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Valentin Tomaschek

Nach der Mediengestalter-Ausbildung (Fachrichtung Print) hat Valentin Tomaschek knapp drei Jahre in Dublin gelebt. Zuerst als Koordinator bei HP und später bei Novell. Wieder zurück in Deutschland arbeitet er teilweise für ein Landesparlament und teilweise selbstständig im Internet-Bereich.

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Im Forum wird ungefähr dreimal am Tag ein Thread eröffnet mit der Frage: ?Ich habe morgen ein Vorstellungsgespräch. Wieviel Gehalt kann ich verlangen??

Schwierige Sache. Vor Beginn der Ausbildung wird es zu solch einer Situation wohl äußerst selten kommen. Die Ausbildungsvergütung steht meist direkt fest und ist auch nicht mehr verhandelbar. Den Traum von einer Vergütung, die sich an den Tarif orientiert, haben eigentlich die wenigsten mehr. Schon zu meiner Ausbildungszeit war ich mit meiner tariflichen Vergütung die absolute Ausnahme. Die Regel lag so bei ungefähr 500 Euro im Monat. Es gibt aber auch Fälle wo ich nur den Kopf schütteln kann. Drei meiner Klassenkameraden in der Berufsschule bekamen im ersten Lehrjahr glatte 320 Euro pro Monat. Im zweiten Jahr waren es dann 325 Euro und im Dritten sage und schreibe 330 Euro. Dazu dann noch die obligatorischen Überstunden, die bedeuteten, dass man bis spät abends in der Agentur war. Das fand ich damals wie heute schon arg grenzwertig.

Doch wie sehen die Gehälter nach der Ausbildung aus? Mit wieviel kann man rechnen?

Auch hier hängt es natürlich sehr stark davon ab bei was für einem Betrieb man sich bewirbt. Größere Agenturen zahlen meistens mehr als die kleinen Druckereien. Doch auch so kann man nicht immer differenzieren. Der Markt ist so sehr von Mediengestaltern überlaufen, dass die Firmen eigentlich jeden Lohn ?verlangen? können. Die Nachfrage regelt nun mal leider das Angebot.

Im Forum geht dazu eine kleine Auflistung (von Bastiwelt) rum:

1300 = Pech!
1500 = Immerhin.
1700 = Gut!
1900 = Sehr gut!
2000 und mehr = Glückspilz!

Und nein, dass sind nicht die Netto-, sondern die Bruttolöhne.

Wenn man sich überlegt, dass eine wirkliche 40 Stundenwoche in Agenturen die Ausnahme ist, stattdessen meist 50 ? 60 Stunden die Woche gearbeitet wird, kommt man von selbst drauf, dass der Beruf des Mediengestalters in den seltensten Fällen zu Reichtum führt. Man verdient meist nicht viel mehr als in anderen handwerklichen Berufen.
Vielleicht sogar zum Teil weniger, denn ich habe auch schon von Fällen gehört bei denen für eine 40 Stundenwoche gerade mal 1200 Euro brutto Verdienst angeboten wurde. Soll man so ein ?Angebot? annehmen? Ich persönliche würde da schon fast abraten. Auch wenn das Argument ?Naja, wenigstens hast du Arbeit? schon recht gut ist. Aber knapp wird es dann schon. Besonders wenn man noch ein Auto oder ein Bahnticket braucht um zur Arbeit zu kommen. Außerdem steht man in späteren Gehaltsverhandlungen bei einem potentiellem neuen Arbeitgeber auch komisch da, wenn man dann plötzlich auf einen Schlag 500 Euro mehr verlangt.

Fazit: Überlegt es euch genau wieviel ihr nach der Ausbildung bei einem Vorstellungsgespräch als Gehalt verlangen wollt. Greift nicht zu tief, aber auch nicht zu hoch.

—-

Was habt ihr denn so während der bzw. nach der Ausbildung verdient?

175 Kommentare zu “ Was verdient ein Mediengestalter? ”

  1. c.1ha2

    also ich kann nur allen sagen die in diese branche wollen, ihr verdient am anfang einfach mal tierisch wenig. wenn es etwas ordentliches im medienbereich werden soll, arbeitet ihr größtenteils sowieso den größten teil in irgendwelchen projekten nebenbei, wo ihr kein cent verdient. warum das ganze? kontakte! sonnst nützt das schönste gehalt in der ausbildung nichts, wenn du danach allein da stehst und dich gleich mit der umschulung beschäftigen kannst, weil dich keine sau kennt und dich nicht in irgendwelche projekte reinnimmt.
    also tipp: nicht aufs geld schauen… auch wenns blöd klingt…

  2. Oliver

    Also ich bin zur Zeit in einer Ausbildung und verdiene im ersten Jahr 282 Eur, im zweiten Jahr glatte 600 und im dritten naja…650 ;)

    Nach der Ausbildung rechne ich so mit 1500 Eur…glaube mehr würde es nicht geben aber mal abwarten.

    Was mich selber Wundert ist, das unter der Adresse berufenet.de der Ausbildungslohn fürs 1. Jahr bei knapp 700 Eur liegt.

  3. Markus

    So lange wie man selbst in Dland im Arbeitsalltag steckt, sieht man vieles nicht. Aber es herscht eine unglaubliche Unkultur. Fängt bei Dingen an ob sich Leute trauen Krank zu machen bis hin zur Bezahlung von Überstunden. Und das Schlimme daran: macht man nicht mit, will sich nicht ausbeuten lassen, nimmt den Job deswegen nicht an, wird noch schief angeschaut.

    Ich bin – nicht wegen des Jobbes wegen – nach Norwegen und arbeite hier als Mediengestalter. Sehr gute und entspannte Arbeitsbedingungen, Überstunden werden bezahlt und nur unter Absprache (und nicht auf Anweisung) gemacht (deswegen ist die Bereitschaft aber nicht minder). Klar verdient man auch mehr (2100 EUR Netto), aber dafür ist das Leben auch teurer. Was micht hier im Arbeitsleben reizt ist nichtmal das Geld, sondern die vielen kleinen Dingen drumrum.

    Grüße,
    M

  4. Martin

    Ich hatte in während der Ausbildung im 1. 380? im 2. 400? und im 3. 420? dazu kamm noch ein iBook G4.

    Nach der ausbildung im selben Betrieb hatt ich dann 1600? Brutto. und wenige monate später eine Angebot von 1900? wo ich nun auch bin.

  5. Basti

    In meiner Ausbildung hatte ich einer anstrengenden 50-60 Stunden-Agentur 550-650 Euro je nach Jahr brutto. Nun verdiene ich als Grafiker und Junior-Texter bei meinem ersten Arbeitgeber über 2000 Euro plus einer kleinen Gewinnbeteiligung und kann damit mehr als zufrieden sein, denk ich. Allerdings sollte es in den nächsten Jahren schon noch wachsen, sonst werde ich wohl wechseln. Als eierlegende Wollmilchsau (Texte, Grafik print und non-print, Konzeption) sollte man schließlich mehr bekommen als ein normaler Texter oder Grafiker und auch wissen, was man wert ist.

    Die Liste ist übrigens von mir. *stolz*

  6. Werbeblogger - Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv » Unser täglich Link

    […] An alle Mediengestalter die Antwort auf die Fragen der Fragen: Was verdient ein Mediengestalter? […]

  7. sdf

    Naja… die meisten „Mediengestalter“ haben ja auch nix drauf… wenn du wirklich was kannst, dann kannst du auch als Berufseinsteiger 2400 oder sogar 2600 bekommen … aber wenn du nur einer unter tausenden bist … ich meine selbst dieser blog nennt sich „mediengestalter-blog“ sieht aber vom Layout nicht so aus, als hätte es ein gelernter Gestalter gemacht …

  8. Matthias

    *seufz*

  9. rainer michael

    also, wenn es euch interessiert: beim wmteam könntet ihr im bereich von „sehr gut“ verdienen – allerdings müsst ihr dann auch entsprechende fähigkeiten mitbringen. wir suchen ständig gute mitarbeiter, finden aber leider keine qualifizierten mediengestalter für unseren bereich (online, flash, games).

    ich bin selbst ausgebildeter mediengestalter und mittlerweile ausbilder und geschäftsführer beim wmteam. in meiner ausbildung habe ich monatlich etwa 1500 euro verdient – weil ich mich entsprechend rangehalten habe.

  10. Markus

    zum thema ausbildung kann ich nur sagen: es hängt wahscheinlich ab ob ost oder west. im osten sind solche summen unmöglich – auch nicht wenn man sich „ranhält“. klingt ja fast so als ob nur die fleißigen was bekommen und die die weniger bekommen, selber schuld sind. tsss…

  11. Tobiwabohu

    Kurz und knapp: Wer was kann verdient brutto bis zu 2800 ?, die anderen teilen sich die Restgehälter. Immer weiterbilden ist die unumgängliche Devise! …ein Einstiegsgehalt von ca. 1600 ? sollte aber schon am Anfang drin sein.
    LG aus dem Netz
    PS: @Matthias – nicht seufzen, es gibt schlimmeres als von anonymen sdf’s kommentare zu erhalten! ;-)

  12. Matthias J. Korth

    Da haste wohl recht. Es ist trotzdem traurig so etwas zu lesen. Wegen mir darf ja jeder seine Meinung haben und diese auch kundtun. Das aber auf solch eine Weise zu tun ist äußerst schwach und untergräbt seine Aussage. Naja egal, solche Leute gibt es eben überall.

    Aber zum Thema:
    Die Löhne bei mir hier in der Gegend bewegen sich während der Ausbildung auch im genannten Fenster. Ich selbst hab im ersten 600.-, im zweiten 650.- und schließlich im dritten Jahr 720.- Euro erhalten, wobei ich letzteres kaum mehr bekommen habe wegen der Verkürzung.

  13. Nela

    Ich denke es kommt auch immer drauf an, wo und wie man arbeitet. Geld allein macht gerade einen Kreativen nicht unbedingt „reich“ oder „glücklich“.

    Ich habe schon nach einem halben Jahr Berufserfahrung 3000 EUR verdient und bin dann trotzdem in eine Agentur wo ich nur die Hälfte bekommen habe, weil ich dort die Möglichkeit hatte, noch eine ganze Menge zu lernen, tolle Kunden zu betreuen und mir das Arbeitsklima besser gefiel.

    NICE DAY! Nela

  14. Gerd

    Also ich wollte mal kurz folgendes anfügen, da der Beitragsverfasser ja schon bei 350,- mit dem Kopf schüttelt:
    Ich mache eine Verbundausbildung (Berlin) und mein Bildungsträger hat folgende Vergütung vorgesehen:
    1. 250,-
    2. 265,-
    3. 275,-
    und daran ist nichts zu rütteln…
    Wer also nicht mehr bei mutti wohnt muss BAB beantragen, und das schießt auch nur die benötigte Miete hinzu…

    In der Ausbildung habe ich an sich kaum noch etwas dazugelernt und es kommt auch oft vor, dass ich meinen Kollegen sogar einige Dinge erklären muss :(
    Vor meiner Ausbildung habe ich ein 10-monatiges Praktikum bei einem Grafiker absolviert und so ziemlich alles nötige an Wissen mitbekommen
    Ich könnte mich also theoretisch auch mehr „reinhängen“, aber mehr würde dabei auch nicht rausspringen. Überstunden und Wochenendarbeit kommen genauso spontan und gerne auch unvereinbart auf einen drauf zu, wie ein plötzlicher Hagelsturm.
    Das Thema dreht sich zwar um die Bezahlung nach der Ausbildung, aber das sollte auch mal gesagt werden, finde ich. Und nun geht und freut euch über eure dicken Vergütungen.

  15. lause

    Wow, das hört sich bitter an…

  16. heasy

    hi,also ich will/muss den weg einer umschulung zum mediendesigner einschlagen.
    im moment kein problem da das geld vom amt kommt und die auch die umschulung zahlen.
    allerdings hab ich dann später mal von dem gehalt eine vierköpfige familie zu ernähren.
    wenn man die beiträge hier so liest wird einem ja ganz anders.

    so drückt mir die daumen auf das ich mich später einmal in die wohl nicht sehr lange polonaise der großverdiener einreihen kann.

  17. wiesi

    Dieser Blog ist doch super gestaltet. Check ich nicht was der Herr Sdf da zu bemängeln hat.

  18. glerch

    wenn der arbeitsstress nicht mehr druch das gehalt aufgewogen werden kann,
    sollte man sich einen neuen job suchen oder komplett umorientieren.

    Ich habe während meiner ausbildung (quereinsteiger/trainee/arsch für alles/keine berufschule/kein ihk abschluss, dafür ein jahr wochenendstudium, zusätzlich zur arbeit, zum werbefachwirt und der wille den schei* zu erlernen)
    erst 450 dann 550 bekkommen, das war in einer kleinen agentur.
    mit einem kleinen zwischenstopp in einer digitaldruckerei/schilderbastler bin ich jetzt als verantwortlicher für den printbereich in der marketingabteilung einer handelsgesellschaft angestellt und bekomme momentan 1500 brutto, das ist hier gang und gebe (nordbayern). da aber mein arbeitgeber gut drauf ist gibts in wenigen wochen dann 1800.

    es kommt immer drauf an wo (ort/arbeitgeber) man angestellt ist und was den betrieb ausmacht („reine werbeagentur“/inHouse-agentur/druckerei/whatever).

    reich werden in dem job die wenigsten,…
    außer den agentur-bossen ;)

  19. The Shadowmaster

    Hallo,
    also um mal auf das Design des Blogs zu sprechen zu kommen… das ist ein fertiges Design (siehe ganz unten) was es zum Download gibt .. nur der Header ist verändert … das weis ich dadurch das ich gerade ein Praktikum als MG mache und einen Blog (WordPress 2.1) führen muss! :) … aber ist doch nicht schlimm so ein Design zu nehmen den dieses Script ist mehr als komplex. Ich selbst habe in meinem blog (Link zu meinem Blog) auch ein fertiges Design genommen aber noch bearbeitet bzw. bin noch dabei! Hoffentlich lohnt sich das Alles auch wenn mich mein Chef evtl. als Azubi einstellt und es macht sich durch eine gute Vergütung bemerkbar =)..da ich auch immer ordentlich mitarbeite und fast jeden tag, als PARAKTIKANT, Überstunden mache! Aber ich kann auch schon HTML, Photoshop (etc.) und Grundlagen von PHP und Flash ;)
    —LG Shadowmaster—

  20. Valentin Tomaschek

    Na, dann lern nochmal ein wenig mehr. Vielleicht indem du mal einen Blick in den Footer wirfst und liest…

    WordPress Theme von….

    Na na na? Richtig. Jessika und Matthias die beide hier zum Blog gehören. ;)

  21. balu

    Hallo,
    ich kann allen nur raten sich nach der Ausbildung weiterzubilden und sich Schwerpunkte zu setzen. Bevor nun die Frage kommt auf „was?“, auf alles was im jeweiligen Berufsfeld zu finden ist, egal ob nun im Print oder Digitalbereich.
    Es gibt nicht nur Agenturen die Mediengestalter einstellen, versucht es bei Firmen die eine eigene Werbeabteilung haben oder diese gerade aufbauen.
    Ich arbeite in einer mittelsständischen Firma und mache Print und Digital, nach 7 jähriger Berufserfahrung und etlichen Weiterbildungen habe ich bei einer 40 Std./Woche ein Gehalt von 3500.-? Brutto

  22. The Shadowmaster

    OK .. Sorry war nicht böse gemeint! Ich hatte gedacht du bist der Alleinhalter der Seite! Naja hatte mir auch nicht den ganzen Blog durchgelesen- :-)

  23. Almut

    Hallo allerseits,
    ich bin froh nicht in dieser Zeit als Berufseinsteiger anfangen zu müssen. Ehrlich!

    Als ich 1996 fertig war mit meiner Ausbildung zur Grafik Designerin wurde uns geraten nicht unter 3.000 DM (!) brutto anzufangen – wohlgemerkt vor über 10 Jahren.
    Ein studierter Grafiker mit ca. 5 Jahren Erfahrung bekam Ende der 90iger ca. 5.700 DM brutto in einer mittleren Agentur.
    Als Praktikantin in einer Agentur mit ca. 32 Mitarbeitern bekam ich damals 750 DM brutto.
    Kleinere Agenturen (ca. 10 MA) zahlen einem normalen Grafiker heute (Layout & Satz) – vorausgesetzt man hat schon etwas Berufserfahrung – ungefähr 2.300 EUR brutto (in Süddeutschl.).

    Als fest-freier Art Director bei einer kleinen Agentur (aber mit einer richtig guten Mappe!) werden im Norden (HH) ca. 400 EUR netto pro Tag bezahlt.

    Eine selbständige Tätigkeit (für eigene Kunden) mit einem Stundensatz von unter 60 bis 70 EUR netto (Süddt.) lohnt sich fast nicht, weil man davon nicht leben kann, ohne noch irgendwoher finanzielle Unterstützung oder freie Kost & Logis zu bekommen. (Man kann schliesslich nicht jede Stunde verkaufen).
    Die Zahlen weiss ich aus eigener Erfahrung oder von Freunden, die mit Personalverantwortung in Agenturen angestellt sind/waren.

    Wer was drauf hat und tolle Arbeiten in seiner Mappe hat, sollte sich nicht unter Wert verkaufen. Ein gutes Gehalt ist auch unter anderem davon abhängig, wie selbstbewusst man sich verkauft und welche Erfahrungen man in eine Agentur einbringen kann.

  24. TM

    Hallo !
    …also ich hatte vor 10 Jahren eine Doppelausbildung zum Kommunikationsdesigner und Illustratoren absolviert und seitdem sollte ich für Summen arbeiten, die Ihr teilweise während Euerer Ausbildung bekommt. Schlecht kann ich nicht gewesen sein, denn sonst hätten mir die Prüfer (Jung Von Matt, Matthias Schultheiss etc.) keinen 1.0-Abschluß gegeben. Meine letzte freiberufliche Tätigkeit waren Display´s von KnorrDressings und Avéne (Apothekenprodukt; „Heil“-Wasser in Dosen für bis zu 60 Euro pro Liter) – die Arbeit erledigte ich schnell, flexibel und sehr gut; der „Chef“ meinte wortwörtlich „Der Fisch hat angebissen“ (= ~100000 Euro Etat). Und ich. Ja, ich sollte mich praktisch mit 5 Euro Stundenlohn begnügen… das Arbeitsgericht hat dann anders entschieden. Für einen ortsansässigen größeren Musikladen sollte ich ein Logo entwerfen etc. …kostenlos – ich lehnte ab. Jetzt beziehe HIV (AlgII) und stelle mich am Dinstag (5.6.7) zwecks einer Ausbildung zum Mediengestalter bei einer kleineren Firma vor. Mit meinen „paar“ Vorkenntnissen und dank Euerer Texte nehme ich es mir heraus, bei einem Azubilohn unter 345 Euro durchzudrehen & auszurasten. Geistig & körperlich. Mir reicht´s.
    MfgTM
    PS: Ein Psychologe empfahl mir schon vor längerer Zeit: “ Suizid ist ein Weg“.

  25. Milan Bocker

    Hi, also ich könnte mit 1500 Euro brutto im Rhein-Main Gebiet nicht überleben.
    Die Anfahrt (Diesel) kostet mich im Monat schon 200 Euro.
    Die Miete für eine kleine 1-Zimmerwohnung (35 qm), 500 Euro warm.

    Was esst ihr? Was macht ihr in eurer Freizeit, bzw. was macht die Familienplanung? Was zieht ihr an?

    Also ich ich verdiene 40000 Euro im Jahr incl. 13. Monatsgehalt als Mediengestalter Print mit 17 Jahren Berufserfahrung und bin 34.

    Selbstverständlich bilde ich mich auch sehr viel weiter, ist ja ein Muß.

    Trotzdem sollte dies nicht das Ende der Fahnenstange als guter Mediengestalter sein. Bei einem Gehalt von 1300 Euro würde ich keinen Job annehmen. Wenn das jeder macht, gibt es auch wieder für gute Arbeit gutes Geld ….

    Ausnahmen sind begrenzte Jobs zum Erlernen und Weiterlernen. Klar.

  26. Milan

    Hallo Eli,
    ich habe als Schriftsetzer (Typograf) angefangen, nach meiner Lehre habe ich Postscript-Operator in einer andern Firma als Vorbereitung zur Digitaldruck-Schiene gelernt. (innerbetrieblich)
    Der Digitaldruck war damals neu und Leute sehr begehrt…
    Voraussetzung war, sehr gut mit Daten aller Arten sehr gut umgehen zu können.

    Danach bin ich wieder ins Design gewechselt. Dadurch kann ich gestalten und kenne mich mit der Technik sehr gut aus.
    Da der Mediengestalter damals Schriftsetzer war und ich die Abschlußprüfung und auch die Aufgaben eines Mediengestalters gut kenne, wage ich es mal mich als Mediengestalter Print zu bezeichnen. Meine Aufgaben sind noch etwas weiter gefaßt, da ich noch 1 Jahr Medienfachwirt gelernt habe. Nebenberuflich.

    Aber um auf das Geld zurückzukommen: Deine Kollegen können eine ruhige Kugel schieben wegen … Dir. Wenn wir uns alle besser verkaufen würden, wäre die Situation nicht so. „Was? Der setzt den ganzen Tag nur Visitenkarten und bekommt mehr als Ich?“
    Dieses Beispiel habe ich in meiner Firma. ;)

    Bei mir bleibt nicht viel übrig am Ende des Monats. Mit 1000 Euro monatlich kommst du klar? Hast du ein Auto? Eine Wohnung?
    Verdienen Web-MG`s so schlecht?
    Ich darf dir jetzt nicht noch sagen, das ich eine 35 h Woche habe … allerdings muss ich jeden Tag 1h zur Arbeit fahren … und zurück.

    Ciao

  27. Markus

    Kann man aus den bisherigen Kommentaren eigentlich eine regionale Verteilung ausmachen?

    Gruß! M

  28. kathrin

    hm klingt doch alles noch recht gut im vergleich zu meinem lehrlingsgeld.

    1 lj 189
    2 lj 214
    3 lj 240

    ursache des ganzen ist wohl dsa es eine überbetriebliche ausbildung bei IHK ist.naja habe gerade abschlußprüfung hinter mir und warte nun noch auf hoffentlich gute ergebnisse.

    LG kathrin aus Stralsund

  29. Jana

    also ich habe in meiner ausbildung im 1.) 275, im 2.) 300 und im 3.) 325 euro bekommen. und das war schon viel hier bei uns im osten! von freunden und von kollegen aus meinem betrieb weiß ich das die dort ca. 900 netto! im monat verdienen. da wird mir ganz mulmig und ich werde immer kleiner wenn ich eure gehälter so lese…

    jana (auch aus stralsund)

  30. PEPPinOmaN

    Schönen guten Tag, ich mache derzeit eine Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print fachrichtung design. das ist eine Ausbildung an einer privaten schule als externer bewerber bei der IHK, das sieht so aus das ich 12 Monate nur Theorie habe und anschliessend 18 Monate Praktikum. Und abschliessend 12 MOnate PRüfungsvorbereitung. Ich zahle 490 euro jeden Monat ohne irgend welcher stl. unterstützug und in den 18 Monaten Praktikum bekomme ich 500 Und muss davon 290 an die schule zahen in der ich 2 mal im Monat bin. Aber das schlimmste ist das ich hier lese das ich dann 1200 euro verdienen soll, ich lebe in Köln das verdient hier
    jeder postbote
    MFG

  31. Valentin Tomaschek

    Pepp: Ist die Ausbildung denn wenigstens gut, oder so schlecht wie der Ruf der IHK?

