Redakteur

Valentin Tomaschek

Nach der Mediengestalter-Ausbildung (Fachrichtung Print) hat Valentin Tomaschek knapp drei Jahre in Dublin gelebt. Zuerst als Koordinator bei HP und später bei Novell. Wieder zurück in Deutschland arbeitet er teilweise für ein Landesparlament und teilweise selbstständig im Internet-Bereich.

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Im Forum wird ungefähr dreimal am Tag ein Thread eröffnet mit der Frage: ?Ich habe morgen ein Vorstellungsgespräch. Wieviel Gehalt kann ich verlangen??

Schwierige Sache. Vor Beginn der Ausbildung wird es zu solch einer Situation wohl äußerst selten kommen. Die Ausbildungsvergütung steht meist direkt fest und ist auch nicht mehr verhandelbar. Den Traum von einer Vergütung, die sich an den Tarif orientiert, haben eigentlich die wenigsten mehr. Schon zu meiner Ausbildungszeit war ich mit meiner tariflichen Vergütung die absolute Ausnahme. Die Regel lag so bei ungefähr 500 Euro im Monat. Es gibt aber auch Fälle wo ich nur den Kopf schütteln kann. Drei meiner Klassenkameraden in der Berufsschule bekamen im ersten Lehrjahr glatte 320 Euro pro Monat. Im zweiten Jahr waren es dann 325 Euro und im Dritten sage und schreibe 330 Euro. Dazu dann noch die obligatorischen Überstunden, die bedeuteten, dass man bis spät abends in der Agentur war. Das fand ich damals wie heute schon arg grenzwertig.

Doch wie sehen die Gehälter nach der Ausbildung aus? Mit wieviel kann man rechnen?

Auch hier hängt es natürlich sehr stark davon ab bei was für einem Betrieb man sich bewirbt. Größere Agenturen zahlen meistens mehr als die kleinen Druckereien. Doch auch so kann man nicht immer differenzieren. Der Markt ist so sehr von Mediengestaltern überlaufen, dass die Firmen eigentlich jeden Lohn ?verlangen? können. Die Nachfrage regelt nun mal leider das Angebot.

Im Forum geht dazu eine kleine Auflistung (von Bastiwelt) rum:

1300 = Pech!
1500 = Immerhin.
1700 = Gut!
1900 = Sehr gut!
2000 und mehr = Glückspilz!

Und nein, dass sind nicht die Netto-, sondern die Bruttolöhne.

Wenn man sich überlegt, dass eine wirkliche 40 Stundenwoche in Agenturen die Ausnahme ist, stattdessen meist 50 ? 60 Stunden die Woche gearbeitet wird, kommt man von selbst drauf, dass der Beruf des Mediengestalters in den seltensten Fällen zu Reichtum führt. Man verdient meist nicht viel mehr als in anderen handwerklichen Berufen.
Vielleicht sogar zum Teil weniger, denn ich habe auch schon von Fällen gehört bei denen für eine 40 Stundenwoche gerade mal 1200 Euro brutto Verdienst angeboten wurde. Soll man so ein ?Angebot? annehmen? Ich persönliche würde da schon fast abraten. Auch wenn das Argument ?Naja, wenigstens hast du Arbeit? schon recht gut ist. Aber knapp wird es dann schon. Besonders wenn man noch ein Auto oder ein Bahnticket braucht um zur Arbeit zu kommen. Außerdem steht man in späteren Gehaltsverhandlungen bei einem potentiellem neuen Arbeitgeber auch komisch da, wenn man dann plötzlich auf einen Schlag 500 Euro mehr verlangt.

Fazit: Überlegt es euch genau wieviel ihr nach der Ausbildung bei einem Vorstellungsgespräch als Gehalt verlangen wollt. Greift nicht zu tief, aber auch nicht zu hoch.

—-

Was habt ihr denn so während der bzw. nach der Ausbildung verdient?

180 Kommentare zu “ Was verdient ein Mediengestalter? ”

  1. Anne

    Hallo,
    ich verdiene 1400€ Brutto

    -40 Stundenwoche
    -26 Tage Urlaub
    -keine Extras

    (Übersunden fallen auch mal an aber das ist hier selbstverständlich, kein Ausgleich oder Geld).

    Nach 4 Jahren werde ich mich anderweitig umsehen müssen … ca 1000€ Netto wobei schon 500€ für die Miete draufgeht ist auf Dauer nicht wirklich schön.
    (Ich bekomme sogar Wohngeld als Unterstützung von der Stadt…)

    Wenn ich kündige interessiert das hier keinen, da stehen dann andere MG schon in der Schlange.

    Dabei geht es der Firma echt gut, über 1,5 Mill. Umsatz im Jahr bei 6 Mitarbeitern.

    Gehaltserhöhungen gibt es hier übrigens generell nicht, egal wie lange man hier arbeitet.

  2. X

    verdiene direkt nach der ausbildung nur 1700 brutto
    38h woche
    29t urlaub
    urlaubs/weihnachtgeld gibt es zum glück.

  3. aus rhein-main

    Habe bis 2007 als Festangestellter gearbeitet. Damals 36.000 brutto. (3.000 pro Monat).

    Habe vor allem Webseiten gebaut (HTML/CSS, CMS, Flash) und Video-Clips gemacht (Cinema 4D, FinalCut, AfterEffects).

    Das ganze ohne Ausbildung aber mit 16 Jahren Berufserfahrung, eigener Rechner/SW-Infrastruktur und vielen vielen unbezahlten Überstunden – der Chef: „Ein Pitch macht ja Spass, da kommt man auch am Wochenende für in die Agentur“.

