Redakteur

Gaston de la Rédaction

Der „Gaston de la Rédaction“ ist die virtuelle Persönlichkeit unserer Gastautoren. Unter dieser werden alle Artikel veröffentlicht, die nicht von festen Redakteuren sind. Habt ihr eine Frage zu einem Artikel, sendet uns eine E-Mail und wir werden diese schnellstmöglich weiterleiten.

Infos & Kontakt

Alle Beiträge

E-Mail senden

Website besuchen

ICQ

Wer bestimmt eigentlich bei Gestaltung, was gut oder schlecht ist? Nach welchen Richtlinien? Alles Geschmackssache oder steckt da mehr dahinter? Meiner Meinung nach steckt da natürlich mehr dahinter, allerdings habe ich dieses „mehr“ an meinem letzten Berufsschultag schmerzlich vermisst:

Am vorletzten Freitag (der 13.!), bekamen wir allerlei Arbeiten der vergangenen Wochen zurück. An sich ist das ja eine schöne Sache, ABER nach dieser Rückgabe, war die gesamte Klasse (und das ist dann doch eher selten) der Meinung, ungerecht behandelt worden zu sein. Völlig wilkürlich waren – in unseren Augen – Noten vergeben worden. Bestes Beispiel war ein Schüler, der zugegeben bestimmt kein Lehrerliebling ist, da er seltenst anwesend ist und die Bedeutung des Wortes Mitarbeit ist bei ihm wohl auch abhanden gekommen. Aber der Junge hats einfach drauf. Sprich er hat einfach ein Händchen für Farben und Formen und deren Anordnung. Unserem Lehrer ist er allerdings ein Dorn im Auge, weil er halt einfach ein Chaot ist. Er hat z.B. eine 4 auf seine Aufgabe bekommen. Ein anderer Schüler („an den Lippen des Lehrers-Hänger“) allerdings eine 2. Schaut man sich nun diese zwei Aufgaben nebeneinander an, könnte man nur noch den Kopf schütteln. Er kritisiert Dinge bei dem einen, die er beim anderen in den höchsten Himmel lobt.
Wir waren im allgemeinen einfach nicht damit einverstanden, dass wir unsere Noten ohne größere Begründung kriegen. Einfach so – batsch – reingewürgt. Also haben wir mal vorsichtig nachgefragt, ob wir nicht mal ein bisschen eine Erklärung zu kriegen könnten. Das hätten wir uns allerdings auch sparen können, weil die Erklärung zeigt, wie unsere Noten zusammenkommen. Ein bisschen Gestaltungsregeln, eine große Portion „Hat der Schüler nur das gemacht, was der Lehrer sagte“, und dann noch, ob er einen mag oder nicht.

Mir tat nach diesem Tag der Kopf weh vom vielen Kopfschütteln. Die Sachen werden teilweise einfach so unlogisch bewertet, da weiss man gar nicht mehr, was man machen soll. Soll ich jetzt meine Sachen so gestalten, dass sie meinem Lehrer gefallen und ich somit ne gute Note kriege? Oder soll ich meinem eigenen Stil treubleiben, auch wenn ich dann nie über eine 2 hinauskommen werde (viel zu internetmässig..)? Ich finde es jedenfalls nen Witz, was da letzten Freitag gelaufen ist. Zum Glück war die Blockwoche damit zuende, mit unserem Lehrer hätte danach eh keiner mehr geredet! Mal schaun, was der nächste Block bringt!“

Dieser Beitrag wurde von unserer Gastautorin Ann-Kathrin Hartmann geschrieben.

15 Kommentare zu “ Reine Geschmackssache?! ”

  1. Valentin Tomaschek

    Wir haben das in der Berufsschule mal so gehandelt, dass die Arbeiten vor dem Zensieren der Lehrer von der Klasse bewertet wurden. Sprich alle Arbeiten vorgestellt und jeder konnte dann bei jedem positive und negative Aspekte zu den jeweiligen Arbeiten dazu schreiben. So hatte die ganze Klasse auf die Bewertung der Arbeiten einen Einfluss.

  2. Ann-Kathrin Hartmann

    Das dürfen wir auch machen. Allerdings hat unsere Meinung erst einmal gezählt. Meistens kommen da nämlich 100% andere Noten bei raus!!!

  3. Valentin Tomaschek

    Da hilft dann nur die generelle Diskussion über sowas. Auch Berufsschullehrer sollten genau darlegen können wie sie was und warum bewerten. Bei uns klappte das dann eigentlich ganz gut, muss halt auch die Bereitschaft der Lehrer dasein, die Bewertungen der Klasse zu respektieren.

  4. Ralf

    Das Thema „Wann ist ein Design gut?“ taucht auch in der reelen Arbeit oft auf. Und auch von meiner Praktikantin habe ich immer erwartet, dass sie begründen kann, warum sie ihr Design für gut hält. Und ich argumentiere dann eventuell, warum ich ihn für nicht so toll halte. Das refelktierte Gestalten gehört zum Beruf. Und von einem Berufschullehrer erwarte ich das noch viel mehr.

