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Maren Mischke

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Ich saß kürzlich auf der Couch, legte Socken zusammen und gab mich dabei meiner Leidenschaft des Musikfernsehens hin. Zu Beginn eines Werbeblockes lief unter anderem der wirklich gut gemachte Spot des WWF, der auf den schwindenden Lebensraum der Gorillas aufmerksam machen soll. Ich sah nur aus dem Augenwinkel zu, bis die Werbung schlagartig meine ungeteilte Aufmerksamkeit beanspruchte. Denn eine angenehme Stimme forderte mich auf „Sende ‚Gorilla‘ an die 8 11 90“ und erwähnte etwas von „2,99 pro SMS“.

Wow. „Schicke ‚Gorilla‘ an die…“ für einen guten Zweck – das musste ich erst einmal verarbeiten.

Ich bin es gewöhnt, in TV-Spots zu allem möglichen angespornt zu werden, unter anderem auch, eine Internetadresse anzuklicken oder eine Telefonnummer anzurufen und natürlich auch, ein Wort per SMS zu verschicken. Gerade letzteres hat mich bei einem Musiksender nicht weiter überrascht. Aber dass in diesem Fall kein Jamba-Sparabo damit zusammenhing, niemand marktschreiereische Sprüche rief und auch keine nervtötende Dudelmusik als Untermalung diente, verwirrte mich.

Da hat der WWF sich ja was ausgedacht… Im ersten Moment fand ich es entsetzlich, dass er im Rahmen einer solch anspruchsvoll gemachten Kampagne dazu herablässt, mit solchen fragwürdigen Methoden Spenden zu sammeln. Dieser Kennwort-per-SMS-Masche haftet eben ein sehr zweifelhaftes Image an.

Je länger ich jedoch darüber nachdenke, desto mutiger finde ich diesen Schritt. So Zielgruppengerecht! Und dabei so bequem für den potentiellen Spender! Ich meine, wie oft ist Spenden mit Aufwand verbunden – Kontonummer aufschreiben, Zettel nicht verlieren und dann die Überweisung aufführen oder aber eine Telefonnummer oder Internetadresse aufschreiben… Jetzt muss man während des Spots nur „Gorilla“ und die Kurzwahnummer 8 11 90 eingeben und schon wird der überschaubare Betrag von gerade mal 2,99 mit der nächsten Handyrechnung abgebucht.

Alle, die sich den „gewöhnlichen“ Spot ansehen oder generell etwas über die Arbeit des WWF (World Wide Fund For Nature) erfahren möchten, sollten zu www.wwf.de/aktion-gorilla beziehungsweise www.wwf.de rübersurfen.

Wie findet ihr den Spot beziehungsweise diese Vorgehensweise?

Nachtrag: Dank an Olli, der mir in seinem Kommentar die Kurzwahlnummer genannt hat! Ist jetzt eingetragen.


Kategorie: Persönliches, Sehenswert
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11 Kommentare zu “ Spenden per SMS? ”

  1. nichtschwimmmer

    ich finde das eine gute sache. ich meine, warum nicht? bequem und einfach. klar haftet dieser methode ein schlechtes image an, aber wenn man dem WWF schon nicht mehr trauen kann, wem dann? ;)

    ne also, ich finde die methode wirklich nicht schlecht.

  2. cri

    hauptsache es kommt an.
    kommt es doch, oder?

  3. Christian Beier

    Auf jedenfall etwas Neues und dazu auch noch Zielgruppengerecht. Wenn aber alle (DRK, Rotes Kreuz, etc.) auf die Idee kommen und das gleiche machen, würde es auch nicht mehr so wirken.

  4. katha

    Ich halte das auf jeden Fall fuer eine gute Idee. Ich schaetze, der Standard „Musikfernsehsendergucker“ ist es gewohnt, SMS fuer fragwuerdige Services zu schreiben, da werden die es ja wohl fertig bringen, mal was sinnvolles mit ihren Handy’s anzustellen. ;)
    Nein, Spass beiseite. Es erregt Aufmerksamkeit bei Leuten, die sich darueber wundern. Und es ist einfach (wie schon gesagt, ich gehe davon aus, dass 85% derer, die MTV & Co gucken auch eine SMS schreiben koennen).
    Ich finds prima. Und ich denke eigentlich nicht, dass der Effekt verlorengehen wuerde, wenn viele Firmen anfangen wuerden, auf diesem Wege Spenden „einzusammeln“ – der Hauptvorteil dieser Methode – naemlich dass es einfach ist – bleibt doch.