    Klingt auf jeden Fall ganz schön hart.

  32. Anja

    Als ich 99 mit meiner Ausbildung als Mediengestalterin angefangen habe, bekam ich 1. 686 DM, 2. 768 DM und 3. 848 DM brutto. Damit hatte ich zwar nicht das beste Ausbildungsentgeld, aber auch nicht das schlechteste.

    Schon damals bekam ich mit, dass man nur durch Selbststudium und Eigeninitiative, was lernen kann. Als Azubi wirst du meist nur als billige Arbeitskraft eingestellt und alles andere, was zu deiner eigentlichen Ausbildung gehört, mußt du dir selbst beibringen. Auch in der Berufsschule wurde uns knallhart gesagt: „Das was wir euch hier beibringen, ist nicht alles was ihr zur Prüfung braucht. Ihr müsst euch zu Hause selbst nochmal hinsetzen und was lernen.“ Schön und gut, aber wozu mache ich dann eine Ausbildung? Die schriftlichen Prüfungen mußt du dann versuchen irgendwie zu bestehen, obwohl du von einigen noch nix gehört hast.

    Die IHK schaut meist auch nicht, ob die Firma auch wirklich geeignet ist in dem Ausbildungsberuf auszubilden, da die meistens nur froh sind einige Ausbildungsplätze in ihrem Bezirk zu haben.

    Als ich nach der Ausbildung angefangen habe, bekam ich 1175 Euro brutto und nun bin ich bereits 5 Jahre in dem Beruf bin Ausbilderin und Grafikleiterin in einer Digitaldruckerei (ab Ende des Jahres dann auch Medienfachwirtin) und habe es zumindest schon mal auf 1500 Euro geschafft (das schon ausgehandelt, da mein Chef erst 1375 Euro nur zahlen wollte). Wenn ich mich dann umschaue, ist das bei uns in der Region schon viel, da viele noch viel weniger zahlen.

    Meine Azubine war an einer privaten Berufsschule und hat jetzt gerade ausgelernt. Alle 20 Leute aus ihrer Klasse sind von ihrem Ausbildungsbetrieb nicht übernommen wurden und haben auch noch keine Job gefunden.
    Es wird nur immer ausgebildet, obwohl der Markt schon voll gesättigt ist mit MG’s.

    Wer nicht irgendwas besonderes tolles kann und sich nicht ständig weiterbildet, hat in diesem Beruf eher schlechte Karten einen Job zu bekommen.

  33. Susanna

    Ich denke, dass das Gehalt von vielen Faktoren abhängig ist: – die Region (ländl. oder Großstadt, süd o. nord) – das eigene Alter – die Firma (Druckerei oder große Agentur).

    Ich bin 1997 als Quereinsteiger (Ausbildung zur Werbetechnikerin) in eine sehr kleinen Agentur gekommen und habe mit 3.500 DM in Süddeutschl. angefangen. Aber Überstunden waren die Regel und eigene Fortbildung sowieso der Massstab. Letztlich wurde bei der Euro Umstellung das Gehalt einfach umgerechnet und ab da wurde alles anders. Die Verantwortung und die Ansprüche innerhalb des Betriebes wurden immer größer, das Gehalt jedoch blieb gleich bei steigenden Lebenshaltungskosten. Von 2.300 ? brutto + Firmen-PKW blieben 1.300 netto – nicht wirklich ein Ansporn und tolle Aussicht nach 10 Jahren Berufserfahrung.

    Leider wird sich das nicht ändern, solange es immernoch Leute gibt, die für weitaus weniger arbeiten.
    Mittlerweile bin ich selbständig – da kann ich es wenigstens „selbst“ entscheiden, ob ich „ständig“ arbeite, wenn auch das Einkommen deswegen nicht besser ist… Aber das ist wieder ein anderes Thema ;-)

  34. [Umfrage] Verdienst der Mediengestalter » Mediengestalter-Blog.de

    […] Zum ursprünglichen Artikel […]

  35. Sascha

    Ich bin mit knapp 1600 euro dabei, auch wenns nicht grad der hammer ist, schlecht ist es nicht und es kann in zukunft nur mehr werden. also auf auf!!

  36. Andreas Lauritz

    Hallo!

    Als Diplom-Designer (FH) für Kommunikationsdesign machte ich mir in den letzten 6 Monaten das Vergnügen, die Stellenmarktsituation praktisch ?zu testen?, nachdem mir Gerüchte zugetragen wurden, das die Job-Offerten und Vergütungen zunehmend abnehmen, obwohl der Aufgaben- und Verantwortungsbereich für alle Mitarbeiter stetig steigt, insbesondere in den Bereichen des Gestaltungs- und Produktionswesens. Auch der Umstand, das Unternehmen offensichtlich keinen Unterschied mehr darin machen, ob die Bewerber Mediengestalter oder Diplom-Designer sind, spiegelte sich vereinzelt in den Antwortschreiben wieder ? insbesondere in Fragen der Vergütung.

    Inzwischen habe ich viele unterschiedliche Rückmeldungen von den Unternehmen erhalten, denen ich es zur Aufgabe machte, meine Bewerbung bei der Vergabe um ein Stellenangebot zu berücksichtigen. Meine Bewerbungsunterlagen erfolgten umfassend per PDF (Anschreiben, Lebenslauf, Foto, Zeugnisse und Referenzliste) sowie dem Hinweis, sich auf meiner dafür eigens eingerichteten Website von zahlreichen Arbeitsbeispielen (Grafik, 3D, Video) überzeugen zu können (digitales Portfolio).

    Bei den Offerten handelte es sich um einschlägige Anzeigen von Unternehmen, die Grafik-Designer, 3D-Designer, Mitarbeiter für die Gestaltung, aber auch Mediengestalter und Diplom-Designer suchten. Ich erhielt für den Raum Frankfurt, Köln und München mehrere Vorstellungstermine, aber auch eine Menge Absagen von Unternehmen, die auf pikante Weise über dauerhaft gültige Stellenangebote auf ihren Webseiten verfügen. Entweder aufgrund der Tatsache, das es in den Unternehmen kein Mitarbeiter länger als 3 Monate aushält oder aufgrund der Vermutung, das nicht wirklich gesucht und schon gar nicht eingestellt wird (aber damit vermittelt man eben gegenüber den Mitbewerbern einer Branche, das die Firma expandiert und vor lauter Aufträge dringend nach neuen Mitarbeitern sucht – Werbung).

    Im Ergebnis muss ich leider sagen, dass viele Agenturen nicht mal auf Bewerbungen antworten, geschweige denn ein kurzes Feedback darüber abgeben. Und andere Unternehmen bestätigen zwar den Eingang der Bewerbung, aber weisen darauf hin, das ? obwohl die Stelle kurzfristig zu besetzen sei ? die Auswahl über Monate dauern wird, bis man zu einer Entscheidung kommen könnte. In wenigen Kurzmitteilungen zeigt sich zugleich das Unvermögen vieler Arbeitgeber, kompetente Mitarbeiter für ihr Vorhaben zu gewinnen, denn sie demonstrieren eine Form der Gleichgültigkeit.

    Praxisbeispiel (Firma aus Bayern):
    Obwohl das Unternehmen (über 400 Mitarbeiter) für die eigene Werbeabteilung einen Grafiker sucht, der mit komplexen Aufgaben und Pflichten beladen werden soll (Verantwortung für den kompletten Online- und Offlinebereich, Planung und Organisation von PR-Maßnahmen, Messegestaltung und Koordination für Messebau etc.) bei denen selbst ein berufserfahrener Art Director leicht den Überblick verlieren könnte, bot man lediglich 2.500 Euro (brutto) im Monat. Ich konnte mir das Grinsen nicht verkneifen und tat so, als wäre ich ernsthaft an dem Job interessiert, damit ich weitere Details in Erfahrung bringen konnte. Und was ich im persönlichen Vorstellungsgespräch erfahren konnte, empfand ich als Ohrfeige für unsere Branche, denn auch für dieses Unternehmen spielt es primär keine Rolle, ob man Schüler, Student, Mediengestalter oder Diplom-Designer ist. Hauptsache, es findet sich jemand, der dumm genug ist, für eine Summe von 1500 Euro (netto) mtl. die gesamte(!) Verantwortung der Werbemittelgestaltung und Produktion eines Unternehmens zu übernehmen und gleichzeitig auf Messen im Vertrieb steht, um das Unternehmen zu repräsentieren. Natürlich in 2 Fremdsprachen. Nachdem ich absagte, bat mich das Unternehmen, meine Bewerbungsunterlagen behalten zu dürfen, um eventuell zu einem späteren Zeitpunkt auf mich zurückkommen zu dürfen. Ich erteilte der Firma die Erlaubnis und gab vor, ich würde mich bei nächster Gelegenheit bei ihnen melden.

    Von einem anderen Unternehmen (Raum Frankfurt) konnte ich aufgrund eines Vorstellungsgespräches in Erfahrung bringen, das sie zwar einen Mitarbeiter in der Gestaltung für die ?junge Agentur? suchen, aber eigentlich lieber jemand haben möchten, der ?schwarz? arbeiten soll, denn sonst müsste die ?Festanstellung? über ein Praktikum laufen. Im Internet erscheint das Unternehmen als seriöser Anbieter von Serviceleistungen in der Werbung und glänzt mit angeblichen Referenzen der Hochfinanz, doch schon beim ersten Besuch wurde klar, dass dies alles andere war, als ein seriöses Unternehmen. Ebenso lächerlich waren auch die Vergütungsvorstellungen dieser Herren: Als ?Praktikant? 300 Euro (dafür rund um die Uhr einsetzen, auch am Wochenende ? um zu ?lernen?). Als ?Schwarzarbeiter? hätte man in der ?Agentur für interaktive Medienkommunikation? keine Einkommensgrenzen, aber so wie die Unternehmer aussahen, sollten sie lieber selbst froh sein, den nächsten Monat zu überleben. Höchst dubios!

    Fazit
    Abgesehen von vielen weiteren unseriösen Offerten in der Branche, die nur Blendwerk sind und von wenigen seriösen Offerten, bei denen die Jobs schlecht vergütet werden, gab es kaum ein Lichtblick oder Grund zur Freude. Optionen für eine Karriere? Nur auf dem Papier. Offensichtlich ist die reale Situation vor Ort ganz anders, als viele Hochglanzmagazine, Portale und Ratgeber zur Stellenmarktsituation für ?Kreative? veröffentlichen. Viel zu tun gibt es, keine Frage. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass es sich für Mitarbeiter auszahlt.

    Ich wünsche meinen Kollegen aus dem Gestaltungs- und Produktionswesen spannende Abenteuer, die man bei Bewerbungen stets erleben kann, auch wenn man sich – wie ich – nur aus Jux bewirbt!

    Nett und aufschlussreich ? immer in Bewegung bleiben!

    MfG
    Andreas Lauritz

  37. Oliver

    Find es ja schon eine Sauerrei wenn man nur max. 200 Eur Monatlich im 1. Lehrjahr bekommt, von dem Geld fahr ich z.B. nur zur Arbeit und habe NICHTS davon.
    Sprich, man geht arbeiten um arbeiten gehen zu können, IRRE? Ja wie ich finde schon.
    Im 2. Jahr bekomme ich grad mal knappe 250 Eur, was soll so was??
    Im 3. Jahr etwa 300 Eur. Irgendwie total Banane.
    Und die Vorstände, wie der Leiter der Technik werden immer „fetter“ und „fetter“ weil die sich die fette Gewinnbeteildigung Einheimsen.
    Wenn man dann mal nicht zu einer Betriebsfeier kann, wegen mangelndem Geld, ist direkt die Rede von „Du passt nicht in die Firma“.
    Verständlich? Nein, eher Verständlich das man es sich NICHT leisten kann bei so wenig Geld auch noch Firmeninterne Feiern zu besuchen.
    Von daher schaue ich mich nach einer neuen Stelle um, denn das was der Betrieb hier macht ist lächerlich, man soll sich freuen wenn der Betrieb Gewinn einfährt? Warum bitte das wenn man eh NICHTS davon hat.

    Ich beneide jeden der im 1. Ausbildungsjahr mehr als 300 bzw 400 Eur bekommt.
    Wohlgemerkt meine 200 Eur ist genau das Geld, was ich heraus bekomme. Netto oder Brutto gibt es da nicht sooo direkt, ist ein mindestlohn worauf keine Abgaben mehr kommen können, denn wenn, hätte ich weniger wie 140 Eur und me
    in Konto würde nur noch Rote Zahlen schreiben…Dunkelrote.

    Vorschläge was ich machen kann hat keiner oder?

  38. Arne Jahns

    Also ich denke mal das ich einfach ein wenig Glück hatte. Nach meiner Ausbildung absolvierte ich erstmal den Grundwehrdienst und danach hat es nicht allzulange gedauert bis ich auf meine Bewerbungen auch Zusagen bzw. Einladungen zu Gesprächen bekam. Das ein oder andere war nicht sehr erfreulich denn viele haben schlichtweg meine Fachrichtung Überlesen und wollten mich in den Designbereich stecken, da habe ich dann dankend abgelehnt. Ich kann zwar Gestalten, wenn ich will oder muss, aber der Bringer ist das auch nicht und vorallem ist es nicht das was ich machen möchte und schon garnicht das was ich gelernt hatte. Nach einiger dieser Pleiten bekam ich dann eine Einladung als zu einem Vorstellungsgespräch als Medienoperator Print (und Indigo-Operator).

    Es hat mir alles sehr gut gefallen (tut es immer noch) und als Einstiegsgehalt bekomme ich 1700,- Brutto was wohl so der gute Mittelwert ist – will heißen das ich mich beim Thema Geld nicht beklagen kann. Irgendwann mal, mit mehr Berufserfahrung, sollte es schonmal mehr sein aber man wird ja sehen was die Zukunft bringt.

  39. Hump

    Hallo, bin 41 Jahre alt und seit 12 Jahren in einem Medienunternehmen tätig als Mediengestalter, Sachberater, Sacharbeiter im Kaufmännischen Bereich. Ich überwache den Druck und den Warenausgang. Bin ausgebildeter Siebdrucker und anschließend auf einer freien Akademie für Kunst und Grafik weiterbildungsmässig tätig gewesen. Leider hat es anschließend nicht mit einem Grafikdesignstudium geklappt. Ich war 3 Jahre im Bereich Beschriftung tätig (sprich Folienplott: Schaufensterbeschriftung, Autobeschriftung, Beschilderung etc.). Anschließend folgte eine Weiterbildungsmassnahme als DTP-Assistent. Nach 12 Jahren Tätigkeit als eierlegende Wollmilchsau verdiene ich seit kurzem brutto 1700 EUR. Seit ca. 7 Jahren suche ich einen besseren Job, leider ohne Erfolg. Ich kann nur jedem raten wenn einer im Leben mal ein kleines Bisschen was verdienen will, sich umzuorientieren. Da verdient man als Dachdecker besser…
    Oder man hängt sich gleich ganz auf, falls man das Geld für nen Strick zusammen gespart hat. Viel Spass noch in diesem tollen kreativen Beruf oder wie Mama sagt: Au ja ich würd auch mal so gern kreativ arbeiten…

  40. Lars

    Hallo zusammen,

    ich bin etwas schockiert über die in diesem Forum genannten Zahlen.
    Aber diese korrespondieren eindeutig mit der Problematik, dass sich viele
    auf kleinen Füssen selbständig machen, dann in einer 3Mann Garagen-
    Company zu billigsten Preisen (weil man will ja nur seinen Lebensunterhalt
    verdienen) große Aufträge zu bekommen. Die Betreiber seriöser Unternehmen
    sehen sich dann oft mit diesen Preisen konfrontiert und haben dann je nach
    Auslastung die Wahl friss oder stirb.
    Wenn man dann als Kunde bei den sg. Garagen-Companys nach Backup,
    Archivlösungen oder ähnlichem nachforscht wird die Luft schon oft sehr
    dünn.
    Es ist für die größeren Unternehmen leider nun mal so das Mediengestaltung
    eine reine Dienstleistung ist, bei der man nicht noch ein bisschen an Materialien
    verdienen kann. Also muss ich als Betreiber entweder gute und treue Kunden haben
    oder meine Mitarbeiter knebeln.

    Ich bin übrigens sowohl Kunde als auch Unternehmer und kaufe zum Beispiel
    Zeitaufwendige aber einfache Arbeiten in Thailand ein. Internet machts ja möglich!

  41. Lars

    Ach so sorry ich vergaß, ich sitze in einer süddeutschen Metropole und meine
    MG’s verdienen zwischen 28.000 und 35.000 Euro pro Jahr.

  42. Heinz

    Ich arbeite im Kölner Raum und habe vor 4 Jahren meine Ausbildung beendet. Danach habe ich 2300 brutto bekommen (12 Gehälter/Jahr), jetzt nach 4 Jahren erste Erhöhung auf 2600 brutto. Mache hauptsächlich HTML-Umsetzungen und CMS, aber auch PHP/Datenbanken bei Bedarf. Arbeite in einer kleinen Agentur, hatte aber vor 6 Monaten auch schon ein Angebot für ca. 2800 brutto – dann allerdings in einer 3-Mann-IT/Web-Abteilung eines Mittelständlers (abgelehnt).

  43. Milan

    Ich hoffe, ihr vergesst auch nicht ca. 300 bis 400 Euro monatlich für eure Rente beiseite zulegen.

    Gerade die Leute, die ja (weil der Beruf so voll cool is) sich mit 1200 Euro (brutto) abspeisen lassen, haben bestimmt dafür kein Geld übrig, oder?

    Entschuldigt den scharfen Ton, aber ich finde man sollte gegen solche „Alibi“ Gehälter vorgehen … Was meint Ihr?

  44. Jenny

    Ich bin schockiert wenn ich die ganzen Zahlen hier lese….
    Ich bin seit 8 wochen arbeitslos und fang morgen eine Maßnahme im Bereich Mediengestalter an…Ist zwar nur ein 1,25 Eur Job aber immerhin besser als nur zu hause rumsitzen :-(
    Außerdem wollte ich diesen Berufsweg auch selber einschlagen….
    Ich dachte eigentlich dass das doch ein ziehmlich „erfolgreicher“ Beruf ist weil ja jedes Unternehmen werben MUSS…
    Aber ob ich darauf eine realistische Zukunft aufbauen könnte, bezweifle ich mittlerweile…
    Na ja….Ich guck mir das alles jetzt erstmal an….

  45. Milan

    Hallo Jenny, ich weiss ja nicht ob diese Maßnahme über das Arbeitsamt kommt ….
    Es ist nämlich so, das schon seit ca. 15 Jahren über das Arbeitsamt Leute für den Mediengestalter umgeschult werden. Da interessiert es die Herren und Damen dort nicht, das der Beruf schon überfüllt war. Weil der Beruf eben „hipp“ ist.
    Die Maßnahme wird immer noch angeboten bei uns im Rhein-Main-Gebiet.
    Allerdings bekommt kaum jemand danach einen Job um sich sein Leben zu finanzieren…

    Die Arbeitsgeber haben bei uns die Wahl und nehmen lieber einen „gelernten“ MG. Mit vielen Jahren Berufserfahrung und normalen Gesellenbrief. Und selbst da ist die Konkurrenz groß. Aber naja. Also ich wollte nur sagen, das es schwer ist ein faires Verhältniss von „Entgegenkommen auf Zeit“ und „unzumutbar niedriges Gehalt“ zu bekommen. Man sollte solche Hungerlohn-Angebote ablehnen, da dies zu nichts führt, außer das dann 2 Leute für das Gehalt von EINEM arbeiten…

  46. mo

    heul … schnief, schnief …

    also ich habe 1999 als eine von den fast ersten mediendesignern meine ausbildung begonnen und 2002 erfolgreich abgeschlossen. anfang diesen jahres habe ich zusätzlich noch eine 2-jährige nebenberufliche weiterbildung zum medienfachwirt beendet, ebenso erfolgreich. … doch was nützt mir das? die ganze zeit bin ich in der selben firma angestellt, einer mittelständischen druckerei im osten deutschlands, und lasse mich mit 1100 euro brutto monatlich abspeisen … schön doof, nicht wahr? aber was soll man machen? der job macht spaß.

    andererseits, was habe ich davon? also, wer bietet mir einen job ;-)

  47. Steven

    Also jetz mal ehrlich wenn man mit 2000 € brutto im monat ein glückspilz ist dann ist das doch ganz schön wenig oder? Bei so vielen Überstunden usw. !
    Also ich weiß was mein Vater verdient und es mit sicheit mehr ! Wir sind 5 Personen meine Mutter geht auch noch Arbeiten und reich sind wir keineswegs. Also man muss wirklich aufpassen mit dem Geld. Und wenn ich daran Denke mit 2000€ eine Familie zu ernähren is das nicht gerade viel! Und man is sehr sehr gut dran wenn man so viel verdient!?

  48. Steff

    Also ich frage mich was das für Ausbeuter sind die einem während der Ausbildung nur 200-400 Euro zahlen? Und dann wird man nach 3-Jahre-langer Arbeiterei, Überstunden inklusive, wahrscheinlich noch nicht mal übernommen. Prima.
    Und die Lehrer in der Berufsschule erzählen einem auch noch immer wieder, dass allerhöchstens ein fünftel der Klasse nach der Ausbildung vom Betrieb übernommen wird und der Rest erstmal zum Arbeitsamt rennen darf. Tja – Azubis sind eben billiger, fast so billig wie Praktikanten.
    Jedenfalls, Ich bekomme während der Ausbildung:
    600 im 1.
    700 im 2.
    800 im 3. Lehrjahr
    Brutto, versteht sich.
    Wenn ich mir hier die Einträge so durchlese, bin ich echt heilfroh darum.
    Wenn ich fertig bin werde ich keinen Job für 850 euro netto (oder 1100 brutto) annehmen, da bin ich mir zu schade… wenn die Jobaussichten und vor allem die Gehälter soooo schlecht sind wie man immer wieder hört und überall liest, verdirbt das einem (oder mir) ziemlich die Laune. Aber die Nachfrage bestimmt nunmal das Angebot. Und das ist sehr hoch, fragt sich warum wenn die Aussichten so sch***** sind. Überstunden und Unterbezahlung klingt nicht unbedingt nach Traumjob…
    alles sehr depriemierend irgendwie…

  49. Steff

    Ein lebenlang in ner Einzimmerwohnung, kein Geld für Riester-Rente was ja auch lebenswichtig ist denn mit 65 ist das Leben nicht vorbei!! … und ständig am Existenzminimum leben mit 1100 brutto da kann mir der job noch soviel spass machen.

  50. heinz

    Hallo, zusammen

    es ist doch einfach beschissen, dass dieser Beruf, der eine hohe Sensibilität abverlangt was das Sehen und die Liebe zum Detail angeht, eine echte Leidenschaft und die ständige Bereitschaft sich weiterzubilden voraussetzt — nicht mehr wertgeschätzt wird.
    Das Werbebotschaften zunehmend unverständlicher und austauschbarer werden ist das Ergebnis.
    »Eine Zeit, die das Gedächtnis für die Dinge, die ihr Leben formen, verloren hat, weiß nicht, was sie will«
    Kurt Weidemann Das ist so traurig wie wahr.

