Redakteur

Maren Mischke

…lebt und arbeitet im schönen Düsseldorf am Rhein.

Infos & Kontakt

Alle Beiträge

E-Mail senden

Website besuchen

ICQ

zeitungszeugen.jpgBildquelle: www.zeitungszeugen.de

Ich stöbere ja sehr gerne in gut sortierten Zeitschriftenabteilungen herum und gönne mir neben den (nach Meinung meines Freundes viel zu vielen) Titeln, die ich regelmäßig kaufe, auch immer mal wieder ein paar Ausnahmen. Es gibt so viele interessante Magazine, die dann aber leider auch oft recht teuer sind.

Bei DWDL.de erregte daher die Headline „Neuer Geschichtstitel mit historischen Print-Texten“ meine Aufmerksamkeit:

Mit dem neuen Titel „Zeitungszeugen“ bringt der Albertas-Verlag Zeitungsartikel aus den Jahren 1933 bis 1945 an den Kiosk und ordnet die Texte in einem Mantelteil in den historischen Kontext ein.

Auf der Webseite des Magazins – www.zeitungszeugen.de – wird das Konzept wie folgt beschrieben:

Nachlesen, nachdenken, verstehen
Historische Zeitungen fungieren in unserer Zeit als Zeitzeugen; sie legen Zeugnis ab über die Zeit des Nationalsozialismus. Zeitungszeugen bringt Ihnen, ausgehend von den dramatischen Ereignissen und folgenschwersten Entwicklungen der NS-Zeit, jene Informationen nahe, mit denen die damalige Bevölkerung konfrontiert wurde: aus Deutschland und damit „Nazi-Presse“ ebenso wie Blätter der politischen Gegner, aus dem Exil, dem deutschsprachigen Ausland, dessen Fokus klar auf die Vorgänge in Deutschland ausgerichtet war.

Ab sofort verfügen Sie über die einmalige Gelegenheit nachzulesen, welche Informationen Ihren Eltern und Großeltern zur Verfügung standen, wie die jüdische Gemeinde publizistisch auf das NS-Regime reagierte oder wie aus Deutschland Vertriebene die Vorgänge im „Reich“ kommentierten.

Laut DWDL.de versteht sich die Zeitung erst einmal als „Projekt“ und ist zunächst auf ein Jahr angelegt. Das ist natürlich clever, denn falls es sich rentiert, kann man den Titel spätestens nach Ablauf dieser Zeitspanne einstellen, ohne sich rechtfertigen zu müssen. Vielleicht gibt es dafür ja auch Fördergelder und man hat sich ausgerechnet, dass sie damit ein Jahr finanziert bekommen. Aber ich will keine Gerüchte in die Welt setzen.

Der Preis von 3,90 EUR ist noch vertretbar. Mich würde ja interessieren, wie groß die Zahl der Interessenten ist. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass dieses Heft in manchem Geschichtsunterricht eingebunden wird. In meinem ehemaligen Kurs wäre das durchaus denkbar gewesen.

Ich finde den Namen ziemlich gut gewählt. Und das Konzept hat was. Ich werde mal sehen, ob ich ein Exemplar davon auftreiben kann und euch dann davon berichten. Falls jemand von euch dieses Heft schon gelesen hat, würde ich mich auch über eure Meinungen freuen!

Nachtrag vom 11.1.2009:
Ich habe inzwischen sogar Fernsehwerbung dazu gesehen – die scheuen aber weder Kosten noch Mühen. Inzwischen habe ich auch ein Exemplar erstanden, sobald ich es mir näher angesehen habe, werde ich darüber berichten.

Nachtrag vom 16.1.2009:
Ich habe noch zwei lesenswerte Links zum Thema entdeckt:
„Bayern verbietet Nachdruck von Nazi-Zeitungen“:

Juristischer Ärger für das Geschichtsprojekt „Zeitungszeugen“: Bayerns Finanzministerium untersagt der Zeitschrift den Abdruck von Nazi-Zeitungen – und zwar, weil der Freistaat die Rechte daran hält. Jetzt sollen sogar bereits veröffentlichte Exemplare eingezogen werden.

und „Goebbels für alle“:

Original Nazi-Zeitungen an Ihrem Kiosk? Ab sofort überall in Deutschland. Der britische Verleger Peter McGee bringt alte NS-Kampfblätter aus den Jahren 1933 bis 1945 als Faksimile in die Regale. Bekannte Historiker erteilen dem Projekt ihren Segen. Von Carsten Volkery

Nachtrag vom 23.1.2009:
Das Thema schlägt aber auch Wellen…:
„Neueste Zeitungszeugen-Ausgabe beschlagnahmt“:

Kopiervorlage für Nachwuchsnazis

5 Kommentare zu “ Neu am Kiosk: „Zeitungszeugen“ ”

  1. accessoire

    Ja, bitte erzähl dann mal wie sie ist! Finds auch interessant aber bin skeptisch, ob nicht vielleicht zu viel uninteressantes Zeugs drinsteht.

  2. Sandra Paweronschitz

    Nur ganz kurz: Zeitungszeugen erhält keinerlei Subventionen, im Heft finden sich keine Anzeigen, unsere Zeitung finanziert sich ausschließlich über den Verkaufspreis – und man kriegt schließlich mehr als nur „eine“ Zeitung.

    Steh für weitere Fragen gerne zur Verfügung!
    Sandra Paweronschitz

  3. Maren Woker

    Wie gesagt, ich wollte auch keine Gerüchte streuen – aber danke für die Info! Ich habe mir die Ausgabe bisher noch nicht angesehen, aber ich denke, dass ich das am Wochenende endlich mal nachholen kann.

  4. Maren Woker

    Ich habe übrigens noch zwei lesenswerte Links zum Thema nachgetragen – siehe oben.

  5. ZEITUNGSZEUGEN - Streit um ein historisches Dokument | Der konservative Blog

    […] und Kunst Blog , Mediengestalter-Blog , 81679.net , Lex Blog – Lexpertise , greyhunter.de, Jan Peters Setzen Sozialer […]

Kommentar schreiben.

XHTML: Folgende Tags sind erlaubt:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>


WordPress Theme von Jessika Schmitt und Matthias J. Korth