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Markus Tacker

ist Mediengestalter (Non-Print Operating) und studiert zur Zeit Medieninformatik. Nebenbei arbeitet er als freier Webentwickler.

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Wie auf der deutschen Seite von Templatemonster zu lesen ist, wurde der Vertrieb von Templates bis auf weiteres eingestellt.

Der Grund dafür sind mehrere anhängige Klagen wegen der Verwendung von nicht lizensiertem Bildmaterial in Templates.

Templatemonster.com verkauft sogenannte «Templates», zu deutsch «Vorlagen». Diese Dateien enthalten fertige gestaltete Entwürfe und können zur Gestaltung von privaten und kommerziellen Internetseiten verwendet werden. Die Templates können von jedermann erstellt und über Templatemonster verkauft werden. Eine Überprüfung darauf, dass der Autor über alle notwendigen Nutzungsrechte verfügt findet seitens Templatemonster nicht statt — der Autor muss dies garantieren. Templatemonster Deutschland ist ein Afiliate-Partner von Templatemonster.com.

Inzwischen wurden auch mehrere Webseitenbetreiber abgemahnt, die Templates von Templatemonster verwendet haben, die nicht lizenziertem Bildmaterial enthielten. In einem Fall verlangt GettyImages Deutschland 1.400 ? zzgl. MwSt. für die Nutzung eines Bildes für den Zeitraum von 6 Monaten.

Templatemonster Deutschland warnt seine Kunden ausdrücklich vor den Templates auf Templatemonster.com

Die Verantwortlichen [bei Templatemonster.com / Artvertex] wurden durch uns mehrmals auf die Missachtung der Copyrightrechte hingewiesen, leider ohne Folgen für die Autoren, so das diese weiterhin nicht lizensiertes Bildmaterial genutzt haben und nutzen. Templatemonster.com tut dies, ohne Konsequenzen für die Verursacher, stillschweigend hinnehmen und setzt so alle Käufer einem erheblichen finanziellen Risiko aus.

Somit gilt bei der Verwendung von fremden Templates genau zu prüfen, woher die verwendeten Fotos stammen und ob ein ausdrückliche Nutzungsgenehmigung vorliegt. Da dies mit großem Aufwand verbunden sein wird, ist es meist einfacher, alle fremden Fotos durch Bilder aus einer gesicherten Quelle zu ersetzen.

Templatemonster Deutschland arbeitet inzwischen selbst an einem, von Templatemonster.com unabhängigen, Angebot.

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Markus Tacker.

11 Kommentare zu “ Templatemonster-Kunden wegen Urheberrechtsverletzung abgemahnt ”

  1. Maren Woker

    Das ist ja hinreißend, dass das den Verursachers keine Konsequenzen drohen. Nur seitens Templatemonster.com oder auch von Getty und anderen Bildagenturen? Warum denn nicht? Das finde ich merkwürdig.

    Wenn ich da ein Template kaufe, dann gehe ich doch davon aus, dass die Rechte da geklärt sind. Und dann bin ich auch noch der Gelackmeierte, wenn ich für das Template gezahlt habe? Seltsame Welt.

  2. Christian Beier

    Finde ich auch. Eigentlich gehört doch hier TemplateMonster in die Verantwortung gezogen und nicht der Nutzer, der das Template rechtmäßig erworben hat. Wenn ich ein Foto bei einer Agentur kaufe, geht ich doch auch davon aus, dass alle Rechte an diesem Bild geklärt sind. Schließlich kann ich das nachträglich ja gar nicht mehr überprüfen. Zudem wäre es bei einem Template, welches ja meistens mehrere Bilder enthält, mehr als nicht mehr Verhältnismäßig.

  3. JaySee

    Wenn ich ein Foto bei einer Agentur kaufe, geht ich doch auch davon aus, dass alle Rechte an diesem Bild geklärt sind. Schließlich kann ich das nachträglich ja gar nicht mehr überprüfen.

    In der letzten MacUp (01/07) ist ein interessanter Artikel dazu erschienen. Wenn man ein Bild von einer Bildagentur kauft, heißt das noch lange nicht, dass die Rechte für den Inhalt geklärt sind.

  4. CRI

    wichtig ist doch, ob es dabei steht, ob man sich um die rechtssachen/lizenzen selbst kümmern muss, oder ob es der verkäufer/anbieter tut.

    wenn man auf nem bild von einer bildagentur einen designerstuhl hat und man bekommt dieses bild im sonderangebot mit der bemerkung das die rechte nur für das bild selbst geklärt wären, dann muss man sich auch um die rechte für veröffentlichung des designerstuhls bemühen.
    eine gute agentur mit anspruch (und wahrscheinlich auch höheren kosten) wird das jedoch ALLES für den kunden im voraus klären.

    jedoch ein anbieter wie templatemonster etc. (ähnlich wie z.B. photocase), wo man selbst templates hochladen kann, kann nicht ohne große finanzielle kosten alle rechte der hochgeladenen templates überprüfen und sichert sich so wahrscheinlich mit einer einverständniserklärung vor dem download (wie z.B. bei photocase) ab. finde ich auch vernünftig und ok – für den preis. deshalb ist templatemonster dort wahrscheinlich außen vor und wird nicht belangt …

