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Da ich die Abschlussprüfung nun seit Winter 2007 hinter mir habe, kann ich denen, die sie noch vor sich haben hier ein paar gute Tipps geben. Da ich seit der Zwischenprüfung im Internet rumgegoogelt und -gewoogelt habe, mit was ich mich am besten vorbereiten kann, denke ich doch einen sehr guten Überblick zu haben. Die Ergebnisse waren auch nicht so schlecht. Hier also meine Tipps:

Theorie

Von nichts kommt nichts

Wer nicht lernt, kein Bock hat und denkt es reicht sicherlich eine Zusammenfassung von einem anderen durchzulesen, kommt höchstwahrscheinlich nicht weit. Also zählt hier Überwindung, Pobacken zusammenkneifen und durch.

Rechtzeitig anfangen zu lernen

Natürlich bringt es auch nichts, wenn man 1 Woche vorher anfängt. Es sei denn, man ist so talentiert, speichert eh alles automatisch ab oder man hat eben keinen hohen Anspruch an die Note. Ich hatte einen in der Klasse, der kaum oder so gut wie gar nicht gelernt hat und eine gute Abschlussprüfung hatte. Dafür hat er wohl während der Ausbildung eine Menge Interesse an seinem Beruf gehabt. Ich persönlich halte 8-4 Wochen vor der Zwischenprüfung und max. 3 Monate vor der Abschlussprüfung für sinnvoll. Allerdings kommt es immer auf euch selbst an, weil jeder anders lernt.

Wie überhaupt anfangen mit Lernen?

Die Themen zur Prüfung werden 6-8 Wochen auf der Homepage der ZfA bekannt gegeben. Davor sollte man unbedingt Lücken füllen, allgemein lernen oder das lernen, was man eh schon ohne Themen lernen kann: Politik, Englisch, Deutsch. Hat man was in der Schule nicht verstanden oder man hört immer wieder das Wort Über- und Unterfüllung und weiß nicht was das eigentlich bedeutet: gleich nochmal nachlesen.

6-8 Wochen vor der Prüfung

Jetzt sind die Themen raus. Hier kann man später Punkte sammeln. Einfach nach den Stichwörtern googlen, auf Wikipedia (mit Vorsicht!) nachlesen, Schulbücher durchwühlen und mein bester Tipp, der mir am meisten geholfen hat: Auf Seiten wie z.B. mediengestalter.info oder zfamedien.de in den Prüfungsforen lesen, was andere zu dem Thema schreiben und dort auch offene Fragen diskutieren. Dort findet man die hilfreichsten Links und meist die kompaktesten Zusammenfassungen kurz vor der Prüfung. Noch besser, wenn man sich selbst kurze Zusammenfassungen schreibt, die man kurz vor Prüfung nochmal durchlesen kann.

Bücher und Links

Jeder macht andere Erfahrungen mit bestimmten Büchern und Links zum Lernen. Dies sind die Bücher und Links, die ich vorwiegend benutzt habe und am hilfreichsten fand:

