aber sonst…? Ich habe hin und her überlegt und mir wollte partout kein Spot einfallen, der mich zum Komasaufen verleiten würde. Also habe ich mal relativ willkürlich ein paar Werbungen bei YouTube herausgesucht:

Gut, der Krombacher-Spot zählt sicherlich nicht zu den „gefährlichen“ Werbungen, aber er kam mir als erstes in den Sinn. Wenn ich den sehe, denke ich immer an den „Tatort“ oder an die Formel 1. Wobei ich den Zusammenhang zu letzterem schon immer bedenklich fand. Aber zum Komasaufen animiert der dennoch nicht. Und die Jugendlichen sind hier wohl auch nicht die Zielgruppe.

Hier wird mehr das Gefühl eines entspannten Feierabend-Bierchens vermittelt.

Ohne Alkohol geht hier ja scheinbar nichts, aber dafür sehen alle noch ganz nüchtern aus.

Den Spot verstehe ich nicht so ganz, aber auch hier fühle ich mich nicht zum Saufen animiert.

Ich würde sagen, die sind auch ohne Alkohol gut drauf. ;o) Und können auch noch locker-flockig aufrecht stehen.

Ohne Worte…

Da haben die Werber vielleicht vorher gesoffen. ;o) Aber sonst…

2 Kommentare zu “ Studie: „Alkoholwerbung treibt Jugendliche in den Suff“ ”

  1. Simon

    Die Jules Mumm Werbung finde ich auch definitiv die gefährlichste, aber nicht im Bezug aufs Komasaufen. Ich wusste auch nichtmals, dass es die Krombacherwerbung „in freier Natur“ gibt. Ich kenne die auch nur von der Formel 1.

    Ich muss übrigens gestehen, dass mich die meiste Werbung nicht (bewusst) beinflusst. Zumindest habe ich nach dem Ansehen der 8 Werbespots keinen Bedarf eines der Getränke zu konsumieren. Wobei, Lust auf ein Alt hätte ich jetzt schon, aber die habe ich sowieso immer…

  2. Maren Woker

    Und Werbung für Altbier war auch gar nicht dabei. ,o)

Kommentar schreiben.

XHTML: Folgende Tags sind erlaubt:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>


WordPress Theme von Jessika Schmitt und Matthias J. Korth