    Sicher gilt auch oft „de gustibus non disputandum“. Die Geschmäcker sind verschieden. Aber über einen großen Teil eines Design kann man argumentieren. Zieggruppengerecht, mediengerecht, funktional, inhaltliche zusammenhängend – es gibt genug Punkte, an denen man eine Gestaltung bewerten kann – zumindest im Groben. Aber ein „es gefällt mir nicht, weil es mir nicht gefällt“ – das ist einem Mediengestalter eigentlich unwürdig und einem Lehrer sowieso.

  5. Jan Kretschmer

    Zielgruppe lautet unabhängig von der Aufgabe immer: Lehrer bzw. Prüfungsausschuss. Traurig aber so isses nun mal…

  6. Matthias J. Korth

    Das mit der Zielgruppe merke ich zur Zeit leider auch. Ich saß, bis eben, an der Umsetzung der AP Mediengestalter Design NP. Ich muss sagen, schöne Aufgabe, hätte man viel daraus machen können, wäre da nicht der „altmodische“ Prüfungsausschuss1.
    Trotz allem, so habe ich es zumindest in der Berufschule gemacht, darf man nicht jede seiner Ideen verraten und nur nach dem Goût der Lehrer/Prüfer gestalten. Ich denke meine AP, z.B., erfüllt mit Sicherheit nicht alle Kriterien um den Prüfungsausschuss zu gefallen, aber wir, bei der IHK Heilbronn, haben zumindest noch das Glück?!?, dass wir unsere Arbeiten vor der Benotung präsentieren müssen und somit Stellung zu unseren Designs nehmen können.

    1Zur Ehrenrettung des Prüfungsauschuss ist zu sagen, dass dieser sich wohl zur Zeit ziemlich „verjüngt“ hat.

  7. Valentin Tomaschek

    Meiner Meinung nach müssen Berufsschullehrer viel mehr gefördert werden! Klingt komisch, ist aber so. Die haben meist noch einen von den „alteingesessenen“ Berufen gelernt und kennen die heutigen Anforderungen im Betrieb nicht unbedingt. Es ist sehr cool, dass man in der Schule Menschen hat die einem noch die gewissen grundlegende Themen vermitteln können, aber gerade im Praktischen ist doch so mancher Schüler dem Lehrer weit überlegen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Praktikum für Berufsschullehrer? Wir hatten nur einen Lehrer der wirklich durch und durch Ahnung hatte; Ein Agenturchef der zwei Tage die Woche bei uns unterrichtete. Sowas sollte es vielmehr geben!

  8. FOGler

    Kunst ist reine Geschmackssache! Artikel auch!

    Mal ehrlich dieser Artikel ist doch „BILD-Zeitungsniveau“, ich habe in diesem Blog viele gute Artikel gelesen. Dieser Artikel unterscheidet sich aber wesentlich von den anderen, die anderen waren sachlich und hatten mit dem Thema Mediendesign zu tun.

    Ich kann in diesem Artikel nichts finden das von Relevanz für einen Mediengestalter ist. Ehrlich, dieser Artikel ist eher eine Art Tagebucheintrag eines 11 jährigen Mädchen “ Hallo liebes Tagebuch heute war der olle Onkel Lehrer ganz doll böse… “.
    Klingt etwas hart aber es ist so, bevor hier Artikel geschrieben werden sollte auch mal das zugrunde liegende Thema geprüft werden.


  9. sauerklee

    FOGler: der beitrag ist eben aus privater berufsschülersicht geschrieben. das hat nichts mit bildzeitungsniveau zu tun, sondern es gehört nunmal genauso zur ausbildung, sich mit der schule – insbesondere lehrern – rumzuärgern. dieser blog soll auch sicherlich nicht den anspruch hochintellektueller berichterstattung erfüllen..

    im übrigen ebnet die berufschule den weg zum mediengestalter.

    Ann-Kathrin Hartmann: der artikel hätte ähnlich auch von mir kommen können :)

  10. Ralf

    Der Artikel hat auf jeden Fall mit Mediengestaltung zu tun. Nicht nur, dass er einen Einblick in die schulische Ausbildung gibt. Er stellt auch grundlegende Fragen wie

    Wer bestimmt eigentlich bei Gestaltung, was gut oder schlecht ist? Nach welchen Richtlinien? Alles Geschmackssache oder steckt da mehr dahinter?

    Das sind zentrale Themen der Gestaltung an sich, darüber werden Bücher geschrieben und Vorlesungen gehalten. Und die schulische Auswirkung dieser Problematik ist für den Weg zum Mediengestalte rauch recht wichtig.

