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Maren Mischke

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Ich bin kürzlich fast an einer Powerpoint-Präsentation verzweifelt. Wenn ich in Powerpoint etwas layouten will und es dabei um die erstmalige und damit grundsätzliche Gestaltung geht oder wenn ich etwas kompliziertere Schaubilder „schön machen“ möchte, dann bereite ich das in InDesign vor. Das ist für mich einfacher und vor allem schneller. Normalerweise klappt das wunderbar.

Nun habe ich ein Layout erstellt, das hauptsächlich aus einem leuchtenden Orange und einem ebenso strahlenden Blau besteht. Und gerade bei Orange handelt es sich ja um eine Farbe, die in RGB und CMYK total anders aussehen kann und bei Farbraumtransformationen schnell mal zu einem komplett anderen Farbton wird.

Um das zu vermeiden, hatte ich die Farben bereits im Vorfeld in RGB angelegt und habe beim Importieren in Photoshop auch diverse Varianten (Copy & Paste sowie PDF-Ex- und -Import, verbunden mit diversen Farbraumeinstellungen – darauf möchte ich im Detail nicht weiter eingehen) durchgetestet. Leider alles ohne Erfolg.

Nachfolgend eine Fläche im eigentlichen Orangeton und dem missglückten Verlauf im Vergleich. Wie man sieht, ist das Orange plötzlich ganz „schmutzig“:

Orange-1

Wenn man im folgenden Screenshot auf das kleine Kästchen unter dem Verlauf achtet (leider kan man im Screenshot nicht so genau erkennen), sieht man, dass der Orangeton dort noch nicht verfälscht ist. Also schien das Problem erst innerhalb der Erzeugung des Verlaufs zu entstehen.

Verlaufsfeld-1

Ich vermutete immer noch, dass die Ursache des Problems mit Farbräumen zusammenhängen musste. Nur was woran könnte es noch liegen?

Nach einer weiteren Runde Rätselraten und Kollegenbefragen habe ich den Transparenzfarbraum der Datei auf RGB angepasst. Der Transparenzfarbraum hatte ich mir in der Vergangenheit bereits schon einmal Probleme bereitet, allerdings bei Druckdateien und damit in umgekehrter Richtung. Doch was brachte es? Nichts.

Dann hatte mein Chef die rettende Idee: Mein Verlauf sollte ja von Orange nach Weiß übergehen. Und als Weiß hatte ich bei den Farbfeldern „Papier“ ausgesucht. „Papier“ basiert aber auf CMYK, was zwar eigentlich logisch ist, aber mir bisher nicht bewusst war. Also haben wir ein RGB-Weiß angelegt und siehe da, im Verlaufsfenster sahen die Farben schon ganz viel versprechend aus:

Verlaufsfeld-2

Und auch der Verlauf war so, wie ich es haben wollte:

Orange-2

Eine Anmerkung zum Schluss: Natürlich hätte ich den Verlauf auch einfach in Photoshop anlegen können, aber manchmal muss man auch mal herausfinden, woran es liegt.

1 Kommentar zu “ RGB-Verlauf in InDesign ”

  1. Mathias

    Wieso nicht gleich Pages? Einfacher, schneller, schöner. :)

    Für ein Referat habe ich mal eine Präsentation eben in Pages gemacht und musste das Ganze dann als Powerpoint exportieren für die Schule… es war ein wahrer Graus… Ein echter Zwei-Klassen Unterschied, um es mal gelinde auszudrücken ;-)

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