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Julia Bramer

Julia Bramer

Julia ist gelernte Mediengestalterin, Fachrichtung Design. Zur Zeit ist sie Arbeitssuchend und versucht einen Studienplatz für Kommunikationsdesign zu ergattern. Privat ist der Computer weiterhin tägliches Arbeitsinstrument für Illustrationen. Außerdem sind Utensilien, wie Bleichstift, Acryl und Aquarell ebenfalls täglich im Gebrauch.

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MappenabgabeAls Hochschulbewerber wird man oft gefragt, ob man mit seinen Arbeiten, insbesondere seiner Mappe zufrieden sei. Die Frage an sich kann man sich jedoch sparen, denn im Grunde ist doch jeder von seiner Arbeit überzeugt. Wer würde sich mit einer Mappe bewerben, wenn man selbst sie nicht gut findet?!

Ich persönlich war immer sehr von meinen Arbeiten überzeugt. Beim ersten Mal sowieso. Aber man wird als Bewerber schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Meist schon, wenn man in der jeweiligen Hochschule (bei mir war es die FH Münster) ankommt und die Bewerbernummern sieht. Bei meiner ersten waren es fast 900 Bewerber, und ich hatte mich schon gefreut die Nummer 53 zu sein. Weiterkommen tun meist nur um die 100. Manchmal mehr, manchmal weniger. Beim ersten Mal gehörte ich nicht dazu.

Dann ist man erst mal sehr geknickt, frustriert vor allem. Wo einem doch jeder gesagt hatte, wie gut die Sachen wären. War da nicht der Lehrer richtig begeistert gewesen?! Ich bin der Meinung, dass es vollkommen OK ist, beim ersten Mal schon mit der Mappe nicht weiterzukommen. Nur wenige schaffen es beim direkt beim ersten Mal. Und bis zur zweiten Abgabe hat man auch viel neues gelernt, sich weiterentwickelt. Bei mir war das so, dass ich einen Kurs an der FH Münster besuchte, der mir meiner Meinung nach sehr viel gebracht hat. Leider verhalf aber auch der nicht beim zweiten Anlauf, wenigstens zur Prüfung weingeladen zu werden. Das frustriert natürlich wieder ungemein. Wo doch diesmal sogar ein Professor der FH selber die Arbeiten gut fand. Aber es hilft nichts, durch die ganzen Absagen muss man durch.

In NRW hat man das Glück, dass man nur eine Aufnahmeprüfung bestehen muss, egal an welcher FH und man kann sich dann mit dieser bestandenen Prüfung an jeder anderen FH innerhalb von NRW einschreiben lassen (oder wenigstens ins Nachrückverfahren rutschen). Da ich in Münster studieren will, war der nächste Mappentermin für mich an der FH Bielefeld.

Ich habe in der Zwischenzeit nichts an meiner Mappe geändert. Einmal weil mir nach der zweiten Absage die Motivation fehlte, zum anderen weil ich es darauf ankommen lassen wollte und wissen wollte, ob es an der Mappe liegt oder einfach an dem Geschmack der Leute Also auf zu Nummer Drei der Mappenabgabe: Bielefeld! Wie bei allen anderen war die Mappenabgabe früh man musste wieder 6 Stunden warten. Und die Warterei zieht sich, sie zieht sich verdammt lange. Aber Warten hat sich gelohnt, endlich dürfte ich auch mal eine Eignungsprüfung mitmachen.

Mappenabgabe

Die steht bei den meisten Hochschulen direkt am nächsten Tag an, wie auch hier. (Übrigens bieten oft Studenten einer Hochschule Schlafplätze für die Bewerber an). Die Prüfung bestand aus 3 Aufgaben. Es musste im ersten Teil ?um die Ecke gedacht? visualisiert werden, im zweiten war es die Aufgabe ?Gestaltung? zu definieren und der dritte Teilbestand darin ein Comic mit Text zu versehen. Dafür hatte man insgesamt 4 Stunden Zeit. Eine Zeit, die im Gegensatz zu der Warterei sehr schnell umgehen kann, vor allem wenn einem nichts einfällt. Dazu sollte man aber vielleicht auch noch sagen, dass es in Bielefeld keine Aufsicht gab. Wir mussten auch nicht stur auf unseren Stühlen sitzen, sondern konnten uns frei in der FH bewegen. Natürlich war auch Reden und umschauen erlaubt. Das macht es aber nicht besser, vor allem, wenn man seit einer Stunde da sitzt und alle außer einem selbst haben schon mit einer Aufgabe angefangen. Wonach diese Aufgaben beurteilt wurden, lässt sich leider schlecht sagen. Ich habe meine Sachen alle mit viel Humor gemacht (zu der Zeit der Bearbeitung eindeutig Galgenhumor) und war nach den 4 Stunden fest davon überzeugt, das nicht geschafft zu haben. Nun muss man aber nochmals 1 1/2 Stunden bis zum entgültigen Ergebnis warten. Also sitzt man in kleinen Grüppchen da, fragt sich gegeneinander, warum man studieren will und wie der Reserveplan aussieht. Bei vielen heißt es jedoch: ich will nur das machen! So auch bei mir.

Jedoch hatte ich das Glück nicht nur die Mappenabgabe zu bestehen, sondern auch die Prüfung. Außerdem noch das Glück, dass in der FH Münster eine überaus nette Frau im Sekretariat ist, die meine Bewerbung auch unvollständig nahm (Bielefeld ließ sich Zeit mit der Verschickung der Prüfungsnote). So startet mein Studium schon im Sommersemester, statt erst im Wintersemester, dank viele glücklicher Zufälle.

Für alle, die an einem Studium interessiert sind und weitere Infos suchen, empfehle ich die Seite www.precore.net , ebenso die Bücher Mythos Mappe und Mythos Eignungsprüfung.

2 Kommentare zu “ Tag der Entscheidung – Mappenabgabe an Hochschulen ”

  1. Maren Woker

    Schön, dass sich die viele Mühe endlich gelohnt hat.
    Gratuliert habe ich dir zwarb schon, aber dennoch. Glückwunsch, dass es endlich geklappt hat! :)

  2. Tino Flohe

    Ein sehr netter Artikel. Danke dass du deine Eindrücke so schön geschildert hast! hab auch noch Mappenpanik…
    Viel Glück und Erfolg weiterhin!

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