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Maren Mischke

…lebt und arbeitet im schönen Düsseldorf am Rhein.

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Ich wohne in einer beschaulichen kleinen Fußgängerzone und normalerweise bekomme ich den alltäglichen Trubel nur samstags mit. Gerade bei schönem Wetter konkurrieren dann diverse Musikanten – beziehungsweise Menschen, die sich dafür halten – um ein wenig Kleingeld und ich bin immer froh, dass viele Geschäft schon früh schließen und ich das oft stümperhafte Gedudel nicht den ganzen Tag ertragen muss.

Gestern war ich aber leider krank und hing erschöpft auf der heimischen Couch, als mich ein lautes Getrommel plötzlich hochschrecken ließ. Das Problem an der Fußgängerzone ist, dass laute Geräusche hier in so ungünstigen Winkeln an den Hauswänden abprallen, dass man laute Musik die ganze Straße entlang hört und durch die Einfahrt auch so entlang geleitet werden, dass man kaum orten kann, ob die vom anderen Ende der Fußgängerzone, von vor oder hinter dem Haus oder vielleicht einfach nur aus dem Nachbarzimmer kommen.

Nun groovte sich also eine Fußtruppe durch die Fußgängerzone, die sich diese riesigen (Samba?-)Trommeln vor die Hüfte geschnallt hatten. Zugegebenermaßen war es „ein Rhytmus, wo man mit muss“ und gut gemacht, aber leider eben extrem laut. Und im Karnevalszug-anmutenden Schritttempo braucht man locker zwanzig Minuten, bis man durch ist.

Als sie „endlich“ unter meinem Fenster vorbei liefen, sah ich auch den Anlass für das fröhliche Getrommel: Eine Person verteilte Flyer an die Passanten und eine andere trug ein Schild mit der Aufschrift, dass der Bastelladen 30-jähriges Bestehen feiere.

Lange Rede, kurzer Sinn: Es handelte sich also um eine Werbeaktion. Auffällig war sie ja auf jeden Fall. Und sie waren auch wirklich gut. Mich hat sie allerdings fast in den Wahnsinn getrieben und die Gäste aus der Eisdiele nebenan sahen auch nicht gerade so richtig glücklich aus. Dummerweise ist an diesem Wochenende „Maimarkt“, das bedeutet, dass sie heute und morgen auch noch in regelmäßigen Abständen durch die Fußgängerzone ziehen werden.

Ich fürchte, dass ich den Bastelladen leider aus Prinzip und auf immer boykottieren muss… ;o)

2 Kommentare zu “ Auffällige Werbeaktion ”

  1. dawonder

    Hmmm… ich sehe da keine große Verbindung zwischen Bastelladen und Sambatrommeln? Basteln die auch Trommeln *fg*

    Das war wohl wie so oft nach dem Motto „Hauptsache laut“.

  2. Maren Woker

    Hihi, nicht, dass ich wüsste… Ich denke auch, da ging es auch nur um die Aufmerksamkeit. Und die haben die ja genügend bekommen.

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