    In dem Artikel fehlen natürlich tolle Wörter wie „medienrelevant“, „kultursemiotische Kompetenz“ oder „ästhetisch-designtheoretisch inspirierte Analyse“, die Sprache ist eine andere. Aber die zu transformieren sollte eigentlich jeder können, der über das sprachliche Niveau von „Photoshop für Dummies“ hinauskommt. ;-)

  11. FOGler

    Das soll jetzt nicht ausarten also möchte ich noch abschliessend sagen.
    Ich entnehme diesem Artikel NICHTS weder eine nützliche Information, noch irgendetwas, was von Interesse für Mediengestalter sein kann, ausser dem Gedanken das es anderen ähnlich geht, es handelt sich hierbei für mich um Klatsch (es werden zwar Lösungen in den Kommentaren angegeben aber das ist kein Forum, das ist ein Artikel!)! Ausserdem, ok dieser Artikel ist aus persönlicher Sicht geschrieben das ist Ok, jedoch ich habe die Adresse, dieser Seite von einer Freundin aus der Schule erfahren. Nach den ersten Artikeln die ich gelesen habe, hab ich so gedacht „Mensch trotz der vielen Redakteure wird doch ein stimmiger Gesammteindruck erzielt Respekt!“. Dieser Artikel trübt diesen Eindruck jedoch (Sorry wenn ich mir Focus hole will ich nix über den „Autobahnkillerraser“ lesen:)

    Das istnur meine subjektive Meinung.
    PS: Das hier sind die „Kommentare“ auf Selbige zu antworten finde ich unpassend da hier nur das Meinungsbild ZUM ARTIKEL wiedergespiegelt wird, wenn euch die Meinung nicht passt ist das egal. Ja ja ich weiss ich widerspreche mir selbst.


  12. Ann-Kathrin Hartmann

    haiaiai… danke erstmal an meine zwei Vorredner! Ich denke ueber den grundsaetzlichen Schreibstil von jemanden kann man/frau immer streiten. Das will ich aber auch gar nicht. Ich denke so ein Blog kann nur davon leben, dass wir eben ueber so unterschiedliche Dinge und aus unterschiedlichen Sichtweisen schreiben. Wenn dir das nicht gefaellt, dann musst du entweder darueber hinweglesen oder es einfach besser machen?! ;)

  13. Valentin Tomaschek

    In unserem Blog geht es darum, Erfahrungswerte aus dem breit gefächerten Bereich der Mediengestaltung und verwandten Berufszweigen zu veröffentlichen. Als Erfahrungswerten bezeichnen wir Erlebnisse aus unserer Berufswelt, Kniffe mit unseren ?Werkzeugen? und sicherlich auch einige Geschichten aus dem Privatleben. Dieses ist bei Mediengestaltern oft eng mit dem Beruf verknüpft.

    http://www.mediengestalter-blog.de/2006/01/08/herzlich-willkommen/

    Meiner Meinung nach steht in dem Artikel was interessantes. Selbst wenn nicht hat er es geschafft eine Diskussion angeregt, von daher definitiv seine Daseinsberechtigung erfüllt. Und das Beschriebene an sich kennen sicherlich (fast) alle MG`s aus ihrer Berufsschulzeit.

  14. Amelie Hülsmann

    Man kann eine Disskusion aber auch auf andere Weise anregen und nich nach dem Motto „Der böse Lehrer…“. Das wollt FOGler glaub ich auch sagen. Gegen das Thema spricht nichts, da es wirklich ein Thema ist, dass jeder kennt (Sicher nicht nur auf Berufsschulen, bei uns ist das ab und an auch nicht anders).

  15. Sel

    Hi, die Situation kommt mir bekannt vor! Dies erlebe ich Tag für Tag in meinem Berufsalltag. Ich finde das Verhalten des Lehrers zwar absolut daneben, könnte mir aber mehr dahinter vorstellen. Mit den Design ist das so ne Sache.. gut und schlecht.. im Grunde ist das relativ.. Ich habe den Beruf vor sehr vielen Jahren gelernt und liebe diesen Job. Meine Erfahrungen sprechen jedoch Bände. Ich denke euer Lehrer wollte euch auf sogenannten „Ich-habe-ja-auch-Ahnung-Kunden“ vorbereiten. Natürlich muß man in dem Job gut sein, aber grundsätzlich muß man sich in den Kunden und dessen Unternehmen denken. Also ein gewisses Maß an „Anpassung“ ist hier schon da. Dies ist zwar gemeinsam noch formbar ( der Mediengestalter muß schließlich alle wichtigen Aspekte der Gestaltung im Hinterkopf behalten), aber selten wir man selbst mit dem Ergebnis 100pro zufrieden sein. Es bleibt immer ein “..also ich habe ne andere Definition und mir ne andere Umsetzung vorgestellt“ bleiben.

Kommentar schreiben.

XHTML: Folgende Tags sind erlaubt:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>


WordPress Theme von Jessika Schmitt und Matthias J. Korth