    Ich fand aber, dass ich im Vergleich zwar nicht schlecht, aber auch nicht gut verdient habe. Viele (besser bezahlte) Jobs in großen Agenturen wurden dann nur mit FH-Studium angeboten, mein Problem war hier definitiv die fehlende Ausbildung.

    Habe mich dann beruflich umorientiert und angefangen zu Studieren. Das ganze über freiberufliche Tätigkeit finanziert (Web, Print etc.).

    Plötzlich stiegen die Stundensätze und die Kunden flogen ohne Akquise zu machen nur so zu. Angefangen hatte ich mit 25,– Euro Stundensatz (habe mir aber jede Stunde, jedes Telefongespräch, jedes Nachdenken etc. bezahlen lassen). Die Kunden meldeten sich meist, wenn die Hütte am brennen war, so konnte ich meine zwei bis drei Kunden immer mehr gegeneinander „ausspielen“ und die Stundensätze vervielfachen.

    Gibt einem eben ziemliche Sicherheit, wenn man Aufträge ablehnt und die Kunden einem trotzdem hinterherlaufen.

    Interessant fand ich, dass es eben nicht nur die IT-Jobs waren, mit denen ich gut verdiente, sondern auch im Printbereich echtes Geld zu verdienen ist.

    Wahrscheinlich ist es tatsächlich so, dass in der Branche Qualität gepaart mit der Möglichkeit, Aufträge ablehnen zu können der Schlüssel zu gutem Einkommen ist.

    Wenn es allerdings kaum gewerkschaftliche Organisation gibt und Betriebsräte extrem rar gesät sind – oder von der Geschäftsleitung unterwandert werden – ist man sehr schlecht beraten, wenn man sich von einem einzigen Auftraggeber abhängig macht, was häufig der Fall ist, wenn man als Angestellter arbeitet.

    Also: Viel Glück und lasst Euch nicht alles gefallen!

  4. Fliese

    Hi Leute,

    in meiner Freizeit zeichne ich unheimlich gerne. Habe mich dann mal so umgeschaut, welche Chancen man so als Comiczeichner hat. Das sieht ja nicht so prall aus. Jemand in einem Comicforum meinte, wenn dann sollte man Mediengestalter werden und Comics könnte man dann ja noch nebenbei zeichnen. Mediengestalter? Hört sich erstmal hip an. Dann habe ich mich mal umgeschaut, was es damit auf sich hat und bin hier gelandet. Verdammt, dass sieht ja richtig arg aus. Jetzt ohne zu übertreiben und hier den Macker machen zu wollen. Da bekomme ich mehr Arbeitslosengeld als Fliesenleger, als die meisten hier Brutto verdienen. Es ist traurig zu sehen, dass bestimmte Fähigkeiten nicht vernünftig honoriert werden. Wie beim Zeichnen. Da findest Du unter einer Million Menschen vielleicht hundert, die das Talent zum Zeichnen haben. Zum Fliesenleger kann man so ziemlich jeden ausbilden. Von einem kann man leben, vom anderen verhungerst Du. Brotlose Kunst eben. Reicht nur als Hobby. In der Realität sieht es eben so aus, dass nur die Kohle machen die auf einem Gebiet spezialisiert sind, bei wenig Arbeitskräften und gleichzeitig hoher Nachfrage. Ansonsten muss man sich entscheiden, ob man sich den Luxus leistet einen Beruf auszuführen der keine Kohle abwirft, aber eben Berufung ist und wahnsinnig Spaß macht. Diesen Luxus kannst du dir aber meistens nur leisten, wenn du nur für dich selber sorgen brauchst. Hast du noch Familie, mußt du mehr Realist sein. Schei… Kapi. Ich sag´s euch, dass nimmt noch ein schlimmes Ende. Vergleicht doch mal mit vor zwanzig Jahren! Die Lebensbedingungen werden immer schlechter. Die Arbeitnehmer werden gegeneinander ausgespielt. Viele gute Jobs mit anständiger Bezahlung gehen nur über Connections weg. Die oben ziehen die Fäden und wir Arbeitnehmer machen den Clown. Naja, man muss halt das beste aus diesem ganzen Müll machen. Ciao
    Entschuldigung für offtopic

  5. Mark

    Hallo,

    hier ist wieder der Mark, habe zuletzt am 3. März 2010 hier kommentiert.

    Ich stand vor knapp 2 Jahren als ausgebildeter MG und 7 Jahren Berufserfahrung mit 48.000 brutto da, meine Hoffnungen lagen auf 20-30% mehr innerhalb von 2 Jahren.

    Glücklicherweise kann ich nun sagen: Das war nicht überschätzt. Verdiene nach einem weiteren Jobwechsel nun 75.000 Euro brutto und damit glatte 60% mehr als vorher.

    Also, Männers (und Weibers), gebt Gas und lasst Euch nicht unterkriegen! Auch mit „nur“ einem Abschluß als Mediengestalter kann man es zu etwas bescheidenem Einkommenswohlstand bringen :)

  6. Jean

    Wow, wo arbeitest du nur?! xD
    Ich muss sagen ich verdiene jetzt im 2.Lj 500€ brutto
    und im 3. bekomme ich 550.
    Nach meiner Ausbildung will mich meine Chefin übernehmen,
    aber nach dem was meine Kollegen so sagen
    werde ich wohl nur 1200€ Bruttolohn bekommen..

