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Maren Mischke

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Folgendes habe ich heute auf www.tagesschau.de gelesen:

Arbeitnehmer leisten immer mehr Überstunden
Die Arbeitnehmer in Deutschland haben im laufenden Jahr wieder deutlich mehr Überstunden geleistet. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg geht davon aus, dass es am Jahresende rund 1,474 Milliarden bezahlte Überstunden sein werden. Das sind etwa 60 Millionen mehr als im vergangenen Jahr. Für das kommende Jahr erwartet das Institut einen weiteren Anstieg auf dann knapp über 1,5 Milliarden Stunden.

Überstunden als Konjunkturbarometer
Ein Sprecher des Instituts, das zur Nürnberger Bundesagentur für Arbeit gehört, bestätigte eine Meldung der „Bild“-Zeitung, wonach statistisch gesehen in diesem Jahr jeder Arbeitnehmer knapp 42 bezahlte Überstunden leistet. Nach Einschätzung von Experten kommt auf jede bezahlte im Schnitt eine weitere unbezahlte oder statistisch nicht erfasste weitere Überstunde hinzu. Vor allem im Dienstleistungsbereich werden im Unterschied zur gewerblichen Arbeit die Überstunden oft nicht berechnet und vielfach auch nicht bezahlt. Auch bei Gleitzeit oder Arbeitszeitkonten fließen sie in der Regel nicht in die Berechnungen ein. Somit dürfte die Zahl der tatsächlich geleisteten Überstunden also doppelt so hoch sein wie in der Statistik ausgewiesen.

Unter Experten gilt die Zahl der Überstunden als wichtiger Indikator für die Konjunktur. Viele Firmen stellen bei verbesserter Auftragslage nicht gleich neue Mitarbeiter ein, sondern lassen erst einmal die vorhandenen länger arbeiten.

Besonders über den letzten Abschnitt habe ich heute eine Weile nachgedacht… Ist es in der Werbranche anscheinend doch so wie in anderen Bereichen des Dienstleistungssektors auch – was bedeuten würde, es stehen neue Jobs an – oder handelt es sich bei uns um einen Sonderfall und wir haben sowieso immer einen Haufen Überstunden an der Backe?


Kategorie: Allgemein, Netzfundstücke
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2 Kommentare zu “ „Überstunden als Konjunkturbarometer“…? ”

  1. mastblau

    Die Zahl der Überstunden als Konjunkturbarometer zu nehmen ist meiner Meinung nach ein Blödsinn. Gerade in der Werbebranche stimmt dies sicherlich nicht. Eher sind die Überstunden auf schlampiges Zeitmanagement und der Natur der Graphiker zurückzuführen. Wer schon mal in Agenturen gearbeitet hat, weiss, dass vormittags meist tote Hose ist, und erst im Verlauf des Nachmittag Leben in die Bude kommt. Abends gegen Ende der regulären Arbeitszeit ist dann die Hölle los, muß doch noch alles heute raus.

  2. Ben

    Deutschland geht es „noch“ zu gut, davon kann ich selbst ein Lied singen.
    Ich habe zwar nur ein(e) Angestellte, aber dennoch – nur am nörgeln. Den letzten Job hat se geschmissen, weil der Arbeitgeber nicht gepasst hat. Den davor weil Sie es nicht verstehen kann, wie man von 8 Uhr bis 18.Uhr, also 9 Stunden (1Stunde Mittag) als Arbeitnehmer arbeiten kann. Hätte ich nicht die Aufträge würd ich se von heut auf morgen ebenfalls vor die Tür setzen. Ein Selbständiger hat „nie“ und „nimmer“ einen 9 Stunden Tag, keine Gewerkschaft und die ersten Jahre noch zusätzliche Belastungen, da nehme ich mal Finanzeinlagen oder Kredite als Beispiel. Ein Arbeitnehmer kann immer nur nörgeln – zufrieden ist er doch eh nie.

    Der Trend wird aber spätestens 2009 rückläufig, wenn das deutsche Volk sieht, das die Konjunktur eben doch nicht weiter wächst, so wie das derzeit noch prognostiziert wird. Wir sind schon lange wieder rückläufig, nur kann man mit Zahlenschieberei so einiges ins Positive rücken – allerdings nicht lange.

    Abwarten – 2010 regt sich über Überstunden niemand mehr auf, da werden alle die jetzt „große Klappe“ haben, froh sein, das se überhaupt noch Arbeit haben.
    Uns gehts eben einfach noch zu gut.
    In diesem Sinne eine arbeitsreiche Nacht – wer wie ich auch jetzt noch in die Tasten haut, wie das Duracel-Hässchen und morgen trotzdem wieder fit ist. Allen anderen wünsch ich dann schon mal viel Glück, ich hab gehört mit 36 „wäre“ es noch möglich, sich beruflich um zu orientieren.

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