  51. Fernando

    1. Lehrjahr: 630,-
    2. Lehrjahr: 640,-
    3. Lehrjahr: 650,-

    Angestellt (seit 2006): 1.730,- (1.120,- netto)
    Ab 2008 (angeblich): 1.830,-

    41,5 Stunden Woche (ohne Überstunden).

    Der Job ist klasse – aber die Vergütung ist in meinen Augen zu wenig.

  52. Oliver

    Ich bin zwar nur Mediengestalter-Azubi,
    schreib dennoch mal was ich im Ausbildungsjahr verdiene.

    1. Jahr hab ich 280 Eur verdient.
    2. Jahr verdiene ich 321,10 Eur
    3. Jahr soll ich etwa 349,10 Eur verdienen.

    Was ich danach verdiene, keine Ahnung.
    Vieleicht zwischen 900 und 1100 Eur.

  53. René

    „etwas“ Off-Topic… hab‘ mich eben ein wenig durch die Postings geschlagen, und fand sie doch recht aufschlussreich. Würde mal sagen, wie wohl in den meisten anderen Branchen auch, dass sich die oberen Zehntausend die Kohle in die Tasche stecken und die kleinen Angestellten nix für ihre Schufterei sehen… Ist bei uns in der Branche sicher kein Einzelfall, aber zum Teil sicher schon sehr überzogen. Bekomme derzeit 2.100 Euro als gelernter Mediengestalter, zuvor Umschulungsmaßnahme Dank Arbeitsamt, obwohl da der Markt schon endlos überlaufen war mit Mediengestaltern, und inzwischen hab‘ ich auch 8 Jahre Berufserfahrung auf‘m Buckel. Bin alleinverantwortlich für sämtlichen „Mist“, den ich verzapfe, da sich die Geschäftsführung innerhalb von 5-Minuten-Phasen auch ihre Ansichten wieder überlegt, mal ist die Typo zu groß, 2 Minuten später zu klein, und dann, nach weiteren 2 Minuten, wieder zu groß… Und siehe da, ich bin doch ein Glückspilz mit meinem Einkommen?!?! Hab‘ ’nen Arbeitsweg von 38 km einfach, kostet auch ’ne Stange Geld alleine zur Arbeit zu kommen, unsere 3 Drucker wissen net, was sie arbeiten sollen und stehen teilweise gelangweilt in der Gegend rum, und, wie branchenüblich, bekommen sie schmale 500 Euro brutto mehr als ich… Bin sicher, dieselben Erfahrungen kennen etliche von Euch auch! Bin hin- und hergerissen, ob ich nun intensiv nach ‚ner anderen Stelle suche, versuche mich selbständig zu machen und dann auch noch das unternehmerische Risiko ohne große Rücklagen auf mich nehme, und so Gefahr laufe, womöglich nie eine Familie ernähren zu können (denke da auch an Mama von der Leyen „Deutschland braucht mehr Familien…!“ bei Ihrem Gehalt, kein Problem!!). Ach und zum Schluss vielleicht noch zu Dir Oliver, ohne Dich entmutigen zu wollen, war heute bei Aldi, und hab‘ da zufällig ‚n Plakat gesehen, warb für ’ne Ausbildung bei Aldi, 1. Lehrjahr, soweit ich mich erinnere, 600 Euro, 2. 750 Euro und im 3. Lehrjahr 950 Euro!! Also das verstehe mal wer will!?!? Schöne heile deutsche Welt!!

    Grüße René

  54. Angie

    1.LJ: 500 Euro
    2.LJ: 520 Euro
    3. LJ: 550 Euro

    -brutto-

    …aber wenn sich was besseres ergibt, dann wird gewechselt ;-)…

  55. Mary

    Wow, also das sind ja alles sehr sehr unterschiedliche Aussagen vom Ausbildungsgahalt…Da Kann ich ja nur hoffen, dass wenn ich nächstes Jahr anfange in einem der „besseren“ Bereiche beschäftigt bin…

  56. eni

    Wirklich „toll“ die derzeitigen Durchschnittsgehälter für MG’s…
    Mein Gehalt liegt derzeit bei 42000 zzgl. Sonntagsarbeit und Auto. Würde gerne den Arbeitsplatz wechseln und habe genug Angebote aber leider nur im Bereich zwischen 28000 und 35ooo. Sorry, aber das geht überhaupt nicht! Da ist wirklich -bei Aldi an der Kasse- eine echte Alternative!

  57. Domi

    Endlich habe ich mal eine anständige Seite gefunden.
    Vielleicht könn ihr mir weiterhelfen. Im Dezember bin ich mit meiner Ausbildung zu Mediengestalterin fertig. Ich darf um ein halbes Jahr verkürzen. Ich hab Fachabi und wärend diesem, ein einjähriges Prakika in einer Werbeagentur gemacht und im Anschluss nochmal ein Jahr in einer anderen Agentur. Demnach hatte ich schon sehr viel Erfahrung als ich hier angefangen habe. Nun werde ich hier übernommen und ich soll mir über mein Gehalt gedanken machen, was ich ja hiermit tue. Wir sind eine sehr kleine agenut, 4 Leute inklusive Chef. Ich hatte eine Gehaltsvorstellung von 1800-2000 euro, was scheinbar schon relativ viel ist.

    Da mir meine beiden Praktikas nicht angerechnet werden dürfen (als Arbeitserfahrung) weiß ich nicht, ob das zu hoch gepokert ist. Allerdings bekomme ich jetzt in meiner Ausbilung schon recht viel Geld, 780 euro brutto.

    Was meint ihr? Danke für eure Antworten!

    Domi

    p.s. ich komme aus nrw… düsseldorf. also eine werbestadt!

  58. Ramona

    Hallo,

    ich bin gerade auf der Suche nach aktuellen Gehältern, da ich mein Studium beendet habe. Als ausgelernte Mediengestalterin verdiente ich 2002 in einer schlecht bezahlenden Firma (weil öffentlicher Dienst) immerhin 2300 EUR/brutto. Für mich war das nach der Ausbildung ein Aufstieg. Jetzt habe ich zusätzlich studiert und werde 36000 Jahreslohn + Urlaubsgeld erwarten. Über ein Praktikum würde ich einsteigen, jedoch nur mit anschließendem Vertrag Und bitte Leute, gebt Euch nicht mit nem Hungerlohn zufrieden. Der Beruf verlangt immer neue Weiterbildungen und das bedeutet viel Eurer Freizeit. Drückt unsere Gehälter nicht auf einen Kassiererlohn. Wir selbst haben es in der Hand. Genauso mit diesen ewigen Praktika.

  59. Paul

    Während der Ausbildung verdiene ich gar nichts, da muss ich sogar noch zahlen… Ich mache eine schulische Ausbildung über 36 Monate hinweg, davon sind 18 Monate Praktikum. Hoffentlich bekomme ich wenigstens da dann ein bisschen was, vielleicht auf Minijob-Basis mit 400 Euro im Monat.

    Und danach… Na, rosig wirds wohl nicht, aber ich hoffe es reicht wenigstens zum Leben und dem Luxus, auch mal ins Kino gehen zu können.

    Mache die Ausbildung in Berlin, fahre täglich knapp anderthalb Stunden dorthin da ich im Berliner Speckgürtel wohne. Aber nicht etwa allein, nein. Bei meinen Eltern, und das wird sich nicht ändern bis ich 23 bin.

    Yippie-Yah-Yeah. Aber ich wills halt unbedingt machen…

  60. Oliver

    @Paul
    Es gibt so was wie Bafög. Das kannst du beantragen.
    Ich erhielt damals zur Ausbildung zum Assistenten des Informatikers knappe 400 eur durch bafög.
    Es sei den deine Eltern haben zu viel Geld, dann kan es haarig werden weil die dann sagen das deine Eltern dich finanzieren dürfen.

    Jetzt in der Ausbildung verdien ich einen Scheiß, geld geht zu mehr als 100% für den Weg drauf und eine Unterstützung erhalte ich vom Staat nicht mehr, da dieser mich mit dem Lohn bereits unterstützt. Ist so ein blödes Ausbidungsplatzbeschafungsprogramm vom Staat. Wohnen tue ich selber mit 23 Jahren noch bei meinen Eltern und so wie ich es sehe werde bzw kann ich erst mit 25 / 26 frühstens ausziehen.

  61. Paul

    Joah, leider verdienen meine Eltern dann doch zu gut… Aber nun auch wieder nicht so gut, als das sie mir problemlos noch ordentlich Taschengeld in den Popo schieben können- was ich aber auch gar nicht will, ich mags einfach nicht mit 20 noch komplett abhängig von ihnen zu sein. Und einen Nebenjob zu kriegen ist verdammt schwer hier in Berlin, vor allem mit drei Stunden Fahrzeit am Tag. Ich mein, ich kann ja bei S. Oliver oder so arbeiten, aber das geht dann von 17 bis 22 Uhr, was bedeuten würde, dass ich um dreiviertel 1 nachts zu Hause bin, nur um am nächsten Morgen um halb Sechs aufstehen zu können. Und das ist mir dann doch etwas zu heftig^^

  62. tami

    oha, interessant was ma hier zu lesen bekommt.
    ich habe meine ausbildung 2003 beendet. danach aber leider erst mal nicht als mg arbeiten können (übersättigung vom markt) letztes jahr habe ich aber doch noch eine stelle in einem mittelständischem betrieb in bayern gefunden. hatte während der probezeit auch einen bruttolohn von 1800 euro brutto. jetzt nach einem jahr und unzähligen langen abenden oder extrem frühen morgen, habe ich einen verdienst von 2300 euro brutto. dachte immer, das wäre noch nicht wirklich ein guter verdienst, da mein chef mir auch immer wieder sagt, das er nicht so viel lohn zahlen könne, da wir ja nur ein kleiner mittelständischer betrieb sind. um so überraschender, das ich ja wohl doch schon zu den besserverdienern gehöre

  63. Shisha

    Hallo,

    ich bin schockiert mit was für Gehälter sich hier mancher zufrieden gibt. Ich habe 1999 eine Umschulung zum MG / Fachrichtung: Medienoperating gemacht. Gleich danach habe ich eine Festanstellung in einer kleinen Agentur (weniger als 10 Mitarbeiter) bekommen. Das Gehalt in den ersten Jahren lag bei ca. 2500-3000 EUR Brutto. Mittlerweile verdiene ich über 4000 EUR Brutto + 13. Monatsgehalt, usw. Die Auftragslage ist überdurchschnittlich gut und die Firma expandiert. Überstunden, oder Arbeiten an Wochenenden kenne ich dennoch nicht. Sicherlich habe ich verdammt viel Glück gehabt, aber wenn ich mich mit den Gehältern die hier gepostet wurden zufrieden geben müsste, dann wäre ich schon längst wieder in meinen Alten Beruf zurückgekehrt, denn davon kann doch keiner leben!?

    Den Beruf Ernst nehmen, sich ständig weiterbilden so lange er noch Spass macht ist sicherlich das A und O. Manchmal gilt jedoch auch folgender Satz: Meistens werden nicht die belohnt die am meisten leisten, sondern die, die sich am besten verkaufen können. Leider!

    Gruss Shisha

  64. Lari

    Hey!

    Also, ich hab mir diese Posts jetzt alle auch einmal durchgelesen, und mir ist es ehrlich gesagt..kalt den Rücken runter gelaufen, ich wusste zwar das ein MG wenig verdient, aber so wenig… Naja es WAR mein großer Traum einmal einer zu werden. Aber wenn ich dann ständig an den Grenzen leben muss..das will ich mir auch nicht antun! Aber erst gestern, war ich an einem Infotag, an einer Medien Schule für Kommunikation Grafiker MGs usw… und da wurde dafür geworben ‚‘mediengestalter ein Beruf mit Zukunft!'‘ Vonwegen..Ich bin z.Z in der 10ten Klasse, Realschule, und weiss nun nicht mehr was ich machen soll..Eigentlich wollte ich es unbedingt…aber jetzt ..naja!
    Danke aufjedenfall.. Jetzt weiss ich wenigstens Bescheid!!

  65. Erwin

    Liege nach 4 Jahren Berufserfahrung plus Ausbildung bei ca. 2.600 – 3.000 brutto mit 12 Gehältern in einer kleinen Agentur.

  66. Milan

    Hallo, sind wir doch mal ehrlich.
    Es gab für Typografen, Schriftsetzer und Mediengestalter genau 2 Todesstöße:

    1. Als jeder beim Mediamarkt einen PC (der ja alles kann *kicher*) mit
    Disney Druckstudio und Pokemon Druckstudio plus Drucker kaufen konnte.
    (Qualität natürlich wurscht)

    2. Das die Arbeitsämter vor ca. 10 Jahren auf die glorreiche Idee kamen, alle
    Floristen, Bäcker, Metzgerfachverkäufer usw. uvm. zu dem Trendberuf Mediengestalter in nur 12 Monaten umzuschulen, obwohl der Markt keine mehr haben wollte.

    Das soll jetzt nicht böse oder negativ klingen, denn ich bezeichne mich gern als Realist und lasse mich gern auch auf andere plausible Meinungen zum diskutieren ein.

    P.S. Ich kenne selbst nette Leute (Ex-Floristin z.B.) bei denen dies so war.

  67. Jochem

    Hallo Leute
    Also, ich habe einmal nachgeschaut: bei mir verdient ein Schriftsetzer (Mediengestalter Print) monatlich 2.950 Euro brutto zuzüglich Weihnachtsgeld (ganzes Monatsgehalt) zuzüglich Urlaubsgeld (ganzes Monatsgehalt) zuzüglich 100,- Euro Benzinkostenzuschuss. Das gleiche erhält natürlich auch der Drucker. Wir sind eine kleine Druckerei (10 Mitarbeiter) auf dem Land (Großraum Köln). Obige Löhne gelten bei zwei Kindern, ca. 10 Jahre Berufserfahrung und abgeschlossene Fachausbildung. Ich bin der Meinung, dass nicht nur ein hervorragendes Arbeitsklima der Motivation dient, sondern natürlich auch das „cash“ auf dem eigenen Konto. Obige Erträge erwirtschaften wir ohne Probleme – warum soll ich dann den Erfolg nicht an meine Mitarbeiter weitergeben? Allerdings verlange ich auch absoluten Einsatz (wenn dann doch einmal Überstunden anstehen sollten – was aber nicht normal ist, denn 40 Wochenstunden Regelarbeitszeit reichen eigentlich), eine hohe Motivierung und eine „liebevolle Hingabe“ für den Job.

  68. Heino

    Verfolge die Diskussion hier schon lange und habe oben auch schonmal mein Gehalt unter einem anderen Namen gepostet. Ich habe mich in den letzten Jahren – learning by doing – weitergebildet und mich spezialisert auf ganz bestimmte Systeme. Damit konnte ich nun schon im zweiten Vorstellungsgespaärch (nach 2 Bewerbungen) punkten und habe wieder einen Vertrag angeboten bekommen. Damals habe ich den ersten zu 32.000 abgelehnt, verdiente damals 28 und die Differenz war mit den weiteren Fahrweg nicht wert. Nun wurden mir knapp 40.000 angeboten, die Fahrtstrecke hält sich in Grenzen und sicherer als in einer Agentur ist dieser Job in der IT eines Industrieunternehmens allemal. Undja, ich habe „nur“ eine Ausbildung als Mediengestalter. Was ich sagen will: Bildet Euch weiter, bleibt wach und guckt Euch um, wenn Ihr interessante Jobs seht, die haargenau auf Euch passen (dank Spezialisierung).

    Wünsche allen viel Erfolg!

  69. Milan

    Hallo, ja Weiterbildung ist schon wichtig, aber man möchte vielleicht ja auch Mediengestalter mit anständigem Gehalt bleiben … alleine weil einem der Beruf zusagt. Sicherlich kann man auch in Richtung IT oder auch Management gehen.
    Allerdings muss es auch möglich sein, mit einem Profil in Mediengestaltungs- oder Medienoperating-Bereichen seinen Lebensunterhalt zu verdienen.
    Da bin ich ein bisschen stur … ;)
    Wobei ich auch Dinge kann, die andere Mediengestalter nicht so gut können und dafür kaum in Illustrator Comics zeichnen kann, da ist natürlich klar, das der Job passen muss. Gerade bei dem weiten Feld als MG.

  70. Milan

    Nachtrag:

    Ich meine, als ich 1990 meine Lehre begann, stand der Schriftsetzer/Typograf an 2. Stelle der Lehrberufe in Sachen Gehalt. (1. war Gerüstbauer)

    Und heute? Oje, was für ein Absturz. Ist schon ein bisschen depri.

  71. Sandra

    Ich hab im Dezember meine Abschlussprüfung geschrieben und hab morgen ein Vorstellungsgespräch. Leider hab ich nicht wirklich eine Ahnung, was ich auf die Frage „Gehaltsvorstellungen“ antworten soll.

    Will eigentlich zwischen 1800 und 2000 Euro. Aber wenn ich das so lese, ist das ziemlich hochgegriffen.

    Was ratet ihr mir?

  72. Ella

    Hi,

    lasst euch nicht verarschen! Ich würde immer das fordern was man auch braucht und wie viel man leistet.

    Ich kann nur sagen, dass ich damals nach meiner Ausbildung ein Vorstellungsgespräch hatte wo ich das Glückspilz-Gehalt (von bastiwelt gepostet) haben wollte. 2200 Euro Brutto habe ich mir ausgedacht. Hätte sehr viel arbeiten müssen. Eigentlich Workaholic-Like (Wochenende usw). Hätte übrigens 4000 Euro brutto kriegen können.

    Aber ich denk einfach mal Weiterbildung bringts und wenn man kein guter MG ist sollte man es lassen. Denn eigentlich sollte es auch so sein, dass sehr gute Arbeit und viel Einsatz gut bezahlt werden sollte und das verlangt auf jeden Fall gute Arbeitsproben – auch als MG. Vor allen Dingen ist es in dem Beruf nicht so, dass man Jahre lang den gleichen Arbeitsplatz hat und immer guckt, dass es einem noch besser gehen könnte…

    Lasst euch nicht verarschen und versucht euch selbst einschätzen zu können…

    Ach ja und meine Azubivergütung war okay. Ich hatte ca. 550 brutto.

    Ellachen

  73. Fido

    OHHH MEIN GOTT! wieso habe ich hier bloß reingeschaut?! Obwohl eigentlich bin ich ziemlich glücklich darüber!

    Also ich wollte auch eine Ausbildung als Mediengestalter anfangen, aber wenn ich das so lese, weiß ich echt nicht ob ich das noch will! Die Arbeit macht mir echt Spaß, aber kann ich damit „überleben“? Nun geht es ja einigen echt gut und anderen weniger!

    Ich bin unentschlossen? Ich weiß nicht weiter! Was empfehlt ihr mir?

    Gruß aus Celle!

  74. Jessica

    hey,

    noch ne spaßige gehaltsfrage: Hab nach meiner Ausbildung 3 Jahre gearbeitet (klassische werbeagentur, alles im printbereich gelernt), zwar in Teilzeit, aber ca. 20 St. die woche. Hab ein Vorstellungsgespräch in ner Inhouse-Agentur, bei nem echt großen Konzern. Ich würd jetzt einfach mal 33-34.000 Brutto verlangen, weil ich davon ausgehe auf 31-30.000 gedrückt zu werden. Sprich ich will 2500 min. brutto zu haben um 1500 Netto zu haben. kann man natürlich nich mit druckerei o. kleiner agentur vergleichen, aber für ne grafikabteilung? was denkt ihr? lg

  75. Steffi

    Hallo Ihr Lieben,
    bin durch Zufall auf die Seite gestoßen.
    Ich verdiene im 1 Lj. 675€, im 2. LJ bekomme ich 730€ und im 3. LJ 780€. Nach der Ausbildung 1200€ Brutto, was ich selbst wenig finde. Ausbildungsvergütung ist ok.

    Greetz Steffi

  76. Milan

    Hi Steffi, ich weiß ja nicht in welchem Bundesland du arbeitest, aber bei Steuerklasse 1 bekommst du ca. 800 Euro raus !

    Also bei uns kostet eine 1 Zimmer Wohnung warm ca. 600 Euro.
    Da kannste noch für 200 Euro Essen, Zahnpasta und Klamotten kaufen.

    Ich müsste dann zur Arbeit laufen … Ein Auto wäre utopisch.
    Tu dir das nicht an unter 1700 Euro Brutto!
    Bekommst du gestaffelt nach Jahren später mehr? Dann wäre das ja grade noch OK …
    Ansonsten kann man ja schon Hartz 4 beantragen, da hast du 375 Euro zum Essen und Trinken. oje …

  77. Karsten Niemann

    Hallo Mediengestalter,

    wir suchen zur Zeit einen erfahren Grafiker/in für den Messebau. Bei uns wird im Bereich Glückspilz und das auch noch 13 X verdient. Man ist die Schnittstelle zwischen 5 CAD-Zeichner und dem Beschriftungatelier. Einerseits müssen die eingehenden Daten für die Produktion vorbereitet werden anderseits kann man seine Kreativität bei der Unterstützung der CAD-Zeichner austoben. Entgegen aller Vorurteile wird bei uns der Job in geregelten Arbeitszeiten erledigt. Wer interesse hat kann sich gerne Bewerben: Stellenangebot MDS Messebau
    Viele Grüße aus der Nordheide

    Karsten Niemann

  78. Steffi

    Hallo Milan,
    wohn in BaWü. Weiß ned wie des nach Jahren aussieht, weiß nur dass des die Mädels verdienen die au dort MG gelernt haben. FInd des irgendwie traurig, weil ich so echt Angst vor der Zukunft habe.

  79. Jessica

    hey leute, also ich hab jetzt nen job. muss zwar weiter weg ziehen, verdiene dafür aber auch 2650 + 13. monatsgehalt.

  80. Mark

    Jetzt muss ich auch mal meinen Senf hier dazugeben..

    Ich liege brutto bei 2.900 Euro, dazu kommen je nach Betriebsergebnis zusätzliche 1 bis 2 Gehälter, also ca. 35-40.000/Jahr. Das Ganze bei einer 38,5h-Woche und 30 Tagen Urlaub . Bin gelernter MG, seit 4 Jahren ausgelernt, 29 Jahre alt und habe mich auf den Onlinebereich, insbesondere HTML/CSS-Umsetzungen und CMS-Implementationen spezialisiert. Vor kurzem habe ich von einer Agentur in die Marketing-Abteilung, Bereich Internet, eines größeren Unternehmens gewechselt und bin dort nun für alle Bereiche der digitalen Unternehmenskommunikation zuständig.

    Dazu habe ich mir in den letzten Jahren fortgeschrittene Kenntnisse in PHP/MySQL angeeignet und bilde mich momentan im Umgang mit Unix weiter. Insbesondere die Spezialisierung und das breite allg. Wissenspektrum haben mir zu meinem aktuellen Job verholfen. Ich kann, vielleicht nicht 100% perfekt und nicht immer sinnvoll aber für die meisten Fälle ausreichend, alles selber machen von der Beratung über Design, Zerschneiden, CMS-Implementation und Zusatztool-Programmierung in PHP bis hin Suchmaschinenoptimierung und Serverwechsel, was verlangt wird. Und das auf einem imho hohen Level.