  7. Willanonymbleiben

    Wenn ich das hier so lese sehe ich !leider! das es anderen noch viel schelchter ergeht als mir. Ich bin 30 Jahre alt, habe eine Ausbildung zum Mediengestalter Digital- und Printmedien und war bis jetzt in verschiedenen Firmen tätig.

    Bei mir hat es gehaltstechnisch keinen unterschied gemacht ob ich in Druckereien in der Vorstufe oder in Agenturen für web und print tätig war. Ich habe immer zwischen 1700-2000 Euro brutto bekommen = ca. 1100-1300 Euro netto.

    Wenn ich mich mit meinen Kumpels , die vergleichbare Ausbildungsberufe absolviert haben, über das Gehalt unterhalte, bekomme ich Depressionen.

  8. BFT

    Hallo zusammen,

    um auch mal ein wenig dazu zu geben:…
    In meiner Ausbildung zum Mediengestalter für Digital- und Printmedien – Schwerpunkt Digital/web, etc., habe ich folgendes verdient:
    1. – 580
    2. – 650
    3. – 720
    Nach der Ausbildung wurde mir in der Agentur eine Festanstellung mit 2400€ (Einstiegsgehalt, natürlich ausgehandelt) angeboten.. Nach 4 Jahren bin ich schon bei meinen knapp 39.000 im Jahr angekommen.. damit will ich euch nur sagen, lasst euch nicht abfrühstücken!!!.. Für 1200€ im Monat (wie mache angegeben haben)… wie ernährt Ihr euch?.. wie sieht es mit der Miete aus?.. das ist absolute Abzocke.. und dann soll man auch noch Überstunden kloppen?..

    Grüße

  9. Frank

    Hallo,

    also wenn man so die Einträge hier liest, dann denke ich mir: Selbst schuld, wenn die Gehälter so gering sind. Wenn es Menschen gibt, die für 1.300 € arbeiten, werden nie entsprechende Gehälter gezahlt.

    Allerdings muss man auch einmal sehen, was für Deppen sich alles als Mediengestalter verkaufen und so die Preise kaputt machen. Wenn ich sehe, dass es Mediengestalter gibt, die in CorelDraw arbeiten oder für die Photoshop ein Laden ist in dem Bilder entwickelt werden. Die nicht wissen, was Fogra 39 ist, dann kann ich nur grinsen.

    Langfristig setzt sich Qualität durch und die Kunden sind auch nicht doof und merken sehr schnell, dass „billig“ ganz schnell „sehr teuer“ werden kann.

    Mein Tipp: nach Berücksichtigung der regionale Kosten, sollte niemand unter 40.000 € brutto jahregehalt arbeiten.

  10. PJ

    Ich dachte wirklich bisher, dass meine 1.700,- Netto wenig sind. Wenn ich hier so die meisten Beiträge lese, scheine ich damit aber eigentlich ziemlich gut abzuschneiden.

    Habe Medien Design mit Bachelor Abschluss studiert und arbeite bei einer IT-Firma als Hausdesigner mit unbefristeter Arbeitsstelle. Ich habe zwar keine vielseitigen Projekte, aber dafür ein relativ sicheres Einkommen, welches aber auf absehbare Zeit auch nicht wirklich weiter steigen wird.

    Viele sollten sich überlegen, vielleicht wirklich noch ein Studium an die Ausbildung zu hängen.

    Selbst ich überlege, berufsbegleitend noch was „gesellschaftstaugliches“ nachzustudieren. BWL dürfte gar nicht mal so schlecht sein, das kann man mit allem kombinieren.

    Als Designer mit BWL Know-How spielt man schon in ner anderen Preisklasse und kann sich dramatisch von der Konkurrenz abheben (Medienwirt).

    Ist aber vermutlich eher für die Leute sinnvoll, die konzeptionell und weniger praktisch unterwegs sein wollen.

  11. Andi

    Hey Ihr Lieben (aka) Leidensgenossen ;)

    In der Ausbildung habe ich im 1. LJ 500€ / 2. LJ 550 € / 3. LJ 600 € brutto verdient.
    Bei meinem jetzigen Arbeitgeber sind’s dann zum Glück 1.600 € brutto im Monat geworden.
    Damit kann man zwar keine großen Sprünge machen, aber es reicht zum Leben.

    MfG jenseits des Weißwurstäquators

    Andi

  12. Franky

    Bei Aussagen „Für unter 1300€ würde ich nicht arbeiten“ kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Welche Möglichkeiten hat man denn? Das Arbeitsamt… sorry Amt für Verwaltung von Arbeitslosen interessiert herzlich wenig das unmenschliche Löhne gezahlt werden. Da heisst es nur „Sie wollen nicht arbeiten? – Dann kürzen wir Ihnen die Bezüge.

    Hier mal einige eigene Erlebnisse:
    Ich habe mich bei einer Medienagentur beworben. Bereits am nächsten Tag erhielt ich einen „Probeauftrag“. Ich sollte eine Firmenvorstellung texten und gestalten. Am gleichen Tag schickte ich meine „Arbeit“. In einem kurzen Dreizeiler (mit vier Schreibfehlern) erhielt ich eine Absage. Zwei Wochen später (ich hatte mich für den Newsletter angemeldet) erhielt ich eine Pressemitteilung. Mit meinem Text und meiner Gestaltung.

    Ich bewarb mich bei einer großen Tiefdruckerei. Das Vorstellungsgespräch dauerte 1,5 Stunden. Dabei erzählte mir der Produktionsleiter, dass die Software speziell für die Firma produziert wurde und die Firma eigene Programmierer beschäftigt, die spezielle Plug-ins selbst schreiben. Ablehnungsgrund hier war meine fehlende Praxis an der Software.

