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Maren Mischke

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Das Bild unten zeigt zwar eine Cover der „Newsweek“, auf dem der Amazon-Chef abgebildet ist und einen E-Book-Reader hoch hält, auf dem die Aussage „Books aren’t dead. (They‘re just going digital)“ steht, allerdings habe ich das spannende Thema „E-Books“ bei www.spiegel.de aufgegriffen:

Unter Druck – Ist das Buch Vergangenheit? Gehört die Zukunft den E-Books, elektronischen Lesegeräten mit taschenbuchgroßen Bildschirmen? Neun Meinungen.

Zum Weiterlesen geht es hier entlang: www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,581203,00.html

Die neun Meinungen gehören jeweils folgenden Personen beziehungsweise sollen folgende Gruppen repräsentieren: Verleger, Händler, Designer, Manager, Agent, Hacker, unabhängiger Verleger, Schriftsteller und einem Musikmanager. Teilweise handelt es sich um Interviews, teilweise um beschreibende Texte.

Nachtrag: Einen Tag später folgte noch ein zweiter Artikel „Warum E-Reader das Buch nicht verdrängen werden“:

Schreckgespenst Digitalisierung: Zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse geht in der Branche die Angst vor elektronischen Lesegeräten um. Werden E-Reader das Papier verdrängen wie MP3s die LP? Die Sorge ist unbegründet – zwischen Büchern und Platten gibt es einen entscheidenden Unterschied.

Darin enthalten sind auch zwei Fotostrecken, in denen man sich die Lesegeräte auch mal ansehen kann: „Fotostrecke: So sieht der Amazon-Lesecomputer aus“ und „Sony PRS-505: Der E-Book-Reader für Langsam-Leser“.

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(Bildquelle: Newsweek/Spiegel Online)

Ich habe mich mit dem Thema „E-Book“ bisher nur recht rudimentär auseinandergesetzt und bin seinerzeit zu dem Schluss gekommen, dass mir das Gerät erst einmal viel zu teuer ist (bei Amazon gibt es welche für satte 299 Euro?) und es auch (noch) keine allzu große Auswahl in Hinsicht auf die Download-Möglichkeiten gibt. Allerdings bin ich gegenüber Download-Portalen sehr angetan und gehöre auch zu den Menschen, die für Inhalte bereitwillig zahlen. Sobald der Preis und das Angebot „stimmen“, würde ich mir sicherlich ein E-Book zulegen. Allerdings nur für diese E-Book-Lesegeräte, ich hasse es, wenn ich lange Texte am Bildschirm lesen muss, ich möchte mich damit auf die Couch, das Bett, an den Strand, in den Park oder wohin auch immer fläzen können.

Ob ich mich dabei an der fehlenden Buch-typischen Haptik stören würde, weiß ich nicht genau, das müsste ich ausprobieren. Das kommt ganz auf das Gerät an und wie das Display geartet ist. Außerdem wäre dessen Helligkeit und Spiegelung für mich ein Thema. Bei so einem Gerät käme es mir auch auf die Speicherkapazität und die Akku-Ladezeit an.

Ich mag klassische Bücher und habe mehr Bücher als Regal und es kommen ständig neue hinzu, aber irgendwie stehe ich auch darauf, im Wohnzimmer zu präsentieren, wie belesen ich bin. Man darf nur nicht so genau hinsehen, denn dann sieht man, dass es sich bei den meisten um Mord- und Totschlag-Krimis handelt. ;o) Für mich sind Bücher nach wie vor Statussymbole, auch wenn es Taschenbücher sind.