  1. Google, Wikipedia, etc. zu den vorgegebenen Themen, weil nicht alles in der Schule gelernt wurde oder in den Fachbüchern stand
  2. mediengestalter.info, weil sich dort alles versammelt was das gleiche Problem hat wie du hast
  3. Buch „Prüfungsbuch Mediengestalter“, weil in diesem Buch realistische und sehr ähnliche Prüfungsfragen zum Üben enthalten sind
  4. Buch „Kompendium der Mediengestaltung“ und das berühmte Magentabuch „Informationen verbreiten“, weil es eben die Bücher sind, die man wahrscheinlich eh schon hat und die umfangreich zum Nachschlagen sind
  5. Was Mathe angeht empfehle ich die Seite Mathemedien.de, weil dort Übungsaufgaben zu möglichen Matheaufgaben zu den Themen gestellt werden. Ansonsten habe ich dann nur noch den Stoff aus der Schule (Datenübertragung, Berechnungen zum Colormanagement, Hexadezimal/Binär/…, Scan- und Belichterauflösung, usw) gelernt und hörte von einem roten Mathebuch, das ganz gut sein soll…
  6. Was die gute Allgemeinbildung angeht: Das lernen wo tatsächlich Lücken sind. In Deutsch könnten Sachen dran kommen wie Diagramme die man in eigenen Worten beschreiben muss oder man soll ein Protokoll schreiben oder man soll mit den richtigen Korrekturzeichen (s. Duden) Fehler finden, usw. In Englisch sollte man mit Hilfe eines Wörterbuches übersetzen können (ins Deutsche und auch ins Englische) oder Antwortbriefe schreiben können. Und Politik behandel ich nun nochmal extra in Punkt 7.
  7. Politik: Das beste Buch, das wohl alles thematisch zusammenfässt und pro Kapitel nochmal mit Fragen nachfragt wäre hier wohl „Wiso kompakt (für gewerbliche Berufe)“. Für die Abschlussprüfung wäre dann das „PAL-Prüfungsbuch. Testaufgaben für die Berufsausbildung“ sehr gut, weil dort etliche Multiple-Choice-Aufgaben zum Üben enthalten sind, die einen großen Teil der Politikfragen ausmachen. Im letzten Teil dieses Buches findet man Beispiel-Abschlussprüfungen. Wenn man das wirklich intensiv durchpaukt sollte das Ankreuzen dann kein Problem mehr sein.
  8. ewrite.de, typolexikon.de und viele andere hilfreiche Webseiten sind gute Stützen zum Lernen.

Praxis

Hier kann man nicht gerade viel lernen, da man bis zum Tag der praktischen Prüfung ja nicht weiß was dran kommt. Am besten wendet man das an, was man in der Ausbildung gelernt hat – technisch wie auch gestalterisch. Da ich gehört habe, das manche ihre Prüfung sogar schon mal in Photoshop gemacht haben oder Angaben nicht beachtet haben, hier kurz und knapp meine Tipps in Stichwörtern:

  1. Unbedingt QuarkXpress oder Indesign verwenden, da nun mal das die Layoutprogramme eines Mediengestalters sind. Für die Bildbearbeitung natürlich Photoshop. Für die Logogestaltung oder andere Grafiken Freehand oder Illustrator. Aber das sollte ja jeder Azubi wissen.
  2. Technische Aspekte die in der Prüfung erfordert sind beachten. Zum Beispiel (!): 3 mm Anschnitt, vorgegebenes Format, Seitenanzahl, CMYK, eingebettete Schriften, evtl. PDF-X zertifiziert, richtige (!) Schnitt- und Beschnittzugabemarken, evtl. Passermarken, evtl. Farbkontrollstreifen, keine Haarlinien, Hilflinien, Grundlinienraster, ordentlicher Satzspiegel, Absatz- und Zeichenformate, Farben richtig anlegen, Dateiformate (Logo in .eps, Fotos in .tiff, etc.) usw. Wer hier alles genau beachtet und die Datei und die die PDF ordentlich ausgibtkann hier ordentlich Punkte sammeln.
  3. Gestalterische Aspekte beachten: Passen die Farben bzw. Farbkontraste zum Thema/Briefing/Zielgruppe/…? (Pink= trendy, Bordeauxrot = elegant,…), Schriftgröße, Zeilenabstand, Zeilenlänge, Schriftfarbe, Spaltenanzahl, Schriftwahl, Lesbarkeit, etc. perfekt?, Unterstreichen meine selbst erstellen Formen das Thema (z.B. Kreis = harmonisch, Rechteck = stabil)?, Ist mein Satzspiegel so okay?, Sagen die Bilder und die jeweiligen Ausschnitte das aus was ich möchte bzw. der Text aussagt?, Habe ich Blickrichtungen die die Übersicht unterstützen?, Spreche ich meine Zielgruppe mit dieser Gestaltung an?, Ist meine Gestaltung spannend oder hat sogar einen Rhytmus (z.B. Bild/Text/Bild/Text oder oben/unten/oben/unten)? Ist mein Text sinnvoll angeordnet?, Sollte ich ein paar Bilder bearbeiten (Rauschen?, Helligkeit? Störende Flecken?, blasse Farben?, Hoch-/Querformat?,…), usw.
  4. Wahlmodul: Falls man Bildbearbeitung als W3-Modul 08 hat sollte man natürlich Dinge wie Freistellen, Retusche, Farbbearbeitungen, Masken, etc. beherrschen. Für das W3-Modul 03 Werbeorientierte Gestaltung gilt das gleiche wie in Punkt 3. Man sollte das dort verwendete Design auf jeden Fall hier wieder anwenden können (Plakat, VIP-Card,…). Was die anderen W3-Module angeht: Sorry, war nicht mein Bereich.
  5. Konzeption: Übt man ja in der Schule und Beispiele gibt es im Internet zugenüge. Auf jeden Fall sollte man hier Dinge beschreiben und begründen wie z.B. Grundidee, Logo, Format, Papier u. Weiterverarbeitung, Satzspiegel, Gestaltungsraster, Farben, Typografie, Bilder,… Natürlich kann man das auch ganz schick gestalten (hier gibts aber unterschiedliche Meinungen der Prüfer meiner Ansicht nach. Einige sagen „Ja unbedingt im gleichen Design!“, andere „Ist nur ein Konzept und Haaaaaaallllo? Das Konzept schreibt man schließlich vor der Prüfung?“. Ich hab meine Idee auch daran angepasst und hab ne 1 auf das Konzept gekriegt ;)
  6. Auf zfamedien.de sind alte Prüfungsergebnisse zu sehen!