    Ich arbeitete eine Woche auf Probe in einer Offsetdruckerei. Bei der Gehaltsverhandlung wies der Chef dann daraufhin, dass der Abteilungsleiter sehr zufrieden mit mir war und wie wichtig hochqualifiziertes Personal ist. Sein Angebot: 11 Euro/Stunde – BRUTTO!

    Ein anderes Angebot bei einer anderen Agentur belief sich auf 9,50 €.

    Fachkräftemangel? – Nein, es besteht ein Mangel Fachkräfte vernünftig zu bezahlen.
    Macht euch einfach mal den Spaß und schaut auf der Seite der Arbeitsagentur nach welche Anforderungsprofile für einen Mediengestalter erfüllt werden sollen. Das sind nicht Anforderungsprofile für Mediengestalter sondern für Projektleiter – zum Gehalt eines Mediengestalters.
    Auch hier habe ich Beispiele gesammelt. Es liest sich wie der Unterrichtsinhalt für Medienfachwirte. Woher ich das weiß?

    Ich bin gelernter Schriftsetzer mit sieben Jahren Berufspraxis, Adobe Design Specialist, Medienfachwirt, hatte in früheren Jobs Führungs- und Budgetverantwortung.

    Mich wundern Prospekte, Kataloge und Anzeigen nicht mehr, die Augenkrebs verursachen. Lustiges Beispiel – Leider REAL:
    Mediengestalter gesucht für die Erstellung hochwertiger Drucksachen. Satzprogramm: Powerpoint!
    Arbeitgeber: Zalando

    oder auch nett:
    Mediengestalter gesucht mit dem Gespür für anspruchsvolle Layouts. Voraussetzung: Excellentes Gespür für Typografie und Farben – Alternativ Beruf: Bürokaufmann/-frau mit IT-Kenntnissen.

    Was mich wirklich auf die Palme bringt ist diese Selbstverständlichkeit mit der Chefs ihre Offerte auch noch so verkaufen, dass man das Geld eigentlich gar nicht verdient sondern einfach so bekommt. Lieber nimmt man einen „Möchte-gern“, der weder was von Preflight noch von Tonwertzuwachs, geschweige denn von Profilierung gehört hat und sich persönlich angegriffen fühlt wenn man einen Schusterjungen oder Hurensohn in seiner „Satzarbeit“ findet und ihn darauf hinweist.

    Um zum Thema zurück zu kommen:
    Ich habe momentan zwei „Angebote“. Einmal 11 Euro und einmal 11,25 Euro pro Stunde Brutto und davon werde ich eines annehmen müssen. Ein Nebenjob ist da Pflicht!

  13. Christina

    Hallo,

    ich komme erstmal zu den Zahlen:
    während der Ausbildung…
    1.LJ 520€
    2.LJ 600€
    3.LJ 680€

    Nach der Ausbildung hieß es dann ,,monatlih 1700€ Brutto. Überstunden, Nacht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit wird nicht gezahlt. Kein 13. Monatsgehalt und kein Urlaubsgeld. Wenn dir das passt, bist du dabei, ansonsten kannst du gehen!“ Im Monat bekomme ich grad mal 1200€ raus. Muss davon noch die Miete zahlen und Kosten für das Auto (nur Versicherung – PS: Bahnticket wäre für die kurze Strecke tatsächlich um teuerer!) Telefon braucht man auch (habe nur Handy) und die GEZ ist auch immer pünktlich. Aufgrund einer Erkrankung, muss ich noch 4000€ für die Behandlung zahlen. Nun ja, etwas essen würde ich auch noch gerne und leider bleiben mir dafür grade mal 150€/mon.
    Wenn man bedenkt, dass ich nicht weniger als 50h/woche arbeite, ist das ein extremer Hungerlohn. Zurück nach Hause ziehen geht leider nicht mehr. Meine Eltern sind aufgrund der Arbeit meines Vaters vorerst nach Spanien gezogen (für 5 Jahre), Eigenkapital haben wir nicht.

    Wenn ich mir überlege, was Hartz4 Empfänger bekommen, dafür dass sie nichts tun, dann komme ich zu dem Entschluss, dass es sich für mich absolut nicht lohnt arbeiten zu gehen! Doch welche andere Wahl habe ich denn? Wenn ich kündige habe ich 3 Mon sperre und kann dann Insolvenz anmelden! Geld zum sparen habe ich nicht.

    Wenn dann auch noch diese Idioten kommen, die sich selbst als „Profis“ abstempeln, weil die Oma ihre Zeichnungen an den Kühlschrankt hängt, und Jobs für 9€/h annehmen, wird mir bewusst, dass die ganze Mühe echt fürn Arsch ist. Dass ich für nichts einen ABI von 1,8 habe. Ein Studium kann ich mir leider nicht leisten und bis jetzt hat sich auch keine Firma bereit erklärt, mich da zu unterstützen.

    Und nein, ich wohne NICHT im Osten. Ich wohne in Baden-Württemberg. Da wo die Miete gleich mal das doppelte kostet und man gleich als asozial abgestempelt wird, wenn man nicht arbeitet (egal ob es sich lohnt oder nicht).