    Ich glaube nicht, daß man als MG schlecht verdienen muss – die Anforderungen hier sind nur sehr unterschiedlich. Ein Werkzeugmacher, Industriekaufmann oder Fliesenleger hat einen ziemlich klar umrissenes Betätigungsfeld, daß er nach einigen Jahren mehr oder weniger perfekt beherrschen sollte und dementsprechend hier keine hohen Verdienstschwankungen auftreten. Für MGs gibt es so viele versch. Bereiche wie auch der Verdienst schwankt. Generell gilt hier aber wohl auch, daß der technische Teil meist besser bezahlt ist als relativ „einfache“ Tätigkeiten wie Freistellen, Satz und Druckmaschinenbedienung. Diese Sachen muss man lernen und dann kann man das imho bald mit geschlossenen Augen. Auch wird hier kaum übergreifendes Fachwissen benötigt.

    Ich will hier keinem zu Nahe treten, aber die persönliche fachliche (Weiter-)Bildung, auch im sozialen Bereich falls dort Defizite bestehen, ist imho der wichtigste Faktor, wenn es um die Gehaltsfrage geht.

    Gerade kleinere mittelständische Unternehmen versuchen, die Kosten für Werbe- und Internetagenturen niedrig zu halten und viel inhouse zu machen. Hier haben MGs gute Chancen, wenn Sie passendes Spezialwissen (jeder Profi auf einem noch so kleinen Gebiet sollte hier den passenden Deckel suchen und finden) und breites Fachwissen anbieten können.

    Ich muss nicht den SL des Chef der Internetagentur mitfinanzieren, wenn ich meine Arbeit besser bezahlt direkt beim Kunden anbieten kann. Darüber hinaus ist mein Job in einer Agentur üblicherweise eher vom Auftragseingang abhängig, wogegen der Mittelständler bei schlechter Auftragslage imho den hauseigenen MG nicht so schnell entlässt. Hier kommt auch wieder das breite Fachwissen zum Tragen: Spezialisten, die sich in ein relativ komplexes IT-Projekt eingearbeitet haben – evtl. sogar mit aufgebaut haben – entlässt man nicht, wenn es sich vermeiden lässt. Jedenfalls meine Meinung.

  81. Milan

    Zitat: „Ich will hier keinem zu Nahe treten, aber die persönliche fachliche (Weiter-)Bildung, auch im sozialen Bereich falls dort Defizite bestehen, ist imho der wichtigste Faktor, wenn es um die Gehaltsfrage geht.“

    Das sehe ich definitiv nicht so … Ich habe die Erfahrung gemacht, das es wurscht ist, ob du mehr kannst, da du nur deine 38 Stunden Arbeit hast und diese an eine Stellenbeschreibung gebunden ist … Du kannst eben nicht gleichzeitig gestalten, Kundenberatung machen, drucken und vielleicht noch die Webseite gestalten in einer Woche. Bei uns interessiert es niemanden ob ich als Mediengestalter noch den Medienfachwirt gemacht habe.

    Entweder ich arbeite als Mediengestalter oder eben als Medienfachwirt. 2 Gehälter gibt es nicht ;)
    Da kannst du noch so qualifiziert sein. Entweder du übernimmst administrative Aufgaben oder bist in der Produktion. Beides kann und wird nur in die Hose gehen.

    Und noch etwas: Wer alles kann, hat bald kein Profil mehr … d.h. seine Stärken und Schwächen sind bald nicht mehr ersichtlich, da er ja „alles kann“ …

    Wie seht ihr das?

  82. Mark

    Hi Milan,

    genau das meinte ich. Du kannst Deine Fähigkeiten nur ausspielen, wenn Du auch den passenden Job dazu hast. Und wenn da der Topf den passenden Deckel findet und Du eine sehr gute Qualifikation mitbringst, passt es für alle Seiten.

    Es ist tatsächlich so, daß ich fast alle meine Skills bei meinem jetzigen Arbeitgeber einsetzen kann. Ich mache sowohl die Planung, beratschlage das Ganze mit meinem Chef/Vorgesetzten, entwerfe dann in Zusammenarbeit mit einem Freelancer das Design, halte wieder Rücksprache und setze das schliesslich in HTML/CSS/JS um. Dann installiere ich das CMS, passe es an, entwickle Erweiterungen und stelle das ganze Projekt schlussendlich online. Bei einem Serverwechsel und CMS-Updates erstelle ich Datenbankdumps, weiß mit Unix-Befehlen umzugehen und kenne die Bedeutung von A- und MX-Records. Daneben kann ich Statistik-Auswertungen erstellen, Werbeanzeigen administrieren, Videos schneiden, Bildbearbeitung machen, Newsletter versenden und kleine Flash-Intros für spezielle Einsätze erstellen. Weiterentwicklungen der Webseite gehören ebenfalls zu den tägl. Aufgaben. Und das ist genau das, was mein Chef von mir erwartet. Mein Spezialwissen bzgl. eines bestimmten CMS war dafür allerdings die Grundlage.

    So mache ich im Endeffekt doch 2 Jobs – Planung und Produktion. Klar könnte man das Level hier erhöhen, indem man 2-5 versch. Top-Spezialisten bemüht, das Preis/Leistungsverhältnis leidet dann allerdings imho.

    Ich sehe auch nicht, dass mein Profil leidet, weil ich „zu viel“ mache. Eigentlich mache ich etwas sehr spezielles, nämlich seit 2,5 Jahren fast ausschliesslich CMS xy. Alles andere ist das Sahnehäubchen, das einige Hunderter im Monat mehr auf dem Gehaltszettel ausmacht und mir btw die Option in andere Richtungen offenhält.

  83. Milan

    Hallo Mark. Ich gönne es dir auf jeden Fall, das es bei den Online-Medien so zugeht, und du deine Bestimmung eventuell gefunden hast.
    Meine Erfahrungen im Offline-Bereich sehen leider anders aus. :(

    Übrigens habe ich mir gerade einmal ein paar Projekte bei http://www.projektwerk.de angesehen im Print-Bereich. Die einzigen Stellen, die dort noch frei sind (und auch Projekte) sind diejenigen in den das (fast) unmögliche verlangt wird.
    Also: – bitte perfekt in Print-Angelegenheiten (Grafik, Layout, Bildbearbeitung, Technik und Beratung) UND natürlich perfekt in Web-Gestaltung (HTML CSS usw.) sein. Dazu nur unter 30 Jahre alt … später ist man ja nicht mehr kreativ.

    Im Print-Bereich wird das, was du schreibst (verschiedene Arbeiten übernehmen, auch angrenzende Bereiche abdecken) schon lange verlangt ohne eine extra Vergütung. Nein, das Rad wird weitergedreht und man verlangt extra noch den Web-Designer und Programmierer in einer Person.
    Mal ganz ehrlich: Kann man da gute Arbeit erwarten? Geht das?
    Würdest du für dein (hypothetisches) Geschäft von jemanden, der Computer verkauft und als Programmierer tätig ist, gern noch deine Webseite programmiert haben und deine Geschäftsbroschüre anvertrauen um Agentur-Arbeit wie von Jung und Matt zu erwarten? Ich glaube nicht, das man dann noch gut ist, wenn man sich zuuuuu breit fächert, da vieles auch erst die Praxis lehrt. Ich sehe bei mir im Job immer wieder „Fachleute“ die keinerlei Praxiserfahrung haben und meinen, sie haben alles im Griff. Denen fehlt einfach die Zeit um „gut“ zu werden. Der Tag hat leider nur 24 Stunden und die die Medienlandschaft ist ein weites Feld wo jeder seinen Platz finden sollte. Es kann nicht sein, das eine 1 Mann-Firma „alles“ macht und das auf Agentur-Niveau. Das wird in die Hose gehen … Dafür habe ich jeden Tag neue Beispiele bei mir auf dem Tisch, die früher nicht üblich waren.
    Die ganze Sache hat auch mit „Geiz ist Geil“ und mit der Gier und dem Unverständnis vieler Chefs und Manager zu tun.

    Viele Grüsse, Milan

  84. Wolfi

    Hallo liebe MGs.

    Ich finde die Diskussion, die hier gefuehrt wird echt interessant. An alle, die sich ueber ihr Ausbildungsgehalt beklagen: Seid froh, dass Ihr nen Ausbildungsplatz habt und richtet Euren Fokus darauf, ob Ihr etwas lernt.

    Die drei Jahre gehen schnell vorbei und irgendwie kann man sich da schon finanziell durchwurschtln – sei das Gehalt noch so gering.

    Viel wichtiger ist, was Ihr aus der Ausbildung mitnehmen koennt. Die legt ja immerhin den Grundstein zu Eurer weiteren beruflichen Karriere. Wenn Ihr Euch auch waehrend Eurer Ausbildung nebenbei weiterbildet – ich weiss das ist hart bei nem 10 oder mehr Stunden Job – und Euch ein paar Skills draufschafft, die Euch vom Rest unterscheiden, werdet Ihr auch spater keine Probleme haben, den richtigen Job mit dem richtigen Gehalt zu finden.

    Ich verdiene momentan im Glueckspilzbereich (muss aber Sagen, dass die Statistik keinerlei Aussagekraft hat, weil es ja nicht darauf ankommt, welchen Beruf man hat, sondern was man leistet – und die Leistung ist letztendlich das, was Euer Chef an Umsatzzahlen auswertet).

    Das heisst, ich bin auch gut auf der Arbeit eingespannt – und das in vielen Bereichen (Beratung, Konzeption, Administration, Web- und Printdesign). Eigentlich bin ich Printler, habe mich aber nebenbei auch im Nonprint-Bereich weitergebildet (learning by doing) das setzt natuerlich auch ein entsprechendes Interesse voraus. Bei der Firmengroesse des Unternehmens in dem ich im Moment taetig bin, waere das auch gar nicht anders denkbar.

    Letztendlich isses doch sowieso so: Wer viel arbeitet hat eh keine Zeit Geld auszugeben ;)

    Dass der Arbeitsmarkt auch den Gestzen von Angebot und Nachfrage folgt, brauche ich wohl keinem zu erklaeren und daraus ergeben sich auch die grossen Spannen von HartzIV-Gehalt bis hin zu einem anstaendigen Gehalt.

  85. Helena

    WAS? ich bin geschockt.. ich wollte ein studium zur mediendesignerin machen…aber wenn ich das hier lese bin ich mir da nicht so sicher.. wie kann man denn mit 1200 brutto überleben? und das in so einem beruf wo man sich ständig weiterbilden muss.. ich versteh das nicht das ist doch vollkommen ungerecht!!!
    das ist wirklich unglaublich!!!
    :(

  86. Keimzelle

    Genau lass es einfach! Je weniger den Beruf ausueben, desto mehr wird er geschaetzt und die Gehalter steigen wieder.

    Jetzt muss ich echt mal kurz Klartext reden: gerade, weil MG so ein Trendberuf ist, sind doch die Gehaelter im Schnitt eher maessig.

    Das heisst: Wer es wegen dem Geld macht und nicht wirklich mit Enthusiasmus an die Sache rangeht, kann gleich zu Hause bleiben. ;)

    Natuerlich soll sich keiner unter Wert verkaufen – aber manchmal sind sich die Leute nicht bewusst, wie viel Sie Wert sind und manchmal sind sie auch einfach nix wert.

    Also waerd Ihr so lieb und werded nicht MG ;)

  87. Shisha

    Was wäre wenn Architekten wie Webdesigner arbeiten würden…?

  88. Martina

    hallo,

    das hört sich ja nicht so berauschend an.
    Ich hab momentan die wahl zwischen 2 ausbildungsplätzen. Einmal als mg und als offset drucker.
    Aber seit ich das hier gelesen hab, tendiere ich eher zum offset.
    was meint ihr. was hat die besseren chanchen?

  89. Tut nix zur Sache

    Hm, ich bin seit 14 Jahren in dem Job und verdiene als Digitaldruck Abteilungsleiter um die 2800 Brutto. Überstunden werden bezahlt oder freigenommen. Habe aber auch nen Meister gemacht (der mir übrigens bezahlt wure :) ).
    Ich kann damit leben.
    Servus

  90. Milan

    Echt? Als Abteilungsleiter? Als Meister? Sei nicht sauer, aber ich finde das nicht so prickelnd …

    Da gibt es in anderen Berufen weit (!) mehr mit dieser Qualifikation.
    Vergleich doch mal. Aber wenn du zufrieden bist … gut.
    Es ist aber super, das dir der Meister bezahlt wurde. Das finde ich sehr gut.
    Ciao

  91. Tut nix zur Sache

    Nö, so prickelnd ist das nicht, aber nachdem ich nur 50 m in die Arbeit habe und mir der Medienfachwirt (nicht Meister) vom Boss bezahlt wurde (ca 6000 EUR) bin ich noch etwas still. Mit mir ist auch ein Milan in die Fachwirtschule gegangen. Wird aber nicht der gleiche sein ;) München?

  92. Sweet_Pinay

    Hallo,
    ich habe demnächst meine Ausbildung zur Assistentin für Screen-Design abgeschlossen, wollte als Mediengestalter-Azubi weitermachen doch nun hab ich gleich eine Stelle als Mediengestalter in einer kleinen Druckerei bekommen und verdiene die ersten 3 Monate 1600 Euro brutto. Viele sagen es wäre „schlauer“ gewesen eine Aubsildung zu machen, doch es hat sich keiner der Firmen gemeldet bei denen ich mich beworben habe. Nur eine hatte mich zu einem Praktikum „eingeladen“, dass ich aber auch erst Ende Juni machen kann. Da mir das zu riskant ist erst im Juli zu wissen ob sie mich übernehmen, habe ich lieber das Job-Angebot angenommen.

  93. KAMILLA

    Sehr interessant hier…… aber welcher Beruf ist denn so begehrt das, es viele freie Stellen gibt und das sie dann noch gut bezahlt werden??? Die „normalen“ bekommen doch keinen mehr und die studierten bekommen keinen, weil sie überqualifiziert sind, wo soll das noch alles hinführen, es werden schon für Ausbildungen Anforderungen verlangt, da fragt man sich wo man sich denn diese angeeignet haben soll!? Ich dachte immer das man das während der Ausbildung lernt…Am besten man wird schon mit den Fähigkeiten geboren und hat schon vor der Schule Berufserfahrung oder wie? Was ist mit denen die nicht so viel mitbringen können aber dennoch lernbereit sind und was leisten können? Die bleiben auf der Strecke und dann fragen sich alle ohh viele Jugendlche werden ja gewalttätig bla bla und kein Wunder das die Menschen so gestresst sind wenn einer gleich arbeiten für 2 oder 3 machen muss….wenn die Politiker mal was tun würden ausser nur reden und reden und nix tun…..man man….wo sind bloß die guten alten Zeiten…*kopfschüttel* finde das alles zum Verzweifeln…..bin ich jetzt vom Thema abekommen?

  94. Fred

    Hi,

    mache seit knapp einem jahr die ausbildungs als mediengestalter in non print.
    Viele schreiben hier von weiterbildungen, welche weiterbildungen sind denn nach der ausbildung lohnenswert bzw welche bringen einen schnell anch vorne?

    Danke schonmal

  95. Tut nix zur Sache

    Servus Fred,

    ich denke das kommt drauf an in welchen Betrieb du arbeitest. Werbeagentur, klasische Druckerei ect.
    Bei uns haben die Führungskräfte nen Medienfachwirt, Druckermeister, Schriftsetzermeister oder nen Drucktechniker. Ist also alles gemischt.
    Von der Ausbildung her ist ein Drucktechniker nicht zu topen. Ich sag das nicht weil ich einer bin sondern weils so ist. Selber bin ich Medienfachwirt.
    Von der Ausbildung her ist ein Druckermeister IHK gleich wie der Medienfachwirt IHK (war zuminderst vor 2 Jahren so), nur die Titel haben sich unterschieden. Wie´s jetzt, keine Ahnung.

  96. Lars

    Hallo,

    ich darf kurz widersprechen, der Drucktechniker ist noch nicht das höchste!
    Man kann (entsprechende Zugangsberechtigung vorausgesetzt) die Ausbildung mit einem Studium zum BA, MBA oder Dipl. Ing. bzw. Dr. erweitern, wobei hier die persönliche Neigung und das eigene Talent (ganz wichtig) noch zu berücksichtigen ist.

    Rennomierte Schulen sind die HDM in Stuttgart, die HTWK Leipzig, die FH München, die FH Wuppertal und die TU in Chemnitz.

    Viele Grüße,
    Lars

  97. Milan

    Hallo.

    Ja! Es ist eine Alternative, sich weiter zu bilden um ein Gehalt zu kassieren wovon man leben kann …
    Die Frage ist nur, was da falsch läuft, wenn man mit einem hochtechnisierten, sehr anspruchsvollen Job in Deutschland seinen Lebensunterhalt nicht mehr verdienen kann.
    Ich meine, wir reden ja nicht von „Kartoffelschalen im Mülleimer feststampfen“ oder?

    Ach und übrigens, wer macht denn dann den Job des MG`s?
    Tantchen Gertrude aus der Buchhaltung? Wenn die Basis nicht stimmt, kann der Herr Medienfachwirt und Dipl. Ing. ja mal versuchen seine Print-Geschäfte zu erledigen.
    Wird wohl sehr schwer werden, da er sich nicht gleichzeitig weiterbilden und die neuesten Technik- und Gestaltungs-Trends beibringen kann.

    Nicht überall kann man ungelernte Kräfte hinstellen und sagen: Mach du ma …

    Sehe ich bei uns in der Firma jeden Tag, was das bringt.

    Das „Allheilmittel“ Weiterbildung und Fortbildung geistert ja gerade sowieso durch alle politisch angehauchten Medien. Für „minderqualifizierte Verkäufer“ bei einer Schnell-Bäckerei scheint das wohl auch der Weg zu sein. Nur leider kann man dies nicht für alle Berufe sagen, das wäre wohl doch zu einfach.
    Damit beruhigen die Politiker die Massen, indem sie sinngemäß sagen:
    Ich seid doch selbst schuld! Wenn ihr besser leben wollt, macht gleich nach der Lehre den Meister und studiert danach BWL, sofort!

    (Nicht das mal einer nach den Monster-Steuern schaut, neeeeee neeee…)

  98. Heino

    @Milan: Das Zauberwort heißt Globalisierung. Wenn der Inder dank insgesamt niedrigerem Lebensstandard und (relativ) guter Bildung den gleichen Job machen kann wie ein MG in Deutschland, ist klar wohin mittelfristig diese Arbeitsplätze gehen.

    Es reicht leider nicht mehr, einen etwas anspruchsvolleren Job zu erlernen und auszuüben – das macht’s nicht einfach, vor allem weil sich dieser Wandel innerhalb weniger Jahre, maximal Jahrzehnte vollzogen hat. Aber das wird jetzt zu sehr OT hier.

    Vielleicht finden sich noch ein paar MGs, die Gehaltsinfos und Rahmenbedingungen liefern können. Zur Belohnung gibts dann hier auch den Link zur Webworker-Umfrage: http://jendryschik.de/wsdev/umfrage/ergebnisse/

    :-)

  99. Milan

    Hi, nö sorry die Globalisierung greift hier nicht.
    Der Inder wird keine europäischen Drucksachen für die Apotheke nebenan erstellen. In Deutsch!
    Und wenn er hier in Deutschland wohnt, hat er die gleichen Ausgaben wie wir alle. Kann ja nicht jeden abend in seine „Favela“ zurück mit 0 Euro Miete. Wir reden von einer Dienstleistung vor Ort. Und von europäischer Gestaltung.
    So einfach ist das alles nicht … Das wird nur künstlich mitgezogen. Es werden mit dem Stichwort Globalisierung auch Dinge schlecht gemacht, die nix damit zu tun haben.
    Aber gut, ich glaub auch das wird zu sehr OT.

  100. Michi

    Tag Zusammen.
    Bin jetzt mit der Ausbildung fast fertig. Bekam im 1. LJ 400,- b (~320 n), 2. LJ 450,- (~340 n) b, 3. LJ 500 b (~370 n).
    Hab jetzt ein Angebot bekommen 1.400,- b (~1.000 n)… ich bin in einer kleinen Agentur, war in den 3 Jahren voll beschäftigt in print sowohl als non-print, obwohl ich nur ne print Ausbildung mache, man kann sagen ich beherrsche im Bereich non-print ziehmlich viel, HTML/CSS perfekt sowohl als CMS-Systeme wie joomla und Grundkenntnisse in Typo3… Eigentlich wollte ich mir in der Ausbildung noch perfekt PHP mit MySQL beibringen, dazu war aber keine Zeit, eben weil immer Arbeit da war, hier habe ich etwa Grundkenntnisse aber kaum Praxis-Erfahrung, da z.B. die Entwicklung eines Formulars schon zu viel Zeit in Anspruch genommen hat etc. (ist halt viel mehr Aufwand wie eben mal irgendwo was Layouten in einem Grafik-Prog).

    Mir macht der Beruf sehr viel Spass aber für so wenig Gehalt nach der Ausbildung, da vergeht mir wirklich die Lust nach der Ausbildung weiter zu machen. Ich überlege schon ob ich nicht noch ne Ausbildung zum Fachinformatiker bzw. irgendwas mit non-print machen sollte oder lieber BOS und dann studieren?

    Selbständig machen hab ich auch schon überlegt, aber alleine ist mir das zu riskant und passende Leute sind hier schwer, wenn überhaupt zu finden… wenn jemand ausm Raum Bayern mitliest kann sich ja mal melden =)

  101. AJ

    Hallo an alle!

    bin durch Zufall auf die Seite gekommen, weil ich auf der Suche war
    „Wie viel man durchschnittlich als Azubi (Mediengestalter digi u. Print Gestaltung u Technik) verdienen würde“. Vielleicht könntet ihr mir ein bisschen helfen?

    Ich wohne in Bayern,
    Bin 18 jahre alt
    müsste evtl ca 200km von meinem Wohnort wegziehen, also eigene Wohnung mieten.
    1 oder 2-Zimmer-Wohnung/WG-Zimmer/Jugendherberge Unterkunft/ würden im durchschnitt von 200-500 € Miete Monatlich kosten
    (wäre bei Jugendherb… teilweise mit Verpflegung, die jedoch meist extra was kostet ca. 50 € Mntl.)
    Verpflegung in einer eigenen Wohnung rechne ich mit mindestens 200 € Mntl.
    Auzubildendergehalt wäre 500-700€ 1. Lehrjahr (ich gehe davon aus, dass es brutto ist)
    Die Frag, die mir nun shcon seit längerem nicht merh aus dem Kopf geht ist, wäre es mir überhaupt möglich zu „überleben“?

    Habe gelesen, dass es Hilfen wie:
    BAB,
    Wohnungsgeld,
    Einrichtungsgeld,
    Umzugskosten,
    u.s.w gibt

    Nur wie bestimmt einige wissen ist das Arbeitsamt und Co kein Amt, der wirklich helfen will. Die suchen meist nach kleinen „Fehlern“, damit sie ja nichts zahlen müssen, jedoch wäre ich mit sicherheit auf irgendeine Hilfe angewiesen, denn die Kosten sich über dem Gehalt und in den erbermlichsten Verhältnissen will ich nun auch nicht unbedingt leben müssen.

    so hatte ich z B das Problem, dass die im Amt meinten, nur wiel ich mich erst bloß als Mediengestalter beworben habe Bayernweit, würden sie mir kein cent an Hilfe zahlen, weil es ja 400 andere Berufe in meiner Umgebung auch gäbe. Daraufhin hab eich mich dann auch zusetzlich (unfreiwillig in anderen Berufen beworden) und tatsächlich sogar eine Zusage inzwischen bekommen, jedoch nicht in dem Beruf, den ich gerne erlernen wollen würde.
    Wenn die jetzt im Amt erfahren, dass ich nun eigentlich eine Ausbildung hätte, würden sie bestimmt sagen wir unterstütztn dich ganz bestimmt nicht, denn nun hast du ja eine Ausbildung hier in der Nähe also musst nich wegziehen. Aber wo bleibt dann die nach Gesetz rechtliche Freicheit der wahl einer Ausbildung?
    Für mich heißt es, solange ich keine Hilfe vom Saat brauche, darf ich wählen was ich will sobald ich aber Hilfe beantrage muss ich mich für das am nähsten liegende entscheiden egal welcher Beruf das auch wäre, wobei da fällt dann ja die Hilfe eigentlich zum großten Teil weg, da man in seiner Umgebung meistens keine braucht.?!
    Das ist doch Irrsinn, oder?!

