Redakteur

Florian Knörl

<img src='http://www.mediengestalter-blog.de/wp-content/upload/florian_knoerl.jpg' alt='Florian Knörl' /></p> <p>Florian arbeitet in einer vollstufig ausgelegten Druckerei als Medien- gestalter, Fachrichtung Printmedien. Zu seinem Hauptaufgabenbereich gehört der Satz und die Herstellung von Verlags- werken, die Überwachung und Optimierung eines PDF- und Colormanagement- Workflows sowie die technische Betreuung der Vorstufe. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit Fotografie und Buchkunst. <h2>Mitgliedschaften</h2> <p>? <a href="http://www.mediengestalter.info">Mediengestalter-Forum</a> <h2>Links</h2> <p>? <a href="http://www.typoflori.de">Ein Geviert kommt selten allein-Blog</a>

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Früher, als noch analoge Fotografie den Standard darstellte, kam jeder irgendwann mal auf die Idee sich einen s/w-Film zu kaufen. (Eigentlich isses ja ein Graustufenfilm, aber das klingt so seltsam…) Gut, das Filmchen gekauft, in die Kamera eingelegt und drauflosfotografiert. Die Besonderheit war: Egal was man machte, irgendwie sah alles viel künstlerischer aus. Ganz toll und so, weil eben das Bild für sich sprach und niemand durch die (knalligen, flauen, falsch aufgebauten, schlecht beleuchteten…) Farben gestört wurde.

Mit der Zeit hat man dann ein wenig mehr Erfahrung mit der Belichtung sammeln können, und die Furchtlosen unter uns haben sich sogar im Schlafzimmer ein kleines s/w-Labor aufgebaut, um ihre Bilder selbst zu entwickeln oder zu vergrößern (und um festzustellen, dass ein Schlafzimmer staubig ist. Sehr staubig. Und der Chemiegeruch gefällt nicht jedem). Wenn man sich etwas intensiver mit der Fotografie, insbesondere mit der s/w-Fotografie beschäftigt, sieht man schnell den hohen Anspruch und die vielen, verschiedenen Techniken um zu einem schönen Bild zu kommen. Sei es auf der gestalterischen Seite (Cartier-Bresson, Feininger) oder auf der technischen Seite (Land, Adams), die s/w-Fotografie stellt hohe Ansprüche an den Fotografen.

Warum ich das alles hier schreibe? Nun ja, ich sehe es leider sehr oft, wie im digitalen Zeitalter s/w-Bilder erstellt werden. Mithilfe von Bild -> Modus -> Graustufen. Dann vielleicht noch ein wenig die Gradationskurve verändert (aber nicht so wie man sollte), und fertig isses.
Man bekommt dann ein Bild, das aus nur einem Kanal besteht, und dieser Kanal geht von der Farbe Weiß zur Farbe Schwarz. Mehr aber auch nicht ? es wurde einfach nur ein Kanal aus dreien oder vieren zusammenberechnet und einem vorgesetzt (Wer es genau wissen will: Es wird relativ viel aus dem Rot-Kanal, noch mehr aus dem Grün-Kanal und ein wenig aus dem Blau-Kanal verwendet). In den meisten Fällen ist dieses Ergebnis allerdings eher suboptimal, auch weil man keinerlei Einstellmöglichkeiten besitzt.
Also, andere Wege führen auch zum Ziel, und ein ganz schöner (weil sehr flexibler) wird hier vorgestellt: Die Graustufenwandlung über den Kanalmixer.

Der Kanalmixer bietet die Möglichkeit, wie früher mit Farbfiltern zu arbeiten. Man kann die einzelnen Grundfarben in sein Graustufenbild einrechnen oder rausrechnen lassen. Der große Vorteil dabei: Bestimmte Bildbereiche sind in bestimmten Kanälen zu finden, so kann man z. B. im Rot-Kanal die Helligkeit von Hauttönen und dramatische Himmel schön herausarbeiten, im Grün-Kanal wiederum findet sich die beste Bild-Durchzeichnung (wichtig bei Modeaufnahmen!). Aber jetzt mal ran ans Bild: Der Kanalmixer findet sich unter Bild -> Anpassen -> Kanalmixer. Empfehlenswert ist allerdings (wie eigentlich immer bei der non-destruktiven Bildbearbeitung) den Kanalmixer als Einstellebene zu verwenden. In der Ebenen-Palette auf das kleine Kontrast-Symbol klicken und dort den Kanalmixer auswählen. Nun findet man folgendes Fenster vor:

Kanalmixer

In diesem Fenster kann man nun den Ausgabekanal auswählen , die einzelnen Kanäle ein- oder ausmischen (für den Anfang ist eine Gesamtmischung von 100% ein guter Richtwert), eine Farbkonstante angeben (eine Art Schwarz-Weiß-Gesamtauftrags-Regler, einfach ein bisschen rumspielen) und, ganz wichtig, die Option ?Monochrom? anklicken. Mit dieser Technik lässt sich wirklich beinahe jedes Farbbild in ein ansprechendes und vor allem selbst gemachtes Graustufenbild umwandeln, bei dem die Anmutung genau den eigenen Wünschen entspricht. Hier nun noch mal als Beispiel ein s/w-(Graustufen)-Bild, einmal mit Bild -> Modus -> Graustufen umgerechnet (böse, weil langweilig), und einmal mit dem Kanalmixer (gut, weil man das Bild so wiedergeben kann wie man möchte).

GraustufenperModus

Das hier ist das Graustufen-Modus-Bild. Es ist einfach ein Graustufenbild, allerdings wird durch die recht flaue Wiedergabe und die Standardkonvertierung nicht auf das Bild eingegangen, es wirkt nicht besonders spannend.

GraustufenperKanalmixer

Hier nun das Bild per Kanalmixer umgewandelt. Durch die härtere Gradation und den knappen Helligkeitsverlauf wird eine andere Bildaussage erreicht, es passt einfach besser zum Motiv. Natürlich wäre das nun auch in einem späteren Schritt in der Bildbearbeitung möglich gewesen, aber so lernt man auch ein wenig mit Farbfiltern umzugehen.

3 Kommentare zu “ Die kleine Fotografentrickkiste: Graustufenbilder ”

  1. Tina

    Klasse, danke für die einfache und gute Erklärung ;-) Werde es direkt mal ausprobieren ;-)
    Gruß aus HH-Eilbek

  2. Marco

    Klasse, weiter so!

  3. fenster-infos » Blog Archive » Re: Neues Fenster oder gleiches Fenster? Das ist hier die Frage. - Was war. Was wird.

    […] (wobei ich es da nur mit Unix getestet habe). Wenn man nur eine 2-Tasten-Maus hat kann man das in Kombination Control Linke Maustaste erreichen. > > Die gewohnte Navigation funktioniert > > dann nämlich nicht mehr, […]

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