    Ich versuche zu handeln und eine besser bezahlte Stelle zu finden, doch irgendwie scheint mich keine Firma zu wollen. Und kaum zu glauben, ich musste mir mehr als einmal folgenden Satz anhören: ,,Oh Freulein, mit einer Asiatin hatten wir nun wirklich nicht gerechnet!“. Nach der 50. Absage habe ich mich dazu entschieden meine Bewerbung OHNE Lichtbild zu schicken. Teilweise an die gleiche Firmen und sieh an, ich hatte plötzlich Bewerbungsgespräche. Allerdings blieb ich nach dem Gespräch weiterhin erfolglos. Dafür dass meine Mutter Halbkoreanerin ist, muss ich mich hoffentlich nicht entschuldigen.

  14. karlo

    Guten Tag,

    Ich habe mich hier ein fast komplett durchgelesen und frage mich echt ob ich mein kommunikations-design studium lieber schmeissen soll.

    Ich studiere privat an der akademie u5 in münchen und bekomme immer wieder zu hören es käme nur auf die mappe an und wenn man gut sei, könne man auch gut verdienen.

    Ist das war ? Beschränken sich die ganzen horrorgeschichten hier auf leute die eine ausbildung gemacht haben oder wird da in der branche überhaupt kein unterschied zwischen studium und ausbildung gemacht? Zumal ich nach dem studium keinen bachelor abschluss sondern nur den status einer abgeschlossenen ausbildung und ein zertifikat hätte.

    In meinen augen wäre eine ausbildung lerntechnisch wahrscheinlich genauso sinnvoll weil es in dem fachbereich eh kaum theorie gibt und das meiste praktische arbeitserfahrung ist.

    Für antworten wäre ich sehr dankbar!

  15. Lily

    Mein chef ist nicht sehr fair und ziemlich geizig. Azubis werden auch nicht besonders gut behandelt und das Gehalt ist auch nicht der Bringer.
    Im 1. Jahr 526€ (= 410€), im 2. jahr 582€ (=460€) und im 3. verdiene ich nun 623€ (=495€).
    In meiner Klasse (Ausbildung in Niedersachsen) ist das schon eher der untere Bereich an Gehältern, ein paar bekommen noch etwas weniger, die meisten allerdings auch so um den dreh. Ein paar Ausreißer haben wir mit jezuz 800€ und einer verdient bereits 1.300.
    Ich informiere mich übrigens gerade über Gehälter, da mein Chef mich übernehmen will. Ich seh es als Chance und bleibe erst mal dort, auch wenn ich dann eher wenig geld bekommen werde. aber ich bin fleißg und werde immer neu verhandeln :p

  16. nayen

    looool
    nachden kommentaren wird wohl kaum noch einer der das liest mediengestalter werden wollen xD 1300 euro netto. übertunden und alles andere UNBEZAHLt
    haha. was für ein drecksberuf ist das bitte?
    1 von 50 firmen bezahlt sicher normal.

  17. Lucas

    Hallo ich bin jetz 14 Jahre alt und habe ein gewisses Interesse an dem Job als Mediendesigner entwickelt. Ich habe eine gute Aussicht auf das Abitur und stehe momentan im durchschnitt 1.8 in allen Fächern.ABER IN UNSEREN SCHÜLERMATERIEALIEN STEHT DASS MAN ALS MEDIENDESIGNER IN DEGITAL UND PRINT IM 3LEHRJAHR 916 EURO VERDIENt???????????????? was stimmt nun bitte um aNtwort

  18. Anne

    Lieber Lucas (für den Fall das du das nach den Monaten noch liest)
    Was geschrieben steht und was zutrifft sind immer 2 unterschiedliche Paar Schuhe, irgendwo hat mal einer hin geschrieben das die Würde des Menschen unantastbar ist alle gleich sind und noch so Unsinn. Mit 14 Jahren solltest du aber bereits wissen das dem nicht so ist.

    Eure „Schülermaterialien“ scheinen euch nicht auf das Leben vor zu bereiten, sondern platzieren euch Gedanken in den Kopf die schon Grundsteine für späteren Frust legen, zum Glück ist man immer weniger auf solche Sachen angewiesen …. durch z.B. das Internet.

    Viel Glück, und glaub nicht alles was man dir erzählt ;)

  19. Rena

    Nachdem ich alle diese Beiträge gelesen habe, bin ich so geschockt, wie das Leben eines MGs wirklich aussieht. Ich habe selbst zunächst eine ähnliche kreative Richtung als Fotomedienlaborant eingeschlagen, hatte da ähnliche Verdienste 1. LJ 299€ mit jeweils dann 50€ mehr und wollte nun eigentlich eine Umschulung als MG beginnen, da mir Gestaltung mehr Freude bereitet und seit ich 14 war das auch machen will. Nach dem heutigen Schock schon ohne einen Bildungsgutschein für die 2 Jahre 18.000 privat zu bezahlen (ohne mntl. 200€ Fahrtkosten), oder überhaupt eine Ausbildung zu finden, die sich halbwegs bezahlbar macht, dass man nicht ins Minus gerät (lebe selbst am gefühlten Ende der Welt) und dann noch zu lesen, dass sich all‘ dieser Aufwand vielleicht gar noch nicht mal lohnt? Ich hätte nie gedacht, dass ich meinen Traumjob so dermaßen überdenke, da auch Geld für mich eine viel geringere Rolle spielt als die Freude und Motivation in diesen jahrelangem Hobby, aber wenn ich mir nicht mal Fahrt, Miete und Unterhalt leisten kann, sollte wohl man realistisch bleiben. :( Trotz allem werd ich aber mein Hobby deswegen nicht aufgeben und eine ähnliche Richtung suchen.