    GreeZ AJ

  102. Este

    Hallo AJ und Leser hier im Forum,

    also ich hab auch kein BaföG bekommen, aber Kindergeld monatlich 150 Euro ca., das solltest du auch bis zum 27.ten Lebenjahr (in einer Ausbildung) bekommen und ich denke BaFög bekommst Du auch (wenn deine Eltern nicht zuviel verdienen). Außerdem kann das Arbeitsamt dich nicht dazu zwingen bei deinen Eltern zu bleiben!!!
    Ich musste ebenfalls für meine Ausbildung 300KM weiter wegziehen – oder sagen wir so: Ich habe es gemacht um dass zu lernen, was ich lernen will! Ich habe mein Ausbildungsgehalt geschickt ausgehandelt und gut argumentiert, also ich hab das nicht einfach so in den Popo gepustet bekommen wie manche vielleicht denken können, wenn Sie erfahren was ich verdient habe! Gut, ich muss auch dazu sagen ich hatte eine intelligente und sehr humane Chefin!
    Ich kann Dir nur strikt raten, den Beruf zu machen, der dich interessiert!
    Das was Dich interessiert kannst du auch besser! Und mit ein wenig Übung machst Du es dann auch besser sowie ausdauernder. Eines Tages zahlt sich dein Interesse aus, wie ich es aus einigen Beiträgen herauslesen kann…
    Mich schockiert das alles sehr was ich hier teilweise lese. Von den Anforderungen der Betriebe (Qualifizierung, Arbeitsbedingungen) über die Lebensläufe einiger „Artgenossen“ bis hin zu den Gehältern…
    Es sind einerseits Spezialisten eines Bereiches andererseits dann doch Allrounder gefragt, da weiß man selber nicht, wie oder ob man sich nun weiterbilden soll!!!

    Ich war Auszubildende in einer „reinen“ Werbeagentur in Köln und habe die Ausbildung mit einem Gehalt von monatlich brutto

    1. 700 (05/06)
    2. 750 (06/07)
    3. 800 (07/08)

    „genießen“ dürfen…war somit also eine der Best-Verdienenden der Klasse (glaube ich zumindestens). Daher mein Unverständnis, wie einige MG’s solche „Dumping“ Gehälter akzeptieren, erst Recht nach der Ausbildung, wo man doch schon einen einschlägigen Weg gegangen ist!!!

    Ich werde kein Einstiegsgehalt unter 1800 Euro Brutto akzeptieren, immerhin ist das ein kreativer und vorallem stressiger Beruf, der einem eine große Leidenschaft, viel Konzentration, sowie äußerste Präzision abverlangt. Zumal kommt hier scheinbar bei einigen Agenturen das „Risiko“ unbezahlter Überstunden hinzu!
    Alles gehalt dadrunter lohnt sich meiner Meinung nach nicht liebe Mädels und Jungens. Wenn die Marktsituation für uns Mediengestalter so bleibt (die von Denjenigen verursacht wird, die für so geringes Gehalt tatsächlich schuften, wohlbemerkt schuften (!!!) – nicht kreiren – und ebenfalls verursacht von der Unfähigkeit vieler Arbeitnehmer/Agenturen sich bzw. den Wert eines Werkes gut einem Arbeitgeber/Clienten zu verkaufen) dann braucht man nicht lange mit dem Gedanken zu spielen für 1250 Euro brutto als ungelernte Aldi-“Kraft“ tätig zu werden – ja TEILZEIT wohlbemerkt!!

    Lasst euch also nicht abziehen – Ihr zieht nicht nur euch selbst damit ab! ^·^

    ♀*°~._ Este _.~°*♀

  103. Este

    P.S. AJ zu Dir nochmal: Wenn Du keine Ausbildungsstelle bekommst, dann mach ein Praktikum in deiner Stadt oder Region (lass Dir wenigstens die Fahrtkosten und Essensgeld bezahlen!). Wenn Du nach vier Wochen merkst, dass Du wirklich nichts dort machen kannst, weil du nicht einmal einen Rechner oder Arbeitsplatz zum Üben bekommst und Mitarbeiter bei der kleinsten Frage allergisch reagieren, dann such Dir einen neuen Platz! So kannst Du Dir mit dem Praktikum bereits etwas beibringen und die 12 Monate Wartezeit vergehen schneller!

    ♀*°~._ Este _.~°*♀

  104. Thomas

    Ohman, gebt euch doch nicht mit solchen Gehältern zufrieden! 1800 Brutto? Wer soll von sowas leben? Denkt auch an später! Wollt ihr denn kein Haus haben oder ne Eigentumswohnung? Wenn die Leute geschlossen mehr Geld verlangen, muss vom Markt auch mehr bezahlt werden. Ich habe studiert (nur Bachelor – Medieninformatik), davor ne Ausbildung gemacht, bin 26 und verdiene jetzt bald ca 45t. Davor waren es ca 35t, was mir persönlich viel zu wenig war. Schließlich werde auch ich mal alt und muss Geld zurücklegen können.

  105. JackTR

    mit aktuell 2900,- brutto und ca. 3250,- brutto nach der probezeit dürfte ich mich in nrw wohl nicht beklagen?

  106. iamAR

    welche Firmen zahlen so ein hohes Gehalt nach der Ausbildung?
    Bei uns bekommen Studierte Grafik-Designer grad mal 1800 brutto…

    ich denke 2000 brutto sollten i.O. gehen… bei mir sind es momentan für ne 30 Std. Woche 1400 brutto, aber ich werde auch irgendwann die Firma wechseln, vll. noch 1 Jahr Berufserfahrung sammeln..

    zählen eig. die Jahre der Ausbildung auch als Berufserfahrung?

  107. JackTR

    vieleicht sollte ich dazusagen das ich meine ausbildung 2000 beendet habe und praktisch seid acht jahren in diesem beruf bin. nicht in der gleichen firma, hier erst seit einem monat, dennoch bin ich schon länger dabei. das habe ich natürlich nicht gesehen das hier die frage nach dem gehalt direkt nach der ausbildung war. sorry. ich denke trotzdem das ich ganz gut fahre. in allen anderen firmen hatte ich auch ein sehr viel kleineres gehalt. das ist wirklich von der firma abhängig und vorallem vom durchhaltevermögen. ich habe ein jahr nach einem solchen job gesucht und mich solange freiberuflich über wasser gehalten. habe auch nicht 100 bewerbungen die woche verschickt, sondern nur gezielt ein oder zwei. soviel zu meiner geschichte. ich denke auch das es wichtig ist zu pokern. die arbeitgeber dürften sich sehr bald nach guten mitarbeitern umschauen, denn das was so alles ins ausland geht (und wir reden hier von denen die was können) ist gross. und so wie einer meiner vorredner schon sagte, gebt euch nicht mit weniger zufrieden. wie will man(n) denn mit 1400 brutto eine familie ernähren??? geschweige denn eine grnden. das reicht ja nicht mal für einen selbst. wenn mich ein arbeitgeber darauf ansprach das ich zu viel verlangte, habe ich ihm immer gesagt das meine gehaltsvorstellung sich sogar noch im guten aber dennoch im mittelfeld bewegt. es gibt vom bund eine stelle die solche erhebungen bundesweit macht wieviel wer und warum verdient. da lag ich mit meiner vorstellung im oberen mittelfeld. man muss die schranken etwas höher stecken, wir können uns doch nicht ausnehmen lassen.

  108. Joshua

    Nach 8 Jahren Berufsausbildung und Spezialisierung als „MG“ stelle ich fest, das ich wohl Glück gehabt habe und rechtzeitig den richtigen Arbeitgeber und auch den richtigen Schwerpunkt als EBV-Producer getroffen habe. Bei manchen Threads wird einem ja Angst und Bange wenn man die zu erwartenden Gehälter als MG so sieht und liest…mannomann.

    Es ist sicherlich schwer darüber ein Urteil zu fällen jedoch halte ich ein Einstiegsgehalt von 1600 oder 1800 Brutto für eine gelernte und qualifizierte Fachkraft mit 3 Jahren Ausbildung oder Studium für unverschämt. Dafür muss man sich nicht jahrelang auf niederstem finanziellem Niveau rumquälen um danach jeden Cent umdrehen zu müssen, schon gar nicht nach einigen Jahren Berufserfahrungen….Knüppel aus dem Sack!

    Ich möchte dennoch allen ein wenig Mut machen die sich darüber grämen müssen…glaubt an euch und versteckt euch nicht hinter solchen Aussagen…:“sei froh das Du überhaupt eine Stelle hast oder ähnliches…“! Jeder der bereit ist über seinen Tellerrand zu schauen und flexibel in der Wahl seines Schwerpunktes ist hat auch eine Zukunft in diesem Bereich! S.h. die Zukunft gehört den Spezialisten…Eierlegende Wollmichsäue gibts genug und von denen gilt es sich abzuheben, so meine Einschätzung. Lieber in einer Sache top als bei allem ein bisschen…dann wird das auch was mit der Familie und der Selbstständigkeit.

    Die Zeiten für gute Fachkräfte werden besser…

  109. Robert

    Sehr interessanter Beitrag hier!
    Bin durch Google auf diesen Blog gekommen, weil ich wie andere schon nach Gehältern für MGs gesucht habe.

    Fange gerade mein drittes Lehrjahr an und verdiene sehr wenig (unter 400, Verbundsausbildung). Stört mich jetzt aber nicht so, da dass eh durch BAB usw gedeckt wird. Schließlich kann ich froh sein das ich ne Ausbildung habe.

    Jetzt versucht man mich aber abzuwerben, würde dann das letzte Jahr im neuen Betrieb zuende machen und auch mehr Vergütung kriegen. Dieser Beitrag hat mir jedenfalls Mut gemacht dann auch mehr zu verlangen wenn es später um das Gehalt geht. Ich habe noch Fähigkeiten die viele andere nicht mitbringen (Ich zeichne gut und kann es mittlerweile auch professionell in Illustrator & Co. umsetzen). Ich hab schonmal das Gefühl erleben dürfen wie es ist für 350€/h zu arbeiten und das werde ich meinem Chef auch sagen, dass ich wenigstens 2000€ verdienen möchte. Von nem Kollegen weiß ich das er so um die 1800,- Brutto bekommt und das wäre mir irgendwie zu wenig, wenn auch OK irgendwo.

    Da würde ich dann komplett die Grafikabteilung „sein“. Gibt dann keinen außer mir… und natürlich Html & CSS.

  110. -the oNe-

    hey guys…
    also ich muss zu meinem Entsetzten feststellen, das mein „Traum“ dennoch nicht geplatzt ist…
    Ich besuche gerade die 12.Klasse einer Fachhochschule in Bayern und werde im Juni mein Fachabitur in Sozialwesen abschließen. Nach der Realschule war dies der einzig in Frage kommende-realistische Weg.
    Jetzt sitze ich nun hier vor meinem Schlepptop und frage mich, ob das wirklich der weg für mich ist, den so viele von euch eingeschlagen haben und enttäuscht wurden bzw.sind.
    Ich bin schon mein Leben lang, ein absoluter Kämpfer..bin mit 4 Jahren nach Deutschland gekommen , zweisprachig aufgewachsen, habe zusätzlich noch Englisch und Französisch gelernt,
    stehe nun da , bald mit meinem Fabi-Zeugnis und 3 weiteren Fremdsprachen in der Hand und frage mich ,
    soll ich das wirklich eingehen? Ehrlich gesagt, lässt meine Euphorie das stückweise zu..ich habe einfach zu viel Kreativität..zu viel..Energie und ich hab das gefühl an ideen auszulaufen..aber..
    nach all diesen Berichten, finde ich es nicht wirklich human, mich nach einem Fachabitur mit 200 Euro im Monat zufrieden stellen zu lassen…hätte ich ebenso einen Hauptschulabschluss anstreben können..aber da bist du noch ärmer dran..
    ich frage mich dann, wie sich wohl die aufregen müssten, die studiert haben..OMG
    ich trau mich garnicht auch nur ansatzweise daran zu denken..
    Ich wollte schon immer einen Beruf der viel Kreativität und feine, akkurate Arbeit verlangt. Ich bin nunmal eine..(auch wenn das negativ ist) Perfektionistin..doch ich weiß nun wirlich nicht..ob ich das für so wenig Geld machen würde..ich bin so hin-und hergerissen, das ist der Wahnsinn..
    Eine Frage hätte ich dennoch..
    Stellen sich Fremdsprachenkenntnisse als positiv für einen MG dar oder
    wird darauf nicht arg viel Wert gelegt und solche Kenntnisse werden kaum benötigt?
    Würde mich über jede Antwort freuen.
    Danke im Voraus:)

  111. eNrage

    @ -the oNe-

    Während meines 1 jährigen Praktikums in einer sehr kleinen Werbeagentur ((2 Azubis, 1 Angestellter, 1 Chef, 2 Praktikanten) 0€/Monat hi @ Ausbeutung), benötigte ich ausschließlich Englisch. Ich schätze, dass ist in großen Agenturen in Hamburg, Köln, München o.Ä. jedoch anders.

  112. Grmpfl

    Ich habe nach meiner Ausbildung knapp 2250 € Brutto bekommen und werde jetzt nächsten Monat ( 1 1/4 Jahr nach Ausbildungsende) rund 2850 € bekommen laut cheffe. Bei den Gesprächen werde ich aber auf jeden Fall nochmal verhandeln da mir das noch zu wenig ist und ich Jährlich 38.000 – 40.000 haben möchte, was anhand meiner Leistung das wenigste ist. Mal sehen.

  113. Oli

    also bei manchen beiträgen kann einem ja echt schlecht werden.
    vor allem war ich etwas geschockt über die ausbildungsvergütungen, da ich vor einigen tagen im netz folgendes gefunden habe.

    Ausbildungsvergütungen
    Die Mitarbeiter in der Druck- und Medienindustrie gehören zu den Spitzenverdienern der deutschen Wirtschaft. Die Ausbildungsvergütungen sind in Tarifverträgen festgelegt. Derzeit erhalten Auszubildende die nachfolgenden Vergütungen pro Monat in den aufgeführten Ausbildungsjahren.

    1. Ausbildungsjahr 816,29 Euro/Monat
    2. Ausbildungsjahr 867,42 Euro/Monat
    3. Ausbildungsjahr 918,55 Euro/Monat
    nach 3. Ausbildungsjahr 969,68 Euro/Monat

    quelle : http://www.bvdm-online.de

    … kann mir jemand mal erklären, wie es dann zu solch hohen abweichungen kommen kann?

    beste grüße, oli

  114. Anne

    Also ich bin seit Sommer ausgelernt, hab ne ganz normale Ausbildung von drei Jahren.

    Dann war ich ne Woche in einem Betrieb, die wollten dass ich 3 Monate umsonst arbeite. (deswegen war ich nur ne woche da)

    Und dann nahm mich eine Firma in München. Diese wollten mir aber auch nur eine „Traineestelle“ geben (für was eigentlich), und ich hab nur 1000 € Brutto(!) bekommen.

    Hab keinen Führerschein und muss deswegen 2 Stunden hin und zurück pendeln!

    Nach 6 Wochen konnt ich das echt nicht mehr ertragen und bin fristlos gegangen…

  115. Peter

    Morgen an die Gemeinde hier!

    Nun wollte ich als alter MG’ler auch mal meinen Senf dazu geben. Ich gehöre zu der ersten Geraration von MG’ler und auch damals gab es schon die diese Diskussion ums Geld.

    Vorab sei gesagt, das es sich hierbei um einen Industrie Beruf handelt, also kein Studium oder der Gleichen. MG’ler sind keine Grafiker oder kreative Triebfedern in Agenturen!!! Sondern eher die handwerkliche Umsetzer solcher welcher. Von daher ist es auch ganz einfach herauszufinden, was man verdient. Der Tarif für MG’ler liegt ungefähr bei dem des Druckers, dass heißt, man kann von 15-17 Euro pro Stunde verdienen oder mit einem Gehalt von 2400 – 2800 ca. rechnen. Mir ist auch klar dass diese Summen selten bezahlt werden, aber als Anhaltspunkt kann man sie nehmen. Noch was, lasst euch keine großen Praktika’s oder Trainee’s aufschwatzen, bringt euch nix, es sei den ihr habt einen Vertrag wo darin steht das ihr Übernommen werdet usw. für was habt ihr sonst die Ausbildung gemacht?
    Genauso würde ich Agenturen nicht unbedingt als besten Arbeitsplatz ansehen, die zahlen in der Regel am schlechtesten und verlangen am meisten, gute Erfahrungen konnte ich in Druckvorstufen in Druckerrein machen, da man dort gut verdient und man auch da „kreativ“ sein kann.

    Was auch noch sehr hilfreich ist, wenn man sich ansieht was andere Berufsgruppen verdienen! Kleines Beispiel: Ein Bauhelfer ohne Ausbildung oder besonderen Fähigkeiten, steht ein min. Lohn von 10-12 Euro pro Stunde zu!!!

    Deshalb macht euch einen gefallen, fangt kein Lohndumping an, sonst verdienen wir irgendwann mal nix mehr. Also 1200 Euro ist der Wahnsinn!!

  116. Peter Alex

    Also ich hab meine Ausbildung in einem Nonprint-Betrieb angefangen.
    Der hat aber nach schon 1 Jahr Ausbildungszeit Pleite gemacht und ich hab dann in einen Printbetrieb gewechselt. Der Ausbildungslohn war grottig. Habs auch einfach verdrängt was ich da verdient hab.

    Nach meiner Ausbildung habe ich schnell gemerkt das Agenturarbeit einfach hoffnungslos unterbezahlt ist. Egal in welchem Bereich. Ein dplm. Grafikdesigner verdient in Dortmund in einer Agentur gerade mal 1600 Euro Brutto. Davon kann man ja kaum leben. Ein Mediengestalter bekommt noch weniger.

    Da es viele Studenten und nobodys gibt die teilweise Webseiten und Printprodukte zu Spottpreisen anbieten kann man seinem Chef auch fast nicht böse sein wenn er einem einen Hungerlohn bezahlt.

    Letztlich gibt es nur die Möglichkeit sich Selbstständig zu machen und in einem Fachbereich zu spezialisieren (Bsp. Barrierefreie Webseiten, Mobilfondevelopment, Marketingaktionen, etc.) . Nur wenn man etwas wirklich viel besser kann wie andere, kann man es sich auch dementsprechend bezahlen lassen.

    Aber wenn man es erstmal geschafft hat sich eine Refferenz-Liste aufzubauen fluppt das Geschäft. Sicher ist das nichts für jeden aber in Sachen Kohle steht ihr so am besten da.

    Derzeit liegt mein Jahreseinkkommen bei etwa 65.000 Euro.
    Der Umsatz ist weit höher, das gelingt aber nur weil ich selbst an der Medienproduktion kaum noch beteidigt bin. Ich habe keinen einzigen Mitarbeiter, zum Glück gibt es aber talentierte Mediengestalter die keinen Job finden oder was dazu verdienen wollen.

    Jeder ist seines Glückes Schmied, nur nicht jeder Schmied hat Glück, aber versuchen sollte man es wenigstens.

  117. Marina

    Hat jemand von euch eigentlich Erfahrung, was ein fertiger Dipl. Designer verdient?

  118. David

    Hallo zusammen,

    ich bin mediengestalter non-print,
    in der ausbildung hab ich auch so gut wie ncihts verdient.
    Im ersten Jahr 300, dann 450 und im dritten Jahr 600. Dann hab ich nach der
    Ausbildung die Agentur gewechselt mit einem Einstiegsgehalt von 2200. Jetzt nach einem Jahr bin ich gerade bei 2800 (alles Brutto).
    Ich kann mit gewissheit sagen, dass es sich in unserem Beruf am meisten lohnt sich auf eine Sache wirklich zu spezialisieren. Dann kann man auch irgendwann das
    Geld verlangen das man sich wünscht. Wenn man alles ein bisschen kann und überall hilfe braucht, bekommt der Chef das gefühl, dass man einfach ersetzbar ist und da wird sich dann am Gehalt auch nciht viel tun.

    viele Grüße

  119. Nils

    Oh dear.

    Ich bin als Mediengestalter (print) frisch gekündigt. Betriebsbedingt. Nach 8,5 Jahren. Sehe ich auch ein, die Geschäfte in der Automoboibranche, auf die unsere Agentur fixiert ist, laufen eher schlecht. Mein Brutto in Berlin lag bei 3.300 EUR. Natürlich suche ich nach nem adäquaten Job. Wenn ich aber diese Threads lese, stellen sich mir die Nackenhaare auf.

    Ich hab kaum einen Eintrag gefunden, der orthografisch im grünen Bereich war. Und da beschwert sich die Community, dass (ja, 2 s müssen sein) sie keine wohlbezahlte Weiter- oder Neubeschäftigung findet?

    Ich bin 50. Und kann nicht glauben, dass die mir nachfolgenden Generationen das Deutsch nicht mehr erlernt haben sollten. So dem aber sei, wie hier postuliert, denke ich, dass das wohl seine Richtigkeit hat. Geht weg. Geht zur Schule. Lernt Deutsch. Und der Weitervermittlung sind neue Perspektiven offen.

    OK. Halbsätze mit nem Punkt zu beenden, ist orthografisch auch nicht sauber. Da halte ich es aber mit Erik Spiekermann (kennt den aus seiner Ausbildung überhaupt noch jemand?) und seinem typografischen Roman.

    Und wer die Spiekermannschen Grundätze nicht kennt, mal ein Beispiel:
    Ober- und Unterlängen (der Schrift) dürfen sich niemals berühren – es sei denn, es sieht besser aus :-)

    LG Nils

  120. Pede

    Ich wollte auch mal ein paar zahlen in den Raum werfen:

    mein Gehalt in Nds in nem kleinen Unternehmen als Azubi:

    Lehrjahr 1: 500 EUR
    Lj2: 550EUR
    Lj3: 630EUR

    -Brutto-

    Wir haben das Thema auch mal in der Berufsschulklasse behandelt, dort war es so das die Spanne im ersten Lehrjahr von 400 bis 800 Euro ging(brutto).
    Am meisten verdenen natürlich die Leute in großen Unternehmen welche den Gewerkschaften bzw Arbeitgeberverbänden angehören. Diese bekommen auch deutlich mehr Urlaub und haben weniger Wochenstunden zu leisten.

    Kurzum wenn man den lukrativsten vertrag sucht muss man eindeutig bei den großen Unternehmen ansetzen.

  121. xYzett

    Hallo zusammen!

    Die Diskussion fand ich spannend, aber auch etwas … deprimierend.

