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Florian Knörl

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<p>Florian arbeitet in einer vollstufig ausgelegten Druckerei als Medien- gestalter, Fachrichtung Printmedien. Zu seinem Hauptaufgabenbereich gehört der Satz und die Herstellung von Verlags- werken, die Überwachung und Optimierung eines PDF- und Colormanagement- Workflows sowie die technische Betreuung der Vorstufe. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit Fotografie und Buchkunst.
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Nachdem im ersten Teil die kleine Kompakte dran war, sind nun die Bridge-Kamera und die DSLR (Digital Single Lens Reflex)-Kamera an der Reihe. Mit der Zeit braucht man eben etwas ?mehr? Kamera, und in diesem Segment wird sowohl der anspruchsvolle Amateur wie auch der Profi sicherlich fündig. Allerdings muss die Leistung auch bezahlt werden, nicht nur primär beim ersten Kauf, sondern nach und nach beim (notwendigen) Zubehör.

Die Bridge-Kamera (Brückenkamera) ist, wie der Name schon sagt, eine Art Bindeglied zwischen der kleinen Kompakten und der großen DSLR. Sie hat meistens die gleichen Einstellmöglichkeiten wie eine DSLR, einen großen Monitor, einen meist elektronischen Sucher und arbeitet schnell und relativ rauscharm. Der einzige Unterschied zur ?großen Schwester? ist das fest montierte Objektiv, dass häufig im ?Superzoom?-Bereich angesiedelt ist (28-200 mm Brennweite auf KB-Film umgerechnet).

Sony DSC-R1
Die Sony DSC-R1 ist ein aktueller Vertreter der Bridge-Klasse. Die Leistungsfähigkeit ist in vielen Bereichen mit einer modernen DSLR-Kamera vergleichbar. (Foto: Sony GmbH Deutschland)

Die DSLR-Kamera dahingegen ist absolut flexibel. Objektive, Blitztechnik, Filter, Stromversorgung, teilweise auch Mattscheiben und Sucher können nach Belieben und Einsatzzweck getauscht werden. So kann gut auf die zu erwartende Aufnahmesituation eingegangen werden, im Makro-Bereich z. B. mit einem Makro-Blitz vorne am Objektiv, einem Winkelsucher mit Lupe und der (meist vorhandenen) Spiegelvorauslösung, um Erschütterungen zu vermeiden.

Pentax *istDS
Die Pentax *istDs ist eine recht aktuelle DSLR-Kamera der „Einsteigerklasse“. Teilweise der DSC-R1 unterlegen kann sie dennoch im Bereich der Flexibilität und des Systemausbaus punkten. (Foto: Pentax Corporation)

Um die Unterschiede etwas besser darstellen zu können, vergleiche ich einmal eine aktuelle DSLR (Pentax *istDs) mit einer aktuellen Bridge-Kamera (Sony DSC-R1). Der Vergleich soll eher die fotografischen Möglichkeiten aufzeigen, nicht als ?Technik-Wettrennen? dienen.

Gehäuseform/Ergonomie
DSLR: Typisches Spiegelreflex-Design, allerdings schön klein ausgeführt. Das Gewicht liegt um die 600 g (ohne Objektiv) und die Kamera lässt sich auch mit größeren Händen lange Zeit gut halten. Der Blitzsockel (für einen externen Blitz) liegt oben auf dem Prisma, so kann es vorkommen das die Kamera mit größeren Aufsteckblitzen etwas unhandlich und debalanciert wirkt.
Zum Erscheinungsbild ist zu sagen, dass im Bereich der Fotografie oft das ?Markenflanieren? auftritt. Sobald eine schwarze Kamera mit einem grauen Objektiv (am besten noch mit rotem Ring) irgendwo erscheint, kriechen viele interessierte Menschen aus ihren Löchern und bestaunen doch den unglaublich professionellen Fotografen ob seiner perfekten Ausstattung. Dieser Mensch kann ja nur gute Fotos machen, und so wird er auf Schritt und Tritt begleitet, nicht das der interessierte Laie mit der zu groß gewordenen Handy-Kamera ein lehrreiches Bild des Meisters verpassen könnte. Das passiert mit der Pentax eher weniger ? sie ist (meiner Meinung nach) aufgrund des Markennamens und der Größe weitaus ?tauglicher? für den Reportageeinsatz, ohne zu viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
Bridge: Auch die meisten Bridge-Kameras (vor allem diese) liegen aufgrund der Bauform gut in der Hand und lassen sich sicher und präzise führen. Auch hier ist ein Handgriff ausgeführt, der ein sicheres Halten ermöglicht. Das Gewicht liegt (mit Objektiv) etwa bei 1000 g. Der Blitzsockel liegt direkt über der Hand am Handgriff, so wird die Kamera gut ausbalanciert, auch mit großen Aufsteckblitzen.
Der Vorteil an der Bridge ist, dass man sich nur einmal mit der Ergonomie auseinandersetzen muss ? das Objektiv bleibt ja immer dasselbe. Bei SLR-Kameras kann es durchaus vorkommen, dass Objektiv A noch gut zu führen ist, bei Objektiv B allerdings dann die ersten Ermüdungserscheinungen bei längerer Benutzung auftreten.