Allerdings sind mein Freund und ich sicherlich derselben Meinung, dass so ein E-Book ganz fantastisch für mich geeignet wäre, wenn ich mal wieder verreisen möchte. Ich lese nicht nur gerne, sondern leider auch relativ schnell und meine Tempokurve steigt proportional zu meiner Lesegewohnheit (also wie viel ich lese) und dem Spannungsgrad meiner Lektüre. Demnach ist mein halber Koffer immer voller Bücher und wiegt dementsprechend. Auf ein Buch mehr oder weniger käme es bei einem E-Book-Lesegerät also nicht an. Andererseits wären alle Bücher futsch, wenn mir das Ding gestohlen werden würde, ich es verlöre oder es einfach kaputt ginge. Dann wäre mit mir nicht gut Kirschen essen.

Natürlich wären die Möglichkeiten, die so ein E-Book mit sich bringen können, für die Designerin in mir ein Anreiz. Ich denke mir nur, wie toll ein Harry Potter-Buch wäre, wenn man dort tatsächlich den „Tagespropheten“ simulieren könnte, wenn man davon spräche. Aber auch das hängt natürlich von der Speicherkapazität und der Leistung der Geräte ab.

Verlinkungen innerhalb eines Buches fände ich toll, wenn ich zum Beispiel in einem digitalen Kochbuch bei „Ingwer“ eine Abbildung und die Zubereitungsweise (ich wusste beim ersten Mal zum Beispiel nicht, ob man den schälen muss und wie man erkennt, ob er frisch ist – wäre letzteres der Fall gewesen, hätte ich die erste Frage auch erübrigt) bekäme oder – was für mich persönlich toll wäre – man bei einem englischsprachigen Buch direkt auf das Wörterbuch verbunden würde, falls man ein Wort nicht kennt. Schön wäre auch, wenn man den Link zu einem Buch, das man gerade ausgelesen hat und toll findet, an jemand anders schicken könnte – vorausgesetzt, das Lesedingsbums hätte einen Internetzugang. Ich will aber auch nicht zu viele innovative Ideen für lau verpulvern… ;o)

Ich bin mir also noch nicht ganz sicher, ob ein E-Book für mich das Richtige wäre, obwohl ich so etwas gegenüber grundsätzlich aufgeschlossen wäre. Die Video-Funktion auf meinem iPod nano hat mich schließlich auch restlos überzeugt, obwohl ich mich anfangs fragte, wer sich dann auf so einem kleinen Bildschirm Videos ansehen würde.

Ich möchte zum Abschluss gerne den letzten, leicht romantisierten Absatz aus dem oben bereits erwähnten Artikel „Warum E-Reader das Buch nicht verdrängen werden“ zitieren:

Das Buch hat noch ein langes Leben vor sich. Nicht nur, wie in diesen Tagen vielerorts zu lesen ist, weil Papier so schön raschelt, nicht wegen Goldschnitt, Ledereinbänden, charmanten Buchhändlerinnen und haptischen Qualitäten. Sondern weil es keinen Strom braucht, nicht kaputtgeht, wenig kostet, einfach zu bedienen ist – und ohne Hilfsmittel perfekt funktioniert.

Ich finde, da ist was dran. Wie seht ihr das, hat das E-Book für euch eine Zukunft? Würdet ihr es nutzen? Oder nutzt ihr bereits welche? Ich würde mich über Meinungen freuen!

Nachtrag: Bei www.mediengestalter.info gibt es aktuell übrigens ebenfalls eine Diskussion zu dem Thema: „Wird das eBook das klassische Buch verdrängen?“

Noch ein Nachtrag vom 01.12.2008: Wer sich näher für ein E-Book interessiert, dürfte das hier interessant finden: „E-Reader: 19 Modelle im Vergleich“.

2 Kommentare zu “ E-Books – Zukunftsmusik oder baldiger Alltag? ”

  1. Subby

    Folgendes Video ist sehr interessant. Nur bis zur Hälfte vorspulen, der Anfang ist etwas öde.. http://www.golem.de/showhigh2.php?file=/0806/60676.html&wort=ebook

  2. Maren Woker

    Das ist echt der Hammer, was das Ding alles kann… Nicht, dass ich es bräuchte, aber alleine die Sache mit dem „Umblättern“ finde ich toll!

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