  5. marino

    der grund dafür, das templatemonster.com nicht reagiert dürfte hauptsächlich daran liegen das für die betreiber der website KEIN deutsches und KEIN europäisches lizenz/urheberrecht liegt ( sondern das amerikanische und dies gilt in amerika mehr als deutsches ( nach amerikanischen vorstellungen hat der kriegsevrlierer nur das recht amerika zu diehnen ( wer amerika schadet wird kastriert ( siehe marburgerabkommen – gültig vom 01.01 1946 – 01-.012090)

  6. Björn H.

    Bei uns in Detuschland ist es nun mal so, das man eben Privat gegen den Verkäufern klagen muss bei dem man das gekauft hat, um selbst aus dem Schlamassel raus zu kommen. Der Urheber verklagt dich, du den Verkäufer und der wiederum unter umständen wieder seinen, bis die Kette geschlossen wird.
    Das Ganze kann sich über Jahre hin wegziehen, was großen Verlusst bedeuten kann, wenn man auf den Verkauf der Wahre angewiesen ist.

  7. rsagb

    Wenn ich ein Auto kaufe und der Verkäfuer ist nicht der Eigentümer, was dann ?
    Wenn ich in gutem Glauben gehandelt habe (also den KfZ-Brief erhalten haben), gehört mir das Teil.
    Warum das bei bildmaterial anders ist wissen die Götter also die Rechtsgelehrten.
    Ergo: ist das Auto, welches ich gekauft habe, bemalt, z.B. motorhaube mit einem Motiv aus einem comic, gehört mir daas Auto, aber wegen dem bild auf der Haube verletzte ich Urheberrechte.
    Gute Nacht Deutschland.

  8. Marc P.

    @rsagb:

    Du unterliegst da einem kleinen Denkfehler. Wenn du ein Auto von jemandem kaufst, dem es nicht gehört (sprich er hats vermutlich gestohlen) gehört das Auto nicht dir, sondern immernoch dem eigentlichen Besitzer.

    Nichts anderes wird es dann auch vermutlich bei den Bildern sein. In dem moment, in dem man ein Template bei Templatemonster kauft erwirbt man unter Umständen „gestohlene“ Bilder.

  9. benizona

    Wenn ich ein Auto kaufe und der Verkäfuer ist nicht der Eigentümer, was dann ?
    Wenn ich in gutem Glauben gehandelt habe (also den KfZ-Brief erhalten haben), gehört mir das Teil.
    Warum das bei porno bildmaterial anders ist wissen die Götter also die Rechtsgelehrten.
    Ergo: ist das Auto, welches ich gekauft habe, bemalt, z.B. motorhaube mit einem Motiv aus einem comic, gehört mir daas Auto, aber wegen dem bild auf der Haube verletzte ich Urheberrechte.
    Gute Nacht Deutschland.

  10. mixmax

    Irrtum, wenn Auto und KFZ Brief gestohlen wurden gehört das Auto nicht dir, dann ist es Hehlerware, die dem Inhaber gehört. Bekommst Du einen falschen Fünfziger kannst Du damit auch nicht einkaufen. Wird gefälschtes Geld entdeckt, wird es einfach eingezogen und Du bekommst nix! Kauf die Bilder lieber bei einer anständigen Agentur und spar das Geld nicht an der falschen Stelle. Wer keine Ahnung von echtem Design und den notwendigen Kosten hat und nur auf billige Preise setzt fordert das Risiko unnötig heraus. Aber das ist eben ein Makel unsere Zeit. Jeder will ein Schnäppchen machen und wundert sich dann, dass er beim vermeinlich preiswerten Hehler landet. Ist doch irgendwie logisch, oder.

  11. J.S.

    Was ist eine „anständige Agentur“?
    Ohne Wertung nehme ich einmal Getty Images. Und weil das mit der Klagewelle so gut klappt und niemand, egal wo er gekauft hat, vor Abmahnungen gefeit ist, hat mal eben die Tochter von Getty-Images istockphoto Klagen bis auf 10.000,-EUR bei Urheberrechtsverletzungen auf sich genonmmen (AGB).

    Zum Auto:
    Bei nachweislichen Kauf von sogenannter Helerware ist man wohl gezwungen, die Ware dem rechtmässigen Besitzer zurückzugeben.

    Nehmen wir einmal an, das Auto hatte einen Restwert von 10.000,- EUR.
    Ein Bild (Auflösung für das Web) kostet etwa 10,-EUR bei istockphoto sogar nur 2,-EUR.

    Rechnung von Getty-Images 1200,-EUR für die Nutzung eines teilweise qualitativ sehr schlechtem Bild.

    Wenn man das Hochrechnet, müsste derjenige, der guten Glaubens obiges Auto gekauft hat und damit ein paar Wochen gefahren, ist dem rechtmässigen Besitzer
    für die Benutzung des Autos mal eben 120.000,-EUR überweisen.

    Oder habe ich das etwas falsch verstanden?

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