Bedienung
Bei beiden Kameratypen hat man fast immer die Möglichkeit, zwischen mehreren Abstufungen in der Automatik zu wählen. Der absolute Anfänger kann Motivprogramme wählen (diese Programme sollen dem Amateur die meisten Voreinstellungen was Blende, Belichtungszeit und Blitzeinsatz angeht abnehmen), weiter Fortgeschrittene wählen die Zeit- oder Blendenmodi und der Kreative wählt den manuellen Modus. Allerdings sollte man nicht zuviel Mystik um das ?manuelle? Fotografieren machen. Es geht immer nur um die Blende und die Zeit, und wenn man sich in der Theorie mit beiden Einstellgrößen auskennt, reicht eine Zeitautomatik absolut aus.
Umsteigern von manueller Technik auf Digitalkameras sollten daran denken, dass nun ein Menü vonnöten ist. Je nach Hersteller sind die ?fotografischen? Funktionen mehr oder minder vernünftig auf eigene Knöpfe, Schnellwahlmenüs oder ähnlichem verteilt. Also immer zuerst selbst und in Ruhe austesten, ob man mit der Funktionsvielfalt und Verteilung auch zurecht kommt. Es gibt nichts nervigeres als ein Foto zu verpassen weil man zuerst das Menü quälen muss, um eine einfache Einstellung vorzunehmen.

Geschwindigkeit
In der vordigitalen Zeit gab es nur zwei Geschwindigkeitsangaben für SLR-Kameras. Einmal die AF-Zeit (wie lange dauert es, bis die Kamera einen Punkt ordentlich scharf stellt) und die Serienbildgeschwindigkeit (wie viele Bilder kann ich pro Sekunde machen). Diese beiden Zeiten sind immer noch wichtig für digitale Kameras, allerdings sind ein paar dazugekommen. Man erwartet allerdings, dass die Kamera sich ?schnell? anfühlt, also das es nie zu dem Punkt kommt, wo ich auf die Kamera warten muss, um weiterarbeiten zu können.
Im Bridge- wie auch im DSLR-Segment sollten alle Kameras schnell und reaktionsfreudig arbeiten. Die Serienbildgeschwindigkeit und ?anzahl ist allerdings meistens bei DSLR-Kameras besser (wenn auch lauter bzw. auffälliger). Die AF-Geschwindigkeit ist, wie schon einmal erwähnt, so eine Sache. Einerseits ist für einen sportbegeisterten Amateur wichtig, dass der AF schnell den Akteur scharf stellt, andererseits ist für ruhigere Familien- oder Reportagefotos eher ein scharfes Bild wichtiger als ein schnell unscharf gestelltes Bild. So ist wieder die Devise: Testen. Und vor allem nicht nur im (hellbeleuchteten) Laden testen, sondern auch mal bei Dämmerung. So kann dann die AF-Geschwindigkeit und vor allem das AF-Hilfslicht getestet werden. Es gibt ein paar Möglichkeiten für die Kamera, sich noch genug Licht (weniger Licht sondern eher Kontrastfläche) zu schaffen:
Per Blitzsalve -> unangenehm, fällt sofort negativ auf, spontane Fotos sind so nicht mehr Möglich
Per Punktlicht-> etwas angenehmer, wirkt wie eine kleine Taschenlampe, allerdings ist auch da die Beleuchtung recht auffällig
Per projiziertem Gitterraster -> an sich die Beste Methode, wirkt am unauffälligsten, bei DSLR-Kameras meistens nur durch einen Zusatzblitz zu erreichen (oder durch spezielle Aufsteckmodule, z. B. von Metz)
Bei guten Bride-Kameras wie auch bei DSLR-Kameras bleibt allerdings immer noch die Möglichkeit, manuell zu fokussieren. Wie gut das geht hängt einerseits von der Suchergröße und vom Kontrast im Sucher ab. Einige Hersteller haben zwar sehr helle Sucher, die aber nicht unbedingt die nötige ?springende Schärfe? besitzen, um den Schärfepunkt gut zu sehen. Da ist es wie allgemein notwendig, die gewünschte Kamera vorab ausgiebig zu testen.

Und was wähle ich nun?
Das ist an sich die schwierigste Frage. Jeder für sich sollte den passenden Kameratyp auswählen, nach Möglichkeit ohne die guten Ratschläge der Freunde (Du, so ne DSLR, das muss schon sein. Ohne bist du ja gar nicht mehr auf der Höhe der Zeit…). Solche Ratschläge können sogar eher kontraproduktiv sein, ein paar ehemalige DSLR-Benutzer sind zurück auf Bridge oder sogar Kompaktkamera gewechselt, da sie für ihre Ansprüche einfach hübsche Bilder direkt aus der Kamera haben wollen. Keine untragbar schweren Kamerataschen, mit drei Objektiven, Blitz und Akkus für zwei Geräte.
Ich habe einige analoge Kameras, teilweise recht alt. Richtig begonnen habe ich mit einer alten Pentax-SLR und ein paar mehr oder weniger guten Objektiven. Ins digitale Zeitalter bin ich mit einer kleinen Panasonic gekommen, und habe sehr schnell feststellen müssen das mir die SLR-Bildgestaltung fehlt. So habe ich früh auf eine Pentax *ist DS gesetzt, mit der ich so gesehen ganz zufrieden bin. Sie ist klein, unauffällig, ich kann damit genau das machen, was ich will. Nicht mehr, und nicht weniger. Wenn ich jetzt allerdings ?aufsteigen? wollen würde, um etwas mehr Auflösung, Geschwindigkeit oder Zubehör zu bekommen müsste ich das System wechseln, da Pentax derzeit keine größeren Modelle anbietet (es sollen zwar welche kommen, allerdings ist Pentax ein recht ?ruhiger? Hersteller, der auch nicht die Kapazitäten von z. B. Canon besitzt). Deshalb ist die genaue Auseinandersetzung mit dem ?Was muss die Kamera können? wirklich sehr wichtig, um nicht in einem Jahr vor einer kompletten Neuinvestition zu stehen.

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