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Valentin Tomaschek

Nach der Mediengestalter-Ausbildung (Fachrichtung Print) hat Valentin Tomaschek knapp drei Jahre in Dublin gelebt. Zuerst als Koordinator bei HP und später bei Novell. Wieder zurück in Deutschland arbeitet er teilweise für ein Landesparlament und teilweise selbstständig im Internet-Bereich.

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Wisst ihr was mir auf die nerves geht? Wenn hippe Werbegeeks auf die idea kommen german und english miteinander to alloy. Wieso kann ein Werbeschaffender nicht so creative sein und sich einen good Slogan auf Deutsch ausdenken? Bei international companys mag es ja okay sein mit Anglizismen to work, aber das neuerdings jeder small Hausdesigner mit englischen words um sich wirft ist schon sick. Nur weil man ?Style? statt ?Stil? schreibt, hat man diesen nicht auch gleich automatically. Das sowas schief gehen kann zeigt das wohl bekannteste example: Eine grosses Unternehmen promote einen Rucksack mit der Bezeichnung ?body bag?. Hört sich gut an, but wer will sich schon einen Leichensack auf den Rücken bind? Oder muss the Toilettenpapier unbedingt ?Touching? heissen?
A lot of people verstehen die Slogans auch schlicht und ergreifend nicht. Explaine mal jemandem den Slogan ?come in and find out. Klingt gut, wird aber oft als „Komm rein und finde wieder heraus? verstanden. Advertising soll vor allem fast sein. Was bringt mir ein gutes concept, wenn mein potentieller customer vor dem Plakat steht und nur noch railway station versteht. Sicher, bei der Viva-Generation mag das ankommen, doch sollte man auf diese allein setzen? Please, no!

Übrigens haben an deutschen Universitäten Professoren sogar schon fear, dass in der Wissenschaft die deutsche technical language komplett ausstirbt. A few weigern sich schon, wenn nur deutsche professors untereinander sind, Englisch zu sprechen.

Bei der Umgangssprache streue ich auch viele englische Wörter mit ein, man muss die german language auch nicht ?schützen?, aber bei offical communication oder im öffentlichen Leben kann man to my mind doch vieles in Deutsch belassen.

Danke to you

9 Kommentare zu “ body bag or Leichensack? ”

  1. Dan

    …(sad) words of truth, my friend!
    Ist schon eine interessante Krux in der unsere moderne Gesellschaft mitunter steckt.
    Leute die miteinander reden sollten tun’s nicht, andere die mal den Rand halten sollten reden weiter und der ganze andere Rest schwafelt Kauderwelsch.

    Schön das dies auch an unseren Unis ein Thema ist – über den Titel kann man sich natürlich dann wieder streiten ;)
    Wie Deutsch weltweit wieder sexy wird.

  2. Maren Woker

    Die VIVA-Generation ist des Englischen sicherlich nicht mächtig genug, um zu verstehen, was da getalkt, äh, gesprochen wird.

  3. Manu

    To hinzufügen wäre noch, that eine huge Anzahl der Pseudo-Intellektuellen versuchen, sich mit this Denglish to profilieren! :-)

  4. Mike

    Ich finds gut. Deutsch ist net gerade ne schöne Sprache.
    Finds außerdem sehr lustig wie der Beitrag geschrieben ist und untem im Blog steht:
    | body bag or Leichensack? | Usability im Internet | Die besten 55 Webdesigner der Welt | Sehr sehenswerte Selbstportraits | [Update] Gewinne das Mediengestalterbuch #1 |

    Bis auf einen Beitrag alles mit Anglizismen ;)

  5. Valentin Tomaschek

    Mike: Damn you! :D

  6. Matthias J. Korth

    Wo er recht hat, hat er recht ;)

  7. F_L_I_P_P

    Na also die Thematik ist ja jetzt nicht wirklich neu und Artikel in diesem Stil habe ich auch schon zuhauf gelesen.
    Ich finde es nicht schlimm, Anglizismen zu verwenden. Vor allem, weil es sich ja in manchen Bereichen schon soweit etabliert hat, dass es gar nicht mehr wegzudenken ist. Man sollte es halt nicht übertreiben. Das kann dann nämlich ganz schön nerven und wirkt dann nicht ganz so cool wie gewollt sondern eher ein bisschen affig.

  8. Valentin Tomaschek

    Das kann dann nämlich ganz schön nerven und wirkt dann nicht ganz so cool wie gewollt sondern eher ein bisschen affig.

    Genau darum geht es Flipp. Natürlich ist es okay, wenn man ein paar englische Wörter in seine Umgangssprache streut. Aber wenns dann bei Hinweistafeln in Behörden oder bei so einem Beispiel wie mit dem Bodybag auftaucht wirds wirklich crazy.

  9. Jerome Dahdah

    Finde ich jetzt nicht schlimm. Die Sprache dient dem Zweck der Kommunikation, und ist entsprechend genauso lebendig wie die Gesellschaft, die sie benutzt. Es gibt keine statische Sprache. Stellt euch vor, wir würden noch alle Lateinisch sprechen! Dann wären wir nie in den Genuss eines schönen Edgar Allen Poes oder Goethes gekommen. In der Sprache herrscht genauso ein Darwinismus wie sonst überall auch: die effizienteren Wörter gewinnen, die umständlichen sterben aus.

    Wo ich euch allerdings zustimmen kann, ist dass es ein wenig dämlich ist, wenn man versucht, Anglizismen um jeden Preis einzusetzen. Das hat weniger mit Kommunikation zu tun als mit Trends. Da passieren dann auch solche Malheure wie „body bag“. Andererseits wär ich fast schon versucht, mir so eine Tasche nur aus eben diesem Grund zu kaufen. ;)

    Ihr werdet gemerkt haben, in meinem Beitrag waren mind. zwei Fremdwörter (Trend und Malheur), die m.E. einfach viel besser funktionieren als die deutschen Versionen weil sie schöner klingen und kürzer (und damit schneller) zu schreiben sind.

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