    Natürlich stimmt das mit dem „Todesstoß“ – dass der Job inflationär ist, weil jeder heute mit einem Rechner gestalten kann und es einfach zu viele MG gibt. Aber letztlich bestimmt nicht die Moral („das darf nicht sein, dass wir so wenig verdienen“) die Löhne, sondern allein Angebot und Nachfrage. Ist vergleichbar mit den Frisören und Schauspielern: beliebter Job > viele Arbeitskräfte > harte Konkurrenz > niedrige Löhne.

    Aber ich glaube auch, dass die guten Leute einen Job finden, der auch gut bezahlt wird (letzteres allerdings eher nicht in einer Werbeagentur). Wir suchen z.B. gerade einen MG, und das Niveau der Bewerbungen ist wirklich schlecht. Mein Eindruck ist, dass viele auf Autopilot laufen und ihr Hirn nicht benutzen. Wie soll ich z.B. die Qualität von Referenzen beurteilen, wenn ich ein PDF mit Arbeiten in 72 dpi und starken Kompressionsartefakten erhalte? Ich leite die Kommunikationsabteilung eines Ladens mit 3000 Mitarbeitern, glauben die Bewerber, dass ich sowas nicht beurteilen kann? Warum schreibe ich in die Anzeige extra rein: „Hervorragende Deutschkenntnisse in Wort und Schrift erforderlich“, und es melden sich Bewerber, die es schaffen, in einem Anschreiben 5 Fehler unterzubringen? Wenn ich weiß, dass ich da Schwächen habe, lasse ich es von jemandem korrigieren, der es kann (es geht nicht primär um perfekte Rechtschreibung, sondern v.a. um Qualitätsbewusstsein!). Ich schreibe z.B., dass Farbmanagement-Kenntnisse wichtig sind, und die Leute schicken mir Bewerbungen mit übelst farbstichigen, teils unvorteilhaften Portraits von sich. Ich habe mir regelmäßig an die Stirn gehauen und mich gefragt, was die so gelernt haben. Da fehlen oft die einfachsten Grundlagen und ein Verständnis dafür, was Qualität und gute Arbeit auszeichnet (auch bei den Grafik-Designern, übrigens).

    Wenn sich jemand bei uns meldet, der wirklich gut ist, kriegt der sofort seine 2.200 brutto, wenn er exzellent ist, auch 2.400. Bis dahin suche ich und suche und suche …

    Ich kenne übrigens beide Schreibtischseiten gut. Habe 1996 als Quereinsteiger mit DTP-Arbeiten angefangen. Danach Praktikum in einer Werbeagentur, die boten mir ein „großzügiges“ Texter-Trainee-Gehalt von 1000 DM brutto an (zufälligerweise kann ich gut schreiben). Auf die Frage, wovon ich leben soll, sagte der Blutsauger zu mir: „Sie können ja am Wochenende noch DTP-Arbeiten machen!“. Habe dankend verzichtet, und nach 2 Jahren war ich dann der Haustexter des Haupt-Textkunden dieser Agentur. Freiberuflich, allerdings, und ich habe Agenturen seitdem weitgehend gemieden. Habe meine Honorare dann von 20 DM auf 25 und 30 gesteigert, dann war ich bei 80 (dann brachen schon die gierigen Agenturen weg) und schließlich bei 110 DM. Nach EUR-Umstellung dann auf 45 EUR, dann auf 50-60, teils mal auf 70-80, im höchsten Fall auf 120 EUR (Ausnahme). Kann nur bestätigen, dass man unter 50 EUR die h nicht anfangen sollte, da es sonst sehr schwierig wird, gut zu leben.

    Meine Erfahrung ist übrigens, dass die eigene Ausbildung ziemlich gleichgültig ist, wenn man freiberuflich direkt für Endkunden arbeitet. Gute Referenzen und überzeugendes Auftreten vorausgesetzt, nehmen die einem ohne mit der Wimper zu zucken ab, dass man gut schreibt, designt, programmiert, kocht und kürzlich auch noch in der Stratosphäre war. ;-) Ich kann das so locker behaupten, weil ich keinerlei Ausbildung habe. Nein, wirklich gar keine. Aber ich habe mich in Themen wie Farbmanagement mühsam eingearbeitet (und danach einen RIP-Hersteller als Kunden aufgerissen), habe mich ständig weitergebildet und meine Skills verbessert, mein Auge und Stilempfinden geschult und mir exzellente Leute zum Vorbild genommen (naja, es waren eher die besten, die ich finden konnte). Und natürlich gute Geschäftspartner gesucht, die all das können, worin ich nicht gut bin.

    Ist man nicht als Freiberufler tätig, sondern als Angestellter, kommt es auf andere Dinge an. Zum Beispiel, ein eigenständiges Profil zu haben und wirklich die richtigen Fähigkeiten für den Job mitzubringen. Damit komme ich derzeit auf 70.000 EUR brutto. Manche Jobs erfordern Generalisten mit Management-Fähigkeiten (wie mein derzeitiger Job), bei anderen kommt es vor allem auf Zuverlässigkeit und Präzision an (so etwas suchen wir z.B. gerade), andere wieder suchen vor allem Kreativleute und gute Teamplayer.

    Ich finde, dass der berufliche Erfolg und damit der eigene Verdienst vor allem ein Produkt der eigenen Bemühungen ist. Wer seine eigenen Stärken gut kennt (bzw. wenn er keine hat, konsequent welche entwickelt), ist anderen ganz klar überlegen und hat am Markt einfach die besseren Chancen.

    Und natürlich ist Eigeninitiative wichtig. Beispiel: Ihr ruft bei einem Unternehmen an, das keine Werbeabteilung hat, aber regelmäßig wirbt. „Ich möchte als Angestellte/r für Ihre Werbung verantwortlich sein!“. „Wir suchen aber keinen Mediengestalter, weil wir mit Agentur XYZ arbeiten“. „Vielleicht wäre es interessant für Sie zu erfahren, wie Sie dann geschätzt 50.000 EUR im Jahr sparen. Denn wenn ich im Unternehmen bestimmte Arbeiten erledige …“ usw. So etwas kann man ihm dann ausrechnen und auf den Tisch legen, nennt sich ROI-Berechnung. Und das ist jetzt wirklich nur eine Spontan-Idee, es gibt zig solcher Möglichkeiten, sich ins Gespräch zu bringen. Gute Vertriebler verdienen übrigens ein paar hunderttausend brutto, weil sie solche Aktionen ohne mit der Wimper zu zucken bringen. Also weg von der Opfer-Mentalität, hin zur Macher-Mentalität. Euer Konto wird es euch danken!

    Wie ich schon sagte, finde ich´s aber trotzdem deprimierend, wie die MG in der Masse ausgenommen werden. Vor allem hasse ich ja geldgierige Agenturleute, und von denen gibt es richtig viele … :-(
    Also viel Glück euch allen! *wink

  122. Prisma

    So jetzt würde ich mich mal auch gerne in diese Äußerungen einmischen.
    Es kann sehr wohl vorkommen dass manche Auszubildene nur 300€ am Anfang der Ausbildung bekommen, aber seien wir mal ehrlich..die haben dann auch nichts drauf. Die haben sich einfach ein paar Wochen vor der Bewerbung gedacht : „Ach ich werd‘ jetzt einfach mal ein mediengestalter ist ja ganz einfach was zu designen.“
    Die können dann auch nicht gut sein es ist einfach so..
    Ein guter Mediengestalter zeichnet sich durch Engagement aus, denn man muss ja auch für diesen Beruf gut zeichnen können, und sowas muss man von Kind an lernen sowie die professionellen Tänzer.
    Da Ich mir schon immer über diese tatsachen in klarem war arbeitet ich auch schon von Kind an dara allerdings erst unbewusst^^
    denn ich habe immer gezeichnet und nahm die werbung in meiner Umgebung wahr, und dachte dir mir auch schon ein paar Verbesserungsvorschläge aus :D
    Es zahlte sich aus.. den als ich nach meinem Fachabitur in gestaltung eine Ausbildung anfing veridente ich im ersten jahr 2300€
    und mittlerweile bin ich schon fertig und verdiene 3700€ im monat,
    Ich denke damit kann man ganz gut leben ^^
    Was ich den meisten damit auf den Weg geben will ist dass sie diesen Beruf nie unterschätzen sollten es ist ein beruf die viel mit Kunst zu tun hat und man könnte glatt meinen dass meisten Künstler dahinterstecken.
    Werbung ist eigentlich das wichtigste für einen Betrieb , sie sorgt dafür das man mehr Kunden bekommt.
    Also falls sie es werden wohl dann befassen sie sich wirklich mit den angehörigen dingen des berufes (z.B. zeichnen) dann sind sie definitiv auf der sicheren Seite.

    und leider muss ich noch hinzufügen dass der Her sdf nicht ganz unrecht hat,
    ich finde das design auch nicht wirklich sehr prickelnd dieses design hab ich bestimmt schon 100x auf anderen internetseiten gesehen ;)
    und das foto passt ja mal gar nicht zu dem roten muster ^^

    so das war es jetzt erstmal von mir
    Liebe grüße
    PRISMA

  123. Mark

    Ich möchte hier einmal allen Mediengestaltern etwas Mut machen:

    Ich habe bereits früher hier geschrieben und mich als Online-MG (damals ca. 28.000 Euro im Jahr 2005) mit Spezialisierung im Bereich CMS vorgestellt. Mein Verdienst stieg dann aufgrund der Spezialisierung im Jahr 2008 im Alter von 29 Jahren und 7 Jahren Berufserfahrung inkl. Ausbildung auf ca. 35-40000 Euro. Ich habe mich nun weiter spezialisiert – und baue dabei auf meinen Vorkenntnissen in Sachen PHP/HTML/CMS auf – und bin nun im Jahr 2010 bei ca. 48.000 Euro angelangt. Wenn ich einen guten (!!) Job mache, kann ich in 2-3 Jahren viell. weitere 20-30% oben drauf legen.

    Was ich sagen will: Mit Einsatz und Lernwille Trends erkennen und Fachwissen erwerben hilft beim Gehalt ungemein weiter. Ich hätte keinen der letzten 3 Jobs bekommen, wenn ich mich nicht persönlich (und hauptsächlich in meiner Freizeit) um entsprechende Qualifikationen gekümmert hätte. Den aktuellen Job konnte ich sogar ausschließlich nur durch meine Aktivitäten im privaten Bereich erhalten. Das Interesse für das Thema muß wohl da sein, sonst macht man sowas nicht in der Freizeit. Aber auch den Satz habe ich schon oft gehört: „Mach, was Dir Spaß macht, mach es gut und das Geld kommt von ganz alleine.“ – Ich persönlich kann es nur unterschreiben.

    Es gibt imho genug Firmen, die für einen der Top x-Hundert Leute eines eng begrenzten Bereichs in Deutschland ein entsprechend hohes Gehalt zahlen – diese Unternehmen wollen qualifizierte und engagierte Top-Leute. Wenn ich das Grundwissen der Branche habe und mich mit einer Spezialisierung von den anderen abheben kann -> Top!

    Mal ein paar Beispiele:

    HTML/CCS-Progger -> Spez. auf mobile Endgeräte
    CMS-Admin: Profi in Sachen Plugin-Entwicklung
    PHP/MySQL: Umgang mit verdammt großen Datenbanken

    Es gibt fast endlos weitere Spezialisierungen – man muß nur schauen, daß man nicht in Sackgassen rennt (z.B: CMS läuft aus / ist nur eine Mini-Nische). Das Grundwissen muß weiter genutzt und verbessert werden – noch wichtiger aber ist imho die Spezialisierung.

  124. d aus s

    also ich bin jetzt im mai 2010 fertig mit meiner ausbildung.. vertrag hab ich schon unterschrieben mit 1800€ brutto dh. 1220 netto + 250euro tank = 1470 raus.

    ich denke damit kann man am anfang leben..

  125. Marcel

    Also ich finde, das ist alles zu wenig Geld…Ich finde, Mediengestalter arbeiten härter, und viel intensiver als z.B ein Finanzberater. Dieser bekommt unsummen an Geld, und Mediengestalter so wenig…ich finde die Arbeit wird weder Geschätzt, noch irgendwie ernst genommen….2000 Euro, sind meiner Meinung nach viel zu wenig. Nettobetrag wäre super, aber 2000 Brutto…da hat man 700 Euro abzüge…was isn das?! Ich finds ungerecht. Punkt

  126. Werbeagentur Hamburg

    … was verdienen denn zur Zeit bei euch die Mediengestalter (in Ausbildung) im ersten Lehrjahr?

    Bei uns bekommen die Mediengestalter im 1. Lehrjahr 490 Euro/brutto, dass entspricht genau dem Betrag, den die Handelskammer Hamburg empfiehlt.

  127. dicker Zwerg

    Hallo zusammen,

    ich meine…WoW, ich habe nicht aufhören können zu lesen, bis ich diesen beitrag komplett durchgelesen hatte. Er schockiert auf der einen Seite, beinhaltet aber auch viele Hinweise, wie man seine berufliche Karriere erfolgreicher gestaltet, denke ich.

    Ich selbst bin nicht betroffen, aber meine bessere Hälfte schlägt gerade diesen Weg ein.

    Mich würde auf jeden Fall interessieren, ob sich der Markt in den letzten Jahren verändert hat? Es liegt ja immerhin ein Zeitraum von knapp 3 Jahren zwischen dem Beginn des Beitrages und dem letzten Post.

    @ Werbeagentur HH: Ich meine mich zu erinnern, dass auch meine bessere Hälfte was von 490,- Brutto erwähnt hat. Was käme da netto bei rum?

  128. Maren Mischke

    Ich muss sagen, das ist natürlich sehr subjektiv, aber ich würde sagen, der Markt hat sich innerhalb der letzten Jahre nicht sonderlich geändert.

  129. Und ein Anderer schrieb am

    Ein „Hallo“ an meine lieben Mit-Mediengestalter und auch an die, die es noch werden möchten,

    als erstes muss ich wohl die Frage dieses Blogs beantworten. Was verdient ein Mediengestalter? In meiner Ausbildung in Köln wurde ich nach Tarif bezahlt. Ist schon eine Weile her, aber das müsste ca. so gewesen sein: Bruttoverdienst: 1. Jahr = 800 Euro; 2. Jahr = 850 Euro; 3. Jahr = 900 Euro.

    Leider musste ich in der Berufsschule auch feststellen, dass dies eher eine Ausnahme war. Die meisten wurden nicht nach Tarif bezahlt und passten schon eher in die „Hungerlohn“-Kategorie. Denn unter 500 Brutto oder weniger war keine Seltenheit …

    Mittlerweile bin ich 4 Jahre dabei und arbeite in einer kleinen Werbeagentur. Einstiegsgehalt war 1.900 Euro brutto. 20 Tage Urlaub, keine Überstundenbezahlung, obwohl eine Woche schon mal locker 60 Arbeitsstunden übersteigen kann und kein Weihnachtsgeld. Also 22.800 Euro Jahresbrutto.

    Immerhin gibts jedes Jahr 100 Euro Brutto mehr. Heute verdiene ich nach einer Gehaltsneuverhandlung am Anfang meiner Beschäftigung und dem jährlich steigenden Brutto 2.500 Euro brutto =1.621 Euro netto. Also 30.000 Euro Jahresbrutto und nächstes Jahr sind es dann wieder 1.200 Euro Jahresbrutto mehr.. usw usw usw. Wenn ich also noch 809 Jahre arbeite hab ich dann mein Jahresbrutto von über ner Millionen sicher :)

    So, die Frage hätte ich somit mehr als ausreichen beantwortet denke ich :)

    Würde ich die Entscheidung Mediengestalter zu werden noch einmal treffen wenn ich könnte? Ganz ehrlich? Nein. Der effektive Verdienst ist zumindest in dieser Firma, aber auch generell beim Mediengestalter, für den zeitlichen und seelischen Aufwand zu gering. WENN man Angestellter ist! Gewitzte und engagierte Mediengestalter können natürlich in die Selbstständigkeit wechsel und dort den Topf unterm Regenbogen suchen. Die werden sich wahrscheinlich, trotz der Vielen die scheitern, eher eine goldene Nase verdienen als ein normaler Angestellter.

    Früher dachte ich immer „Hey … hauptsache ich gehe täglich gerne zur Arbeit, habe mein Hobby zum Beruf und hab Spass dabei“ … Heute, ein paar Jahre später denke ich darüber etwas anders. Zwar macht mir mein Beruf die meißte Zeit spass, aber was hab ich davon wenn ich nach Hause gehe? Richtig, nicht viel. Oder kann ich zum Autohändler gehen und sagen „Och, den da hätt ich gern“ … Natürlich mein Herr, wie wollen Sie den bezahlen? Bar, Leasing oder per Kredit?“ .. Mit SPASS mein Freund, denn davon hab ich auf der Arbeit genug!“ :) … Klingt lustig, ist es aber eigentlich nicht wirklich oder? :)

    Ein paar Zeilen an all die Mediengestalter, die es noch werden möchten. Ja genau du da vorm Rechner! :) Mach dir bewusst was du willst. Wenn du reich werden willst ohne dich selbstständig zu machen und den großteil der Tageszeit in die Arbeit zu stecken, dann wieder ab auf die Schule und studieren.

    Wenn du meinst „Och, ich mache einen Job, weil ich eh eine Ausbildung machen muss und mich eh mit dem PC auskenne, weil ich mal mit Photoshop rumgespielt habe und auch schon mit „Dreamweaver“ eine Seite gebaut hab“, dann solltest du das nochmal ernsthaft überdenken. Ist zumindest meine Einstellung. Wenn man was macht, sollte es auch Top sein und immer das Streben nach „Mehr“ vorhanden sein. Ein Beispiel, da wir aktuell die Fußball WM 2010 haben. Was macht bei einem Sport am meißten Spass wenn man ihm richtig nachgeht und voll dabei ist? Das Gewinnen an sich oder? So ists auch beim Mediengestalter. Dort „spielt“ man auch mehr als selten gegen andere Mediengestalter (ob intern oder von anderen Agenturen) um sich den heißbegehrten Job zu angeln. Wenn man voll dabei ist und gewinnt, ist man froh, wenn man verliert, war die Arbeit für die Katz. Das muss man auch aushalten, kommt sicher bei jedem mal vor, denke ich zumindest :) Einen gewissen Grad von Perfektionismus solltest du ebenfalls mitbringen, um nicht lieblos irgendetwas zusammen zu klatschen, das du dir selbst nie angucken würdest.

    Wenn du also wirklich an diesem Beruf interessiert bist, dann „go for it!“. Denn dann sollte es für dich ja eh eine Selbstverständlich keit sein, sich auch nach dem Arbeitstag noch vor den Rechner zu klemmen und im Internet auf diversen Seiten nach Neuerungen, Tutorials usw. zu suchen und diese solange zu bearbeiten bis man sie verstanden, verinnerlicht und im täglichen Arbeitsleben nützlich einbringen kann. Man muss nach Möglichkeit immer auf dem Stand des „HEUTE“ (oder sogar MORGEN sein) und nicht mit der Technik oder dem Know-How von gestern arbeiten. Denn dort draußen gibt es eine schier unendliche Zahl an Agenturen die deinen Job besser oder besser und günstiger machen könnten. Und daran hängt dann auch irgendwann dein Job.

    Fazit: Reich wird man hier im Normalfall nicht! Wenn man allerdings seinen Job wirklich kann und auch den nötigen Biss für die Selbstständigkeit hat, dann kann man schon etwas erreichen.

    So, ich hoffe das hat einen kleinen oder eher etwas längeren Einblick zu meiner Einstellung gegeben und konnte vielleicht dem ein oder anderen etwas helfen. :)

    Bye bye und frohes Schaffen! ;)

  130. testr

    ich bin jetzt im 2ten Lehrjahr und verdiene 420€

  131. Gorthuz

    Moin, moin!

    Ich komm‘ aus Hagen (NRW) und bin gerade im 3. Ausbildungsjahr zum Mediengestalter Digital & Print.
    Verdienen tu‘ ich 485 € Brutto. Nach allen Abzügen/Ausgaben stehen mir ca. 220 € im Monat zur Verfügung…^^
    Habe bereits vom Druckerei-Chef eine Festanstellung nach Abschluss der Ausbildung in Aussicht gestellt bekommen. Bin mal gespannt, was mir dann an Gehalt angeboten wird… ;)

    Frohes Schaffen!

  132. martin

    hi guys,

    also ich hab mir in der letzten halben stunde viele beiträge von euch gelesen und muss sagen , dass ich ziemlich skeptisch geworden bin . ich hab in diesem sommer mein fachabi gemacht und möchte kommunikationsdesign studieren. mach zudem einen malkurs bei einem dipl. designer damit er mir auch an meiner mappe hilft.

    nun zu meiner frage: würde es sich sich denn überhaupt nicht lohnen wenn ich ein studium in dieser richtung einschlagen würde? verdient man als dipl. designer nicht mehr als ein „einfacher“ mediengestalter? natürlich sollte der spaß an einem beruf nicht zu kurz kommen, aber schließlich will ich auch mal was vom leben haben oder? würde mich für jede antwort freuen. danke im voraus

  133. Daniel Eckell

    Ich habe mir jetzt fast den kIch habe mir jetzt fast den ganzen Blog durchgelesen und wenn es ok wäre würde ich gerne mal eure Meinung zu meiner Situation hören.
    Ich bin ungelernt und suche eine Ausbildung als Mediengestalter in 3-4 Verschiedenen Richtungen und würde gerne wissen welche Richtung mich wahrscheinlich in die richtige Richtung lenkt.
    Ich spiele mit mehreren Gedanken in verschiedene Richtungen mich selbst zu führen.

    - Mediengestalter in digital und Print Gestaltung u. Technik
    - Mediengestalter in Bild und ton
    - Gestaltungstechnischer Assistent
    Zum ersten Bereich ich Arbeite eigenständig seit ca. 2-3 Jahren in diesem Bereich, ich habe eigene Projekte geplant und umgesetzt habe mich in verschiedenen Bereichen schon gebildet (Vorkenntnisse geschaffen).
    Beispielsweise:
    Fotobearbeitung (Licht, Maskieren, Background Gestaltung und Bearbeitung nach Wunsch.)
    Print (Gestaltung von Flyern, Heften, Visitenkarten, und anderen Kleineren dingen.)
    Web (Gestaltung von Layouts, Buttons & Icons, so wie Dinge wie Signaturen usw.)
    Eine CD mit eigenen Projekten habe ich Ihnen beigelegt, so dass sie sich selbst ein Bild meiner Fähigkeiten machen können.

    In den Bereich der Bild und Ton Geschichte habe ich keine Vorkenntnisse soweit außer eben in Photoshop
    Illustrator
    In design
    Darauf will ich aber weiter hinarbeiten.
    Problem was mir immer wieder in die Quere kommt ist mein Abschluss.
    Erweiterte Berufsbildungsreife (Hauptschulabschluss) ich würde nun gerne wissen auf welche Weise ihr denkt und wie ich Erfolg haben kann.
    - Denn weg der Bewerbung Stur bis es denn mal klappt oder ob ich meinen Realschulabschluss nachmachen soll und dann Gestaltungstechnischer Assistent dann ausüben soll?
    Thx wäre schön wenn ihr mir bei dem Problem helfen könntet.
    MFG
    ompletten

  134. Ina

    @ Daniel,

    dein Beitrag ist schon etwas her, aber wie folgt schauts aus:
    Der Mediengestalter ist eigentlich ein Realschulabschlussberuf, aber ich musste selbst feststellen, das die meisten Agenturen natürlich nur das beste vom besten haben wollen – und sich deswegen nach Fach- oder Abiturienten umsehen. Mit einem Hauptschulabschluss würde ich an deiner Stelle entweder den Gestaltungstechnischen Assistenten wählen oder an einem OSZ den Realschulabschluss nachholen oder aber, die Möglichkeit besteht auch (zumindestens in Berlin) an einem BBW die Ausbildung zum MG zu machen, allerdings schlecht bezahlt und eine harte Sache.

