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Valentin Tomaschek

Nach der Mediengestalter-Ausbildung (Fachrichtung Print) hat Valentin Tomaschek knapp drei Jahre in Dublin gelebt. Zuerst als Koordinator bei HP und später bei Novell. Wieder zurück in Deutschland arbeitet er teilweise für ein Landesparlament und teilweise selbstständig im Internet-Bereich.

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lo-net-screen.jpgKommunikation in der Berufsschule gestaltet sich manchmal ein wenig schwierig. Vor allem dort, wo Blockunterricht die Regel ist. Da startet man ein Projekt, das über mehrere Schulblöcke/Wochen geht und zwischendrin sind alle Auszubildenden in den Betrieben. Wie soll da eine gute Koordination von statten gehen? Nehmen wir mal an, der Lehrer verschiebt den Zeitpunkt der Abgabe, es wird Unterrichtsmaterial für das Projekt nachgeliefert oder die Schüler wollen sich untereinander einfach nur austauschen? Dies alles komplett vom Lehrer allein managen zu lassen, wäre zu schwieirg und vor allem zu zeitaufwändig für den Lehrer selbst.

Eine Lösung könnte die Plattform „Lehrer Online? (kurz lo-net) sein. Dort können Schulen für ihre Lehrer und Schüler virtuelle Klassenräume anlegen. Dieser beinhalten Chat, Forum, Kalender, eine eigene E-Mail Adresse für jeden Lehrer und Schüler und die Möglichkeit der Aufgabenverteilung und das Anlegen einer Dateibibliothek für Unterrichtsmaterialien. Die komplette Administration liegt ausschließlich bei dem Lehrer selbst.

Klar, an sich sind diese Möglichkeiten alles andere als neu. Doch finde ich diese Zusammenfassung speziell für Schulen in einem Angebot sehr gut gelungen. So kann der Schüler sich einloggen und sieht alles Wichtige in einem Stück. Wann ist die nächste Englischarbeit? Wann ist der Abgabetermin für das aktuell laufende Projekt? Was haben die Mitschüler am laufenden Projekt gearbeitet?
Da auch der Schüler Dateien hochladen kann, ist es für den Lehrer möglich, den Abgabezeitpunkt schon vor dem nächsten Unterricht festzulegen. Genug Zeit die Ergebnisse direkt am Anfang der Schulwoche zu verkünden und sofort ins nächste Projekt zu starten.

Die direkte Kommunikation kann per Chat oder über den E-Mail-Service laufen. So können Rundmails an alle Klassenmitglieder verschickt werden. Der Chat ist auch während den praktischen Stunden in großen Klassenräumen eine gute Möglichkeit untereinander auszutauschen.

lo-net-2-logo.jpgMomentan wird sogar an einem lo-net² gearbeitet. Also ein Relaunch, der viele gute Erweiterungen mit sich bringen wird. Die größte Neuerung ist, dass die komplette Schulorganisiation abgebildet werden kann. So kann man sich nicht nur in der eigemem Klasse, sondern die ganze Schule untereinander austauschen. Es können dann auch mehrere Lehrer für eine Klasse zuständig sein. Praktisch, wenn ein Fachlehrer auch auf die Funktionen einzelner Klassen zugreifen kann.

Auch die Bildung von einzelnen Communities wird unterstützt, so dass einzelne Projektgruppen ihren eigenen „virtuellen Raum“ haben können. Die Funktion „Schaufenster“ dient dann schliesslich dazu, das Ergebnis den anderen Klassenmitgliedern oder auch der ganzen Schule zu präsentieren.

Weitere neue Funktionen sind das Adressbuch, die Möglichkeit Umfragen durchzuführen, ein eigenes Wiki, die Veröffentlichung des kompletten Stundenplans und Möglichkeit der Nutzung eines Learning Management System (LMS). Die E-Mails können dann auch per E-Mail Client via POP3 abgerufen werden.

Sehr gut ist die zukünftige Mehrsprachigkeit des Systems. Alle Funktionen und Inhalten werden in fünf Sprachen angeboten. Neben Deutsch können Französisch, Englisch, Spanisch und Italienisch ausgewählt werden. So eignet sich lo-net² auch für internationale Schulpartnerschaften und/oder für den Fremdsprachenunterricht.

Persönliches Fazit:

Gerade in der Medienbranche ist eine Kommunikation per E-Mail, Foren und Chat gang und gäbe. lo-net² eigenet sich meiner Meinung nach nicht nur für den einfachen Austausch der Schüler. Setzt der Lehrer die Funktionen geschickt ein, kann die Plattform auch ein gutes Hilfsmittel sein, den Schülern Projektmanagment beizubringen. Denn dort ist Kommunikation das Wichtigste!

Lehrer Online ist ein Projekt von „Schulen ans Netz e.V.“. Dieser Verein ist eine Initiative vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Deutschen Telekom AG.

1 Kommentar zu “ Lehrer Online | lo-net² ”

  1. Christian Beier

    Das hört sich wirklich sehr interessant an. Die meisten Lehrer an unserem OSZ geben inzwischen aber auch schon ihre private E-Mail-Adresse heraus und gut Klassenverbände richten von sich selber schon Foren für die Kommunikation ein.

    Interessant wird dieser Dienst wohl vor allem für Klassen der „normalen“ Schulen. Dort kommt dies jedoch am meisten darauf an, wie stark sich die Lehrer mit dem Medium Internet beschäftigen möchten. Und da liegt meiner Meinung nach im Moment noch das größte Defizit.

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