  20. Frank

    Nun ja, so lange in Deutschland immer noch die Meinung vorherrscht, man müsse froh sein, überhaupt einen Job zu haben, solange wird sich an dieser Situation wohl auch nichts ändern. Erst, wenn ein Bewerber nach dem anderen den Mut aufbringt und bei einem derart unverschämt niedrigen Lohnangebot noch während des Vorstellungsgesprächs aufsteht und den Raum verlässt, wird sich auch bei Arbeitgebern irgendwann die Einsicht durchsetzen, dass eben gute Leistung auch einen angemessenen Lohn verdient. Ich kann schließlich auch nicht in ein Geschäft gehen und für die ausgesuchte Ware nur die Hälfte zahlen mit der Begründung, dass mein Arbeitgeber ein alter Geizhals ist. Aber hier müssten eben wirklich alle an einem Strang ziehen. Aus der Gewerkschaft bin ich längst raus. Denn warum soll ich mein Geld dafür rausschmeißen, dass die für einen höheren Tariflohn streiken, der dann ohnehin nie bezahl wird, weil sich kein Arbeitgeber mehr an den Tarif hält? Jungen Menschen, die eine Lehrstelle suchen, kann ich jedenfalls nur einen Tipp geben: Vergesst den Beruf Mediengestalter!!! Hört sich besser an als es ist. In den allermeisten Betrieben hat der Job mit Gestaltung in etwa soviel zu tun, wie ein Fließbandarbeiter bei einer großen Autofirma mit der Entwicklung der Fahrzeugtechnik zu tun hat. Und die Bezahlung ist – wie oben bereits mehrfach erwähnt – schlicht und ergreifend besch…

  21. Mike

    Guten morgen zusammen ;)

    Habe einen etwas seltsamen Lebenslauf
    - Realschulabschluss
    - 1 Jahr Praktikum als Heilerziehungspfleger
    - FWDL 23
    - Ausbildung zum Foto- und medientechnische/r Assistent/in ( 2 Jahre kostenpflichtig )

    Danach wurde ich in einer Digitaldruckerei als MG angestellt, und habe inzwischen Fuß gefasst. Dort bin ich jetzt seit 3 Jahren angestellt, Gehalt wie folgt :

    1. Jahr 1800 ( Mediengestalter , Produktionshelfer, befristet
    2. Jahr 2200 ( Mediengestalter, Kundenbetreuung, befristet
    3. Jahr 2950 ( Mediengestalter , Bereichsleiter Grafik und Werbetechnik , unbefristet

    Der Vorteil in dieser Druckerei sind einfach die vielen Kundenkontakte, inzwischen habe ich schon mehrere Angebote von unseren Kunde, die Geschäftsleitung bekommt das natürlich mit und gibt natürlich das beste mich zu halten. Ich habe keine Ausbildung im Traditionellen Sinn, habe mich jedoch im Unternehmen eingesetzt und bin inzwischen nur schwer zu ersetzen.

    Nicht alles annehmen und auch mal ungewöhnliche Wege gehen, lasst euch nicht ausnutzen.

  22. Lars

    Wahnsinn, wieviele Kommentare dieser Artikel seit der Erstveröffentlichumg im Jannuar 2007 hat!

    Ich finde es spannend die fielen Erfahrungswerte hier zu lesen und muss sagen, dass die Gehaltsspanne leider noch immer viel zu groß ist in Deutschland. Während die Vergütung von tarifgebundenen Betrieben mittlerweile vernünftig ist und zum überleben reicht, gibt es viele viele viele kleine Betriebe, wo das Ausbildungsgehalt nicht mal die Lebenserhaltungskosten deckt. Viele meiner Freunde haben teilweise sogar nur 300€ Nettogehalt bekommen während dem ersten Jahr… wer mir aufzeigen kann, wie jemand davon leben soll, dem Zolle ich meinen größten Respekt..

  23. Stefan

    Hi Leute,

    mal was positives: 82.000 brutto im Jahr als Online Marketing Verantwortlicher im Konzern zzgl. 15.000 brutto mit eigenen Webseiten. Also knapp an den „magischen“ 100.000 im Jahr mit einer Ausbildung zum Mediengestalter. Und nein, weitere „offizielle“ Aus- oder Fortbildungen habe ich nicht. Man kann also auch ganz gut durchkommen damit. Bin jetzt 32 und habe alle 2 Jahre den Arbeitgeber gewechselt und mich jeweils ein Stück weiter entwickelt. Funktionierte meines Erachtens, weil ich für meinen Job brenne, ihn wirklich gerne mag und mache. 90% habe ich mir selber beigebracht durch viele viele Bücher und Blogs/Webseiten, dazu in der Freizeit einige Dutzend Webseiten selber erstellt. Wenn ich morgen gekündigt werden sollte, mache ich mich notfalls komplett selbständig, bin aber auch sicher, innerhalb von 2 Monaten wieder etwas adäquates finden zu können.

    Wenn ich heute in den Zwanzigern wäre und Grundlagen als MG geleent hätte, würde ich mich die Next Big Things Mobile Marketing und Big Data kümmern, Online Marketing generell ist aber auch nicht verkehrt – ich würde mich in diese Themen einarbeiten, an evtl. eigenen Projekten lernen und Erfahrung sammeln. Die Unternehmen suchen solche Leute wie bekloppt und wenn Ihr gut seid, könnt Ihr Eich die Jobs demnächst per Headhunter vor die Tür bringen lassen, eigene Bewerbungen habe ich zB schon seit 5 Jahren nicht mehr geschrieben. Jaaaaa, hört sich alles so einfach an, was? :) Ist es nicht, musste mich dafür auch auf den Hosenboden setzen und vor allem Spass an meiner Arbeit entwickeln. Aber dafür schlägt man 3 Fliegen mit einer Klappe: Job bringt meist Fun, wird gut bezahlt und man hat ein Backup durch eine mögliche Selbständigkeit.