    Ich selbst bin im 2. Lehrjahr als Mediengestalterin für Digital- und Printmedien.

  135. Daniel

    Danke ich schaue derzeit weiter nach einer Lehrstelle aber ich werde deine Rahtschläge berücksichte. jetzt bin ich zumindest weiter als vorher ^^

  136. Larisa

    Hallo hier auf diesem Forum :) Ich möchte gerne für meine Freundin erkundigen…Was könnte ein Mediengestalter als Art Direktor eines kleinen Verlags für Fachzeitschriften im Durchschnitt verdienen? also im Rhein-Main-Gebiet… Könnte mir hier jemand eine Info-Orientierung geben? Danke im Voraus!

    Grüß Larisa

  137. Larisa

    Ach so was noch wichtig ist zu wissen, der Art-Direktor mit 15 Jahre Erfarungen… Kein Frischgebackener, sondern ein wirklich Guter, Erfahrener…

    Larisa

  138. michi

    Hi,
    also ich muss sagen dass die zahlen die ihr nennt wirklich erschreckend sind. hier mal meine gehälter:
    ausbildung: Lehrjahre: 1. 650, 2. 750, 3. 890 Euro. jetziges gehalt 1700 euro netto!

  139. Jacko

    Ehrlich..wenn ich lese das manche unter 300 euro im ersten Jahr bei so einem Beruf verdienen…wieso macht ihr sowas? Ich mein gut, die arbeit mag zwar spaß machen..aber die ganzen Überstunden versauen MIR PERSÖNLICH meine ganze freizeit und da hätte ich doch gerne an eurer stelle mehr verdienen wollen..

    Also hier meine Vergütung was ich ganz akzeptabel finde (brutto) :

    1. 680
    2. 730
    3. 790

    bin im ersten Jahr..
    Habe von kollegen erfahren dass ich als fest-eingestellter am anfang etwa 1500 brutto verdienen werde..was ich okay finde..
    klar kommt es aber drauf an wie man sich verkauft, dass man sich traut das maul aufzumachen und mehr verlangt..

    die meisten sagen nix und meckern nur rum dass sie so wenig bekommen…
    dabei sollte man nicht meckern sondern etwas dagegen tun!

  140. Jens

    heyho,

    ich studiere gerade an ner FH und werde das studium nächstes semester schmeissen. noten sind gut, arbeiten auch, aber ich tu mir das einfach nicht an. ich hab den spaß durch die unzähligen horrorgeschichten verloren. werde mich jetzt für andere FHs im bereich wirtschaft bewerben. spaß machen kann das auch…irgendwie :D

    die moral: findet einen neuen beruf, solang ihr noch könnt!

    greets.

  141. Dusty

    Hallo Leute,

    es tut schon weh, aber wer glaubt, mit seinem Beruf als Mediengestalter irgendwann gutes Geld zu verdienen irrt. Die Medien-/Werbebranche sucht immer nach billigen Neulingen um sie eine Zeit lang auszubeuten. Die Gehälter sind so gering, dass es sich vor allem Frauen bieten lassen, für so viel Zeiteinsatz so wenig zuverdienen. Das Gehalt steigt nicht weiter und friert irgendwann im unteren Niveau ein, egal wie lange man schon arbeitet und Berufserfahrung hat…Karriere ist da nicht zu machen.

    Prignose: sucht euch eine Ausbildung / Arbeitsplatz von dem ihr auch in Zukunft leben könnt!

    Ciau

  142. Mikey

    Haha einfach nur gut :D

    ich hab mir hier jetzt mal so haufen zeugs druchgelesen und es ist echt sau interessant was manche leute für einstellungen haben ;)

    die zwei größten probleme denke ich sind:

    1: Zu viele leute aber zu wenig wirklich gute
    2: Die meisten sind viel eingebildet oder arrogant und das nur weil sie mal sonst was fürn projekt hatten und glauben sie seien damit ein wichtiger mensch geworden :D

    ich find das ganze nur lächerlich mach deine arbeit gut dann wird dein chef auch checken was er an dir hat anonsten such dir was neues das leben ist nunmal kein ponyhof……..

    zum anderen ich arbeite jetzt knapp einen monat im anschluss meiner ausbildung im selben betrieb sprich ich wurde übernommen und bekommen 1950€ brutto natürlich mir wurde von führungseben garantiert wenn meine leistung stimmt das mein gehalt sich alle 2 jahre erhöhen würde ;)

    unterschreibt keinen scheiss und überlegt euch was ihr haben wollt und was ihr dafür leisten könnt

  143. Daniel

    So also ich sag jetzt hier auch nochmal was zu.

    Wer mediengestalter Lernt um damit ein haufen geld zu machen wird um das Studium danach nicht hinkommen.

    Dadurch trennt sich dann der Spreu vom Weitzen. Diese Scene ist nunmal sehr Beliebt, vor allem Heutzutage. Ich sehe es immer wieder das mir die Abiturleute eine Stelle wegnehmen, wenn man sie dann Fragt womit arbeitest du schon so.

    dann kommt zu 99% Paint oder noch nie da gearbeitet.

    Das ist dann Depremierent weil sie in diesem Beruf weder erfolg haben werden noch Spass an der Sache.

    Dadurch kommt das vorurteil was auch viele sagen das es viele Gibt aber nur wenig gute in diesem beruf.
    WAS DADUCH JA AUCH STIMMT. Die Firmen wollen das beste vom Besten = das erhalten von 100000 Firmen, EINE das wars dann auch XD

  144. Milan

    Hallo, Nils!
    Man merkt dir deutlich an, das du mittlerweile über 50 bist.
    Weisst du was ein „Blog“ ist? Das es verschiedene Medien gibt, mit verschiedenen Ansprüchen?
    Du hast hier keine Bewerbung oder deine Diplom-Arbeit geschrieben sondern in einen…. genau… BLOG.
    Also: nicht so aufregen… es geht hier mehr um den Inhalt…
    ;)

  145. Ute

    Hallo,

    ist wirklich erstaunlich wie lange sich dieser Blog schon hält und natürlich sehr interessant darin zu schmökern.
    Ich habe meine Ausbildung 1993 als Schriftsetzerin begonnen und habe einen Abschluss als Typografin gemacht. Ich arbeitete in einer großen Druckerei im Südbadischen Raum und habe gemäß der IHK im 3. Lehrjahr 1.098 DM erhalten. Danach bin ich als Berufseinsteiger in eine kleine Repro gewechselt und habe mich von einem Anfangsgehalt von 20 DM auf 28 DM hochgearbeitet. Gute Leistungen gebracht und eigenverantwortlich gearbeitet. Ich habe nie eine L0hnerhöhung gefordert, das kam immer von meinem Chef, der wohl sehr mit mir zufrieden war.
    Danach bin ich in Erziehungsurlaub und habe mittlerweile 3 Kinder. Meine Nachfolgerin hat hoch gepokert und gleich 35 DM verlangt, konnte aber meine Leistung nicht erfüllen und wurde gekündigt. Dazwischen habe ich immer auf 400 Euro-Basis gearbeitet um nicht „raus“ zu kommen.
    Jetzt sind die Kinder alle in der Schule und ich wollte wieder etwas mehr arbeiten und mich deshalb mal wegen der gängigen Stundenlöhne erkundigen.
    Bisher waren alle meine Arbeitgeber mit mir als Angestellten sehr zufrieden und ich musste nie in Gehaltsverhandlungen treten. Ich möchte nach Leistung bezahlt werden, ist denn das zuviel verlangt? Ich werde nun versuchen zwischen 15 – 20 Euro pro Stunde zu bekommen, allerdings muss mir der Job auch Spass machen, sonst bleib ich lieber die „Aushilfe“ und kümmere mich weiterhin um meine Kinder.

  146. klehnerstepke

    Hallo an alle etwas verunsicherten Mediengestalter(innen),

    ich wage ebenfalls den Schritt in die Ausbildung zum Mediengestalter für Digital und Printmedien, ab Ende August diesen Jahres. Der Zasterzuständige ist in meinem Fall das legendäre Jobcenter!

    Die Sorgen die sich hier viele machen oder gemacht haben, werde ich mir momentan nicht aufbürden, da ich mich sonst kaum auf meine Ausbildung konzentrieren könnte.

    Ich bin der Meinung, dass man in diesem Beruf ein sogenannter, auf Neudeutsch „Crack“ sein muss! Diesen und auch die meisten anderen Berufe aus dieser Branche sollte man besser meiden oder gar vergessen, wenn man nicht wirklich das Zeug dazu hat, bzw. mitbringt. Kreative Berufe muss man leben können. Der Beruf „Koch“ ist ein Paradebeispiel dafür. Beschissene (sorry!) Gehälter, aber viele opfern all ihre Zeit für diesen Beruf, weil sie so verrückt sind, dass sie ihn leben und lieben. Das geht doch mit dem Gehaltsrechner sowieso nie gut! Schon gar nicht in der heutigen Zeit von Preisdumping aus dem Ausland. Ich bekomme fast täglich Post aus Indien und Co.

    Ich liebe es mit Medien aller Art zu arbeiten. Egal ob visuelle Medien (Bild oder Film), oder gar audio Medien, wie z. B. Sounddesign oder gar Komposition von Musik. Ich könnte gar nichts anderes machen. Das Berufbild des „Bürokaufmann“ oder „Kaufmann für Bürokommunikation“ wäre für mich wie eine Schlaftablette gewesen. Mir haben schon die Gelegenheitsjobs bei der „Telekom“ und in anderen Ameisenhaufen gereicht. Als Nebenjob ging es ja, aber als Berufswunsch ist der Mediengestalter eine tolle Sache und ich werde mich wirklich engagieren und reinhängen, damit auch künftige Arbeitgeber den Wert meiner Arbeit erkennen, und das tun sie in der Regel auch, sobald sie feststellen, dass man „sehr gut“ ist!

  147. klehnerstepke

    Ach ja nochwas – Inhalte sprich CONTENT wird bzw. werden immer gebraucht. Egal ob im Print- oder Webbereich. Ehrenamtlich wird die Branche nicht werden und somit wird es auch immer Geld für die Arbeit geben. Man sollte sich vielleicht ab und an mal die Frage stellen – Muss ich unbedingt ein Leben führen, dass finanziell auf „Teufel komm raus“ kalkuliert ist. Nicht lieber das blöde Auto erst dann kaufen, wenn man es sich leisten kann, oder die Luxusküche erstmal stehen lassen. Man muss doch nicht dieses Schema-F Leben führen, und es allen zeigen müssen, haha, ja, ich habe auch einen Schlitten aus Stuttgart, ein Haus und einen Baum im Garten gepflanzt und einen Mann und zwei Kinder und und und…

    Das Leben kann so schön sein, wenn man alles auf sich zukommen lässt und nicht total vom Konsum vereinnahmt ist…

  148. IceTea

    Moin,
    ich habe Kommunikationsdesign studiert und ein Praktikum bei einer Agentur gemacht.
    Mein Anfangsgehalt beschränkt sich momentan auf 2000 brutto (das ist vergleichsweise sogar noch ganz gut) und nun wollte ich mich erkundigen, wie die jetzigen Durchschnittsgehälter für Mediengestalter mit abgeschlossener Ausbildung, sowie Berufserfahrungen sind, da ich demnächst doch etwas gerne mehr verdienen würde. Ich denke, dass ich am Anfang mehr hätte rausschlagen können, habe mich aber nicht getraut und mich über die 2000 gefreut.

    (Für den Anfang wars dann ja auch okay, da ich keine praktische Erfahrungen hatte, aber nun wendet sich das Blatt ja…)

  149. Christian

    Hmm…Ich will auch eine Ausbildung zu Mediengestalter machen, aber wenn man sich hier die Kommentare so durchliest kann das einen auch schnell deprimieren…
    Aber vielleicht leiden hier einige von euch einfach an Überheblichkeit ^^

  150. Moep

    mir wurde bei einem Beratungsgespräch im BIZ nach längerer Unterhaltung auch mediengestalter digital und print empfohlen und dass da sofort was zu besetzen sei. nachdem ich mich jetz mal näher damit befasst habe frage ich mich warum wenn der beruf so überlaufen ist und das gehalt kaum für den lebensunterhalt ausreicht

  151. Anne

    Hallo,
    ich verdiene 1400€ Brutto

    -40 Stundenwoche
    -26 Tage Urlaub
    -keine Extras

    (Übersunden fallen auch mal an aber das ist hier selbstverständlich, kein Ausgleich oder Geld).

    Nach 4 Jahren werde ich mich anderweitig umsehen müssen … ca 1000€ Netto wobei schon 500€ für die Miete draufgeht ist auf Dauer nicht wirklich schön.
    (Ich bekomme sogar Wohngeld als Unterstützung von der Stadt…)

    Wenn ich kündige interessiert das hier keinen, da stehen dann andere MG schon in der Schlange.

    Dabei geht es der Firma echt gut, über 1,5 Mill. Umsatz im Jahr bei 6 Mitarbeitern.

    Gehaltserhöhungen gibt es hier übrigens generell nicht, egal wie lange man hier arbeitet.

  152. X

    verdiene direkt nach der ausbildung nur 1700 brutto
    38h woche
    29t urlaub
    urlaubs/weihnachtgeld gibt es zum glück.

  153. aus rhein-main

    Habe bis 2007 als Festangestellter gearbeitet. Damals 36.000 brutto. (3.000 pro Monat).

    Habe vor allem Webseiten gebaut (HTML/CSS, CMS, Flash) und Video-Clips gemacht (Cinema 4D, FinalCut, AfterEffects).

    Das ganze ohne Ausbildung aber mit 16 Jahren Berufserfahrung, eigener Rechner/SW-Infrastruktur und vielen vielen unbezahlten Überstunden – der Chef: „Ein Pitch macht ja Spass, da kommt man auch am Wochenende für in die Agentur“.

    Ich fand aber, dass ich im Vergleich zwar nicht schlecht, aber auch nicht gut verdient habe. Viele (besser bezahlte) Jobs in großen Agenturen wurden dann nur mit FH-Studium angeboten, mein Problem war hier definitiv die fehlende Ausbildung.

    Habe mich dann beruflich umorientiert und angefangen zu Studieren. Das ganze über freiberufliche Tätigkeit finanziert (Web, Print etc.).

    Plötzlich stiegen die Stundensätze und die Kunden flogen ohne Akquise zu machen nur so zu. Angefangen hatte ich mit 25,– Euro Stundensatz (habe mir aber jede Stunde, jedes Telefongespräch, jedes Nachdenken etc. bezahlen lassen). Die Kunden meldeten sich meist, wenn die Hütte am brennen war, so konnte ich meine zwei bis drei Kunden immer mehr gegeneinander „ausspielen“ und die Stundensätze vervielfachen.

    Gibt einem eben ziemliche Sicherheit, wenn man Aufträge ablehnt und die Kunden einem trotzdem hinterherlaufen.

    Interessant fand ich, dass es eben nicht nur die IT-Jobs waren, mit denen ich gut verdiente, sondern auch im Printbereich echtes Geld zu verdienen ist.

    Wahrscheinlich ist es tatsächlich so, dass in der Branche Qualität gepaart mit der Möglichkeit, Aufträge ablehnen zu können der Schlüssel zu gutem Einkommen ist.

    Wenn es allerdings kaum gewerkschaftliche Organisation gibt und Betriebsräte extrem rar gesät sind – oder von der Geschäftsleitung unterwandert werden – ist man sehr schlecht beraten, wenn man sich von einem einzigen Auftraggeber abhängig macht, was häufig der Fall ist, wenn man als Angestellter arbeitet.

    Also: Viel Glück und lasst Euch nicht alles gefallen!

  154. Fliese

    Hi Leute,

    in meiner Freizeit zeichne ich unheimlich gerne. Habe mich dann mal so umgeschaut, welche Chancen man so als Comiczeichner hat. Das sieht ja nicht so prall aus. Jemand in einem Comicforum meinte, wenn dann sollte man Mediengestalter werden und Comics könnte man dann ja noch nebenbei zeichnen. Mediengestalter? Hört sich erstmal hip an. Dann habe ich mich mal umgeschaut, was es damit auf sich hat und bin hier gelandet. Verdammt, dass sieht ja richtig arg aus. Jetzt ohne zu übertreiben und hier den Macker machen zu wollen. Da bekomme ich mehr Arbeitslosengeld als Fliesenleger, als die meisten hier Brutto verdienen. Es ist traurig zu sehen, dass bestimmte Fähigkeiten nicht vernünftig honoriert werden. Wie beim Zeichnen. Da findest Du unter einer Million Menschen vielleicht hundert, die das Talent zum Zeichnen haben. Zum Fliesenleger kann man so ziemlich jeden ausbilden. Von einem kann man leben, vom anderen verhungerst Du. Brotlose Kunst eben. Reicht nur als Hobby. In der Realität sieht es eben so aus, dass nur die Kohle machen die auf einem Gebiet spezialisiert sind, bei wenig Arbeitskräften und gleichzeitig hoher Nachfrage. Ansonsten muss man sich entscheiden, ob man sich den Luxus leistet einen Beruf auszuführen der keine Kohle abwirft, aber eben Berufung ist und wahnsinnig Spaß macht. Diesen Luxus kannst du dir aber meistens nur leisten, wenn du nur für dich selber sorgen brauchst. Hast du noch Familie, mußt du mehr Realist sein. Schei… Kapi. Ich sag´s euch, dass nimmt noch ein schlimmes Ende. Vergleicht doch mal mit vor zwanzig Jahren! Die Lebensbedingungen werden immer schlechter. Die Arbeitnehmer werden gegeneinander ausgespielt. Viele gute Jobs mit anständiger Bezahlung gehen nur über Connections weg. Die oben ziehen die Fäden und wir Arbeitnehmer machen den Clown. Naja, man muss halt das beste aus diesem ganzen Müll machen. Ciao
    Entschuldigung für offtopic

  155. Mark

    Hallo,

    hier ist wieder der Mark, habe zuletzt am 3. März 2010 hier kommentiert.

    Ich stand vor knapp 2 Jahren als ausgebildeter MG und 7 Jahren Berufserfahrung mit 48.000 brutto da, meine Hoffnungen lagen auf 20-30% mehr innerhalb von 2 Jahren.

    Glücklicherweise kann ich nun sagen: Das war nicht überschätzt. Verdiene nach einem weiteren Jobwechsel nun 75.000 Euro brutto und damit glatte 60% mehr als vorher.

    Also, Männers (und Weibers), gebt Gas und lasst Euch nicht unterkriegen! Auch mit „nur“ einem Abschluß als Mediengestalter kann man es zu etwas bescheidenem Einkommenswohlstand bringen :)

  156. Jean

    Wow, wo arbeitest du nur?! xD
    Ich muss sagen ich verdiene jetzt im 2.Lj 500€ brutto
    und im 3. bekomme ich 550.
    Nach meiner Ausbildung will mich meine Chefin übernehmen,
    aber nach dem was meine Kollegen so sagen
    werde ich wohl nur 1200€ Bruttolohn bekommen..

  157. Willanonymbleiben

    Wenn ich das hier so lese sehe ich !leider! das es anderen noch viel schelchter ergeht als mir. Ich bin 30 Jahre alt, habe eine Ausbildung zum Mediengestalter Digital- und Printmedien und war bis jetzt in verschiedenen Firmen tätig.

    Bei mir hat es gehaltstechnisch keinen unterschied gemacht ob ich in Druckereien in der Vorstufe oder in Agenturen für web und print tätig war. Ich habe immer zwischen 1700-2000 Euro brutto bekommen = ca. 1100-1300 Euro netto.

    Wenn ich mich mit meinen Kumpels , die vergleichbare Ausbildungsberufe absolviert haben, über das Gehalt unterhalte, bekomme ich Depressionen.

  158. BFT

    Hallo zusammen,

    um auch mal ein wenig dazu zu geben:…
    In meiner Ausbildung zum Mediengestalter für Digital- und Printmedien – Schwerpunkt Digital/web, etc., habe ich folgendes verdient:
    1. – 580
    2. – 650
    3. – 720
    Nach der Ausbildung wurde mir in der Agentur eine Festanstellung mit 2400€ (Einstiegsgehalt, natürlich ausgehandelt) angeboten.. Nach 4 Jahren bin ich schon bei meinen knapp 39.000 im Jahr angekommen.. damit will ich euch nur sagen, lasst euch nicht abfrühstücken!!!.. Für 1200€ im Monat (wie mache angegeben haben)… wie ernährt Ihr euch?.. wie sieht es mit der Miete aus?.. das ist absolute Abzocke.. und dann soll man auch noch Überstunden kloppen?..

    Grüße

  159. Frank

    Hallo,

    also wenn man so die Einträge hier liest, dann denke ich mir: Selbst schuld, wenn die Gehälter so gering sind. Wenn es Menschen gibt, die für 1.300 € arbeiten, werden nie entsprechende Gehälter gezahlt.

    Allerdings muss man auch einmal sehen, was für Deppen sich alles als Mediengestalter verkaufen und so die Preise kaputt machen. Wenn ich sehe, dass es Mediengestalter gibt, die in CorelDraw arbeiten oder für die Photoshop ein Laden ist in dem Bilder entwickelt werden. Die nicht wissen, was Fogra 39 ist, dann kann ich nur grinsen.

    Langfristig setzt sich Qualität durch und die Kunden sind auch nicht doof und merken sehr schnell, dass „billig“ ganz schnell „sehr teuer“ werden kann.

    Mein Tipp: nach Berücksichtigung der regionale Kosten, sollte niemand unter 40.000 € brutto jahregehalt arbeiten.

  160. PJ

    Ich dachte wirklich bisher, dass meine 1.700,- Netto wenig sind. Wenn ich hier so die meisten Beiträge lese, scheine ich damit aber eigentlich ziemlich gut abzuschneiden.

    Habe Medien Design mit Bachelor Abschluss studiert und arbeite bei einer IT-Firma als Hausdesigner mit unbefristeter Arbeitsstelle. Ich habe zwar keine vielseitigen Projekte, aber dafür ein relativ sicheres Einkommen, welches aber auf absehbare Zeit auch nicht wirklich weiter steigen wird.

    Viele sollten sich überlegen, vielleicht wirklich noch ein Studium an die Ausbildung zu hängen.

    Selbst ich überlege, berufsbegleitend noch was „gesellschaftstaugliches“ nachzustudieren. BWL dürfte gar nicht mal so schlecht sein, das kann man mit allem kombinieren.

    Als Designer mit BWL Know-How spielt man schon in ner anderen Preisklasse und kann sich dramatisch von der Konkurrenz abheben (Medienwirt).

    Ist aber vermutlich eher für die Leute sinnvoll, die konzeptionell und weniger praktisch unterwegs sein wollen.

  161. Andi

    Hey Ihr Lieben (aka) Leidensgenossen ;)

    In der Ausbildung habe ich im 1. LJ 500€ / 2. LJ 550 € / 3. LJ 600 € brutto verdient.
    Bei meinem jetzigen Arbeitgeber sind’s dann zum Glück 1.600 € brutto im Monat geworden.
    Damit kann man zwar keine großen Sprünge machen, aber es reicht zum Leben.