  5. Olli

    … cragar hofft, das auch die volle Summe den Gorillas zugute kommt… und nicht die Hälfte der Summe dem Provider reingeschoben wird…! Wie auch immer eine gute Sache…, weil es kaum eine Tierart gibt, die dem Menschen genetisch ähnlicher ist… und diese Verwandten wollen wir doch bestimmt nicht verlieren…
    Übrigens, die erwähnte Nummer war: 8 11 90, Stichwort: Gorilla

  6. Heiko Kreiter

    Ich hatte den Spot auch gestern oder vorgestern gesehen, habe aber leider nur das Ende mitbekommen. Nun war ich auf der wwf seite und wollte da schauen wie die nummer heisst … Hab dann aber doch das Formular ausgefüllt und einen hoheren Betrag gespendet …
    Man sieht also, der Spot fruchtet… einfach mal wieder über die Situation nachzudenken.

  7. Karina

    fast der volle betrag kommt dem gorilla/regenwald von wwf projekt zugute. das steht im werbespot unten in der ecke. ich glaube es sind 2,82 euro, die von den 2,99 euro genutzt werden.
    ich finde das eine wunderbare sache, dass auch mal auf den musiksendern, die leute zum nachdenken und hoffentlich auch zum spenden animiert werden. obwohl ich eigentlich nicht so der sms freak bin hab ich mir mein handy geschnappt und mal eben eine sms versendet. ist einfach und kann viel bewirken.

  8. Arik

    Manueller Trackback

  9. DerBote

    hi, ich weiss ist schon alt aber finde es heftig das es menschen gibt die noch an wwf geld spenden? soweit ich weiss gehört wwf den großkonzernen und sind dazu noch verantwortlich das urwälder weiter abgeholzt werden.Man braucht nur im internet keine 5 min suchen und schon hat man die bestätigung.Wenn jemand wirklich helfen will dann reicht es schon nicht bei zb ikea einzukaufen und sein konsum umstellen.Jedes jahr ein neuer schrank hilft genau sowenig wie wwf geld zu spenden…verstehe nicht warum menschen so blind sein können und einfach mal spendet ohne weiter nachzudenken – ist ja für eine gute sache…glaubt ihr es wirklich?warum wollt ihr lieber 2,99 an wwf spenden anstatt den strom verbrauch zu senken das würde allen gut tuen.

  10. @DerBote

    „WWF gehört den großkonzernen“

    1. Häh??????
    2. Nein.
    3. Und selbst wenn, Hauptsache ist doch was sie tun. Und nein, Der WWF holzt keine Regenwälder ab, er kauft mehr und mehr um ihn zu erhalten. Er bezahlt Wildhüter. Die übrigens im Kampf gegen die Wilderer nicht selten getötet werden.

  11. Gerhard Reischl

    Der (mittlerweile wirklich sehr wichtige) Umweltschutz hat es ohnehin schwer, sich in den Köpfen der Leute durchzusetzen, ich verstehe nicht, warum manche Leute ihn zusätzlich sinnlos mit diesen Unwahrheiten boykottieren. Bei dir wundert mich ehrlich gesagt deine Einstellung zum WWF schon etwas, da dir der Umweltschutz ja doch irgendwo am Herzen zu liegen scheint, daher liegt es in deinem Fall wohl eher daran, dass du dich noch nicht wirklich mit dem WWF befasst hast. Ich hoffe im folgenden deine Zweifel beseitigen zu können.

    Ich spende seit langem jährlich einen vierstelligen Betrag an den WWF und erhalte als Mitglied vierteljährlich das WWF-Magazin, in dem unter anderem von den erzielten Erfolgen und neuesten Entwicklungen berichtet wird. Der WWF hat auch in Zusammenarbeit mit den Regierungen enorm viel erreicht, was in den meisten Fällen relativ einfach nachzuweisen ist, schon allein daher wäre es ziemlich unwahrscheinlich, dass der WWF wider seinen Interessen handelt und die Spendengelder für Dinge einsetzt, die diesen Erfolgen entgegenwirken. Darüber hinaus bietet der WWF Reisen in Regionen an, in denen er aktiv ist und wo man sich von der Arbeit des WWF selbst überzeugen kann.

    Man ist im übrigen generell gut beraten, nicht alles zu glauben, was man im Internet findet, denn es gibt für alles eine Lobby, die versucht, ein Projekt oder eine Firma aus eigenen Interessen negativ darzustellen. Dass der WWF sehr vielen ein Dorn im Auge ist, die Ihr Geld mit krummen Geschäften verdienen, liegt auf der Hand. Entscheidend ist immer, ob die positiven oder die negativen Beiträge überwiegen, und sollten wie beim WWF die positiven BEI WEITEM überwiegen und sich obendrein in den meisten Fällen leicht überprüfen lassen, kann man dem beruhigt Glauben schenken.

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