    Wer also Motivation hat und meint, nicht weiter zu kommen – mein Tipp wäre: Geiles Thema suchen, brennen, lernen, ausprobieren, lernen, ausprobieren. Und austauschen.. Foren, Blogs, Konferenzen, Stammtische etc. Wenn ihr derjenige seid, der selbstbewusst und fachlich korrekt alle Fragen beantworten und den Erfolg in der Praxis nachweisen kann, könnt ihr auch mit einer MG Ausbildung „am großen Rad“ drehen! Und das macht nebenbei Spaß, glaubt es mir oder nicht :)

  24. Stefan

    Jetzt habe ich alle Beiträge nochmal gelesen und möchte mal insbesondere auf

    Peter Alexander und XyZett aus Juli und September 2009 sowie meinen Beitrag direkt oberhalb

    hinweisen. Wenn ihr Kohle verdienen wollt, dann reiht Euch bitte nicht in die Schlange der Standard-Mediengestalter ein. Standard kann jeder, entsprechend wird gezahlt. Marktwirtschaft halt, kann man gut finden oder nicht. Ihr müsst was BESONDERES bieten, dann könnt ihr dafür auch – ob selbständig oder angestellt – viereckiges Geld aufrufen.

    Blödes Beispiel gefällig? Schmied Max im Mittelalter stellt Töpfe und Hufeisen her, Qualität ist in Ordnung, aber nicht mehr und weitere 25 in der Region bieten das Gleiche. Schmied Moritz macht nur Helme für Rüstungen, aber das sind die Besten im ganzen Land. Preisfrage: Wer hat Abends Steak und wer Kartoffeln aufm Teller? …. Beide arbeiten gleich viel, haben die gleiche Ausbildung, wohnen nebeneinander.. Moritz hat Spass, weil er Anerkennung und viele Steaks bekommt, Max ist von all den Hausmütterchen genervt, die ne Beule im Topf ausgebeult und das Hufeisen ne Spur kleiner haben wollen.

    Wer nichts Besonderes zu bieten hat, kann auch keine großen Gaben erwarten, das war doch noch NIE anders.. Die Frage ist doch immer, was man selber will. Ich mag auch Freitags um 17 Uhr den Grill anwerfen können, deshalb wäre ein Managerjob mit 60+ Stunden nichts für mich. Daher gibts auch keinen Porsche. Aber ich will eine coole Bude und nen neuen Audi, schöne Urlaube und viel Spass und Anerkennung im Job. Gibt’s leider alles nicht geschenkt und jeder darf sich JETZT (und jederzeit) überlegen, ob er dafür die Arbeit auf sich nimmt und sich in seiner Freizeit weiterbildet. Nervig, eh keine Chance, alle blöd? Dann bleib da stehen, wo Du bist und akzeptiere es. Es kann sowieso nicht jeder „Erfolg“ im Job haben. Muss man auch nicht. Vielleicht ziehe ich auch in 5 Jahren aufs Land und mach einen auf Selbstversorgung mit 500 Euro im Monat – reizt mich. Aber wenn ich mehr Asche will, muss ich hält einer der eher wenigen sein, die dafür auch was tun und sich VORHER überlegt haben, ob ich für das Spezialwissen auch die entsprechende Kohle einfahren kann.

    So long…

  25. Süddeutschland

    Hallo zusammen,

    bin ausgebildeter Mediengestalter Digital und Print – Gestaltung u. Technik.
    _______________________

    Rahmenbedingungen (Ausbildung = Festanstellung):
    - Gleitzeit (nicht in der Ausbildung)
    - 40h/Woche
    - 18 Überstunden unbezahlt (Gelten als Geschäftsinteresse)
    - 30 Urlaubstage

    - Urlaubsgeld (1/2 Monatsgehalt)
    - Weihnachtsgeld (1/2 Monatsgehalt)
    - Bonus “Gewinnüberschuss” (1/4 bis 2/3 Monatsgehalt)
    _______________________

    In der Ausbildung (Brutto):
    - 1. Jahr 700
    - 2. Jahr 800
    - 3. Jahr 900
    _______________________

    Festanstellung (Brutto):
    - Probezeit (6Monate): 2250
    - Festanstellung: 2750
    - 1 Jahr nach Festanstellung: 3000
    _______________________

    - Die Firma ist in keiner Gewerkschaft.
    - Keine Unterschiede zwischen Frauen und Männer.
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    Persönliche Empfehlung:
    Wunderschöner Beruf mit viel Abwechslung. Gehalt hängt sehr stark von der Branche ab (Werbeagentur oder Inhouse-(Pharmakonzern / Automobil / Metall / etc.). Allerdings erhält man in diesem Berufsfeld, so sehr wie in fast keinem Anderen Zweig, Druck durch „Hobbydesigner“. Man sagt Kleinvieh macht auch Mist nur wird dieses Kleinvieh gerne unter der Hand an Jemand vergeben dessen Sohn vom Nachbar auch Photoshop hat und das „genau so gut kann“. Und das kennt jeder von uns, denn wir sind genau diese „Söhne“.