    MfG jenseits des Weißwurstäquators

    Andi

  162. Franky

    Bei Aussagen „Für unter 1300€ würde ich nicht arbeiten“ kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Welche Möglichkeiten hat man denn? Das Arbeitsamt… sorry Amt für Verwaltung von Arbeitslosen interessiert herzlich wenig das unmenschliche Löhne gezahlt werden. Da heisst es nur „Sie wollen nicht arbeiten? – Dann kürzen wir Ihnen die Bezüge.

    Hier mal einige eigene Erlebnisse:
    Ich habe mich bei einer Medienagentur beworben. Bereits am nächsten Tag erhielt ich einen „Probeauftrag“. Ich sollte eine Firmenvorstellung texten und gestalten. Am gleichen Tag schickte ich meine „Arbeit“. In einem kurzen Dreizeiler (mit vier Schreibfehlern) erhielt ich eine Absage. Zwei Wochen später (ich hatte mich für den Newsletter angemeldet) erhielt ich eine Pressemitteilung. Mit meinem Text und meiner Gestaltung.

    Ich bewarb mich bei einer großen Tiefdruckerei. Das Vorstellungsgespräch dauerte 1,5 Stunden. Dabei erzählte mir der Produktionsleiter, dass die Software speziell für die Firma produziert wurde und die Firma eigene Programmierer beschäftigt, die spezielle Plug-ins selbst schreiben. Ablehnungsgrund hier war meine fehlende Praxis an der Software.

    Ich arbeitete eine Woche auf Probe in einer Offsetdruckerei. Bei der Gehaltsverhandlung wies der Chef dann daraufhin, dass der Abteilungsleiter sehr zufrieden mit mir war und wie wichtig hochqualifiziertes Personal ist. Sein Angebot: 11 Euro/Stunde – BRUTTO!

    Ein anderes Angebot bei einer anderen Agentur belief sich auf 9,50 €.

    Fachkräftemangel? – Nein, es besteht ein Mangel Fachkräfte vernünftig zu bezahlen.
    Macht euch einfach mal den Spaß und schaut auf der Seite der Arbeitsagentur nach welche Anforderungsprofile für einen Mediengestalter erfüllt werden sollen. Das sind nicht Anforderungsprofile für Mediengestalter sondern für Projektleiter – zum Gehalt eines Mediengestalters.
    Auch hier habe ich Beispiele gesammelt. Es liest sich wie der Unterrichtsinhalt für Medienfachwirte. Woher ich das weiß?

    Ich bin gelernter Schriftsetzer mit sieben Jahren Berufspraxis, Adobe Design Specialist, Medienfachwirt, hatte in früheren Jobs Führungs- und Budgetverantwortung.

    Mich wundern Prospekte, Kataloge und Anzeigen nicht mehr, die Augenkrebs verursachen. Lustiges Beispiel – Leider REAL:
    Mediengestalter gesucht für die Erstellung hochwertiger Drucksachen. Satzprogramm: Powerpoint!
    Arbeitgeber: Zalando

    oder auch nett:
    Mediengestalter gesucht mit dem Gespür für anspruchsvolle Layouts. Voraussetzung: Excellentes Gespür für Typografie und Farben – Alternativ Beruf: Bürokaufmann/-frau mit IT-Kenntnissen.

    Was mich wirklich auf die Palme bringt ist diese Selbstverständlichkeit mit der Chefs ihre Offerte auch noch so verkaufen, dass man das Geld eigentlich gar nicht verdient sondern einfach so bekommt. Lieber nimmt man einen „Möchte-gern“, der weder was von Preflight noch von Tonwertzuwachs, geschweige denn von Profilierung gehört hat und sich persönlich angegriffen fühlt wenn man einen Schusterjungen oder Hurensohn in seiner „Satzarbeit“ findet und ihn darauf hinweist.

    Um zum Thema zurück zu kommen:
    Ich habe momentan zwei „Angebote“. Einmal 11 Euro und einmal 11,25 Euro pro Stunde Brutto und davon werde ich eines annehmen müssen. Ein Nebenjob ist da Pflicht!

  163. Christina

    Hallo,

    ich komme erstmal zu den Zahlen:
    während der Ausbildung…
    1.LJ 520€
    2.LJ 600€
    3.LJ 680€

    Nach der Ausbildung hieß es dann ,,monatlih 1700€ Brutto. Überstunden, Nacht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit wird nicht gezahlt. Kein 13. Monatsgehalt und kein Urlaubsgeld. Wenn dir das passt, bist du dabei, ansonsten kannst du gehen!“ Im Monat bekomme ich grad mal 1200€ raus. Muss davon noch die Miete zahlen und Kosten für das Auto (nur Versicherung – PS: Bahnticket wäre für die kurze Strecke tatsächlich um teuerer!) Telefon braucht man auch (habe nur Handy) und die GEZ ist auch immer pünktlich. Aufgrund einer Erkrankung, muss ich noch 4000€ für die Behandlung zahlen. Nun ja, etwas essen würde ich auch noch gerne und leider bleiben mir dafür grade mal 150€/mon.
    Wenn man bedenkt, dass ich nicht weniger als 50h/woche arbeite, ist das ein extremer Hungerlohn. Zurück nach Hause ziehen geht leider nicht mehr. Meine Eltern sind aufgrund der Arbeit meines Vaters vorerst nach Spanien gezogen (für 5 Jahre), Eigenkapital haben wir nicht.

    Wenn ich mir überlege, was Hartz4 Empfänger bekommen, dafür dass sie nichts tun, dann komme ich zu dem Entschluss, dass es sich für mich absolut nicht lohnt arbeiten zu gehen! Doch welche andere Wahl habe ich denn? Wenn ich kündige habe ich 3 Mon sperre und kann dann Insolvenz anmelden! Geld zum sparen habe ich nicht.

    Wenn dann auch noch diese Idioten kommen, die sich selbst als „Profis“ abstempeln, weil die Oma ihre Zeichnungen an den Kühlschrankt hängt, und Jobs für 9€/h annehmen, wird mir bewusst, dass die ganze Mühe echt fürn Arsch ist. Dass ich für nichts einen ABI von 1,8 habe. Ein Studium kann ich mir leider nicht leisten und bis jetzt hat sich auch keine Firma bereit erklärt, mich da zu unterstützen.

    Und nein, ich wohne NICHT im Osten. Ich wohne in Baden-Württemberg. Da wo die Miete gleich mal das doppelte kostet und man gleich als asozial abgestempelt wird, wenn man nicht arbeitet (egal ob es sich lohnt oder nicht).

    Ich versuche zu handeln und eine besser bezahlte Stelle zu finden, doch irgendwie scheint mich keine Firma zu wollen. Und kaum zu glauben, ich musste mir mehr als einmal folgenden Satz anhören: ,,Oh Freulein, mit einer Asiatin hatten wir nun wirklich nicht gerechnet!“. Nach der 50. Absage habe ich mich dazu entschieden meine Bewerbung OHNE Lichtbild zu schicken. Teilweise an die gleiche Firmen und sieh an, ich hatte plötzlich Bewerbungsgespräche. Allerdings blieb ich nach dem Gespräch weiterhin erfolglos. Dafür dass meine Mutter Halbkoreanerin ist, muss ich mich hoffentlich nicht entschuldigen.

  164. karlo

    Guten Tag,

    Ich habe mich hier ein fast komplett durchgelesen und frage mich echt ob ich mein kommunikations-design studium lieber schmeissen soll.

    Ich studiere privat an der akademie u5 in münchen und bekomme immer wieder zu hören es käme nur auf die mappe an und wenn man gut sei, könne man auch gut verdienen.

    Ist das war ? Beschränken sich die ganzen horrorgeschichten hier auf leute die eine ausbildung gemacht haben oder wird da in der branche überhaupt kein unterschied zwischen studium und ausbildung gemacht? Zumal ich nach dem studium keinen bachelor abschluss sondern nur den status einer abgeschlossenen ausbildung und ein zertifikat hätte.

    In meinen augen wäre eine ausbildung lerntechnisch wahrscheinlich genauso sinnvoll weil es in dem fachbereich eh kaum theorie gibt und das meiste praktische arbeitserfahrung ist.

    Für antworten wäre ich sehr dankbar!

  165. Lily

    Mein chef ist nicht sehr fair und ziemlich geizig. Azubis werden auch nicht besonders gut behandelt und das Gehalt ist auch nicht der Bringer.
    Im 1. Jahr 526€ (= 410€), im 2. jahr 582€ (=460€) und im 3. verdiene ich nun 623€ (=495€).
    In meiner Klasse (Ausbildung in Niedersachsen) ist das schon eher der untere Bereich an Gehältern, ein paar bekommen noch etwas weniger, die meisten allerdings auch so um den dreh. Ein paar Ausreißer haben wir mit jezuz 800€ und einer verdient bereits 1.300.
    Ich informiere mich übrigens gerade über Gehälter, da mein Chef mich übernehmen will. Ich seh es als Chance und bleibe erst mal dort, auch wenn ich dann eher wenig geld bekommen werde. aber ich bin fleißg und werde immer neu verhandeln :p

  166. nayen

    looool
    nachden kommentaren wird wohl kaum noch einer der das liest mediengestalter werden wollen xD 1300 euro netto. übertunden und alles andere UNBEZAHLt
    haha. was für ein drecksberuf ist das bitte?
    1 von 50 firmen bezahlt sicher normal.

  167. Lucas

    Hallo ich bin jetz 14 Jahre alt und habe ein gewisses Interesse an dem Job als Mediendesigner entwickelt. Ich habe eine gute Aussicht auf das Abitur und stehe momentan im durchschnitt 1.8 in allen Fächern.ABER IN UNSEREN SCHÜLERMATERIEALIEN STEHT DASS MAN ALS MEDIENDESIGNER IN DEGITAL UND PRINT IM 3LEHRJAHR 916 EURO VERDIENt???????????????? was stimmt nun bitte um aNtwort

  168. Anne

    Lieber Lucas (für den Fall das du das nach den Monaten noch liest)
    Was geschrieben steht und was zutrifft sind immer 2 unterschiedliche Paar Schuhe, irgendwo hat mal einer hin geschrieben das die Würde des Menschen unantastbar ist alle gleich sind und noch so Unsinn. Mit 14 Jahren solltest du aber bereits wissen das dem nicht so ist.

    Eure „Schülermaterialien“ scheinen euch nicht auf das Leben vor zu bereiten, sondern platzieren euch Gedanken in den Kopf die schon Grundsteine für späteren Frust legen, zum Glück ist man immer weniger auf solche Sachen angewiesen …. durch z.B. das Internet.

    Viel Glück, und glaub nicht alles was man dir erzählt ;)

  169. Rena

    Nachdem ich alle diese Beiträge gelesen habe, bin ich so geschockt, wie das Leben eines MGs wirklich aussieht. Ich habe selbst zunächst eine ähnliche kreative Richtung als Fotomedienlaborant eingeschlagen, hatte da ähnliche Verdienste 1. LJ 299€ mit jeweils dann 50€ mehr und wollte nun eigentlich eine Umschulung als MG beginnen, da mir Gestaltung mehr Freude bereitet und seit ich 14 war das auch machen will. Nach dem heutigen Schock schon ohne einen Bildungsgutschein für die 2 Jahre 18.000 privat zu bezahlen (ohne mntl. 200€ Fahrtkosten), oder überhaupt eine Ausbildung zu finden, die sich halbwegs bezahlbar macht, dass man nicht ins Minus gerät (lebe selbst am gefühlten Ende der Welt) und dann noch zu lesen, dass sich all‘ dieser Aufwand vielleicht gar noch nicht mal lohnt? Ich hätte nie gedacht, dass ich meinen Traumjob so dermaßen überdenke, da auch Geld für mich eine viel geringere Rolle spielt als die Freude und Motivation in diesen jahrelangem Hobby, aber wenn ich mir nicht mal Fahrt, Miete und Unterhalt leisten kann, sollte wohl man realistisch bleiben. :( Trotz allem werd ich aber mein Hobby deswegen nicht aufgeben und eine ähnliche Richtung suchen.

  170. Frank

    Nun ja, so lange in Deutschland immer noch die Meinung vorherrscht, man müsse froh sein, überhaupt einen Job zu haben, solange wird sich an dieser Situation wohl auch nichts ändern. Erst, wenn ein Bewerber nach dem anderen den Mut aufbringt und bei einem derart unverschämt niedrigen Lohnangebot noch während des Vorstellungsgesprächs aufsteht und den Raum verlässt, wird sich auch bei Arbeitgebern irgendwann die Einsicht durchsetzen, dass eben gute Leistung auch einen angemessenen Lohn verdient. Ich kann schließlich auch nicht in ein Geschäft gehen und für die ausgesuchte Ware nur die Hälfte zahlen mit der Begründung, dass mein Arbeitgeber ein alter Geizhals ist. Aber hier müssten eben wirklich alle an einem Strang ziehen. Aus der Gewerkschaft bin ich längst raus. Denn warum soll ich mein Geld dafür rausschmeißen, dass die für einen höheren Tariflohn streiken, der dann ohnehin nie bezahl wird, weil sich kein Arbeitgeber mehr an den Tarif hält? Jungen Menschen, die eine Lehrstelle suchen, kann ich jedenfalls nur einen Tipp geben: Vergesst den Beruf Mediengestalter!!! Hört sich besser an als es ist. In den allermeisten Betrieben hat der Job mit Gestaltung in etwa soviel zu tun, wie ein Fließbandarbeiter bei einer großen Autofirma mit der Entwicklung der Fahrzeugtechnik zu tun hat. Und die Bezahlung ist – wie oben bereits mehrfach erwähnt – schlicht und ergreifend besch…

  171. Mike

    Guten morgen zusammen ;)

    Habe einen etwas seltsamen Lebenslauf
    - Realschulabschluss
    - 1 Jahr Praktikum als Heilerziehungspfleger
    - FWDL 23
    - Ausbildung zum Foto- und medientechnische/r Assistent/in ( 2 Jahre kostenpflichtig )

    Danach wurde ich in einer Digitaldruckerei als MG angestellt, und habe inzwischen Fuß gefasst. Dort bin ich jetzt seit 3 Jahren angestellt, Gehalt wie folgt :

    1. Jahr 1800 ( Mediengestalter , Produktionshelfer, befristet
    2. Jahr 2200 ( Mediengestalter, Kundenbetreuung, befristet
    3. Jahr 2950 ( Mediengestalter , Bereichsleiter Grafik und Werbetechnik , unbefristet

    Der Vorteil in dieser Druckerei sind einfach die vielen Kundenkontakte, inzwischen habe ich schon mehrere Angebote von unseren Kunde, die Geschäftsleitung bekommt das natürlich mit und gibt natürlich das beste mich zu halten. Ich habe keine Ausbildung im Traditionellen Sinn, habe mich jedoch im Unternehmen eingesetzt und bin inzwischen nur schwer zu ersetzen.

    Nicht alles annehmen und auch mal ungewöhnliche Wege gehen, lasst euch nicht ausnutzen.

  172. Lars

    Wahnsinn, wieviele Kommentare dieser Artikel seit der Erstveröffentlichumg im Jannuar 2007 hat!

    Ich finde es spannend die fielen Erfahrungswerte hier zu lesen und muss sagen, dass die Gehaltsspanne leider noch immer viel zu groß ist in Deutschland. Während die Vergütung von tarifgebundenen Betrieben mittlerweile vernünftig ist und zum überleben reicht, gibt es viele viele viele kleine Betriebe, wo das Ausbildungsgehalt nicht mal die Lebenserhaltungskosten deckt. Viele meiner Freunde haben teilweise sogar nur 300€ Nettogehalt bekommen während dem ersten Jahr… wer mir aufzeigen kann, wie jemand davon leben soll, dem Zolle ich meinen größten Respekt..

  173. Stefan

    Hi Leute,

    mal was positives: 82.000 brutto im Jahr als Online Marketing Verantwortlicher im Konzern zzgl. 15.000 brutto mit eigenen Webseiten. Also knapp an den „magischen“ 100.000 im Jahr mit einer Ausbildung zum Mediengestalter. Und nein, weitere „offizielle“ Aus- oder Fortbildungen habe ich nicht. Man kann also auch ganz gut durchkommen damit. Bin jetzt 32 und habe alle 2 Jahre den Arbeitgeber gewechselt und mich jeweils ein Stück weiter entwickelt. Funktionierte meines Erachtens, weil ich für meinen Job brenne, ihn wirklich gerne mag und mache. 90% habe ich mir selber beigebracht durch viele viele Bücher und Blogs/Webseiten, dazu in der Freizeit einige Dutzend Webseiten selber erstellt. Wenn ich morgen gekündigt werden sollte, mache ich mich notfalls komplett selbständig, bin aber auch sicher, innerhalb von 2 Monaten wieder etwas adäquates finden zu können.

    Wenn ich heute in den Zwanzigern wäre und Grundlagen als MG geleent hätte, würde ich mich die Next Big Things Mobile Marketing und Big Data kümmern, Online Marketing generell ist aber auch nicht verkehrt – ich würde mich in diese Themen einarbeiten, an evtl. eigenen Projekten lernen und Erfahrung sammeln. Die Unternehmen suchen solche Leute wie bekloppt und wenn Ihr gut seid, könnt Ihr Eich die Jobs demnächst per Headhunter vor die Tür bringen lassen, eigene Bewerbungen habe ich zB schon seit 5 Jahren nicht mehr geschrieben. Jaaaaa, hört sich alles so einfach an, was? :) Ist es nicht, musste mich dafür auch auf den Hosenboden setzen und vor allem Spass an meiner Arbeit entwickeln. Aber dafür schlägt man 3 Fliegen mit einer Klappe: Job bringt meist Fun, wird gut bezahlt und man hat ein Backup durch eine mögliche Selbständigkeit.

    Wer also Motivation hat und meint, nicht weiter zu kommen – mein Tipp wäre: Geiles Thema suchen, brennen, lernen, ausprobieren, lernen, ausprobieren. Und austauschen.. Foren, Blogs, Konferenzen, Stammtische etc. Wenn ihr derjenige seid, der selbstbewusst und fachlich korrekt alle Fragen beantworten und den Erfolg in der Praxis nachweisen kann, könnt ihr auch mit einer MG Ausbildung „am großen Rad“ drehen! Und das macht nebenbei Spaß, glaubt es mir oder nicht :)

  174. Stefan

    Jetzt habe ich alle Beiträge nochmal gelesen und möchte mal insbesondere auf

    Peter Alexander und XyZett aus Juli und September 2009 sowie meinen Beitrag direkt oberhalb

    hinweisen. Wenn ihr Kohle verdienen wollt, dann reiht Euch bitte nicht in die Schlange der Standard-Mediengestalter ein. Standard kann jeder, entsprechend wird gezahlt. Marktwirtschaft halt, kann man gut finden oder nicht. Ihr müsst was BESONDERES bieten, dann könnt ihr dafür auch – ob selbständig oder angestellt – viereckiges Geld aufrufen.

    Blödes Beispiel gefällig? Schmied Max im Mittelalter stellt Töpfe und Hufeisen her, Qualität ist in Ordnung, aber nicht mehr und weitere 25 in der Region bieten das Gleiche. Schmied Moritz macht nur Helme für Rüstungen, aber das sind die Besten im ganzen Land. Preisfrage: Wer hat Abends Steak und wer Kartoffeln aufm Teller? …. Beide arbeiten gleich viel, haben die gleiche Ausbildung, wohnen nebeneinander.. Moritz hat Spass, weil er Anerkennung und viele Steaks bekommt, Max ist von all den Hausmütterchen genervt, die ne Beule im Topf ausgebeult und das Hufeisen ne Spur kleiner haben wollen.

    Wer nichts Besonderes zu bieten hat, kann auch keine großen Gaben erwarten, das war doch noch NIE anders.. Die Frage ist doch immer, was man selber will. Ich mag auch Freitags um 17 Uhr den Grill anwerfen können, deshalb wäre ein Managerjob mit 60+ Stunden nichts für mich. Daher gibts auch keinen Porsche. Aber ich will eine coole Bude und nen neuen Audi, schöne Urlaube und viel Spass und Anerkennung im Job. Gibt’s leider alles nicht geschenkt und jeder darf sich JETZT (und jederzeit) überlegen, ob er dafür die Arbeit auf sich nimmt und sich in seiner Freizeit weiterbildet. Nervig, eh keine Chance, alle blöd? Dann bleib da stehen, wo Du bist und akzeptiere es. Es kann sowieso nicht jeder „Erfolg“ im Job haben. Muss man auch nicht. Vielleicht ziehe ich auch in 5 Jahren aufs Land und mach einen auf Selbstversorgung mit 500 Euro im Monat – reizt mich. Aber wenn ich mehr Asche will, muss ich hält einer der eher wenigen sein, die dafür auch was tun und sich VORHER überlegt haben, ob ich für das Spezialwissen auch die entsprechende Kohle einfahren kann.

    So long…

  175. Süddeutschland

    Hallo zusammen,

    bin ausgebildeter Mediengestalter Digital und Print – Gestaltung u. Technik.
    _______________________

    Rahmenbedingungen (Ausbildung = Festanstellung):
    - Gleitzeit (nicht in der Ausbildung)
    - 40h/Woche
    - 18 Überstunden unbezahlt (Gelten als Geschäftsinteresse)
    - 30 Urlaubstage

    - Urlaubsgeld (1/2 Monatsgehalt)
    - Weihnachtsgeld (1/2 Monatsgehalt)
    - Bonus “Gewinnüberschuss” (1/4 bis 2/3 Monatsgehalt)
    _______________________

    In der Ausbildung (Brutto):
    - 1. Jahr 700
    - 2. Jahr 800
    - 3. Jahr 900
    _______________________

    Festanstellung (Brutto):
    - Probezeit (6Monate): 2250
    - Festanstellung: 2750
    - 1 Jahr nach Festanstellung: 3000
    _______________________

    - Die Firma ist in keiner Gewerkschaft.
    - Keine Unterschiede zwischen Frauen und Männer.
    _______________________

    Persönliche Empfehlung:
    Wunderschöner Beruf mit viel Abwechslung. Gehalt hängt sehr stark von der Branche ab (Werbeagentur oder Inhouse-(Pharmakonzern / Automobil / Metall / etc.). Allerdings erhält man in diesem Berufsfeld, so sehr wie in fast keinem Anderen Zweig, Druck durch „Hobbydesigner“. Man sagt Kleinvieh macht auch Mist nur wird dieses Kleinvieh gerne unter der Hand an Jemand vergeben dessen Sohn vom Nachbar auch Photoshop hat und das „genau so gut kann“. Und das kennt jeder von uns, denn wir sind genau diese „Söhne“.

    Ob ich mich wieder für diesen Beruf entscheiden würde?
    Jederzeit! Und das sage nicht nur da ich ganz ordentlich verdiene (was mir durchaus bewusst ist).
    Es ist ein Beruf in dem man kreativ sein darf, mit Form, Farbe und Schrift. Ein Beruf der einem im Alttag überall begegnet und mit dem man sich identifizieren kann.

    Um in Betracht zu ziehen einen Beruf ein Leben lang auszuüben ist mit unter der wichtigste Punkt ob man gerne zur Arbeit geht. Da spielt die Vergütung eine Rolle, allerdings auch sehr das Betriebsklima. Arbeitskollegen die mehr sind als Kollegen, Freunde. Chefs mit denen man Reden kann und geschätzt wird.

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