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Maren Mischke

…lebt und arbeitet im schönen Düsseldorf am Rhein.

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Kürzlich habe ich den Artikel „Gratisaktion: Zufall oder Marketingzauber?“ gelesen. Darin wird eine Geschichte erzählt und die geht so:

Bei der amerikanischen Kette „Domino“ kann man seine Pizza online ordern und dort gibt es innerhalb des Bestellformulares ein Feld für einen Aktionscode, den man bei Bedarf eintragen kann. Der Legende nach hat jemand kürzlich eines schönen Abends dort ein paar Codes nach dem Zufallsprinzip durchprobiert, um ein wenig Rabatt herauszuschlagen und nach Eingabe des Wortes „Bailout“ geschah dann das kleine Wunder: Er bekam seine Pizza umsonst.

Und weil der Jemand so ein netter Typ ist, hat er allen, die er kennt, eine Mail geschickt und ihnen die frohe Botschaft mitgeteilt. Diese hat sich wie ein Lauffeuer verbreitet und am nächsten Morgen trauten die Angestellten der Pizza-Kette ihren Augen kaum, als sie in ihrem Postfach viele (vermutlich terminierte) Bestellungen vorfanden, die laut Code alle umsonst sein sollten. Denn offiziell war das nicht abgesprochen:

Sie riefen die Unternehmenszentrale zur Hilfe, und erfuhren, dass Domino selbst offenbar gar nichts von der leidigen Aktion wusste. Der Pizza-König reagierte trotzdem rasch und umsichtig. Er honorierte die Promotion und hielt die Franchise-Nehmer schadlos.

Das ist aber nett vom „Pizza-König“. Aber auch fast ein bisschen zu nett. Es wird nämlich gemunkelt, dass es sich dabei um eine ausgeklügelte Marketing/PR-Kampagne handelt.

Ich habe gerade nachgesehen, was „bailout“ überhaupt bedeutet und laut Wörterbuch steht es für „Rettungsaktion“ oder „Rettungsplan“. Normalerweise also kein Wort, dass man nach dem Zufallsprinzip aussuchen würde. Allerdings gibt es gerade eine Aktion namens „Domino’s Big Taste Bailout“:

(…) schließlich fährt die Agentur für Domino seit kurzem eine prominente Werbeaktion, bei der der Unternehmenschef, Dave Brandon, höchstpersönlich quer durch Washington, New York, New Jersey und Texas reist, um ein neues Pizza-Sonderangebot zu bewerben. Die Aktion heißt „Domino’s Big Taste Bailout“.

Tja, ich muss gestehen, dass ich mir nicht sicher bin, was ich davon halten soll. Einerseits ist die Geschichte wirklich zu schön um wahr zu sein, andererseits kann ich mir auch genauso gut vorstellen, dass es tatsächlich so abgelaufen ist. ICH hätte aus einer Laune heraus sicherlich mal ein paar Codes ausprobiert und ihn bei einem Treffer allen meine Freunden verraten. Und ich kenne Leute, die genauso handeln würden beziehungsweise so gehandelt haben…

Was meint ihr?

War die Gratis-Pizza eine gezielte Aktion oder ein Versehen?

  • Für mich riecht das nach einem Marketing-Märchen.
    (53%, 24 Stimmen)
  • Ist doch egal – Gratis-Pizza ist immer gut!
    (27%, 12 Stimmen)
  • Ich kann mir gut vorstellen, dass das echt so abgelaufen ist. Warum auch nicht?
    (20%, 9 Stimmen)

Abgegebene Stimmen: 45

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3 Kommentare zu “ Ein Marketing-Märchen? ”

  1. Subby

    Vielleicht haben die Programmier ein kleines Hintertürchen für sich eingebaut?!

  2. Markus Tacker

    Ich habe eine andere Lösung für diesen Vorgang: bailout war der Code, der zum Testen der Anwendung vor dem Live-Gang verwendet wurde. Leider hat die Entwicklungsabteilung dann vergessen, diesen Code zu entfernen, bevor die Anwendung den Kunden zugänglich gemacht wurde.

    Shit happens …

  3. ich

    Markus, genauso wars!

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