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Maren Mischke

…lebt und arbeitet im schönen Düsseldorf am Rhein.

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Als wir Mediengestalter-Blogger neulich in einer Redaktionssitzung beschlossen, mal alle über dasselbe Thema zu schreiben, kamen wir sehr schnell auf einen Nenner: Wir berichten über das PDF in all seinen Facetten. Schließlich ist es in unserem Arbeitsalltag omnipräsent.

Einige Zeit später saß ich dann in einem türkischen Imbiss, hatte gerade gegessen und dachte mir, machste dir mal ein paar Notizen, wo du überall in deinem Alltag mit dem Thema PDF konfrontiert wirst, damit du nachher am Rechner direkt loslegen kannst. Ich kramte also einen Kugelschreiber aus meiner Tasche und fand eine unbeschriebene Werbepostkarte, auf der ich notieren wollte, was ich immer schon mal im Zusammenhang mit PDFs erzählen wollte. Schließlich sollte ich mir ja nur ein paar Stichworte machen und keinen Roman verfassen. Doch schnell war meine Postkarte voll gekritzelt und ich überlegte, ob ich auf einer Serviette weiter schreiben sollte. Da wurde mir unmissverständlich klar: sch*****, PDF ist einfach überall. Wohin man auch schaut. E-Mails und PDF haben meine Arbeit in letzter Zeit grundlegend verändert.

Aber auch in meinem „privaten“ Alltag habe ich schon Gebrauch von der tollen Erfindung PDF gemacht. Damit dieser Artikel nicht zu lang wird, habe ich versucht, ihn in zwei Teile aufzuteilen. Hier also ein paar Beispiele, wie ich in meinem Privatleben mit PDFs Kontakt habe.

PDF im Privatleben: Der PDF-Download

Was ich nicht alles schon an PDFs herunter geladen habe? Die Bewerbungsunterlagen für den Studiengang, den ich unbedingt machen wollte, aber wofür mein NC nicht reichte. Die Formulare für die Immatrikulation zu dem Studiengang, den ich dann letztendlich belegt habe. Den Bafög-Antrag. Die Anmeldeformulare für die Klausuren. Für die Exmatrikulation braucht dann natürlich auch noch was…

Und sonst? Ich habe gerade mal auf meinem Computer nach PDFs gesucht. Die Liste hört ja gar nicht mehr auf! Dort findet sich unter anderem: Meine Geburtstagseinladung. Der Wunschzettel, den ich Weihnachten ans „Christkind“ geschickt habe (ja, auch das geht mit der Zeit). Die Infos, was man als USA-Einreisender nun im Handgepäck mitführen darf und was nicht. Diverse fachspezifische PDFs, mit deren Hilfe ich für die Mediengestalter-Abschlussprüfung gelernt habe. Eine Auflistung, was die verschiedenen Waschsymbole auf den Etiketten in meiner Kleidung zu bedeuten haben. Die Öffnungszeiten meines Lieblings-Schwimmbades. Die Anleitung, wie man diesen Blog hier benutzt. Rezepte für Kuchen oder sonstige Kochrezepte. Veranstaltungskalender. Fahrpläne. Bahn-Tickets. Bahn-Tickets? Ja, das geht! Mehr dazu? Dann beachte man den nächsten Abschnitt.

PDF im Privatleben: Das Bahn-Ticket
Da muss ich vorher ein kleines bisschen ausholen: wenn man mit Bus und Bahn von Düsseldorf nach Köln fahren möchte, ist man auf zwei verschiedenen Transportgesellschaften angewiesen: den VRR (Verkehrsverbund Rhein-Ruhr) und den VRS (Verkehrsverbund Rhein-Sieg). Bis vor einiger Zeit konnte man aber bei beiden jeweils kein Ticket für die Konkurrenz erstehen, beziehungsweise die Bedingungen waren ein wenig erschwert. Und auf halber Strecke aussteigen und dort ein Ticket ziehen – das macht keiner.
Inzwischen kann man also online auf die Webseite des VRS gehen und sich dort sein entsprechendes Ticket aussuchen, es bestellen und dann herunterladen und Ausdrucken. Und in welcher Form bekommt man das Ticket? Genau, als PDF.

Auf dieselbe Weise habe ich mir jetzt auch mein Monatsticket besorgt. Da muss ich nicht erst eine Verkaufsstelle aufsuchen, dort ewig warten oder mich vor einem kaputten Automaten ärgern – nein, ich kann das alles mitten in der Nacht bequem von zu Hause aus erledigen. Sieht zwar immer noch komisch aus, wenn man dem Kontrolleur einen Ausdruck vor sie Nase hält, aber wieder Erwarten gab es bisher noch keine Probleme und das Personal wurde wohl rechtzeitig über diese neue Art des Tickets aufgeklärt. Vorbildlich, möchte ich sagen. Das nenne ich zukunftsorientiertes Verhalten gegenüber dem Kunden. Deswegen wurde diese Inovation auch – zu Recht – preisgekrönt.

PDF im Privatleben: Die Hausarbeit für die Uni
Ich habe, wie ich wahrscheinlich schon mal erwähnt habe, zwei Semester studiert und dort unter anderem auch eine Hausarbeit geschrieben. Die habe ich am Abgabetag meinem zuständigen Professor persönlich und in hübsch ausgedruckter Form überreichen wollen. Es war ein sonniger Freitag in den Semesterferien, ich war stolz auf meine getane Arbeit und schlenderte zur Uni. Aber mein Professor war nicht da. Und im Sekretariat war auch niemand. Überhaupt war auf dem gesamten Gang nur eine einzige Person anzutreffen und die bot mir an, mein Werk am Montag dann weiterzugeben.

Soweit, so gut. Nun glaube ich zwar an das Gute im Menschen, weiß aber auch, wie Studenten so sein können und hielt es für fragwürdig, irgendeinem Typen, der sich zufällig in einem der benachbarten Räume aufhielt, meine Arbeit in die Hand zu drücken und zu hoffen, dass er am Montag daran denken würde, die weiterzureichen. Vor allem hätte das ja so aussehen können, als wäre ich am Freitag noch gar nicht fertig gewesen und hätte mir so das Wochenende ergaunern wollen, um mehr Zeit zu haben. Das war mir zu heikel. Ich gab dem jungen Mann also mein Dokument (vielleicht war er ja auch scharf auf meine schöne Ordnerhülle?) und ging wieder nach Hause. Dort erstellte ich ein PDF meiner Hausarbeit, schickte dies meinem Professor und schrieb ihm, dass ich zwar da gewesen wäre, aber nur besagte Person angetroffen hätte. Damit war ich also aus dem Schneider und das PDF hat mir sozusagen meine Ehre bewahrt.

Und die Hausarbeit kam im doppelten Sinne gut an… :o)

1 Kommentar zu “ Artikel-Reihe PDF: PDF im Privatleben ”

  1. Unikram, Paper, Recherchen & Software » Ein Leben (fast) ohne Micro$oft-Anhänge & Kettenbriefe *träum*

    […] PDF ? für Druckfertiges & zu Betrachtendes, sehr unkompliziert (Artikel-Reihe PDF bei den Mediengestaltern, ) […]

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