Last but not least

Viel Erfolg und wenn ich was vergessen habe: SORRY! Ansonsten: Ist klar, dass das kein Erfolgsrezept hier ist…?! Ich hoffe meine Tipps waren ein wenig hilfreich für euch.


Kategorie: Bildung, Print
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5 Kommentare zu “ Abschluss – und Zwischenprüfung Print – Lern- und Büchertipps ”

  1. Stefan

    Wer bereits während seiner Ausbildung nur wenig Interesse am Beruf zeigt, hat einfach den falschen Beruf gewählt. Mediengestaltung ist nun mal nicht nur Klicki-Klicki! Ich empfinde es persönlich auch als wichtig, die technischen Hintergründe zu kennen und zu verstehen. Und das ist momentan leider das Hauptproblem der Branche: Zu viele Leute, die nicht wirklich Ahnung haben, überfluten den Markt.
    Bei einigen Abschlussarbeiten der Sommer-AP 07 im Bereich Mediendesign auf der Webseite der ZFA stellt sich mir die Frage: Haben manche Leute wirklich den richtigen Beruf gewählt, bzw. wieso lassen Prüfer so einen Müll durchgehen?
    Solche Leute dürfen sich Mediengestalter schimpfen, haben aber null Plan von der Materie. Traurig.

    Ich kenne Leute, die haben 20 Wochen vorher schon mit dem Lernen angefangen und trotzdem nur 70 Punkte erzielt. Hier lag entweder ein Lernproblem vor, oder das bereits genannte Problem, dass diese Leute einfach einen Beruf erlernen, der sie entweder nicht genug interessiert oder von dem sie keine Ahnung haben.
    Wer während seiner Ausbildung aufgepasst hat, sich mit den Themen auch eigenständig z.B. in der Freizeit auseinander gesetzt hat, dem reichen 2 Wochen zur Vorbereitung.

    Grüße,
    Stefan

  2. Traumjob Mediengestalter?

    Zwischenprüfung Mediengestalter 2009…

    Seit kurzem hat der ZFA die Themen für die Zwischenprüfung Mediengestalter Digital und Print 2009 bekannt gegeben. Zu finden sind die Vorgaben auf der Website des ZFA. Leider darf ich diese an dieser Stelle aufgrund des Urheberrechts im Origi…

  3. XXJWXX

    Auch die Themen für die Abschlussprüfung sind jetzt online bei der ZFA zu finden… na dann kanns ja los gehen… =D

  4. Etiketten Dieter

    Vielen Dank für diese hilfreichen Informationen. Werd mir die Tipps zu herzen nehmen und hoffentlich eine super Prüfung absolvieren :)

  5. 2012

    danke dir. ich hoffe ich werd das nicht total verhauen ^^‘

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