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Maren Mischke

…lebt und arbeitet im schönen Düsseldorf am Rhein.

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Gerade bei Frauentiteln ist es recht häufig verbreitet, dass es sie im Doppelpack mit einem Sonderheft daher kommen. Oft sind sie dann noch einmal mit einer Umverpackung versehen und man kann sie vorher am Kiosk nicht durchblättern, aber normalerweise ist das kein Problem. Ich habe mit solchen Aktionen bei „GLAMOUR“, „Maxi“, etc. gute Erfahrungen gemacht.

stoerer.gifNun habe ich mir kürzlich die „HOCHZEIT“ gekauft. Der Störer (siehe Abbildung rechts) verspricht drei Hefte zum Preis von einem. Da die Hefte zusammen eingeschweißt waren, konnte ich mir sie vorab nicht näher ansehen, aber das war mir aus erwähnten Gründen ja nicht weiter wichtig.

Als ich zu Hause die Verpackung öffnete, fand ich…

  • …das Magazin „Hochzeit“ für die Braut
  • …das (natürlich wesentlich dünnere) Magazin „Bräutigam“
  • …und einen Reisekatalog von „DerTour“
  • „Wo ist denn das Honeymoon-Heft?“ fragte ich mich und dachte mir außerdem „Wie clever von DerTour, da so einen aufwändigen Beileger beizulegen. Wenn das mal nicht zielgruppenorientiert ist“.

    Und dann dämmerte es mir: Der Reisekatalog, der speziell das Thema „Honeymoon“ behandelte, war keine Werbebeilage, sondern „das dritte Heft“.

    Ich hatte eigentlich sehr gute Laune und musste diese leider kurzfristig beiseite wischen, um mich kurz und heftig aufzuregen. Was für eine bodenlose Unverschämtheit!

    Laut Definition von http://de.thefreedictionary.com/Heft ist ein „Heft“…

    1.) ein „Schreibheft; eine Art dünnes Buch mit mehreren leeren (unbedruckten) Blättern, die durch Fäden o. Ä. zusammengehalten und in einem Umschlag (aus Karton) sind, z.B. Aufsatzheft, Diktatheft, Rechenheft, Schulheft, Vokabelheft

    2.) eine gedruckte Broschüre oder eine Ausgabe einer Zeitschrift

    Wenn man sich diese Definitionen so durchliest, kann man den Reisekatalog zwar rechtlich sicherlich problemlos als „eine gedruckte Broschüre“ definieren, aber ich würde doch mal behaupten, dass jeder „eine Ausgabe einer Zeitschrift“ erwartet hat, oder?

    Ich bin ja nicht naiv. Ich hatte schon erwartet, dass das Hauptheft mit Anzeigen für Brautmoden und Trauringe zugepflastert sein wird. Und dass die das Heft mit weiteren zielgruppenorientierten Themenanzeigen und geschickt gemachten Advertorials zupflastern, war mir ebenfalls klar. Ebenfalls hatte ich erwartet, dass es einen regional sortierten „Service Guide“-Teil geben würde, in dem bezahlte Adresseinträge von kleinen Anzeigenflächen eingerahmt werden würden. Zudem hatte ich erwartet, dass das „Honeymoon“-Heft von einem großen Sponsor geprägt sein würde und ich hätte auch damit umgehen können, wenn es so gewesen wäre.

    Aber dass die einfach ein Themen-Reiseprospekt beigelegt haben, dass ich mir auch im Reisebüro hätte abholen können, geht einfach zu weit. Die haben sich nicht mal die Mühe gemacht, das Papier anzupassen!

    Entweder heiratet man nur einmal oder hat zumindest einen größeren Abstand zwischen den Hochzeiten, was bedeutet, dass man keine Zielgruppe hat, die dauerhaft an das gebunden werden müssten, aber dennoch… Sollte man seien Leserschaft nicht zumindest ein bisschen für voll nehmen?

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