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Markus Tacker

ist Mediengestalter (Non-Print Operating) und studiert zur Zeit Medieninformatik. Nebenbei arbeitet er als freier Webentwickler.

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HaustierentsorgungAuf eine recht drastische PR-Aktion für das Tierheim in Aachen machte mich jüngst das PR-Team der FH Aachen aufmerksam.

Dabei hatten Studenten Altglascontainer zu Haustiercontainern umfunktioniert, perfekt inszeniert mit Aufklebern, heraushängenden Hundeleinen und Gebell vom Band.

Ich dachte, da wäre tatsächlich ein Hund drin. Ich wollte schon die Polizei rufen!

war eine der vielen Reaktionen. Diese zeigten sich in Entsetzen, Ignoranz, Tränenausbrüchen und Zuspruch für die Aktion.

Das Aachener Tierheim möchte darauf aufmerksam machen, dass jährlich über 1500 ausgesetzte Tiere im Aachener Raum gefunden werden. Besonders nach Weihnachten werden viele der verschenkten Vierbeiner auf Raststätten und im Wald dem Schicksal überlassen oder gar im Müll „entsorgt“. Trotz vieler Helfer und aufmerksamer Bürger können nicht alle Tiere rechtzeitig gerettet werden. Lutz Vierthaler vom Aachener Tierheim kritisiert: „Die meisten Menschen trennen pflichtbewusst ihren Müll – der Umwelt zuliebe. Aber in welchem Verhältnis steht das bitte zum sorglosen Wegschmeißen der eigenen Haustiere?“ Energisch appelliert er an die Vernunft: „Man muss sich vor der Anschaffung eines Tieres der vollen Verantwortung bewusst sein, um nicht danach festzustellen, dass man dieser Aufgabe nicht gewachsen ist.“

Die Idee zu der provokanten Inszenierung entstand am Fachbereich Gestaltung der FH Aachen. Die fünf Studierenden Birke Brunker, Markus Clausing, Natascha Ferrest, Christina Koch und Julia Schipper entwickelten unter der Leitung von Professor Christoph Scheller ein Konzept, wie man möglichst kostengünstig und öffentlichkeitswirksam für einen guten Zweck werben kann. „Wir wollten weder mit dem erhobenen Zeigefinger drohen, noch auf die Tränendrüse drücken“, erläutert Natascha Ferrest. „Stattdessen wollten wir mit einer unkonventionellen, provokanten Aktion die Öffentlichkeit für diese Problematik sensibilisieren“, fügt Christina Koch hinzu.

Ziemlich gut umgesetzt, wie ich finde.


Kategorie: Sehenswert
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2 Kommentare zu “ Haustierentsorgung ”

  1. Maren Woker

    Ich finde die Aktion super, für sowas kann man mich fast immer begeistern. Allerdings würde ich nicht in der Nähe so eines Containers wohnen oder arbeiten wollen, denn das Gebelle vom Band würde mich wahnsinnig machen…

    Ich fürchte allerdings, dass es da noch genug sensible Tierschützer gibt, die trotz der eindeutgen Absichten entrüstet sind, wie man jemandem nur solch einen Schrecken einjagen kann. (Leider!)

  2. accessoire

    Definitiv wirksam!! Ich dachte zuerst wirklich, dass es etwas makaber ist, als ich den Anfang las, aber nur mit solchen Mitteln kann man die Leute wachrütteln. Großartige Aktion!

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