    Ob ich mich wieder für diesen Beruf entscheiden würde?
    Jederzeit! Und das sage nicht nur da ich ganz ordentlich verdiene (was mir durchaus bewusst ist).
    Es ist ein Beruf in dem man kreativ sein darf, mit Form, Farbe und Schrift. Ein Beruf der einem im Alttag überall begegnet und mit dem man sich identifizieren kann.

    Um in Betracht zu ziehen einen Beruf ein Leben lang auszuüben ist mit unter der wichtigste Punkt ob man gerne zur Arbeit geht. Da spielt die Vergütung eine Rolle, allerdings auch sehr das Betriebsklima. Arbeitskollegen die mehr sind als Kollegen, Freunde. Chefs mit denen man Reden kann und geschätzt wird.

  26. Silvio Endruhn

    Hallo zusammen ich bin gelernter Mediadesigner, nach meiner Ausbildung wurde ich direkt als 3D Entwickler eingestellt und habe ein „gutes“ Gehalt bekommen.
    Momentan bin ich im Druckgewerbe und bekomme dort mit Bonus und CO ein „Glückspilz“ Gehalt in Sachsen.

    Also Kopf hoch und am Ball (Maus) bleiben.

  27. Ich

    Hallo zusammen,

    ich wollte nur einen kleinen Beitrag zu den Ausbildungsgehälter schreiben.

    Ich kann verstehen das viele, die VOR einer Ausbildung stehen, dieser Punkt brennend interessiert. Aber ist es denn wirklich so wichtig was ihr den 3 Jahren verdient? Viel wichtiger ist doch was danach (im ideal Fall) den Rest eueres Lebens verdient.
    In der Ausbildung wurde noch niemand reich. Konzentriert euch darauf was danach ist. Informiert euch so gut es geht in welchem Bereich das spätere Gehalt bei eurem zukünftigen Arbeitgeber liegt.
    Die drei jahre gehen schneller um als ihr denkt und später interessiert es nicht mehr ob jemand im 3 Lj. 600 oder 900 verdient hat, wenn ihr danach 30 – 40 Jahre lang mehr verdient (als die die für 900 eine Ausbildung gemacht haben).

    Ich kann nur sagen, ich bin mit meinem Gehalt zufrieden.
    Werde meiner Leistung entsprechend bezahlt und ich habe Spaß an meinem Beruf.

  28. tim

    Hallo, hat sich etwas geändert seit Einführung des Mindestlohns? ;)

    Ich suche gerade einen Job im Rhein-Main Gebiet.
    Leider musste ich gestern einen Job ablehnen, mir wurden nur 2000 Euro geboten für 22 Jahre Berufserfahrung…

  29. Anne

    Bei mir hat sich durch den Mindestlohn etwas geändert, hab gekündigt und bin jetzt in einem Callcenter.
    Die zahlen wenigstens 8.50 Euro und auch Überstunden wodurch ich deutlich mehr am Monatsende verdiene.
    Der Beruf ist leider zum Hobby geworden.

  30. Frank

    Ich habe hier diesen, meiner Meinung nach wichtigen Tread verfolgt und komplett alle Kommentare gelesen.
    Und bin der Meinung dieser sollte weiter kommentiert werden! Ich lese heraus, es gibt schon eindeutige
    Zeichen von einem Ost-West-Gefälle in Bezug der Lohn- bzw. Gehaltsgestaltung, leider realo.

    Mein Werdegang war anders: (politisch verboten ich durfte nicht studiern etc.)
    Bergmann unter Tage im Uranbergbau (n. 1 Jahr abgebrochen)
    Ausbildung zum Chemielaboranten mit div. Spezialisierungen (3 Jahre, ca. 7 Jahre im Beruf)
    1989 zurück zu familären Wurzeln, ins Frankenland
    In einer Korbwaren-Fabrik andedockt, in kürzester Zeit per Verdienst nach oben gewerkelt :-)
    Meine Gehaltsvorstellungen konnten leider nicht mehr erfüllt werden.

    Deswegen ein Wechsel in eine Polstermöbel-Firma (Mustermacher, sehr gut bezahlt)
    Danach in gleicher Firma als (Chemielaborant noch besser bezahlt)

    Nach einigen Jahren wurde es mir zu langweilig, und ich habe mir über eine Ausbildung per Arbeitsamt
    zum angebl. Grafik Designer gegönnt, real betrachtet nur ein Anfang-mehr nicht!
    In dieser div. Aus und Fortbildung war echt alles zusammen gewürfelt. (ich möchte das nicht bewerten)

    Nach dieser div. Ausbildung stand ich mit einer voll fetten Urkunde da, ich bin jetzt Graphiker!
    Hey wir doch einig- das reicht nicht.
    Also habe ich danach weitere Semesters und verdammt viel Zeit in einer Multimedia-Akademie verbracht.
    In kleinen Gruppen abends dazu gelernt. Projekte umgesetzt for nothing. Später habe ich in div. Agenturen
    den nötigen Schliff bekommem. (man lernt von den Alten,facto) Verdammt viele Nächte, habe ich damals
    noch per bücher gelernt, versucht und geübt…

    Und heute im Jahr 2016, Festanstellung von Mo-Do, ab Freitag nebenher sicher nicht umsonst schmunzel*
    Ich sage nur, weiterbilden, Grenzen überschreiten, sich herausheben von der Masse und immer einen
    kleinen Tick der Zeit voraus, nur sofern man bereit ist auch div. Freizeit zu opfern! Mein Credo!

    Qualität setzt sich nach meiner Erfahrung durch, hundert pro und sowieso!

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