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Valentin Tomaschek

Nach der Mediengestalter-Ausbildung (Fachrichtung Print) hat Valentin Tomaschek knapp drei Jahre in Dublin gelebt. Zuerst als Koordinator bei HP und später bei Novell. Wieder zurück in Deutschland arbeitet er teilweise für ein Landesparlament und teilweise selbstständig im Internet-Bereich.

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Jeder der in seinem Leben schonmal ein Vorstellungsgespräch hatte, kennt die gewisse Nervosität. Fängt schon bei der normalerweise typischen Frauenfrage an: Was ziehe ich an? Geht weiter in dem man sich fragt, wie man am besten und sicher rechtzeitig zum Termin kommt und endet dann hoffentlich schließlich bei den Überlegungen, was der Gegenüber einem für Fragen stellen könnte.

Aber habt ihr schonmal überlegt, dass der potentielle Chef auch Google benutzen kann? Nein? Gerade bei Mediengestalter eine Überlegung wert! Wo doch fast alle eine eigene Homepage oder einen Blog haben. Was habt ihr da bisher alles für einen Mist zusammen geschrieben? Welche Standpunkte vertretet ihr da? Sicherlich kommt kein Blogeintrag gut, in dem ihr auf den
Kündigungsschutz schwört und der Gesprächspartner ist bei den Liberalen – andersrum gehts natürlich auch. Hilfreich sind auch auf keine Fall Lästereien über die alte Firma. Auch wenn es so geschrieben ist, dass es nicht gleich einer Verleumdung gleich kommt. Vielleicht muss man auch nicht unbedingt jeden Sonntag von seinen Alkoholabstürzen vom Wochenende berichten.

„Gut“, denkt man sich dann, „ich habs nunmal geschrieben, aber das kann ich ja nun schnell wieder löschen!“ Falsch, auch ein Personalchef kennt die „Cache“-Funktion bei Google. Dort kann er trotz des Löschens des eigenen Webspace alles gemütlich nachlesen. Bis ein Inhalt aus dem Cache fliegt, vergehen manchmal Monate. Interessant sind auch immer Petitionen im Internet.

Bei mir persönlich erscheint da ziemlich schnell die Aufforderungen „Kirchhof, rück die Liste raus!“ aus dem letzten Bundestagswahlkampf. Als ich mal nach einer Ex-Freundin gegoogelt habe, kam gaaaaanz oben ihr Name im Zusammenhang bei einer Forderung das Kiffen zu legalisieren. Das soll von meiner Seite aus noch nichtmal wertend gemeint sein, nur: Bereitet euch auf
solche Fragen vor.

Geratet ihr bei solchen „hinterlistigen“ Sachen nicht ins stammeln, sondern könnt euren Standpunkt gut vertreten, kann es ja auch einen positiven Eindruck hinterlassen.

9 Kommentare zu “ Eine etwas andere Vorbereitung fürs Vorstellungsgespräch ”

  1. neverything

    Hmmm… finde ich wirklich eine interessante Überlegung. Habs gar nie von dieser Seite betrachtet und dies obwohl ich auch ab und zu nach Bekannten Google.

  2. Amelie

    Ich glaub, dass ist eine Gefahr die einem bewusst ist, wenn man sich im Internet rumtreibt. Mir ist zu mindestens klar, dass mein zukünftiger Chef ganz schnell mal eben suchen kann, was ich so mache – Aus dem Grund,wird doch aufgepasst, was geschrieben wird. Davon ab: Was man in seiner Freizeit macht, sollte dem Chef egal sein, solang die Arbeit nich drunter leidet – Oder nich!?

  3. Valentin Tomaschek

    Amelie: Seit wann wird denn bei Mediengestalter Privat- und Arbeitsleben getrennt? ;)

    Ja, eigentlich sollte es das schon.

  4. manuel

    wie gut das ich mir dieser tatsache bereits vor dem zeitpunkt, ab dem ich im internet nicht mehr mit pseudonym kommentierte, bewusst war ;)

    und wenn man doch mal bullshit schreiben wollen sollte irgendwo, kann man immernoch nicknames benutzen ;)

    ein zukünftiger neuer arbeitgeber kann auch sehr gerne meinen namen ergoogeln.
    einmal bin ich durch sowas ähnliches nämlich schon an nen job gekommen =)

  5. Amelie

    Ich vergass, das Privatleben und Beruf in Eins übergeht ;). Aber wie Manuel gesagt hat: Wer scheiße schreiben will, benutzt dafür seinen Nick oder so… Und wenn man das unterm richtigen Namen schreibt, soll man halt dazu stehen

  6. Valentin Tomaschek

    Es sollte ja nur ein Hinweis sein, dass man sich bewusst sein sollte was man so alles im Internet schreibt ;)

  7. JaySee

    Jeder, der irgendwann aus der Anonymität tritt, wird mit diesem Problem konfrontiert und wer verbal rummüllt, verdient es manchmal nicht anders. Es ist wie mit den eigenen Arbeiten. Entweder man macht sich zur Feile und lernt aus den Fehlern oder man bleibt halt die Feile. Der zukünftige Chef sieht sicher auch die Entwicklung, die der Eine oder Andere durchmacht. Ist es eine positive Entwicklung, warum nicht.

  8. oliver

    Ich denke jedem Chef ist bewust, das hinter dem Kandidaten noch ein Mensch steht. Dementsprechend sollte man einfach dazu stehen was man schreibt. Bzw nur schreiben was man ernsthaft meint. Dann dürfte es eigentlich kein Problem sein… Hoffe ich…

  9. sulky

    Ich hab mich grad mal nach gegoogelt.

    Google hat nix über mich gefunden ausser meinen Namen an sich, da ich mal bei ner früheren Briefeaktion (frühere Band von der ich fan war) mit gemacht hab.

    Selbst über meinen nick findet man fast nichts, da ich ihn, zwar unbewusst,so gewählt habe das es milliarden „SulkY“ beiträge gibt, denn ein sulky ist neben meinem nick auch noch ein kleiner rennsitzt den pferde ziehen.

    Hab ich als paranoide aber glück gehabt :D

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